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  1. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe SalutCaVa

    ich wusste ja dass Du die TE bist, hattest Du mal geschrieben.

    Hab jetzt direkt feuchte Augen.
    Für MICH seid Ihr keine Phantome, sondern WIRKLICHKEIT.
    Nur noch ein bisschen anonymer als AA
    :-)
    sozusagen " @@Freunde "

    die ich lange gelesen habe und die Wirkung ist für mich unsagbar schön.
    Ich bin nicht, was mir passiert ist.
    Ich bin, was ich gewählt habe zu werden.

    Carl Gustav Jung

  2. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Salut, ich freue mich so, dass es dir gut geht und du weiterhin trocken bist!
    Mit der Strangeröffnung damals hast du nicht nur mein Leben verändert und dafür bin ich dir und allen Mitschreibern immer noch sehr dankbar.

    Herzliche Grüße aus fast zehneinhalb Jahren überwiegend zufriedener Abstinenz
    LaCraca


  3. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von LaCraca Beitrag anzeigen
    Liebe Salut, ich freue mich so, dass es dir gut geht und du weiterhin trocken bist!
    Mit der Strangeröffnung damals hast du nicht nur mein Leben verändert und dafür bin ich dir und allen Mitschreibern immer noch sehr dankbar.

    Herzliche Grüße aus fast zehneinhalb Jahren überwiegend zufriedener Abstinenz
    LaCraca
    Ja, meine liebe LaCraca und dafür muss jetzt mal ein dicker Tusch her
    Wunderbar!

    Keiner konnte ja vorher wissen, ob und wie sich der Strang ent-wickeln würde ...
    ich finde, er ist ein Erfolg an sich und für viele.
    Ich möchte mich auch bei Salut bedanken und bei allen, die uns lange oder auch nur eine kurze Zeit begleitet haben.
    Irgendetwas konnte sicher jeder aus jedem Post mitnehmen ...und wenn es erst in ein paar Jahren so ist!

    Ich wünsche mir, dass es allen ehemaligen Mitschreibern gut geht
    ich wünsch mir ja immer was (zu Ostern )
    Es ist immer JETZT


  4. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo Ihr Lieben

    ich danke Euch so sehr, so herzlich in Eurer Mitte aufgenommen worden zu sein. Ich bin immer nur sporadisch online, meist aber nachts vorm Schlafen gehen mit dem Handy oder Tablet, deswegen antworte ich erst heute. Bin heute mal früher zu Hause und nehme mir am Laptop jetzt die Zeit, hier zu schreiben.

    Mich freut es total, dass Ihr so eine aktive Community seid. Viele Foren sind über die Jahre durch Facebook & Co. ausgestorben, was ich persönlich sehr sehr schade finde. Facebook mit seinen Gruppen und so ist ganz lustig, aber es ist nicht das Gleiche wie in einem Forum mit seinen Threads (oder Strängen, wie Ihr hier sagt). Jetzt hier beim Schreiben habe ich mir überlegt, mal in die Foren zu schauen, in denen ich vor Jahren mal aktiv war. Vielleicht leben sie ja auch wieder auf? Foren sind halt anonymer und sortierter.


    Zitat Zitat von Zombi Beitrag anzeigen
    Ich bin freudig überrascht dass du in deinem ersten Post so viel geschrieben hast
    Ich glaube mein erstes Post bestand gerade mal aus zwei Sätzen
    Tja, was soll ich sagen? Mir kommt es so vor, als ob ich Euch schon lange und gut kenne, da ich sehr viel in Euren Threads hier gelesen habe und quasi Eure Erfolge bzw. Erlebnisse verfolgt habe. Ich denke, dadurch habe ich mich ausführlicher vorgestellt, damit Ihr mich auch kennenlernt

