Hallo liebe Leute,
Ich habe im Moment so einen Druck im Kopf, eine leidige Situation in bzw. mit meiner Familie ist gestern wieder eskaliert. Ich hoffe, ich schaffe es, mich kurz zu fassen.
Kurz zu mir: ich bin 25, in Ausbildung und wohne seit 6 Jahren selbständig- ich habe eine sehr enge Beziehung zu meiner Mutter, aber das Gegenteil trifft auf meinen Vater zu.
Schon als Kind hat er mich nur fertig gemacht, er hat zugeschlagen, wenn er nicht weiter wusste- aber schimmer waren die emotionalen Schläge. Er hat mich NUR kritisiert, NUR schlecht gemacht, NUR herumgebrüllt, war NIE für mich da, wenn es mir schlecht ging, etc...
Vor einigen Jahren war meine Mutter krank und da es sich um eine erbliche Krankheit in der Familie handelt, die bisher alles Frauen hatten, habe ich manchmal Angst. Klar. Wenn ich das Thema nur anschneide, zuckt er völlig aus. Gestern sagte er am Telefon (ich habe meine Mutter angerufen und er ging ran), dass ich im Hirn krank sei und selbst schuld sei. Weil ich immer schon nur SCHXXXX gebaut habe und immer nur die Schuld anderen gebe. Ich solle meine Mutter in Ruhe lassen und mir "einen Freund suchen, der mir zuhört"... nat. ist das Thema Männer für mich ein Komplexes.
Er bringt mir soviel Hass entgegen,dass ich fast daran ersticke. JA, DAS IST MEIN LEIBLICHER VATER.
Es ist nun so, dass ich mich nun weigere, ihm gegenüber zu treten. Ich kann ihn nicht ertragen, möchte nicht mehr ins Elternhaus- meine Mutter ist in Tränen ausgebrochen, als ich ihr gesagt habe, dass ich nicht mehr kann. Wegen ihr habe ich mich immer auch mit ihm abgegeben- manchmal ist er auch ganz ok, aber er ist ein riesen ARXXX und jetzt hasst er mich wahrscheinlich noch mehr, weil meine Mutter sauer ist.
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich bin völlig alleine, habe Angst vor der Krankheit und um meine Mutter.
ich habe es längst aufgegeben, um seine Liebe zu kämpfen, aber was wird mit meiner Mutter![]()
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Sorry, ist länger geworden. Ich hoffe auf eure Meinungen. Danke fürs Lesen.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 112
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16.09.2007, 14:20
Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
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16.09.2007, 21:45Inaktiver User
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
Hallo Kämpferin !
Du bist für DICH verantwortlich,nicht für deine Mutter.
Wenn du solche Ängste wegen dieser Krankheit hast,ist es sicher nicht der richtige Weg,immer wieder mit deiner Mutter darüber zu reden.
Bist du mit einer Therapheutin od. einem Arzt im Gespräch?
Wie wäre es mit einer Selbsthilfegruppe? Da bist du nicht alleine mit deinen Nöten.
Die Eltern/Vaterliebe macht dir auch große Probleme,bitte wende dich an einen Therapeut,da gibt es bestimmt viel aufzuarbeiten,lernen anders zu sehen,besser damit umzugehen.
Grüße Melia
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17.09.2007, 12:15
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
Du musst dich um dich selbst kümmern, liebe Kämpferin! Ich kann gut verstehen und es würde mir genauso gehen, dass du deinen Vater nihct mehr treffen willst.
Wenn dich deine Mutter liebt - und das tut sie ja, du hast ein enges Verhältnis zu ihr, hast du geschrieben - dann wird sie dich sicher auch außerhalb des Elternhauses treffen.
Sie hat ja wohl all die Jahre mitbekommen, wie dein Vater zu dir ist, also ist nachvollziehbar, dass irgendwann mal der Ofen aus ist, von deiner Seite aus.
Was ich nicht verstehe ist: hat deine Mutter nie versucht, einzugreifen? Zu vermitteln? Wie geht/ging sie damit um, dass dein Vater so hasserfüllt dir gegenüber ist?
Gab es irgendwas, das zwischen deinem Vater und dir je vorgefallen ist, das zumindest ansatzweise erklären KÖNNTE, warum er so ist zu dir?
Wie ist das Verhältnis deiner Eltern zueinander? Führen sie eine gute Beziehung?
Mir ist nicht so ganz klar, wie deine Eltern miteinander gut leben können, während dein Vater unsäglich ist zu dir, und das schon seit Jahren, und du wieder um ein sehr gutes und enges Verhältnis zu deiner Mutter hast.
