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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, aberbich verstehe es immer noch nicht.
    Ich frage mich auch nur, woher Du das weißt?
    Von Deinem Sohn oder vom Therapeuten?

    Und ist es so, dass ich einfach so in einer Suchtklinik anrufe und einen Termin bei einem bestimmtem Therapeuten bekomme?
    Ich kenn mich da nicht aus, aber ich will es nur verstehen.
    Alleine um mir ein Gesamtbild zu machen.

    Wohnen Deine Kinder in Deiner Nähe?
    Wie oft siehst Du sie eigentlich?
    mein Sohn hat es mir erzählt, nachdem er dort war. In unserer Klinik gibt es eine Suchtambulanz, die ohne Termin aufgesucht werden kann. Und er kennt dort meinen Ansprechpartner.
    Beide Jungs wohnen in meiner Nähe. Den Jüngeren habe ich im letzten Jahr sehr häufig gesehen. Ich habe ihm bei der Finanzierung und Kauf der Wohnung geholfen und auch danach einen Großteil der Renovierungsarbeiten unterstützt. Oder er benötigte Dinge ausgeliehen oder musste gefahren werden. Das lief immer alles harmonisch ab, bis es um Weihnachten zu einer kleinen Meinungsverschiedenheit kam, wo es dann wieder die Vorwürfe hagelte. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen, denn bis April stehen noch neben Arbeit und Techniker-Abendschule Klausuren an. Bis dahin wollte er keinen Kontakt, um noch mal in Ruhe zu reden.
    Den Großen sehe ich ca. 6mal im Jahr auf nen Kaffee und da ich für ihn Steuerangelegenheiten usw. erledige oder ihm auch bei der Suche einer Eigentumswohnung helfe. Den Betrag, den sein jüngerer Bruder bekommen hat, wollte er nun vorab von mir. Er bekommt es aber erst, wenn wirklich ein Kauf ansteht. Seitdem kommt er öfter. Hoffe nicht, dass da ein Zusammenhang besteht.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Liebe TE,

    ich habe den Eindruck, dass bis heute viel von deiner Sichtweise auf die Situation von der Krankheit geprägt ist.

    Beispielshalber, dass du deinen Söhnen wegen deines schlechten Gewissens unter die Arme greifst, was du in #21 auch aufzählst.
    Dies sind aus meiner Sicht aber alles Dinge, die andere Eltern ganz ohne schlechtes Gewissen auch für ihre Kinder tun. Einfach, weil es ihre Kinder sind und sie ihnen gern unter die Arme greifen, wenn es nötig ist.
    Oder würdest du das nicht oder viel weniger tun, würde dein schlechtes Gewissen nicht hineinspielen??

    Weiter fällt mir auf, dass es sicher ein subjektives Empfinden ist, ob du dir jetzt für "immer und ewig dieselben Vorwürfe anhören musst".
    Sich Vorwürfe anzuhören ist für niemanden schön. Und ich würde behaupten, die Mehrzahl aller Eltern bekommt Kritik in irgendeiner Form nachträglich zu hören. Allerdings befindet sich wahrscheinlich auch die Mehrzahl aller Eltern in der einigermaßen komfortablen Lage, sich zurücklehnen und auf die Zeit vertrauen zu können - die meisten Kritikpunkte relativieren sich nämlich, sobald die eigene Brut selbst Kinder bekommt und die Perspektive wechselt. (So zumindest aus meinem Erfahrungsschatz als Mutter.)

    In der Situation bist du allerdings nicht. Du hast deine Kinder über Jahre hinweg einer unhaltbaren Situation ausgesetzt, die ganz offensichtlich (sonst bräuchten sie nicht beide genau deswegen einen Therapeuten) dauerhafte Spuren hinterlassen hat.
    Das gilt es bei den Kindern auf jeden Fall anzuerkennen - dass es dir heute sehr leid tut, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, aber die Folgen sind deswegen trotzdem ja nicht einfach weg.
    Es wird für euch alle ein langanhaltender Prozess sein, der für dich ganz sicher genauso schmerzhaft zu ertragen ist wie für deine Söhne. Und wenn du nicht willst, dass euer familiärer Zusammenhalt komplett zerbricht - dann ist es (glaube ich zumindest) elementar wichtig, genau das deinen Söhnen eben zuzugestehen.