    Ihr habt so viel geschrieben, ich kann dadurch leider nicht jeden Post einzeln zitieren, ich würde durcheinander kommen. Aber ich wurde gefragt, ob ich gut zurecht komme. Ja, das tue ich eigentlich. Morgen sind es 4 Wochen her, dass ich zuletzt was getrunken habe. Getrunken klingt gut ... besoffen ins Bett gegangen bin.
    Mir fehlt das Trinken ansich nicht. Ich glaube, es war Mittel zum Zweck. An Tagen wie heute hätte ich auf dem Heimweg an der Tankstelle Halt gemacht und mir was mitgenommen. Ich habe den Luxus, fast jeden Morgen ausschlafen zu können, da ich spät anfange zu arbeiten. Heute z.B. wäre so ein typischer Tag gewesen, an dem ich getrunken hätte. Einfach, weil ichs kann. Weils so ist, weil ... Morgen früh hätte ich mir dann den Kater aus dem Gesicht gewaschen und meinen Trott gehabt.
    Jetzt, nach 4 Wochen stelle ich fest, wie gut es mir morgens geht und dass das ein Dauerzustand ist. Schlafen konnte ich schon immer gut, egal ob mit oder ohne Alkohol. Ich achte auf 8 Stunden Schlaf, die ich in 99% der Fälle auch habe. Nur hat sich auch bei mir die Schlafqualität sehr zum Positiven geändert. Wenn ich jetzt morgens wach werde und mich wie gerädert fühle, dann weiss ich, dass mein Körper um Hilfe schreit und dass das nicht vom Alkohol ist. Eigentlich ist es traurig, dass man, wenn man regelmäßig trinkt, nicht mehr unterscheiden kann zwischen verkatert sein bzw. angespannt oder urlaubsreif. Man weiss es, dennoch tut man das Falsche. Jetzt stehe ich morgens vorm Spiegel und drücke mir die Lymphe vom Schlafen aus den Lidern und alles ist gut.

    Meine Haut gefällt mir mittlerweile auch wieder.

    Vor 2 oder 3 Tagen war ich im Bhf in einem Teeladen. Es war der einzige Laden, der die Türen geschlossen hatte, man hat die Ruhe drinnen förmlich gespürt. Ich dachte mir, da geh ich mal rein. An der Tür ein Symbol mit durchgestrichenem Handysymbol. Fand ich super!
    Ich war die einzige Kundin. Eine Asiatin kam auf mich zu, fragte, was sie für mich tun könne. Keine Angst vor der eigenen Courage, dachte ich. Ich habe ihr ehrlich gesagt, dass ich zu lange zu viel Alkohol getrunken habe. Ihr erklärt, wie meine Abende ablaufen usw. Sie nickte wissend. Ich glaube, man sieht mir das an. Aber egal. In der Zwischenzeit waren noch 3 weitere Frauen im Laden. Ich fand die Unterhaltung, die dann entstand, so toll. Alle 3 waren der Typ "öko" (ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen), es gab aber in meine Richtung keine Vorwürfe oder doofe Blicke oder so. Ganz im Gegenteil, sie haben mir Empfehlungen ausgesprochen. Ich meine, der Laden ist voll von so vielen Teesorten, die kann man im Leben doch gar nicht alle probieren. Ich fand dieses Erlebnis so toll, das hat mir richtig Spaß gemacht. Es war so anders als auf Tastings beispielsweise, wenn sie alle prollig von ihren Whiskys etc erzählen.
    Ich komme aus einer Weinregion, da ist es ja genau das Gleiche. Wie oft hatte ich das Gefühl, es geht überhaupt nicht um den Geschmack, sondern wie teuer etwas ist und wieviel man sich davon leisten kann. Aber egal, das soll jetzt für mich erstmal für unbestimmte Zeit der Vergangenheit angehören.

    Die Verkäuferin empfahl mir einen Kräutertee mit Ingwer, hat sogar für uns alle zum Kosten fix ein Schälchen aufgebrüht. (Diesen Tee trinke ich grad, sehr fein!) . Wie gesagt, es war ein ganz wundervolles Erlebnis, was ich noch ganz oft wiederholen werde.


