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  1. Moderation

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    Dies ist so ein Problem bei mir: ich kann mir völlig ruhig Kritik anhören. Erst Stunden später kreisen dann meine Gedanken und die unmöglichsten Gefühle brechen aus mir heraus mit der Frage Warum Wieso Weshalb. Gedankenkarussel!


    Dass du dieses als dein persönliches Problem beschreiben kannst, wäre eine gute Grundlage dafür, dir das, was in dir vorgeht, psychotherapeutisch anzusehen. Und auch in dem Rahmen anderere Strategien zu erarbeiten, ganz konkret.

    Dazu müsstest du emotional, nicht nur rational, wirklich verstehen lernen, was sich in dir abspielt, zum Beispiel Kränkung/Verletzung, Selbstabwertung, Wut, usw. Damit du dich dann auch ohne Alkohol "halten" kannst¨.

    Und eben konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeiten, was du in der nächsten vergleichbaren Situation tun kannst, um einen anderen Weg zu gehen. Denn die Situation wird kommen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen

    ich hatte während der Weihnachtsfeiertage etwas getrunken und dies auch gesagt. Nach dem Besuch des Großen mit etlichen Vorwürfen habe ich eine Flasche Wein getrunken und ihn dann mit ungerechtfertigten Emotionen, Wut, Enttäuschung per Whatsapp kommuniziert.
    .

    Dein Rückfall entstand bereits VOR der Auseinandersetzung mit dem Sohn.
    Woran lag der?

    Mit deiner Beichte an deinen Sohn hast du ihm eine Last aufgebürdet, mit der er weder umgehen kann, noch umgehen sollte.

    Er ist nicht dein Therapeut und nicht dein Beichtvater, aber mit deiner Rückfallbeichte hast du ihn in eine Rolle gedrängt, die seine alten Erfahrungen triggert und obendrein aktuell unangemessen und überfordernd ist.

    Nach der Auseinandersetzung hast du weiter getrunken, aber der erste Rückfall erfolgte VOR der Auseinandersetzung. Deswegen solltest du auf ALLE deine Auslösefaktoren sehen und nicht nur den Umgang nach Konflikten.
    Es scheint etliche Punkte zu geben, die bei dir Rückfälle möglich machen und nur durch konkrete Auseinandersetzung mit diesen ganzen Aspekten, kannst du anders mit denen umgehen, als zu trinken.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    [QUOTE=Carcasonne;34598506]Dein Rückfall entstand bereits VOR der Auseinandersetzung mit dem Sohn.
    Woran lag der?

    Nicht ganz, ich wollte hier nur keine Romane schreiben, aber nun schildere ich das mal:
    Während Kauf und Renovierung der EW vom Jüngsten und Unterstützung mit 50% der Kosten bis in die Adventszeit hatte ich sehr intensiven harmonischen Kontakt zu ihm. Allerdings war er bereits im August schlecht drauf und sagte, er wäre pleite. Macht man sich als Mutter natürlich Sorgen.
    Bereits im September, ich wollte bei der Bank online zur Steuerbearbeitung für den Großen die tatsächlich Kontoführungsgebühren recherchieren, war ich direkt im Konto des Kleinen (er hatte wohl in früheren Zeiten mal seine Zugangsdaten gespeichert) Und da konnte ich es nicht lassen und habe mir die letzten Daten angesehen und festgestellt, das Konto war tatsächlich auf null. Habe dann mit seinem Bruder gesprochen, wie wir helfen können und bekam kurze Zeit später die Antwort; Mama mach Dir keine Sorgen, ich habe alles geregelt. Wegen des enormen Stresses mit Projektarbeit und Beruf habe ich nach Vorschlag des Großen dem kleinen nichts von der Kontoeinsicht erzählt. Erwar schon genug belastet.
    Einen Tag vor Heilig Abend bekam ich eine böse Nachricht von ihm, die da lautete, fremde Leute wüssten über sein Konto Bescheid, Vertrauensbruch usw. Er hat Recht und ich habe mich entsprechend entschuldigt. Bin dann hingefahren, wurde jedoch beschimpft, Vorwurf, dass ich damals zu viel getrunken und mich nicht gekümmert habe usw. in ziemlich bösartigen Ton. Dann hat er mich einfach rausgeschmissen. Hat mich ziemlich fertig gemacht.

