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  1. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hui Eva, so was zu lesen gibt Gänsehaut. Wie bist du damit umgegangen? Ich meine, kannst du ihr helfen? Will sie aufhören ev sich in guten helfenden Händen begeben... oder was sagt sie, wie geht es weiter? Auch für dich, als gute Freundin sicher schwierig das auszuhalten... ich glaube ich wäre geschockt erstmals.
    Pass gut auf dich auf ... Umarmung


  2. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Lyanna, ich wollte Dir noch für Deine Worte danken. Ist aber schon ein paar Tage her. Ich schaffe es einfach nicht regelmäßig zu schreiben. Mein Weg war allerdings alles andere als gerade. Ich habe einige Jahre herumgeeiert und mich im Kreis gedreht. Ich glaube so richtig das Messer angesetzt hat mir mein Mann. Ich liebe ihn. Meine kleine Familie zu verlieren wäre mein Untergang. Gestern am Abend traf ich mich mit zwei Freundinnen. Ich habe nur Tee getrunken. Es war ganz normal. Die Gastgeberin fragte: was wollt ihr trinken. Meine zweite Freundin meinte, ich nehme den Lillet und ich sagte, es ist kalt, ich nehme bitte den Tee.
    Eva, wie lange war Deine Freundin schon trocken?
    Yessai, ich hoffe Du bist wieder fit und die Verkühlung hat sich aufgelöst. Was Du alles in jungen Jahren mitgemacht hast, ist eine ganze Menge.
    Alina Du hast ja heute die Klinik angeschaut, in die Du gehen willst. Ich hoffe Du hast Dich dort wohlgefühlt und kannst dem Aufenthalt dort jetzt schon Positives abgewinnen.
    Ich werde heute zum ersten Mal meine neue Therapeutin kennenlernen. So wie ich es verstanden habe, dient dieser Termin dem Kennenlernen und „beschnuppern“ und erst beim zweiten Termin, sage ich, ob ich ob ich mir weitere Termine vorstellen kann. Ich bin gespannt.
    Ich wünsche Euch allen noch einen schönen restlichen Tag.
    Alles Liebe
    Lotte


  3. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke Eva für deine Ansichten und deine Posts.

    Ich nehme mal an, die Freundin ist eine "Gruppen-freundin" ...das ist für mich etwas anderes als eine Freundin.
    Jedem kann es dort passieren, wieder dem Alkohol zu verfallen ...sie sind ja alle in irgendeiner Form an derselben Sache "krank" geworden und werden es auch bleiben bis zum Sankt Nimmerleinstag.
    Nur jeder für sich kann die Krankheit stoppen ...wenn er auf sich aufpasst und ein paar Dinge beachtet.

    Noch mal etwas zum Erwachsensein ...wir alle sind erwachsen, das spreche ich auuch keinem ab.
    Jeder hat seine Aufgaben erledigt und getan, was getan werden musste ...Kinder grossgezogen, ist seinem Beruf nachgegangen, Eltern gepflegt und was weiss ich noch alles ....(nur mal so als Beispiel)

    HIER gehts um Alkohol und was es dazu braucht, um irgendwie einigermassen zufrieden trocken zu bleiben.
    Dazu gehört eben auch, sämtliche Gefühle, die Mensch so haben kann, als seine eigenen zu erkennen ...vielleicht werden sie durch andere ausgelöst, aber die Gefühle sind in mir selbst ..sie haben dort nur geschlummert.
    Vielleicht versteht es jemand, dem anderen nur schlechte Gefühle zu machen ...
    dann bleibt nicht anderes übrig, als sich davon zu trennen oder loszulösen.
    Es geht bei der Gesamtheit der Gefühle darum, sie nicht einem anderen anzuhängen, den anderen für schuldig zu befinden ...es sind die eigenen Gefühle ...die durch irgendetwas aktiviert wurden ...so ist das im Leben.
    Es geht dabei nicht um Schuldzuweisungen ...genau so wie beim Trinken!
    Ich habe selbst getrunken, keiner hat mich dazu gezwungen ...
    es war erschreckend, das zu erkennen, denn ich habe es anders gedacht:
    wenn nicht dies und jenes gewesen wäre, dann hätte ich nicht trinken müssen.
    Wenn der und der nicht das und das gesagt hätte, müsste ich nicht trinken.

    Wer es schafft, die Verantwortung für sich und seine eigenen Gefühle zu übernehmen, ist endgültig "erwachsen" als Mensch und vor allem als Alkoholkranker.