    Zitat Zitat von sturmfalke Beitrag anzeigen
    Die kleinen innerlichen Stiche - wenn z.B. von den neuesten Modetrinks wie Gin mit naturtrübem Apfelsaft geschwärmt wird, den ich jetzt voraussichtlich nie mehr kennenlernen werde - ja, also diese kleinen innerlichen Stiche, die sind dann gut zu ertragen im Vergleich zu dem.
    Hallo Sturmfalke
    glaub mir, Du verpasst nix. Gar nix. Das ist nix anderes als Apfelsaft, der scharf und ein bischen anders schmeckt. Ist nix anders wie bspw. ein Mon Cherie .... Schokolade mit Schnaps. Eine gute Schokolade braucht keinen Schnaps, um den Geschmack zu untersteichen. Genauso ist es beim Apfelsaft mit Gin.
    Ich habe immer gerne Gin Tonic getrunken, wir haben uns durch sehr viele Sorten Gin, auch in Verbindung mit verschiedenen Tonics probiert. Habe es mit Apfelsaft auch nie probiert, habe eben zum ersten Mal davon gehört. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das schmeckt ... oder anders anders gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass Gin aus dem Apfelsaft was Besonderes macht. Ich glaube eher, da hat jemand ein In-Getränk kreiert, um zum einen Geld zu verdienen und zum anderen noch mehr Geld damit zu verdienen, weil man ja schliesslich noch "gesund" trinkt.
    Ausserdem hast Du das Verhalten dieser Frau sehr gut beobachtet und beschrieben. Der Gin ist Mittel zum Zweck, der Apfelsaft soll dem Ganzen nur einen Sinn geben.

    Aber das Ganze bringt mich auf eine Idee: Ich weiss ehrlich gesagt schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal Tonic ohne Gin getrunken habe Das werde ich diese Woche mal tun. Und da fällt mir auch mit ein, bei Ginger Ale ist es das Gleiche. Ich weiss schon gar nicht mehr, wann ich das zuletzt ohne Southern Comfort getrunken habe. Jaja, und ich habe kein Alkoholproblem. Ehrlich gesagt, ich weiss auch gar nicht, wann ich zuletzt weg war, ohne Alkohol zu trinken. Die Longdrink-Karte war immer unser, bei der es sich aber in Grenzen hielt. Trotzdem.
    Also Plan für diese Woche: Tonic und Ginger Ale mal einfach so trinken.


    Zitat Zitat von SalutCaVa Beitrag anzeigen
    Nun bin ich 37 Jahre alt.
    Hier musste ich ganz schön schlucken. Ich freue mich sehr für Dich und Deinen Erfolg. Bleib stark



    Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht. Danke fürs Lesen (ist mal wieder länger geworden als gedacht )


    carlia


  5. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich sage auch Dankeschön Salut und wünsche mir, dass alle es schaffen sich zu befreien !

    Lyanna, danke für die Erklärungen zu Muff, Enkel ...

    Den Film gestern habe ich doch nochmal angeschaut, weil ich nie das Ende gesehen habe... oder verdrängt habe...wer weiss.
    Habe ihn früher angesehen, als ich noch trank und wollte/ konnte nie bis zum Ende gucken ... hab wohl ausgemacht, weil ich ihn zu hart fand und dann wieder doch auch, weil ich dachte nee, soweit gesunken bin ich nicht. Das Ende, der Film, die Szenen habe ich auch diesmal bis ins Knochenmark gespürt.
    Ich hoffe und glaube, dass viel mehr Leute heutzutage früher aussteigen aus der Sucht. Das Bild vom typischen Alkoholiker der auf der Parkbank verwahrlost schläft hat sich doch geändert und die Aufklärung ist besser. Auch durch diesen Strang und die vielen online Gruppen von allen möglichen Organisationen, wo man sich anonym anmelden kann, ist doch die Scham immer noch gross.
    Warum habe ich nur so viele Runden gedreht? Ich glaube, für mich war es das Einsehen, das ich nicht kontrolliert, nicht "normal" trinken kann, obwohl ich (noch) funktionierte und nicht auf der Parkbank sass.
    Und vor allem die Bekenntnis zu meiner Krankheit und Sucht. Ohne Zweifel, ohne wenn und aber. Als ich das erkannt habe, wollte und konnte ich nicht mehr trinken, ich wollte Leben und mich nicht zu Tode saufen, wie im Film.
    Und dann darf ich nie mehr vergessen, was der Alk mit mir gemacht hat, was passiert, wenn ich ein Glas trinke .. daraus wird mehr und ich verschwinde in diesen Sog nach unten, wo ich nicht mehr stoppen kann.
    Solange ich noch gehofft habe, "nur" Missbrauch getrieben zu haben und hoffte, ich kriege es noch im Griff, habe ich es immer wieder versucht und bin gescheitert. Habe es versucht, weil ich dachte ich brauch doch den Alkohol ... für diese oder gegen jenes... um überhaupt zu überleben oder das "schwere" Leben zu ertragen.
    Heute, 10 Monate nüchtern, meine ich, das Leben ist mir durch das Trinken noch schwerer erschienen oder gar erst so schwer geworden.
    Trinken, war für mich = Flucht vor der Realität, sich die Welt schön trinken .. klappte nicht, ist ein Trugschluss.
    So nimm ich jetzt mein Leben an, wie es ist, nimm mich an, nimm meine Mitwelt an, bin ehrlich zu mir, zu anderen und habe keine Scham zu sagen, ich bin alkoholkrank. Habe keine Skrupel zu sagen, wo es mich drückt, was ich will und was ich nicht will. Ich habe und trage die Verantwortung für mein Tun, für mein Leben. Ich hoffe, das ist erstmals ein stabiles Fundament für die weiteren abstinenten Monate und Jahre... vielleicht kommt noch einiges dazu, wer weiss ...

