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  1. Avatar von Zombi
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zum Thema Saufdruck.
    Ab und zu hab ich den auch noch nicht mehr so oft aber doch oho.
    Ich stelle mir dann immer wieder den Tag danach vor, den ich übel auf dem Sofa verbracht habe.
    Manchmal auch im Bett oder über der Schüssel
    Wenn ich dann auf einer Feier bin beneide ich die, die gepflegt ein Glas trinken können
    Ohne zu Hause dann weiter trinken zu müssen.
    Ich weiß ganz genau ICH kann das nicht, da würde es dann erst richtig losgehen.
    Ich möchte keinen Tag mehr an den Alkohol und seine Auswirkungen verschenken.
    Ich will leben JETZT ! Und dazu braucht’s keinen Alkohol mehr.
    Ich hoffe dass ich nie vergesse warum ich mich hier angemeldet habe.
    Ein zufriedenes Leben ohne Alkohol ist möglich, unglaublich gell ?
    Deshalb bleibe ich dabei auch heute trinke ich keinen Alkohol
    I did it my way

  2. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo ihr Lieben,Frida was für eine schöne Reise. Viel Vergnügen weiterhin.
    Bei mir steht die nächste Erkenntnis an. Ich schreibe es nur für mich. Wenn jemand davon was brauchen kann auch gut.
    Ich habe überlegt warum ich solange ich denken kann immer wieder in die Falle tappe und es nicht auf die Reihe bekomme mit meiner Kollegin.
    Warum kann ich nicht die Ratschläge umwandeln die ich in der Therapie erfahre und werde zu privat habe kein Vertrauen u.s.w.. Mein Leben lang verfolgt mich das. Ich gehöre nicht dazu. Ich bekomme nur Aufmerksamkeit im Streit. Ich weiss nicht ob es so ist,aber tief im innern muss ich mir eingestehen das es so ist.
    Meine Therapeutin meinte ich lasse mich in den Ring reinziehen und bin dann erstaunt wenn jemand vor mir den Ring verlässt. Ich traue mich nicht als erste auszusteigen. Ich glaube immer noch das es besser wird. Ich fühle mich schuldig.
    Nachdem ich damals meinen Mann verlassen habe und gesagt habe ich brauche ene Auszeit hat er ein Verhältnis mit meiner Freundin angefangen.
    Genau so fühle ich mich jetzt. Ich habe das Gefühl da kommt noch was. Sie hat sich ja offiziell über mich beschwert.
    Gottseidank gibt es 2 gute Freundinnen die mir zuhören und mich unterstützen. Eine Freundin hat mir gestern ihren tollen Kartoffelsalat gemacht um mich zu trösten.
    Mit einer anderen Freundin die auch weiss das ich keinen Alkohol trinke war ich letzte Woche essen und wir hatten ein hitziges Gespräch. Zum Schluss sagte sie :So jetzt trinkst aber einen Schnaps mit mir. Ich habe nie Schnaps getrunken und mag ihn überhaupt nicht. Ich war schon perplex.
    Das alles hat auch mit Vertrauen zu tun. Vertraue ich nicht oder vertraut man mir nicht.
    Ich hoffe das man meine Reha nicht als Flucht oder Urlaub auf Staatskosten ansieht . Das soll es nicht sein.
    Manchmal denke ich ich überlebe diesen Stress nicht und dann möchte ich alles hin schmeissen und einfach abtauchen.
    Das alles nüchtern und klar im Kopf. Muss ich wohl durch. Brauche ich denn die Aufmerksamkeit immer noch so sehr?
    Alles gute für uns Bella

  3. Avatar von Zombi
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Bella ich bin dir sehr dankbar für Dein Post
    Ich hatte auch das Gefühl ich ziehe immer Menschen an mit denen ich kämpfen muss.
    Als der erste überwunden war kam der nächste und der nächste und der nächste.
    Ich habe erst nach längerer Abstinenz begriffen dass ICH etwas ändern muss.
    Ich muss weg von kämpfen und mehr zu mir finden und bei mir bleiben.
    Ich ärgere mich trotzdem noch manchmal aber es hällt nicht mehr so lange an.
    Was mir auch hilft , nicht alles auf mich zu beziehen.
    Der Mensch der mich ärgert hat ja auch mit sich selbst ein Problem.
    Früher hab ich diesen Ärger auch immer versucht wegzutrinken.
    Ganz fatal, denn ich schadete Ja nur mir selbst damit.
    Jetzt tue ich mich was gutes und trinke nicht.
    Das ist schon mal eine ganze Menge und ein Weg der Heilung für mich.
    Liebe Grüße Zombi
    I did it my way

  4. Avatar von Zombi
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Bella darf ich dich fragen wie lange du jetzt schon keinen Alkohol mehr trinkst?
    Auf mich wirkst du schon viel reflektierter und ehrlicher mit Dir selbst.
    Falls du Fragen nicht wünschst einfach überlesen oder schreiben
    Bitte keine Kommentare zu meiner Post das werde ich dann akzeptieren.
    I did it my way