    Beichten brauchte ich gar nicht, denn wenn ich dann Alkohol getrunken habe, hatte ich die Angewohnheit, mich über whatsapp mitzuteilen, so auch diesmal, also war es sonnenklar, das ich getrunken hatte.
    Auslöser sind wohl emotionale Schmerzen, falscher Umgang mit diesen Konflikten und natürlich auch, dass ich zu Weihnachten wegen der angespannten Situation ganz alleine verbringen musste. Vor den einsamen Feiertagen habe ich immer etwas Angst, denn ich habe hier in meiner Umgebung noch keinen Anschluss und auch sonst niemanden, mit dem ich mich dann aussprechen kann.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Liebe PEausDO,
    zunächst einmal schön, daß du dir Hilfe und Unterstützung suchst und auch hier nach Meinungen fragst. Das zeigt, daß du erkannt hast, daß der konsumierte Alkohol für dich nicht gut war.
    Sich das einzugestehen ist sicher enorm schwer. Du hast deinem Umfeld - insbesondere deinen Söhne - sehr viel zugemutet und ich kann ein Stück weit die Reaktion deiner Kinder verstehen. Ich würde mich nach so vielen Jahren der Enttäuschung wohl schwer tun, wieder ein liebevolles Verhältnis zu einem Elternteil aufzubauen, der durch die Sucht alles aufs Spiel gesetzt hat.
    Da bin ich ehrlich.
    Wer möchte als Kind einen Elternteil im Suff erleben?
    Andererseits verstehe ich auch dich, das Buhlen von dir nach Wiedergutmachung, indem du versuchst für deine Söhne da zu sein. Du hilfst ihnen und dennoch holt eure Beziehung immer wieder die unschöne Vergangenheit ein.
    Beides nachvollziehbar. Aber wie findet ihr ohne Vorwürfe wieder zusammen?
    Vielleicht hilft Abstand? Das hört sich unter Umständen eigenartig an, aber ich mag meine Eltern. Für mich wäre es das schlimmste, wenn ich zu meine Vater und zu meiner Mutter keinen Kontakt hätte. Würden sie sich mir entziehen, bräuchte ich vielleicht in so einer Situation etwas Zeit, um es zu realisieren, aber ich würde vielleicht nachdenken, wie schön es mit ihnen ist und den Kontakt von mir aus suchen.
    Aber ob das ausreicht, um deinen Söhnen klar zu machen, daß du zwar krank, sie aber selber für ihr Leben verantwortlich sind, mag ich bezweifeln. Es klingt ja recht verfahren.
    Du solltest allerdings auch bedenken, daß es Kinder sicher anwidert, wenn ihre eigenen Eltern regelmäßig trinken und sogar betrunken sind. Von daher finde ich es wirklich wichtig, daß du es schaffst die Sucht zu besiegen. Wie geschrieben ist es Stärke sich etwas einzugestehen, schaff es einfach deine Kinder davon zu überzeugen, daß es dich auch ohne Wein, Sekt, Bier, Korn oder sonstiges gibt.
    Ich wünsche dir Kraft und alles Gute!

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Ich glaube, auch wenn Alkohol die Basis der gesamten Problematik ist - hier spielt noch wesentlich mehr an Grenzüberschreitungen mit hinein.

    Wenn ich mir vorstelle - auch ich habe zwei erwachsene Kinder - ich würde ohne Wissen und Einverständnis auf dem Konto meines Sohnes herumkramen und es seiner Schwester erzählen... die Motive dafür sind völlig unerheblich, meine Kinder würden mich beide ordentlich maßnehmen. Und das ganz ohne Alkohol.

    Liebe TE, du lässt deine Kinder nicht erwachsen sein. Du hilfst bei Dingen, die sie gut allein können und wenn du irgendwann nicht mehr bist, auch können müssen. Und du mischst dich in Dinge ein, die dich nicht das Geringste angehen.
    Meine Tochter ist im letzten Jahr umgezogen und ich habe ebenfalls viel geholfen und bin auch finanziell eingesprungen - trotzdem geht ihr Kontostand mich keinen Funken an und Hilfe gibts auch nur bei Notwendigkeit, nicht, weil mir sonst so langweilig wäre.
    Im Gegenzug würde ich aber auch immer Hilfe von meinem erwachsenen Kindern abfordern, wenn ich welche nötig hätte - auch das ist etwas, was du nicht tust.

