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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Beide Wege parallel angehen - Suchtberatung UND Therapie.

    Die Probleme entstanden durch deine Sucht und deine Sucht begleitet dich dein Leben lang.
    Um die Konflikte mit deinen Söhnen aus deiner Perspektive zu bearbeiten, bringt therapeutische Hilfe bestimmt viel, aber du solltest diese beiden Belange nicht trennen, denn sie hängen zusammen; in der Vergangenheit und heute (Rückfälle).
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    Der Große hat von meinem Therapeuten, den er hinter meinem Rücken aufsuchte wegen Stimmungsschwankungen und Angszuständen für die ich verantwortlich sei, die Adresse von al-anon bekommen.
    nicht "verantwortlich sei"....du BIST verantwortlich. Du warst ihre wichtigste Bezugsperson!
    Dein Verhalten damals hat unheimlich viel zerstört und Dein Text liest sich jetzt so a la "Okay Kinners, langsam ist gut. Kriegt euch mal wieder ein und habt Mama lieb, weil ich bin ja jetzt trocken."
    Die vertrauen Dir nicht...die rechnen IMMER mit einem Rückfall. Die Vorwürfe musst Du jetzt aushalten und auch ruhig die Kritik annehmen.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    klar können die kinder den eltern alles vorhalten, bis zum grab.

    aber sie können auch die verantwortung für sich selbst annehmen und sich hilfe holen und auf eigene beine stellen.

    auch mental!


    ich bin nicht der ansicht, dass eltern sich für alles verantwortlich zu fühlen haben.

    ab einem gewissen alter und einem durchaus in anspruch genommenen intelligenzquotienten ist ein mensch, erwachsen und für sich selbst verantwortlich. egal wie scheisse die ausgangssituation war.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von Mondkatze80 Beitrag anzeigen
    nicht "verantwortlich sei"....du BIST verantwortlich. Du warst ihre wichtigste Bezugsperson!
    Dein Verhalten damals hat unheimlich viel zerstört und Dein Text liest sich jetzt so a la "Okay Kinners, langsam ist gut. Kriegt euch mal wieder ein und habt Mama lieb, weil ich bin ja jetzt trocken."
    Die vertrauen Dir nicht...die rechnen IMMER mit einem Rückfall. Die Vorwürfe musst Du jetzt aushalten und auch ruhig die Kritik annehmen.
    Du hast vollkommen recht. Wie in anderen Fällen, wie zum Beispiel Trennung usw. ist und bleibt man immer in dieser Verantwortung. Meine Unfähigkeit von damals hat ihren weiteren Lebensweg bestimmt. Ich bin und bleibe für immer Schuld daran. Diese Schuld kann mir keiner nehmen und sie belastet mich sehr. Ich will mich davon keinesfalls freisprechen.
    Und es kann und wird mich auch keiner mehr liebhaben.
    Da ich gemerkt habe, wie sehr es mich getroffen hat, möchte ich aber einen Weg finden, anders und besser damit umzugehen. Ich bin offen für jede Hilfe. Eine Reha nach so vielen Jahren Trockenheit gibt es nicht, bezahlt meine Krankenkasse auch nicht. Selbsthilfegruppen sind bestimmt hilfreich, jedoch nicht begleitet von Fachpersonal, die mir eventuell spezielle Hilfe bieten können. Ich war Montag bei einer Frauengruppe, die jedoch nicht stattfand. Ich habe jetzt verschiedene SG angeschrieben und warte auf Antwort.
    Hiesige Therapeuten, die ich anrief, sind bis Ende 2020 ausgebucht.
    Aber ich bleibe dran....

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    Du hast vollkommen recht. Wie in anderen Fällen, wie zum Beispiel Trennung usw. ist und bleibt man immer in dieser Verantwortung. Meine Unfähigkeit von damals hat ihren weiteren Lebensweg bestimmt. Ich bin und bleibe für immer Schuld daran. Diese Schuld kann mir keiner nehmen und sie belastet mich sehr.
    Ich sehe das nicht so. Natürlich hast du durch dein damaliges Verhalten den weiteren Lebensweg deiner Söhne beeinflusst, ABER eben nicht bestimmt.
    Nein, wenn deine Söhne HEUTE etwas vermasseln, ist es ihre Schuld und nicht deine. Sie sind erwachsen. Sie können selbst etwas gegen ihre heutigen Probleme tun.

    Ich finde es eben NICHT in Ordnung von deinen Söhnen, dass sie dir auch für ihre heutigen Probleme die Schuld geben. Wie bitte schlägt man beispielsweise einen Bogen von "Ich habe meine Mahnung diesen Monat nicht bezahlt" zu "und daran ist Mama schuld, weil sie mir durch ihre Sauferei vor Jahren ein Trauma zugefügt hat!"?