    Gute Nacht

  6. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    das Leben ist mir durch das Trinken noch schwerer erschienen oder gar erst so schwer geworden.

    Danke, wieder ein toller Satz für mein Büchlein.

    Guten Morgen und einen schönen Tag für alle
    heute trinke ich nicht
    Ich bin nicht, was mir passiert ist.
    Ich bin, was ich gewählt habe zu werden.

    Carl Gustav Jung


  7. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen

    liebe Eva, du erinnerst mich an was, ich wollte mir auch so ein Büchlein zulegen und habe es noch nicht gemacht ... ist eine sehr gute Idee für den Fall, dass ich anfange zu vergessen. Hoffe ich vergesse dann nicht das es das Büchlein gibt.

    liebe Carla, ich weiss nicht, ob es eine so gute Idee ist, Schweppes oder Tonic zu trinken ... es könnte dein tolles Suchtgedächtnis aktivieren, vielleicht hat das Gedächtnis dir den Gedanken sogar zugeflüstert. Muss nicht, kann aber ...
    Ich habe auch gerne in früheren Trinkpausen alkfreies Bier getrunken, mein Lieblingsgetränk war Wein und nicht Bier. Aber wenn kein Wein da war, war mir Bier auch recht. Dann als ich letztes Jahr aufhören wollte und nicht nur eine Pause machen wollte, habe ich anfangs noch ab und zu, wirklich selten, ein alkfreies Bier getrunken. Es hat mich nicht gefährlich getriggert, aber ein bisschen schon, es hat mir eine Beruhigung zugeflüstert. Interessanterweise habe ich mit längerer Abstinenz plötzlich gar keine Lust mehr auf den Biergeschmack und habe es nicht mehr getrunken. Ist inzwischen verfallen .. Was Wein ähnliches hätte ich nicht getrunken, da ist mir die Gefahr zu gross gewesen, dass es mich triggert. Nur mal so, meine Erfahrung.

    Weisst du, welcher Zweck das Trinken hatte ... du schreibst von "Trinken war Mittel zum Zweck" ? Ausschlafen können, geht ja auch ohne abends über'm Durst zu trinken. Ich frage einfach drauf los, musst nicht für mich antworten ...sondern für dich.

    Und zu mir, will ich noch was ergänzen, was mir heute noch eingefallen ist, was sich noch verändert hat in meinen abstinenten Leben: die Harmonie"sucht" hat sich gelegt, ich bin unbequemer geworden für andere, bleibe bei meiner Meinung, ohne allen recht machen zu wollen. Aber auch gechillter, fühle mich nicht mehr verantwortlich für "alles" was meine Familie, Haushalt etc betrifft...die sind auch schon alle fast erwachsen, zumindest vom Alter her. Ich bin nicht die einzige Verantwortliche und wenn was schief läuft, dann läuft es halt schief. So werden auch die Betroffenen dann aktiv und nehmen sich ihren Teil der Verantwortung, weil sie müssen. Ich bin ja keine Zauberfee und auch nicht der Bestimmter und Verantwortliche für anderer Leben.

    Schönen Tag wünsche ich und noch ein grosses Dankeschön an alle die hier schreiben, geschrieben haben ...
    ohne euch wäre ich heute wohl immer noch am trinken ... bin ich aber nicht mehr
    Heute trinke ich nicht

  8. Avatar von Sylvestris
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo ihr alle

    ich dachte, es wäre nun an der Zeit, hier noch einmal einen Piep von mir zu geben.

    Ich lese fast jeden Tag mit, und mich freut, dass hier wieder neue Namen auftauchen.