    Fazit: ihr habt kein erwachsenes Verhältnis auf Augenhöhe. Und auf die Weise kommt auch keines zustande.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Hallo TE,
    teil doch deine Nöte im Nachbarstrang - dort gibt es viele Frauen die getrunken haben und dabei halbwüchsige Kinder hatten.
    Ich fürchte, hier stößt du auf wenig Verständnis, und Mahnungen, weitere Vorwürfe und Selbstgerechtigkeit demoralisieren dich noch zusätzlich.
    Alkoholismus ist eine Krankheit, und ich bezweifle, dass deine ERWACHSENEN Söhne auch so mit einer krebskranken Mutter umgehen würden. Klar - Alkoholismus ist ,selbstverschuldet‘, aber das sind viele andere Krankheiten oftmals auch wie Diabetes oder Bluthochdruck infolge von Bewegungsmangel, falscher Ernährung und Übergewicht. Hautkrebs bekommt man nicht selten vom exzessiven Sonnenbaden, Lungenkrebs vom jahrzehntelangen Rauchen. Aber mit allem zeigt die Gesellschaft mehr Verständnis als mit Alkoholikern.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele der Schreiberinnen hier heimlich dem Zucker frönen. DAS beeinträchtigt zwar die Kinder nicht unmittelbar, aber mit einer frustrierten, übergewichtigen und zugleich selbstgefälligen Mutter ist es auch nicht gerade leicht..
    Alles Gute dir! Ich finde es toll, wie du aufrichtig versuchst, deine familiären Schwierigkeiten anzugehen!
    CC75

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von CaroCaro75 Beitrag anzeigen
    teil doch deine Nöte im Nachbarstrang - dort gibt es viele Frauen die getrunken haben und dabei halbwüchsige Kinder hatten.
    Und ich finde es ausgesprochen sinnvoll, dass die TE hier einen eigenen
    Strang hat.

  8. Inaktiver User

    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Liebe TE
    ich kann Deine Kinder sehr gut verstehen da ich selbst einen Vater hatte der trank und oftmals depressive Phasen hatte .
    Aus diesen Erfahrungen kann ich sagen es macht so einiges mit einem Kind wenn es immer wieder erleben muss dass ein Elternteil nicht stark genug ist Probleme ohne Sucht anzugehen .
    Ich hatte vor meinem Vater Angst denn er wurde nach seiner Trinkerei stets aggressiv und ausfallend .
    Ich hatte kein Vertrauen in ihn weil ich sehr oft gemerkt habe dass er kein verlässlicher und starker Vater für mich sein konnte .
    Dazu kam dass er in diesen Phasen meine Mutter und seine spätere Freundin auch körperlich attackiert hat .

    All dies war ja bei Dir nicht so
    Doch ich denke ein Problem Vertrauen in Dich zu erhalten hatten Deine Söhne auch .
    Ich möchte Dir mit meinen Worten nun keinen neuen Druck zufügen denn ich denke den machst Du selbst Dir genug .
    Deine Kinder konnten sich früher nicht richtig auf Dich verlassen das stimmt und das weißt Du sicherlich auch aber sie sind heute erwachsen und SELBST für ihr Leben verantwortlich und können Dir nicht für alles was schief läuft die Verantwortung geben .
    Denn da machen sie es sich zu einfach .

    Ich glaube auch dass Du ihnen so sehr geholfen hast in den letzten Jahren war nicht aus dem Grund weil sie Deine Kinder sind und Du sie liebst sondern eher aus dem schlechten Gewissen heraus und dem Wunsch etwas wieder gut machen zu wollen .
    Dies haben Deine Kinder wohl auch so aufgefasst und aus ihrer Enttäuschung heraus daher auch gerne angenommen und sich vielleicht auch gedacht dabei dass es nur Recht und billig wäre ?
    Daher wohl auch kaum Hilfe und Unterstützung von ihnen wenn Du welche gebraucht hättest .
    In ihnen steckt noch sehr viel Wut Zorn und Enttäuschung und sie haben auch kein richtiges Vertrauen in Dich .
    Daher glauben sie Dir wohl auch nicht wenn Du ihnen schreibst Du willst nun dies und jenes tun um nicht wieder dem Alkohol zu verfallen wenn es mal wieder brennt .