    Schon rein logisch betrachtet verstehe ich das nicht.

    Eine andere Geschichte sind ihre psychischen Probleme. Dafür, würde ich sagen, WARST du damals verantwortlich, aber heute bist du das nicht mehr. Du hast dein Verhalten ja auch eingesehen und du arbeitest an dir. Deine Söhne dürfen wütend auf dich sein, ja. Aber du musst dir den Schuh heute nicht mehr anziehen!

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Hallo TE:
    Glaubst Du ernsthaft, dass Du seit 2012 trocken bist?

    Irgendwas passt aber ganz und gar nicht.
    „Seitdem lebe ich weitgehend alkoholfrei.“
    „Einige Rückfälle in für mich schwierigen Situationen gab es jedoch ... „
    Es wird immer wieder schwierige Situationen geben, Deine Kinder wissen aus Erfahrung, dass das ein Startschuss für Dich ist.

    „Letztes Gespräch hat mich so umgehauen, dass ich einen Rückfall erlitt ... „
    (eben, auch ein Gespräch ist schon so eine schwierige Situation).

    „Meinen Rückfall habe ich schnell weggesteckt ... -„
    (auch wieder schön – für Dich).
    Denkst Du, damit hast Du es in Zukunft im Griff?

    „Mir ist heute bewusst, was ich ihnen damals angetan habe ...“
    (oder auch nicht, denn dann würdest Du auch sie sehen, nicht nur Dich).
    Genau das verhindert aber Deine Sucht und Deine Rückfälle (in die Du Dich flüchten kannst). Wie sehr Kinder unter der Alkoholsucht eines Elternteils leiden usw. ...
    (können nur sie selbst beurteilen).
    Dass Deine Kinder jetzt Dir die Schuld geben, ist doch klar.
    Damit musst Du leben lernen ohne Rückfälle.
    Wie oft hast Du ihnen denn die Schuld an Deiner Sauferei geben?

    Eine Reha nach so vielen Jahren Trockenheit ...
    (wie viele Jahre bist Du denn trocken, wenn Du erst kürzlich wieder einen Rückfall hattest).

    Wenn Du sowas Deinen Kindern sagst:
    „Ich bin und bleibe für immer schuld daran. Diese Schuld kann mir keiner nehmen und sie belastet mich sehr. Ich will mich davon keinesfalls freisprechen. Und es kann und wird mich auch keiner mehr liebhaben“
    weiß ich, dass Du noch lange Zeit brauchen wirst, um Deine Kinder zu verstehen.
    Sei doch froh, dass sie noch ehrlich mit Dir reden.
    Du verdrehst das noch und machst sie zu Deinen Sündenböcken.
    Das sollte es im Hier und Jetzt auf keiner Seite getan werden.

    PS:
    Auch wenn jetzt hier wieder auf mich eingeprügelt werden mag:
    Ich habe Dir geschrieben, weil mich ähnliche Situationen vor Jahren fast in den Tod getrieben hätten.
    Al Anon kann ich nur empfehlen, ich war auch ein paar Monate da.
    Und ich bin in Therapie.
    Arbeite an Dir und gestehe Deinen Kindern zu,
    dass sie für sich selbst entscheiden, wie sie damit (und mit Dir) umgehen.
    Und nimm Dir Zeit, denn das dauert.
    Wer damit spielt, dich zu verlieren, den solltest du gewinnen lassen.

    Ländlich, einfach strukturiert ...

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Liebe Nette, nein einprügeln würde wohl niemand auf Dich, Du vertrittst Deinen Standpunkt. Nichts möchte ich schönreden oder verharmlosen, und das Wissen um meine sensiblen Punkte, wo ich gefährdet bin, sind mir bewusst - genau daran möchte ich arbeiten.
    Um die Kritikpunkte kurz zu beantworten:
    Nach der Entgiftung im Krankenhaus hat man mich sofort wieder gesund geschrieben. Auf die Nachfrage nach einer Reha-Maßnahme, da es mir nicht wirklich gut ging, wurde mir gesagt, ich solle besser mit meinem alltäglichen Leben klar kommen. Hilfe hatte ich schließlich in der Klinik zu therapeutischen Geschprächen , zunächst 14tägig, zuletzt ausgeweitet auf einmal im Jahr.
    Trotzdem hatte ich nach Tod des Vaters meiner Kinder und Berufsaufgabe bei ambulaten und stationären Reha-Maßnahmen nochmals nachgefragt. Mir wurde erklärt, dass in der Reha Patienten aufgenommen werden, denen wegen akuten Alkoholproblemen nach der Entgiftung dort die Entwöhnungsphase bevorsteht. Kurz um, ich seie dort etwas fehl am Platz. Meine Krankenkasse befürwortet dies ebenfalls nicht. Ich würde es gerne tun, aber als ich noch nicht trank, aber psychosomatische Störungen und Depressionen hatte, hat die Genehmigung einer Reha in 2007 18 Monate gedauert.
    Für mich ist jetzt wichtig, möglichst rasch Hilfe zu erhalten, wobei ich mir unsicher bin, mich noch mal bei einem Psychologen auf die Warteliste zu setzen, die hiesigen Beratungen nach Terminen zu fragen, die mich wöchentlich zu Gesprächsterminen eventuell nehmen würden und oder Selbsthilfegruppen.
    Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen, wie er oder Sie sich hat helfen lassen können.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    ..., wurde mir gesagt, ich solle besser mit meinem alltäglichen Leben klar kommen....
    Berufsaufgabe ... Ich würde es gerne tun, aber als ich noch nicht trank, aber psychosomatische Störungen und Depressionen hatte, hat die Genehmigung einer Reha in 2007 18 Monate gedauert.