Auf jeden Fall ist deine Mutter erwachsen und kann sich durchaus entscheiden, sich weiter mit dir zu treffen und guten engen Kontakt zu halten, wenn du deine Vater aus verständlichen Gründen ablehnst. Sie sieht ja, was vor sich geht und sollte das ebenso wenig gutheißen. Wenn sie schon nichts dagegen tut oder tun kann, dann sollte sie akzeptieren, dass du es nicht mehr erträgst und das auch nicht musst.
Sollte sich deine Mutter weigern, sich alleine mit dir zu treffen, würde ich das ernste Gespräch mit ihr führen.
Alles Gute dir! Kümmere du DICH um DICH, sonst macht es keiner - ihr seid alle erwachsen und für euch und dafür, was ihr mit euch machen lasst, verantwortlich! Auch du. Und auch deine Mutter.Umwege erhöhen die Ortskenntnis.
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17.09.2007, 13:41
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
Hallo ihr beiden und danke für die Antworten.
Meiner Mutter ist klar, dass ich nicht mehr will- er ist ja auch zu allen anderen (außer zu ihr) so ausfällig.
Sie schiebt es auf seine Depression und seine Arbeitslosigkeit bzw. Ruhestand. Sie ist sehr gekränkt über sein Verhalten mir gegenüber, aber ganz bewusst ist es ihr nicht. Sie weiß,dass er seit einiger Zeit einen Hass generell gegen Frauen entwickelt hat
Die Beziehung zwischen ihr und ihm ist für meinen Geschmack absolut nicht gut. Sie sieht es anders, sie kennt aber nichts anderes. Die beiden sind seit über 30 jahren verheiratet und sie war 16, als sie mit ihm zusammenkam....
Heute geht es mir wirklich (fast) gut. Ich fühle mich erleichtert, blöderweise habe ich auch ein schlechtes Gewissen. Ich habe in den letzten Jahren immer funktioniert. Musste bei Fámilienfesten gute Miene zum bösen Spiel machen. Vermissen tue ich nichts, weil es sowieso nie für mich da war.
Ich kann und will ihn auf jeden Fall jetzt eine Weile nicht mehr sehen- blöderweise kann ich dann den Rest der Familie auch nicht sehen, außer alle kommen zu mir. Wir werden sehen...
Eine Therapie werde ich andenken, wird sicherlich kein Fehler sein in dieser Situation...
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22.09.2007, 14:41
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
schade, dass diese Geschichte so wenige von euch interessiert..... naja, danke euch beiden jedenfalls
Liebe Grüße
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22.09.2007, 19:43
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
Hallo kaempferin82!
Gerade habe ich Deinen Thread entdeckt, jetzt fahre ich aber leider für eine Woche nach Holland.
Ich melde mich mal am Sonntag in einer Woche!
Ich finde das Thema sehr interessant, denn Du bist nicht die einzige, die betroffen ist.
L.G. sultan tanimun
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22.09.2007, 20:37
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
hey kämpferin,
manchmal dauerts halt ein bischen länger bis ein fred in bewegung kommt.
irgendwie kann ich mir garnicht vorstellen, dass deine mutter nichts davon abbekommt, wenn es denn wirklich so ist, dass dein vater einen frauenhass entwickelt hat. oder warst du vllt doch ein puffer?
grüße von
bifi
"Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947
Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmtAristoteles - Griechischer Philosoph
"Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi
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27.09.2007, 01:10Inaktiver User
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
Du hast schon recht, den Alten nicht mehr zu besuchen.
Lade Deine Familie in ein Lokal oder zu Dir ein außer Deinem Vater. Vielleicht wird er dann noch depressiver oder wütender, aber wenn es das wäre hätte er ja Dir gegenüber die Depression seit Du da bist.
Was willst denn Du für eine Therapie machen?
Die Verarbeitung eines bösen Vaters?
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30.09.2007, 17:30
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
Hallo kaempferin82!
Es ist das Beste, wenn Du Deinem Vater aus dem Weg gehst, denn Reden bringt in dem Fall gar nichts.
Ich denke, daß Deine Mutter nach der langen Zeit mit Deinem Vater gar kein Bewußtsein mehr hat, wie schlimm alles für Dich ist.
L.G. sultan tanimun
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30.09.2007, 19:44
AW: Der Vater, Hass und die Liebe zur Mutter
hallo kämpferin,
komm zurück. dein fred geht weiter.
stimme dir voll und ganz zu, tanimun.
Zitat von tanimun
bifi
"Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947
Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmtAristoteles - Griechischer Philosoph
"Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi


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