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  1. Inaktiver User

    Frage partielle Alkohol-Abstinenz - Austausch persönlicher Erfahrungen

    Liebe BriCom,

    mein Mann und ich haben uns zu einer Abstinenz-Phase entschlossen. Hintergrund war vor allem, dass unser Wein-Konsum in letzter Zeit bedenklich hoch war (bei mir so 0,5 Flaschen bis hin zu 1,5 Flaschen Wein täglich!) und in der Situation bestehende Konflikte zwischen uns zum Teil sehr heftig verbal eskaliert sind.

    Ich trinke gerne Wein. Meist so gegen 18:00 Uhr. Nie tagsüber und selten später am Abend (es sei denn wenn wir Essen gehen oder uns mit Freunden treffen). Abgesehen davon so gut wie nie Hochprozentiges und auch selten Bier (vielleicht 2-3 mal im Jahr).

    Mich würde interessieren, ob es einigen von euch gelungen ist, nach einer solchen Abstinenz-Phase zu einem moderaten, gelegentlichen (von mir aus auch kontrolliertem) Alkohol-Konsum zurück zu finden (z.B. beim Ausgehen oder auf Partys) oder ob ich mir hier nur etwas vormache.

    Meine Abstinenz ist noch ganz frisch: jetzt gerade mal eine Woche (also seit letztem Sonntag). Entzugserscheinungen hatte ich keine und bei uns steht der Wein auch nach wie vor offen herum, ohne dass ich darum herum schleiche.

    Ich stelle fest, dass ich mich sehr gut fühle, ich bin ausgeglichen und fühle mich frisch und ausgeruht. Im Grunde fehlt mir nichts. Aber ich kann mir einfach schlecht vorstellen, dauerhaft auf Wein zu verzichten.

    Ich freue mich auf einen Austausch.

    ps: ich habe in den anderen Strängen hier auch quer-gelesen, finde mich da aber nicht unbedingt wieder.

    pps: ich bin schon lange in der Bri-Com mehr oder weniger aktiv, habe mir aber aus Gründen der Anonymität einen neuen Nick zugelegt.
    Geändert von Inaktiver User (18.11.2018 um 14:13 Uhr)

  2. gesperrt
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    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    [editiert]
    Geändert von Zuza. (18.11.2018 um 14:39 Uhr) Grund: Anmerkungen zur Moderation bitte, wie es im Forum überall üblich ist, per PN. Danke.


  3. Registriert seit
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    22

    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Liebe LeeLah19,

    Ich finde dein Vorhaben eine sehr gute Idee. Ich lebe seit 18 Monaten abstinent und habe die Entscheidung keine Sekunde bereut.

    Ich würde vorschlagen, einfach mal einen festen Zeitraum für die Abstinenz abzustecken und die Entscheidung über die Zukunft komplett auf danach zu vertagen.

    Gutes Gelingen und eine gute Zeit erstmal.

  4. Avatar von Zuza.
    Registriert seit
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    16.718

    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Hallo LeeLah19,

    da du nach eigenen Worten ja mitliest und nicht "neu" bist, wirst du vielleicht den Eklat am Freitagabend im Strang zu kontrolliertem Trinken mitbekommen haben. Dort habe ich in meiner Schließbegründung geschrieben, dass neue Stränge zu diesem Thema vorerst nicht erlaubt sind und aus diesem Grund schließe ich deinen Strang an dieser Stelle.

    Morgen ist das Brigitte Community-Team wieder im Hause und wird sich als Moderator dieses Forum weiterkümmern. Vorerst aber bleibt es bei meiner vorgestrigen Ansage.

    Grüße,
    Zuza
    .
    Glück ist ein Tuwort.

  5. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Guten Morgen,

    wir möchten dieses Thema jetzt wieder öffnen, verbunden mit der dringenden Bitte, dass hier persönliche Erfahrungen ausgetauscht werden. Es soll hier nicht um eine generelle Diskussion des Themas "Moderates Trinken" gehen.
    Bitte berücksichtigen Sie das, wenn Sie sich hier zu Wort melden.

    Freundliche Grüße
    vom BRIGITTE Community-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (22.11.2018 um 14:34 Uhr)

  6. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Wir haben den Titel etwas verändert, um die oben dargestellte Richtung auch für Erstleser zum Ausdruck zu bringen.
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.


  7. Registriert seit
    24.02.2017
    Beiträge
    19

    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Hallo,

    ich bin gerade zufällig über den Strang gestolpert und möchte mich gern beteiligen. Das von LeeLah19 geschriebene klingt fast genau wie meine Situation, mit der Ausnahme dass ich seit vorletztem Mittwoch abstinent bin. Mich treiben eigentlich die gleichen Fragen um.

    Ich gehöre auch zu den Menschen, die gern Wein trinken. Mein Partner und ich fahren im Urlaub auch gern mal zu Weingütern und kaufen direkt vor Ort, was für uns ein hoher Teil Lebensqualität ist/war. Bei uns hat es sich so eingebürgert, dass wir uns abends gern mit einer Flasche Wein zusammensetzen und über den Tag reden. Daraus können dann auch mal 2 Flaschen werden, bzw. bei meinem Freund als Abschluss ein Schnaps. Selbst trinke ich eigentlich nur Wein. Wenn es etwas zu Feiern gibt einmal Sekt oder im Winter mal einen Eierlikör, mit Bier, Schnaps o. ä. kann ich nichts anfangen.