    Das heißt nicht, dass du deswegen für immer aus einem schlechten Gewissen heraus agieren musst, ganz im Gegenteil. Ich finde, du solltest gar nichts aus diesem Motiv heraus tun, sondern generell nur die Dinge, die du deinen Kindern zuliebe tun willst, eben weil sie deine Kinder sind.
    Dann bist du mit dir selbst besser im Reinen und das wird auch dem Verhältnis zu deinen Jungs zugute kommen.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Dem Post von mitternachtsblau kann ich nur zustimmen.
    Außerdem, liebe TE, möchte ich Dir dringend raten, Dich wieder Dir selbst zuzuwenden und Deine Mehrfachrückfälle zu bearbeiten. Du weißt ganz sicher von Deinen Entzugstherapien, dass es notwendig ist bei einem Rückfall,auch wenn Du den Ausstieg gefunden hast, sich wieder in Behandlung zu begeben. Mit Vermeidung wir es nur schlimmer. Das Thema mit Deinen Söhnen ist ein Nebenschauplatz.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Hätte ich nicht gedacht, daß sie das auch wollen müssen. Das wollen müssen, kommt nach dem Schritt, da mal nachzufragen. Du brauchst mich nicht anzuschreien. Wenn dir meine Antwort nicht paßt, dann überlies sie. Im übrigen habe ich nicht mit dir geschrieben.
    Wo habe ich dich bitte angeschrien? Im Übrigen habe ich auch nicht direkt dich angesprochen, sondern die Söhne der TE gemeint. Du kannst dir also dein Gepampe sparen.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Wo habe ich dich bitte angeschrien? Im Übrigen habe ich auch nicht direkt dich angesprochen, sondern die Söhne der TE gemeint. Du kannst dir also dein Gepampe sparen.
    #4 Da hast Du Großbuchstaben verwendet. War bestimmt nicht als schreien gemeint.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


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    Aristoteles - Griechischer Philosoph

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Liebe TE,

    ich habe den Eindruck, dass bis heute viel von deiner Sichtweise auf die Situation von der Krankheit geprägt ist.

    Beispielshalber, dass du deinen Söhnen wegen deines schlechten Gewissens unter die Arme greifst, was du in #21 auch aufzählst.
    Dies sind aus meiner Sicht aber alles Dinge, die andere Eltern ganz ohne schlechtes Gewissen auch für ihre Kinder tun. Einfach, weil es ihre Kinder sind und sie ihnen gern unter die Arme greifen, wenn es nötig ist.
    Oder würdest du das nicht oder viel weniger tun, würde dein schlechtes Gewissen nicht hineinspielen??

    Weiter fällt mir auf, dass es sicher ein subjektives Empfinden ist, ob du dir jetzt für "immer und ewig dieselben Vorwürfe anhören musst".
    Sich Vorwürfe anzuhören ist für niemanden schön. Und ich würde behaupten, die Mehrzahl aller Eltern bekommt Kritik in irgendeiner Form nachträglich zu hören. Allerdings befindet sich wahrscheinlich auch die Mehrzahl aller Eltern in der einigermaßen komfortablen Lage, sich zurücklehnen und auf die Zeit vertrauen zu können - die meisten Kritikpunkte relativieren sich nämlich, sobald die eigene Brut selbst Kinder bekommt und die Perspektive wechselt. (So zumindest aus meinem Erfahrungsschatz als Mutter.)

    In der Situation bist du allerdings nicht. Du hast deine Kinder über Jahre hinweg einer unhaltbaren Situation ausgesetzt, die ganz offensichtlich (sonst bräuchten sie nicht beide genau deswegen einen Therapeuten) dauerhafte Spuren hinterlassen hat.
    Das gilt es bei den Kindern auf jeden Fall anzuerkennen - dass es dir heute sehr leid tut, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, aber die Folgen sind deswegen trotzdem ja nicht einfach weg.
    Es wird für euch alle ein langanhaltender Prozess sein, der für dich ganz sicher genauso schmerzhaft zu ertragen ist wie für deine Söhne. Und wenn du nicht willst, dass euer familiärer Zusammenhalt komplett zerbricht - dann ist es (glaube ich zumindest) elementar wichtig, genau das deinen Söhnen eben zuzugestehen.

    Das heißt nicht, dass du deswegen für immer aus einem schlechten Gewissen heraus agieren musst, ganz im Gegenteil. Ich finde, du solltest gar nichts aus diesem Motiv heraus tun, sondern generell nur die Dinge, die du deinen Kindern zuliebe tun willst, eben weil sie deine Kinder sind.
    Dann bist du mit dir selbst besser im Reinen und das wird auch dem Verhältnis zu deinen Jungs zugute kommen.
    Nicht mein schlechtes Gewissen treibt mich dazu an, für meine Kinder da zu sein, sondern ich liebe sie und möchte für sie da sein. Bis auf wenige kurze Ausrutscher in den letzten neun Jahren, wo ich aber sofort die Reißleine ziehen konnte, ist mir dies ja auch gelungen. Ich glaube, es verletzt mich wohl einfach, dass die Veränderung nicht anerkannt wird, sondern in Situationen, in denen den Jungs etwas misslingt ( manchmal sind es Dinge wie das Vergessen einer Rechnung) was sie so in Rage bringt, dass sie, obwohl selbst verantwortlich, mir es anlasten und sofort ist wieder meine alte Schuld das Thema.