    Sicher kam sowas schon öfter von Dir und konntest Du bisher aber nicht umsetzen
    Euch hätte dringend eine Familientherapie angeraten gehört um gemeinsam die Wunden von früher aufzulösen .
    Das hat aber leider nicht stattgefunden und daher diese ohnmächtige Wut und Verletzung auf Seiten Deiner Kinder und die große Schuld Scham und Erwartungshaltung an die beiden bei Dir.

    Ich wünsche Euch von ganzem Herzen dass Ihr einen gemeinsamen Weg finden werdet um das Ganze wenigstens zum größten Teil verarbeiten zu können .
    Vielleicht kannst Du dann auch dauerhaft trocken bleiben wenn Du nicht mehr diese erdrückenden Schuldgefühle mit Dir herumtragen musst wer weiß?

    Alles Gute für Euch !

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von CaroCaro75 Beitrag anzeigen
    Ich fürchte, hier stößt du auf wenig Verständnis, und Mahnungen, weitere Vorwürfe und Selbstgerechtigkeit demoralisieren dich noch zusätzlich.
    Alkoholismus ist eine Krankheit...

    (...)

    ...Schreiberinnen hier heimlich dem Zucker frönen. DAS beeinträchtigt zwar die Kinder nicht unmittelbar, aber mit einer frustrierten, übergewichtigen und zugleich selbstgefälligen Mutter ist es auch nicht gerade leicht.
    Ich! Ich fröne dem Zucker!!
    Zwar bin ich nicht übergewichtig, aber ich esse Schokolade - und nichtmal heimlich!

    Sicher, Alkoholismus ist eine Krankheit - das rechtfertigt aber nicht, in nüchternem Zustand in den ganz privaten Kontobewegungen des erwachsenen Kindes zu schnüffeln. Und das dann dem anderen erwachsenen Kind unter dem Deckmantel "Hilfe" zu erzählen. Das ist einfach nur grenzüberschreitend, egal ob krebs-, asthma- oder alkoholkrank.

    Und einem Suchtkranken Verständnis entgegenzubringen, unterstützt das Suchtverhalten weiter.
    Suchtkranke haben nur dann eine Chance, wenn sie ihre Problematik glasklar erkennen und anerkennen. Jede Beschönigung der Umstände ist kontraproduktiv.

    Ich finde es gut, dass die TE versucht, hier den Problemen in ihr häßliches Auge zu sehen, nur auf die Weise wird sie schaffen, ihre Söhne als erwachsene Menschen wirklich sehen zu können.
    Dafür muss sie in erster Linie mal ehrlich zu sich selbst sein.

    Wenn sie sich damit tröstet, andere böse Menschen seien zuckersüchtig, frustriert und selbstgefällig - dann ist damit ganz genau gar nichts gewonnen.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  10. Inaktiver User

    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    @ Mitternachtsblau
    Sehr guter Beitrag von Dir danke dafür !
    Ich fand den Beitrag von CaroCaro 75 nicht gerade hilfreich und sie vergleicht hier irgendwie Äpfel mit Birnen .
    Natürlich sind ständige Vorwürfe mehr als kontraproduktiv aber es hilft der TE auch nicht weiter wenn man ihr schreibt sie solle das Forum wechseln denn hier würde sie kein Verständnis für ihre Problematik erhalten - im Gegenteil .
    Ich habe die Beiträge gelesen und fand jetzt nicht dass in ihnen kein Verständnis herüber kam .
    Doch jeder sieht das wohl anders .
    Ich habe großes Verständnis für TE denn ich weiß wie schwer es ist aus der Sucht herauszukommen aber es hilft ihr leider nicht die vorhandenen Probleme " schön zu reden " und alles den Kindern zuzuschieben sie hat schon Anteile an dem ganzen und denen sollte sie ins Auge sehen und lernen diese auszuhalten ohne Griff nach der Flasche denn dies hilft nicht das angespannte Verhältnis in ein gutes und annehmbare zu verwandeln sondern verschärft es nur

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