    Ohne dieses Forum würde ich wahrscheinlich noch immer mit alkfreien Zwischenphasen herumeiern (oder Schlimmeres - ganz in die Tiefe gezogen werden).

    Allerdings muss ich aufpassen, dass ich nicht von einer Sucht in die nächste rutsche. Mein Schwachpunkt ist das Herumsurfen im Internet. Für Neugiernasen wie mich ist WWW wirklich verführerisch.
    Denn eines ist mir klar geworden:
    Keinen Alkohol zu trinken, das war erst der Anfang.

    Mir macht es nichts aus, mit Menschen zu feiern, die Alkhol trinken (solange es nicht in Besäufnisse ausartet). Mittlerweile gibt es viele leckere alkfreie Getränke.

    Fehlt mich manchmal etwas?
    Ich weiß nicht - bei manchen Getränken kommen Erinnerungen auf. Ich versuche sie als das zu nehmen, was sie sind - Relikte aus einem anderen Leben.

    Wehmut über das, was ich nicht mehr kann?
    Es gibt noch dieses Glimmen in meinem Inneren. Ich unterdrücke das nicht. Würde ich das tun, käme es immer wieder stärker zum Vorschein. Es ist Teil meines Lebens - eines vergangenen Lebens; aber ich würde es um nichts in der Welt mehr gegen mein jetziges Leben eintauschen wollen.

    Bereue ich etwas?
    Mein erster Impuls - oh ja - das mit dem Alkohol hätte ich viel früher lassen sollen.
    Aber erstens bringt das nix.
    Und zweitens - ich habe unendlich viel über mich selbst gelernt; also versuche ich das Beste daraus zu machen.

    In diesem Sinne - ich bleibe dabei - ihr hoffentlich auch. Ich wünsch euch alles Gute!
    Geändert von Sylvestris (12.06.2019 um 20:04 Uhr) Grund: Worte zuviel

  9. Avatar von Frida44
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    50

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Tag!
    Liebe Sylvestris, danke für deinen Beitrag! Ich kann deinen Worten immer etwas für mich entnehmen.
    Liebe Carlia, ich trinke gerne SPICY GINGER ALE, seit ich ,umgesattelt‘ habe. Es schmeckt scharf und würzig und lässt nichts zu wünschen übrig. Allerdings mochte ich noch nie alkoholische Mischgetränke - weder als Cocktail noch als Longdrink. Alkoholfreies Bier trinke ich gelegentlich, wenn ich aus bin, mag den Biergeschmack aber eigentlich ebenfalls nicht. Stattdessen trinke ich viel Tee: Ingwertee, Lavendeltee, Baldriantee, Pfeffeeminztee usw., außerdem Cola (Zero) und Kaffee. In Frankreich habe ich ein Mineralwasser mit einem Hauch von Minze entdeckt - auch sehr lecker.
    Meine Freundin ist heute Morgen abgereist. Die Erleichterung hat sich noch nicht eingestellt, stattdessen fühle ich mich leer und ausgebrannt, gehe daher jetzt ganz schnell schwimmen, um wieder ,Land zu sehen‘.
    Liebe SalutCava, toll, wie du das in so frühen Jahren schon hinbekommen hast! Neben dir fühle ich mich doch sehr alt, quasi uralt. Aber diese Gedanken sind müßig - ich weiß. Alles Gute dir weiterhin!
    Werde mir jetzt in den Hintern treten und mich auf den Weg machen.
    Passt weiterhin so gut auf euch auf!
    LG Frida


  10. Registriert seit
    13.06.2017
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    692

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von yessai Beitrag anzeigen
    So nimm ich jetzt mein Leben an, wie es ist, nimm mich an, nimm meine Mitwelt an, bin ehrlich zu mir, zu anderen und habe keine Scham zu sagen, ich bin alkoholkrank. Habe keine Skrupel zu sagen, wo es mich drückt, was ich will und was ich nicht will. Ich habe und trage die Verantwortung für mein Tun, für mein Leben. Ich hoffe, das ist erstmals ein stabiles Fundament für die weiteren abstinenten Monate und Jahre... vielleicht kommt noch einiges dazu, wer weiss ...

    Gute Nacht
    Liebe Yessai, ich finde das hört sich sehr gut an für ein stabiles psychisches Fundament!
    Ich kann mirjedenfalls nicht vorstellen, dass du noch einmal komplett anders denken wirst.

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