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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Ich Eva 2 nur zustimmen. Hilfreich wäre jetzt eine Angehörigengruppe, das die ausfallen wegen Corona ist außerordentlich bedauerlich. Aber Eva hat ja mehr Vorschläge dazu.

    Lesen kann man viel über Coabhängigkeit (auch hier in der Bricom) , aber nur der Austausch mit Betroffenen hilft wirklich. Wie währt man sich gegen Erpressung? Warum räumt man auf? Warum besorgt man auch noch Stoff?

    Im Grunde weiß jeder, dass das alles nichts bringt, aber man bringt es nicht übers Herz, das nicht mehr zu tun . Und da eine klare Haltung einzunehmen, kann meines Erachtens nur eine Gruppe helfen, die das alles schon lange mitmacht. Das Problem kann ein Angehöriger nicht lösen, das kann nur der Betroffene selbst. Und leider zeigt die Erfahrung, dass derjenige ganz unten ankommen muss, bis er sich entscheidet. Das muss man als Angehöriger wissen und das auch akzeptieren können. Und das ist genauso schwer, wie mit dem Saufen aufzuhören.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Zitat Zitat von czepoks Beitrag anzeigen
    Das weiß ich ja nicht, ob ich das bin. Ich entsorge manchmal z.b. sein Altglas, damit es nicht so schlimm aussieht bei ihm in der Bude. Und Nachschub soll ich ihm auch oft mitbriingen, wenn ich einkaufen gehe. Wir wohnen recht nah beieinander
    Hört sich nach Co-Abhängigkeit an. Es ist seine Wohnung, um die muß er sich kümmern, du läßt die Finger davon, soll er versiffen, ist nicht dein Problem. Wenn er saufen will, dann soll er sich das Zeug selber besorgen, das machst du nicht mehr.

    Es gibt Selbsthilfegruppen, die findest du im Internet.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Nun hast Du ja schon viel zu Deinem Thema gehört. Konntest Du etwas umsetzen und wie kommst Du klar?
    Liebe Grüße und schönes Wochenende

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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Zitat Zitat von czepoks Beitrag anzeigen
    Kann ich irgendetwas tun? Kann mir jemand Lektüre für Coabhängige empfehlen? Ratgeber oder so etwas?
    Du selber kannst an der Sucht deines Bruders nichts tun.

    An Literatur kann ich dir empfehlen:

    Robin Norwood
    Wenn Frauen zu sehr lieben. Die heimliche Sucht, gebraucht zu werden
    Sehr zu empfehlen... es gibt auch im Anhang Tipps für weiterführende Literatur


    Melodie Beattie (bitte danach googeln!) hat mehrere Bücher hierzu veröffentlicht.

    Vermutlich wird es diese Bücher nicht mehr im Einzelhandel geben.
    Wenn du jedoch nach "gebrauchten Büchern" googelst, wirst du sehr schnell fündig.

    Der erste Schritt zur Heilung ist immer der Schritt, wenn man erkennt, das was nicht nicht stimmt.
    In deinem Fall hast du deine Co-Abhängigkeit erkannt...
    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft
    Geändert von Magalie_J (26.04.2020 um 13:55 Uhr) Grund: Buchtitel korrigiert
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Da Selbsthilfegruppen momentan nicht stattfinden, empfehle ich dir einen Anruf bei einer Beratungsstelle. Das kann z.B. die Diakonie in deiner Stadt sein. Du könntest einfach nach "Suchberatung x-Stadt" gugeln, dann weißt du, wo du anrufen kannst.

    Bei diesen Beratungsstellen kann man auch Gesprächstermine bekommen, also einzeln.
    Du schilderst am Telefon kurz dein Anliegen, und dass du Hilfe suchst. Ich bin mir sicher, schon dieses Telefonat wird dir sehr gut tun.

    Mit Literatur für Co-Abhängige kenne ich mich leider nicht aus...

    Alles Gute dir und deinem Bruder. Du wirst für dich sicherlich eine Entwicklung beginnen, die dir gut tut. Er - er muß sich leider im wesentlichen selber helfen. Die Nummer der Beratungsstelle, falls er etwas ändern will, könntest du ihm allerdings geben. Den Rest müßte er selbst in die Hand nehmen, denn wir können den Hund nicht zum Jagen tragen.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Die Nummer der Beratungsstelle, falls er etwas ändern will, könntest du ihm allerdings geben. Den Rest müßte er selbst in die Hand nehmen, denn wir können den Hund nicht zum Jagen tragen.

    LG Karla
    Wenn der Bruder wirklich etwas ändern will, kann er sich die Nr. auch selber raussuchen.
    Er ist erwachsen, und weiß vermutlich, wie man sowas macht.
    Wenn er es nicht weiß, wie man sowas macht, kann er fragen.

    Dann - und nur dann - kann man ihm sagen, wie er die Nr. rauskriegt.

    Raussuchen oder ihm geben, wäre schon wieder ein Anzeichen von Co-Abhängigkeit.

    Wenn schon Nummern rausgesucht werden sollen, dann doch bitte schön für sich selber...
    ...damit hat man - sofern man denn aus der Co-Abhängigkeit rauskommen will - genug zu tun!
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Sehe ich anders.
    Co-Abhängig ist sie sowieso.
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Statt unsere Verabredung einzuhalten, betrunken im Bett

    Leitfaden für Angehörige von Alkoholikern (Co-Abhängigkeit)
    Was kann ich tun wenn eine nahestehende Person trinkt?

    Als erstes informiere ich mich über die Familienkrankheit Alkoholismus bei einer der folgenden Anlaufstellen.
    a) Arzt meines Vertrauens
    b) Suchtberatungsstelle in meiner Umgebung
    c) Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern (z.B. Al Anon)
    d) Ich melde mich in der Facebookgruppe „Alkoholiker-Gemeinsam gegen die Sucht“ an

    Ich strebe neben dem Besuch einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern eine Gesprächstherapie und eventuell sogar eine Langzeittherapie auf psychosomatischer Ebene an.

    Die folgenden Punkte sollte ich als Angehöriger auch für mich verinnerlichen:

    1. Ich kann an der Trinkerei des Abhängigen nichts ändern. Ich drohe und kontrolliere nicht mehr. Ich verwöhne und versorge den Abhängigen nicht mehr länger. Ich werde für den Abhängigen nicht mehr lügen und ich lasse mich auf keinerlei Diskussionen mit dem Abhängigen ein.

    2. Ich verstehe, dass er/sie krank ist. Aber ich werde sein/ihr Verhalten nicht tolerieren. Ich setze klare Grenzen, was ich in Kauf nehme und was nicht. Außerdem sage ich verbindlich, was ich tun werde, wenn er an seinem Verhalten nichts ändert.

    3. Ich tue etwas für mich. Ich besuche eine Selbsthilfegruppe, in der ich mich mit anderen Angehörigen austauschen kann. Ich möchte glücklich und zufrieden leben, auch wenn der andere sich nicht ändert. Ich unternehme Dinge, die mir Spaß machen

    Auch hier gilt das „ICH-Prinzip“, denn ICH möchte für MICH und MEIN Leben die Verantwortung übernehmen, denn es ist MEINE Aufgabe für MICH zu sorgen und nicht die Aufgabe meiner Mitmenschen.
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

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