  5. Registriert seit
    12.07.2007
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Bella,

    danke für dein Post

    Daraus kann sich wohl fast jeder nehmen, was er auch an sich selbst wahrnimmt und bislang nicht so genau benennen konnte.
    Es ist wahrlich hilfreich, mehr von sich zu schreiben, weil es uns alle in irgendeiner Form betrifft ...danke, dass du das getan hast
    Ich erkenne mich auch ein Stück darin wieder ...habe das Kämpfen schon lange aufgegeben ...auch das Kämpfen gegen den Alkohol.
    Ich weiss, dass er mächtiger ist als ich!
    Und somit habe ich auch alle anderen Kämpfe ad acta gelegt ....ich lasse mir nichts gefallen ... aus den "Kämpfen" gehe ich meist als Verlierer hervor oder fühle mich unheimlich schlecht. was mir auch schadet ...

    Ansonsten hilft mir ein relativ freundlicher Ton ...es heisst ja immer, der Ton macht die Musik ...da ist was dran.
    Ich bin richtig froh, dass du davon geschrieben hast ...das zu wissen, was du schreibst, ist schon mal ein Anfang für einen neuen Umgang mit anderen Menschen, toll.

    Es ist immer JETZT


  6. Registriert seit
    16.03.2018
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    hmm, Bella, ich schreibe meine Gedanken dazu auf, wie ich sie für mich mal sortiert habe.
    Aufmerksamkeit und Liebe zu wünschen und zu bekommen war lebensnotwendig, als wir klein waren und abhängig von unseren Eltern und Aufpasser. Haben wir da was vermisst, was meistens der Fall ist, geht die Suche weiter als Erwachsener. Der Teil in uns der noch Kind ist, sucht und möchte diese Aufmerksamkeit von anderen. Weil ich mir selber nicht gut genug bin, mir scheint was zu fehlen. Und ich suche es erst bei den anderen, so habe ich es ja erfahren, gelernt als Kind. Bin ich lieb, habe gute Noten, bekomme ich Lob usw... mal ganz vereinfacht gesagt...
    Abhängigkeit kann entstehen, emotionale und auch körperliche Sucht kann entstehen. Für andere, für Lob, Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit verbiege ich mich, bin mir selbst und anderen gegenüber unehrlich, spiele was vor. Mir geht es dabei nicht gut, weil ich nicht ich bin und fange z.B. an zu trinken. Ich gebe anderen, der Situation die Schuld und die Verantwortung ab. Ich fühle mich schwach, bedürftig, als Opfer und handele und ziehe solche Menschen und Situationen auch an.
    Das zu Erkennen ist ein erster Schritt. Ich höre auf zu trinken, verändere mich, sehe klarer. Nehme Verantwortung für mein Leben auf und gebe mir Aufmerksamkeit, tue was mir gut tut, verbiege mich nicht mehr, um zu gefallen und bulle nicht um Aufmerksamkeit von anderen. Und vor allem bin ich ehrlich zu mir und zu den anderen, spiele nichts mehr vor. So lebe ich ehrlich und kann es mit meinem guten Gewissen vereinen. Manche Freundschaften lasse ich los, manchen Menschen gefalle ich nicht mehr, so wie ich jetzt bin.... das ist dann so. Beziehungen verändern sich, neue entstehen mit der Zeit, zu anderen Menschen. Ich sage nein, ohne schlechtes Gewissen, wenn ich weiss, das etwas oder jemand mir nicht gut tun wird. Egal was von mir erwartet wird. Ich trage die Konsequenzen für mein Handeln und suche nicht die Schuld beim anderen. Jeder ist für sich verantwortlich, ich für mich, andere für sich.
    Sowie ich mich verändere, erkenne ich auch das manche frühere Freundschaften/ Beziehungen nicht gesund für mich sind, sie bauten auf meinem früheren bedürftigten Ich auf. Und stimmen heute nicht mehr .. wie das was du erzählst hast mit den Schnaps .. aber hallo.. so vom lesen, sag ich mir, die Frau ist dir keine Freundin... nicht was ich heute darunter verstehe.
    Was hast du ihr geantwortet? Ich wäre auch schockiert gewesen... und entsetzt, umso mehr, da sie wusste, das du nicht trinken kannst, weil du alkoholkrank bist. Aber vielen ist das nicht bewusst. Wenn sie es aber bewusst gesagt hat, dann will sie dir nichts Gutes, m.M.n... hier nimm ein Schluck Gift meine liebe Freundin ... ach neee, danke darauf kann ich verzichten... auf niewiedersehen

