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    Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Hallo,

    ich habe eine dependente Persönlichkeit und bin ziemlich unglücklich mit meinem Leben. Ich habe eigentlich nicht sooo viel Grund dazu, da ich mich nicht totarbeiten muss, genug zum Essen, ein Dach über dem Kopf usw. Okay, das Geld war immer knapp bei uns bis hin zur Insolvenz meines Partners, keinerlei Rücklagen usw. Jedenfalls höre ich mir das ja von ihm auch immer an: andere haben's viel schwerer als du.....

    Mein Mann lügt z. B. sehr viel und ich glaube, dass das sehr viel mit Suchtverhalten zu tun hat. Wenn man mal so den Bezug herstellt, aus welchem Grund gelogen wird. Auch scheint die Intention der Lügen ziemlich egoistisch zu sein (sich z. B. alleine mit irgendwelchen Frauen treffen zum Essen, Kaffee trinken; da muss noch nicht mal was laufen zwischen denen, aber woher soll ich das so genau wissen?) Auch sein Flirtverhalten z. B. deutet für mich auf ein Suchtproblem hin usw. Der hat sich ja gar nicht unter Kontrolle und es ist ihm halt auch egal, wie es mir damit geht. Er ist extrem kontaktfreudig und kennt irgendwie so gar keine Grenzen. So fühlt sich das für mich an. Er ist sehr kontrolllastig und tut sehr viel für andere (auch für mich), aus meiner Sicht heraus, um die Macht zu haben, sich solche Dinge rausnehmen zu können, die sich normalerweise kein Mensch gefallen lassen würde. Natürlich hat das auch viel mit Angst zu tun, einfach ausgetauscht zu werden. Wenn er merkt, ich habe ein Problem mit dem, was er tut, und ziehe mich zurück oder "meutere", redet er 2 - 3 Stunden auf mich ein. Am Schluss weiß ich oft nicht mehr, worum es am Anfang überhaupt ging. Und es ändert sich rein gar nichts. Nur um das mal kurz anzudeuten, um welche Problematik es geht.

    Nun möchte ich das Problem Dependenz angehen.

    Hat es jemand ohne Therapie geschafft?
    Hat es jemand mit Therapie geschafft?
    Irgendwie habe ich natürlich Angst, dass mein Leben sich noch mehr verschlechtert, wenn ich versuche, da herauszukommen. Dann müsste ich mich überall ganz alleine durchkämpfen. Davor habe ich Angst, hab' ich noch nie tun müssen. Ich habe gar nicht die Kraft dazu. Und mein Partner redet mir das natürlich auch jedes Mal ein, dass ich untergehe, wenn er nicht mehr für mich tut und macht.
    Vor zwei Jahren etwa hatte ich ein Angebot vom Neurologen eine Reha über 8 - 12 Wochen(!) zu machen. Hat das jemand mal gemacht und würde das was helfen?

    Ich bin total abhängig und zwangsgestört. Das war ich natürlich schon, bevor ich den getroffen hatte. Daher kriegt man das alles gar nicht so mit, was abgeht. Man hofft ja immer auch auf Besserung, jahrelang. Ich habe gefühlt nur noch Watte oder Knete im Kopf. Wenn mein Mann mich belügt (so wie gestern bzw. heute) und ich es mitkriege..... Ich brauche gar nicht mit ihm reden, weil er mir natürlich das nicht sagen wird, was Sache ist. Und es geht um Nichtigkeiten, gefühlt. Oder eben auch um Betrug, aber woher soll ich das dann wissen, was wirklich abgeht? Ich habe heute frei und kann den Tag nicht genießen und auch kaum etwas für mich tun, weil ich destabilisiert bin durch sein Verhalten und ständig darüber nachdenke. Ich fühle mich ständig "beschäftigt" gehalten, damit er machen kann, was er möchte, wo er genau weiß, dass ich das nicht so toll finden würde bzw. es Vertrauen schädigen würde.

    Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass Männer alle so sind und das nicht nur mit Sucht zu tun hat? Oder kenne ich es nur nicht anders?