    Für mich ist jetzt wichtig, möglichst rasch Hilfe zu erhalten, wobei ich mir unsicher bin, mich noch mal bei einem Psychologen auf die Warteliste zu setzen, die hiesigen Beratungen nach Terminen zu fragen, die mich wöchentlich zu Gesprächsterminen eventuell nehmen würden und oder Selbsthilfegruppen.
    Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen, wie er oder Sie sich hat helfen lassen können.
    gekürzt von mir.
    Es hindert Dich doch niemand alles 3 zu machen.
    Geh zu Selbsthilfegruppen. Probiere alle erreichbaren Selbsthilfegruppen mindestens einmal aus, bis Du eine gefunden hast, wo Du Dich wohl fühlst. Du kannst auch dauerhaft zu mehreren gehen, das ist ok.

    Zusätzlich läßt Du Dich auf psychologische Wartelisten setzen,
    und zusätzlich stellst Du einen Rehaantrag.

    Bedenke außerdem, daß Du weiterhin die Neigung zu Depressionen und psychosomatischen Störungen hast, und daß sie durch den Alkohol quasi nur übertüncht werden.
    Soweit erstmal,
    bleib dran,
    Gruß, silvia12

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Danke PEausDO:
    ich glaube, Du hast meinen Post richtig verstanden.
    Für Dich ist die Sache wirklich richtig schlecht gelaufen.
    Aber das kannst Du noch ändern.
    Bleibe immer am Ball,
    gehe zu den AA und siehe es Dir ein paarmal an.
    Diese können Dir evtl. geeignete Therapeuten empfehlen.
    Sprich mit Deinen Kindern auch über Al-Anon
    (Gruppe für Angehörige von Suchtkranken),
    aber stelle Ihnen frei, ob sie hingehen möchten.
    Außerdem würde ich mich an Deiner Stelle nicht nur
    bei einer Psychologin/Psychologe auf die Warteliste setzen lassen,
    mehrere sind da sinnvoller.
    Wenn Du danach beim ersten einen Termin bekommst,
    gehe ein paarmal hin, nicht nur einmal.
    Wenn es nichts für Dich sein sollte,
    kannst Du immer noch abbrechen.
    Die Depressionen und psychosomatischen Störungen
    können evtl. auch gleich mitbehandelt werden.
    Wichtig ist, dass Du solchen Dingen offen gegenüber ist.
    Du könntest Dich auch in einer Psychiatrischen
    Institutsambulanz vorstellen, da ist sicher eine in der Nähe.

    Wenn Deine Kinder sehen, dass Du wirklich etwas tust,
    tut es ihnen auch gut.
    Die Anst, die Kinder um ihre süchtigen Eltern haben,
    ist nicht zu unterschätzen.
    Bleibe gesprächsbereit ihnen gegenüber,
    aber lasse sie ihren Weg gehen.
    Ob oder wo sie eine Therapie machen möchten,
    überlasse es ihnen selbst.

    Mehr fällt mir im Moment nicht ein.
    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute.
    Wer damit spielt, dich zu verlieren, den solltest du gewinnen lassen.

    Ländlich, einfach strukturiert ...

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Mir ist hier zu viel die Rede von "damals". Darum geht es doch gar nicht, der letzte Rückfall war erst kürzlich!

    Die erwachsenen Kinder sollen anerkennen, was die TE schafft, wie sie jetzt handelt. Dabei ist sie gerade nicht durch mit dem Alk, dabei müssen die Kinder weiterhin mit der Instabilität kämpfen, hinter jedem Anruf Hiobsbotschaft vermuten usw. Wenn die Söhne sich zurückziehen, ist das das Beste was sie für sich tun können.

    Jedenfalls, bis die TE ihr Problem wirklich im Griff hat.

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