  7. Inaktiver User

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Bella,
    Zombi, Lyanna und Yessai haben bereits viel Wichtiges geschrieben zu deinen Ausführungen. Was mir spontan einfällt ist die Frage: Was ist denn eigentlich gegen eine Flucht einzuwenden? Manchmal ist sie sehr hilfreich, gelegentlich existentiell. Mir hilft oft allein die bloße Fantasie meiner Flucht, ich habe da bereits ausgeklügelte Gedanken, wann ich wie wo untertauche.. Abgesehen davon: Mein Klinikaufenthalt gehört mit zu den wertvollsten Wochen meines Erwachsenenlebens, er hat mir einen entscheidenden Schubs in die rettende Richtung gegeben. Warum sollte DIR das nicht zustehen. Es spielt auch keinerlei Rolle, was andere davon halten, es geht nun einmal ,nur‘ um dein Leben.
    Ich drücke dich. Du kannst sehr stolz darauf sein, in diesen schwierigen Zeiten nicht zu trinken. Immer wieder hast du mich dazu inspiriert, bei der Stange zu bleiben.
    LG Frida

  8. Avatar von Bella-Marie
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke erstmal für eure Antworten und das ihr euch Gedanken gemacht habt.Ich bin tief traurig das ich es nicht hinbekommen habe. Ich bin verletzt das sie meine guten Absichten so wenig gesehen hat. Ich war auch abhängig von ihrer Gunst und erst als ich mich das erstemal nicht bei ihr entschuldigt habe hat sie zu stärkeren Mittel gegriffen und mich gleich bei angeschwärtz.
    So ist nun mal. Trotzdem werde ich mich nicht mehr entschuldigen wenn mir nicht danach ist.
    Ich fühle diese Trennung, die endgültig ist. Es ist viel Trauer dabei. Wir hatten auch viel gutes zusammen.
    Zombi ich antworte dir gerne. Ich trinke aktuell seit dem 10,1, 2019 keinen Alkohol mehr. Früher gab es auch grössere Phasen des Nichttrinkens um mir zu beweisen das ich nicht abhängig bin. Das ging auch schonmal 2Jahre ohne Alkohol.
    Die Erkenntnis das es für mich kein zurück gibt habe ich erst jetzt. Die Bilder und das Gefühl so klein und schwach zu sein,will ich nicht mehr. Wenn ich wieder anfangen würde ich es nicht überleben. Ich würde nicht mehr aufhören zu trinken.
    Dieses verletzte in mir, muß ich Zuhause lassen wenn ich wieder arbeiten gehe.
    Lyanna wie kann man für sich einstehen ohne zu kämpfen? Kannst du mir das beantworten? Ich habe kein Bild. Oder meinst du für mich und nicht gegen jemanden.
    Yessai ,das ist eine gute Frage warum macht sie das. Gott sei Dank war es Schnaps . Was wäre gewesen hätte sie mich überreden wollen etwas zu trinken was mir früher geschmeckt hätte.
    Es war auch nur so im vorbeigehen. Was ich sagen will eine bewusste Manipulation ohne das mit mir zu besprechen. Ganz gefährliche Falle. Aber nicht in dem Moment und ich bin wachsam.

  9. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke dir liebe Frida.


  10. Registriert seit
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    1.539

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Weisst du Bella, so wie zum Teil ich eine ausgesprochene empathische Person geworden bin, hilfsbereit, auf Harmonie bedacht und dem Wohl der anderen (dabei vernachlässigte ich mich, war nicht mutig genug meine Bedürfnisse zu äussern, was nicht ehrlich mir gegenüber ist, aber auch nicht meinem Gegenüber) so gibt es Menschen die genau das Gegenteil sind, eher egoistisch, narzistisch, machtgeil usw. Und wir ziehen uns magnetisch an, ich brauche sie und sie mich... Mir was das auch nicht bewusst, und ihnen ist es oft auch nicht bewusst. Ist nicht mal schlecht gemeint, naja manchmal vielleicht schon, wenn es manipulativ wird. Meist ist es ja ein mischmasch von Eigenschaften, aber manche sind doch prägnanter.
    Wichtig für dich, ist nicht die Frage warum sie das tut, sondern wie weit willst du einen nahen Kontakt zu so jemand. Tut er dir gut oder nicht? Kannst du offen, ehrlich und authentisch sein, fühlst du dich wohl? Oder bereitet dir es Magen und Kopfschmerzen ... seelische Schmerzen. Das genügt doch schon zu wissen und dein Verhalten entsprechend zu ändern, mein ich. Ist nicht dein Aufgabe sie zu ändern, ihr was zu beweisen, sondern du bleibst bei dir, bei deinen Werten, ohne zu kämpfen. Machst dir kein Kopf um sie, sondern um dich. Ziehst deine Konsequenzen, auch wenn sie anfangs weh tun und du dir egoistisch vorkommst. So kam ich mir derweil vor. Um zu merken, das nichts schlimmes passiert, die Welt dreht sich weiter und ich fühlte mich erleichtert.
    Geändert von yessai (09.06.2019 um 18:46 Uhr) Grund: weiter geschrieben

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