    Ich möchte gerne raus und ein bisschen mehr Leben haben. Ich bin sehr verschlossen und "langweilig" und weiß gar nicht wie ich das hinkriegen soll. Und wie verhindere ich, dass ich wieder in so einen Strudel gerate? Also ich will ja nicht vom Regen in die Traufe. Außerdem muss ich meine Zwangsstörungen überwinden. Ich glaube ich kann gar keine gesunden Beziehungen haben und beschäftige mit mich daher den ganzen Tag mit im Internet surfen, Artikel lesen, die mir gefühlt weiterhelfen, Dateien und Gerümpel von einer Ecke in die anderen zu verschieben. Dabei habe ich ständig Hoffnung, das alles mal mehr oder weniger hinter mit lassen zu können und zu "leben".

    Freue mich über Berichte von Personen, die es aus der Abhängigkeit rausgeschafft haben, ob mit oder ohne Therapie und über Tipps, was ihnen dabei geholfen hat. Wo habt ihr angefangen? Wie ging es weiter? Hilft das, sich peu à peu ein eigenes Leben aufzubauen. Doch wie das so ist bei den lieben Partnern: mein Mann nimmt sich selber gerne viel raus, aber ich darf natürlich nichts. Würde er nicht zugeben, aber er findet immer Mittel und Wege, um mir die Tour zu versauen.

    LG

  2. Inaktiver User

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Zitteraal, ich will Dir nicht zu Nahe treten.... Aber....
    Nicht der erste Thread, der dann ohne Deine Beteiligung bleibt?

    Warum eröffnest Du weitere?

  3. Inaktiver User

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Danke loop, ich wollte es auch schon schreiben.

    Zitteraal, du wolltest doch schon Anfang des Jahres eine Therapie in Angriff nehmen.

    Was ist damit passiert?

  4. User Info Menu

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Irgendwie denkt man doch, dass man es irgendwie schafft. Zwischendurch ging es mir etwas besser. Aber die Umstände sind wieder schlechter geworden.

    Ich weiß nicht, welche Form von Therapie helfen kann. Hatte gehofft, Rückmeldungen von Menschen in ähnlicher Situation zu erhalten und was denen geholfen hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Zitat Zitat von Zitteraal Beitrag anzeigen
    .

    Ich weiß nicht, welche Form von Therapie helfen kann. Hatte gehofft, Rückmeldungen von Menschen in ähnlicher Situation zu erhalten und was denen geholfen hat.
    Psychoanalytische und tiefenpsychologisch-fundierte Therapie

    Wichtig ist, daß du selbst deine Bedürfnisse erkennst und für diese einstehen kannst.

    Meist kommt eine dependente Persönlichkeit nicht allein sondern oft mit einer angststörung daher.

    Es wird immer Phasen geben wo es besser läuft - aber was ist denn besser?

    Du bist immer noch mit diesem Mann zusammen....


    Erfahrungen könntest du in einer Selbsthilfe Gruppe sammeln.

  6. Inaktiver User

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Zitat Zitat von Zitteraal Beitrag anzeigen
    Vor zwei Jahren etwa hatte ich ein Angebot vom Neurologen eine Reha über 8 - 12 Wochen(!) zu machen. Hat das jemand mal gemacht und würde das was helfen?
    Das wäre definitiv ein Anfang zur Veränderung- alleine schaffst Du das nicht, so wie sich das hier liest...

    meine Güte- wieso hast Du so viel Zeit verstreichen lassen? Geht es Dir- mit Verlaub gesagt- noch nicht schlecht genug? Du kriegst ein Hilfsangebot und nimmst es nicht an???

  7. User Info Menu

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Mach dringen eine Therapie, damit du zu dir selbst stehen kannst.
    Im übrigen: Ob Suchtverhalten von deinem Partner oder nicht, einen notorischen Lügner hätte ich schon lange davon gejagt. Das war auch schon meine Einstellung, als ich 20 Jahre alt war.
    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.
    Wusstest du, dass das Gehirn auf unnötige Informationen nicht antwortet, sondern ignoriert?

  8. User Info Menu

    AW: Rauskommen aus emotionaler Abhängigkeit.....

    Zwangsstörung, Suchterkrankung, dependente Persönlichkeit... wer hat denn all diese Diagnosen gestellt?

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