    Das ist gar nicht so einfach umzusetzen, aber es ist möglich ...kostet allerdings Kraft und anfangs auch Mühe, es zu erkennen ...wahrscheinlich sogar ein Leben lang
    Es ist immer JETZT

  4. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ja, Lyanna
    eine Gruppenfreundin, ich schrieb ja: AA Freundin, die ich aber auch außerhalb öfters treffe. Wir sind im gleichen Alter, sie wohnt halt total abseits und kommt da kaum weg.

    Stimmt - ich habe das nicht deutlich ausgedrückt, wir reden dort halt auch von "Freunden"
    ist AA-Sprache

    Danke Dir auch für diesen Satz:

    Wer es schafft, die Verantwortung für sich und seine eigenen Gefühle zu übernehmen, ist endgültig "erwachsen" als Mensch und vor allem als Alkoholkranker.

    Sie ist seit vielen Jahren in der Gruppe und jetzt der Rückfall.
    War ich echt baff. Helfen kann ich da nicht, nur zuhören und habe (hilflos) gesagt: warum rufst Du nicht vorher an ?
    Sie sagte, sie wisse es nicht, jetzt wäre wieder alles schaixe.


    Es warnt halt dann jede/n und macht wieder mal klar: es ist NIE vorbei.

    Ich war heute dann heute Abend im Kino, in der Vorstellung um 17.30. Allein im Kino ist sicher mindestens 4 Jahre her.

    Der Film spielt hier am Ort und die "Schauspieler" spielen sich selbst.
    Mehr Doku als Kinofilm, sehr besonders auf seine Art.

    Hab ich auch mal gebraucht, ich wollte den Film sehen und ein "anderes" Thema tat gut.
    Jetzt guck ich aber noch in der Mediathek die Doku von Harald Juhnke

    schlaft alle gut

    PS: Frida, denke Du liest noch mit, ich bedauere Deine Löschung
    vielleicht lesen wir uns irgendwann dann doch wieder auf BEIDEN Seiten
    Ich bin nicht, was mir passiert ist.
    Ich bin, was ich gewählt habe zu werden.

    Carl Gustav Jung
    Geändert von Eva2 (15.05.2019 um 21:29 Uhr)

  5. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zu 'ich habe selbst getrunken' möchte ich mir meine Gedanken machen ...

    Ich habe anfangs getrunken, weil ich eingeladen wurde, was mitzutrinken ... so in Gesellschaft
    Viele Jahre später, habe ich meistens und am liebsten allein getrunken, wenn ich mit Situationen nicht klarkam, mich überfordert fühlte von dies und jenem und allem... weil es Streit gab, es nicht so lief wie ich es gerne gehabt hätte, der andere was tat ..etc Mit Alkohol ertrug es sich leichter, die Sorgen schwimmten weg ... für einen Abend lang. Irgendwann wurde trinken zum Selbstläufer.
    Da dachte ich, etwas im aussen ist nicht in Ordnung,, auf dem ersten Blick ... etwas von aussen, das in mir ungute Gefühle auslöste, das ich nicht ertragen konnte. Vor diesem Gefühl in mir, bin ich eigentlich geflüchtet. Habe erst schnell die Schuld im aussen gesucht und gefunden, statt bei mir zu suchen und so zu handeln, dass ich mir nicht eine Flucht zu suchen brauche.
    Warum habe ich so reagiert? Weil ich mich als "Opfer" (Opfer waren in meiner Seele ausgeliefert, haben keine Schuld und tragen keine Verantwortung) wahrnahm und mich so fühlte ... unfähig zu handeln irgendwie, nicht verantwortlich für das was geschieht. Ich wurde ein leichtes Opfer für den Alkohol, der hat mich schnell gekriegt.
    Ich glaube ich habe ein kindisches Muster weitergelebt, weiterleben lassen und genährt. Obwohl ich immer dachte, ich wäre frühreif gewesen, zu schnell erwachsen geworden, zu wenig, zu kurz, Kind war.
    Ärgerlich, dass es mir keiner so erklärt hat, keiner mir gesagt hat, bleib bei dir, schau bei dir .... als ich schon vor Jahren professionelle Hilfe suchte. Oder konnte ich es nicht verstehen? Wie auch immer, besser später, als zu spät ....
    Jetzt finde ich es angenehm die Verantwortung für mich zu tragen... sehr erleichternd sogar. Ich hoffe das bleibt so. Dazu gehört auch zu wissen, die Alkoholsucht bleibt in mir, egal wie gut oder schlecht das Leben sonst so läuft ... immer schön Finger weg, vom Alkohol.