    Da es sich bei uns eben so sehr etabliert hatte abends immer bei Wein über den Tag zu diskutieren und es zum Schluss eben nicht mal 2 Tage in der Woche ohne Wein gab, habe ich entschieden, dass das für mich so nicht weiter gehen kann. Ich habe öfter schon mit meinem Partner über das Problem gesprochen, der das Problem aber nicht als Problem wahrnimmt, deswegen wollte ich nun für mich selbst eine Änderung. Ausschlaggebend ist für mich ganz klar, dass ich es ganz gern hatte, mich abends etwas zu benebeln und Probleme zu verschleiern. Da kam bei mir eben vor kurzem durch ein konkretes Ereignis das Umdenken, dass ich Probleme lieber wieder aktiv angehen, statt vernebeln möchte.

    Auch mir geht es überraschenderweise gut und es fällt mir bisher nicht schwer ohne Alkohol.

    Mein Partner sieht das glaube ich etwas anders, der war anfangs wie vor den Kopf geschlagen, dass ich das mache und hat mir sogar ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich jetzt auf diese netten Gesprächsrunden verzichten will. Wobei ich an denen ja durchaus weiter gern teilnehme, nur eben mit Tee statt mit Alkohol.
    Mittlerweile sagt mein Partner, dass er Respekt vor mir hat, dies selbst aber momentan nicht kann. Derzeit trinkt er jeden Abend Bier, weil ich ja keinen Wein mittrinke.

    Mich treibt momentan die gleiche Frage um - kann ich zu einem moderaten Genuss zurückkommen? "Früher" haben wir abends am Wochenende Wein getrunken, unter der Woche nicht. Das würde mir wieder gefallen.
    Ansonsten gern zu bestimmten Anlässen. Dieses Jahr würde ich gern noch in drei Situationen Alkohol trinken: 1x Glühwein, wenn wir auf einem besonders schönen Weihnachtsmarkt sind, 1x Wein an Weihnachten, 1x zu Silvester. Ich finde das zwar moderat, habe aber momentan Sorge, dass ich schnell wieder in alte Muster zurückfalle und das ganze ausufert. Gerade auch, weil mein Partner diese Abende ja so vermisst und mich sicher nicht bremsen würde.

  8. Inaktiver User

    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Zitat Zitat von Bergkraxlerin Beitrag anzeigen
    Mein Partner sieht das glaube ich etwas anders, der war anfangs wie vor den Kopf geschlagen, dass ich das mache und hat mir sogar ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich jetzt auf diese netten Gesprächsrunden verzichten will. Wobei ich an denen ja durchaus weiter gern teilnehme, nur eben mit Tee statt mit Alkohol.
    Ich glaube das ist auch schwierig, weil es ja irgendwie in der Vergangenheit auch zum gemeinsamen "Beziehungs-Ritual" gehörte. Bei uns war es umgekehrt: mein Mann hat den Vorschlag gemacht, ich habe kurz geschluckt, fand den Vorschlag dann aber gut.

    Wir haben uns zunächst einen Zeitrahmen von 6 Wochen gesetzt (also bis Weihnachten). Es wird ggf. bei der Weihnachtsfeier eine Ausnahme geben. Mal sehen.

    Mich treibt momentan die gleiche Frage um - kann ich zu einem moderaten Genuss zurückkommen?
    Ja, die Frage stelle ich mir auch.

    Mir geht es gut ohne Alkohol (ich trinke jetzt stattdessen Tee). Ich habe keine Einschlaf-Schwierigkeiten und auch sonst keine Nebenwirkungen. Gestern hatte ich einen sehr stressigen Tag mit einer wahren Hiobs-Botschaft am Ende und hab dann schon befürchtet, dass ich in alte Gewohnheiten zurück falle. War aber nicht so.
    Geändert von Inaktiver User (23.11.2018 um 14:37 Uhr)


  9. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    5.140

    AW: Alkohol-Abstinenz - Erfahrungen - Langzeitperspektive

    Zitat Zitat von Bergkraxlerin Beitrag anzeigen

    hoher Teil Lebensqualität ist/war.

    eingebürgert,

    können dann auch mal 2 Flaschen werden, bzw. bei meinem Freund als Abschluss ein Schnaps.

    Hallo Bergkraxlerin,

    lass mal das euphemistische weg...

    Schau da mal ganz realistisch drauf

    Alarmstufe Dunkelrot

    Wer weiß wie diese Gespräche liefen, wenn ihr beide mal nüchtern wärt.
    DAS solltest du dir auch mal ansehen.

    Viel Glück.

  10. Avatar von felina78
    Registriert seit
    04.12.2008
    Beiträge
    3.685

    AW: partielle Alkohol-Abstinenz - Austausch persönlicher Erfahrungen

    Interessanter Strang.

    Bei meinem Freund ist es so, dass er lange Zeit eindeutig viel zu viel Bier getrunken hat. Weißbier. Andere Dinge interessieren ihn nicht.
    Mittlerweile trinken wir ganz moderat andere Dinge (zum Beispiel momentan mal einen Glühwein aus dem Weihnachtsmarkt) und sonst alkoholfreies Bier. Unterwegs hat er bisher einmal ein Weißbier mit Alkohol getrunken.
    Ich denke, was nicht funktionieren wird ist, dass er daheim eine Kiste Weißbier hat und ab und zu mal eins trinkt. Andere Dinge können wir durchaus daheim haben, aber ich denke, bei Weißbier könnte er nicht maßhalten.
    Ich hoffe, dass das so auf die Dauer gut geht. Wir fahren momentan sehr gut damit. Aber was die fernere Zukunft bringt, kann ich nicht sagen.
    „Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
    Nicolas Chamfort

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