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Was mir auffällt, ist bei euch die gegenseitige Erwartungs- und Vorwurfshaltung.

    Ich kann dir nur den Rat geben, unter allen Umständen, für dich selbst, trocken zu bleiben. Das hat oberste Priorität.

    Du hast mit deinen Kindern gesprochen und ausgedrückt, dass es dir leid tut.

    Sag und zeig ihnen, dass du für sie da bist und du sie unterstützen wirst, wenn sie Hilfe brauchen.

    Nur, bau keinen Druck auf. Halte einfach die Tür offen. Wenn mal Vorwürfe kommen, dann halte sie aus. Sie sind ja in gewisser Weise gerechtfertigt. Du musst dich nicht fertig machen lassen.

    Nochmal. Die oberste Priorität ist, egal was kommt und wer dir was auch immer an den Kopf wirft. Du bleibst trocken.

    Der Rest wird sich schon ergeben. Nur braucht das eben Zeit.

  8. Moderation

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    Nicht mein schlechtes Gewissen treibt mich dazu an, für meine Kinder da zu sein, sondern ich liebe sie und möchte für sie da sein.
    Das ehrt dich. Nur kann man nicht immer für jemanden anderen da sein, die eigenen Bedürfnisse, die eigenen Prioritäten dürfen und müssen auch gesehen und respektiert werden. Du musst für dich und deine Gesundheit sorgen.

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    Ich glaube, es verletzt mich wohl einfach, dass die Veränderung nicht anerkannt wird, sondern in Situationen, in denen den Jungs etwas misslingt ( manchmal sind es Dinge wie das Vergessen einer Rechnung) was sie so in Rage bringt, dass sie, obwohl selbst verantwortlich, mir es anlasten und sofort ist wieder meine alte Schuld das Thema.
    Wenn du das schon so klar erkennst, dann zieh dir den Schuh nicht an und grenz dich ab. Sage ihnen, dass sie durchaus auch bei sich nachsehen dürfen, weshalb etwas nicht klappt. Die liegen gelassene Rechnung und die Mahnung dazu ist ganz sicher nicht dein Bier.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


    Moderatorin für:

    Was bringt Sie aus der Fassung?
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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Zitat Zitat von PEausDO Beitrag anzeigen
    sondern in Situationen, in denen den Jungs etwas misslingt ( manchmal sind es Dinge wie das Vergessen einer Rechnung) was sie so in Rage bringt, dass sie, obwohl selbst verantwortlich, mir es anlasten und sofort ist wieder meine alte Schuld das Thema.
    dann ist es höchste zeit, dass du deinen therapeuten kontaktierst und um weitere rückfälle zu vermeiden, dir hilfe und unterstützung holst.

    wenn familien und umfeld damals kein thema war- dann ist es das jetzt.

    deine kinder können dir vorwürfe machen- und? es ist deine entscheidung wie weit du dir diese schuhe, die sie dir an den kopf werfen, versuchst anzuziehen.

    du brauchst jetzt mentale unterstützung um damit klar zu kommen.

    und deine kinder sind alt genug um auch sich um sich und ihr wohlergehen zu kümmern.

    ich bin nicht davon überzeugt, dass es ihnen hilft, wenn du jetzt in sack und asche gehst.




    danke skirbifax- auch meine richtung.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Vorwürfe der Kinder zum Alkoholmissbrauch

    Es war schon sehr hilfreich, dass ihr alle das Thema mal von verschiedenen Seiten beleuchtet habt. Es gibt mir viele Denkanstöße.
    Aufarbeitung Rückfall: JA - auf alle Fälle. Da es "nur" die eine Flasche Wein war und ich sofort die Reißleine ziehen konnte, ist es für mich zwar wichtig, steht aber nicht an erster Stelle.
    Ich muss lernen, mit den Konflikten mit meinen Jungs anders umzugehen, bzw. sie auszuhalten. Wo bei ich gerade noch nicht weiß, ob ich diese Problematik besser mit einem Therapeuten, losgelöst von der Suchtberatung erarbeiten sollte.

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