  6. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke yessai

    Dein Post bestätigt wieder wie wichtig auch hier zu lesen und zu schreiben ist.
    Wenn man (wie ich) von Anfang an diese Abteilung des Forums gelesen hat.
    Heute wurde mir klar, auch hier ist es wie in der Gruppe, blieben alle, es würde glatt die Räumlichkeit nicht ausreichen.
    Ich vermute, einige sind noch nicht soweit oder KÖNNEN sich einfach noch nicht "stellen"

    Die Verantwortung abgeben, andere verantwortlich machen oder gar beschuldigen - ist doch einfacher.
    Auch ich habe jaaaaahrelang gebraucht, mal gings besser, insgesamt aber immer schlechter.

    Danke dafür:

    Da dachte ich, etwas im aussen ist nicht in Ordnung,, auf dem ersten Blick ... etwas von aussen, das in mir ungute Gefühle auslöste, das ich nicht ertragen konnte. Vor diesem Gefühl in mir, bin ich eigentlich geflüchtet. Habe erst schnell die Schuld im aussen gesucht und gefunden, statt bei mir zu suchen und so zu handeln, dass ich mir nicht eine Flucht zu suchen brauche.


    ich weiß nicht wieviel mal ich das in den Gruppen gehört habe (auch in Abwandlung und weniger auf den Punkt gebracht)
    Deinen Satz möchte ich gerne behalten und auch mal weitersagen, so auf den Punkt.

    Noch was bisschen witziges, bei dem Treffen mit den Frauen am Montag (die Äppler tranken)
    war eine dabei die ernährt sich momentan vegan (hat aber schon zich "Ernährungsformen und Diäten hinter sich, die kennt da alles )

    Sie sagte: das muss doch total schwer sein, so ein Leben ohne Drink
    meine Antwort:

    vegan leben finde ICH schwerer, ich meide doch nur Alkohol

    in diesem Sinnen
    einen schönen Tag für uns alle
    gerne auch ein leichter Tag

    "gedankenlos" wird wohl keine von uns, da bin ich sicher

    heute trinke ich wieder nicht
    Ich bin nicht, was mir passiert ist.
    Ich bin, was ich gewählt habe zu werden.

    Carl Gustav Jung

  7. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    wisst ihr was
    ich kaufe mir nachher eine schöne Kladde und da sammel ich diese wundervollen Erkenntnisse, die mir hier über den Weg laufen.

    Steht ja im Internet, darf ich also verwenden

    Besteht wer auf sein Copyright ?

    Ich bin nicht, was mir passiert ist.
    Ich bin, was ich gewählt habe zu werden.

    Carl Gustav Jung


  8. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen an Alle!
    Ich habe einiges noch nicht gelesen, bin unterwegs im Schwarzwald, den Ort der Klinik anschauen.

    Antworte jetzt mal auf gestern oder vorgestern:
    Ja Yessai, es wird wohl so sein, dass mein Mann auch narzisstische Züge aufweist. Er hat sogar vor vielen Jahren mal so eine Diagnose bekommen, hatte ich schon vergessen (30 Jahre her) und damals konnten wir beide nichts damit anfangen, fand die Klinik auch nicht sehr gut.

    Aber irgendwas wird wohl dran sein, ich mag es auch nicht wahrhaben. Er ist ja nicht immer ein gefühlskalter Mensch. Aber er kann es sein. Auf jeden Fall sehr hart, starr, wenn es nicht nach seinen Wünschen geht.
    Schwierig zu durchschauen. Er ist verschlossen und offen zugleich.

    Ja, die Frage ist, letztlich wohl für viele hier, wie man mit solchen Menschen umgeht. Und sich nicht klein und schlecht fühlt, sich nichts traut und sich "wegbeamen" muss.
    Ich denke, bei mir wäre die Gefahr, dann immer auf Medikamente zurückgreifen zu müssen.

  9. Avatar von Eva2
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Alina,

    mir hat mein Dok dazu mal gesagt:
    ihren Mann können wir nicht ändern
    aber IHREN Umgang damit, SIE stärken das auszuhalten
    und Konsequenzen zu ziehen.

    weißt ja, ich habe es nicht (mehr) geschafft mich auch offziell zu trennen

    jetzt muss ich aber los
    Ich bin nicht, was mir passiert ist.
    Ich bin, was ich gewählt habe zu werden.

    Carl Gustav Jung

  10. Avatar von yessai
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ja Eva, schreib alles auf, mach ein Buch draus und dann gibt es Anteile

    vegan leben finde ICH schwerer, ich meide doch nur Alkohol

    aber, weisst du, als ich trank hätte ich lieber auf essen verzichtet, als auf ein paar Gläser ... nun ja

    Gestern beim einschlafen, noch gedacht, ich bestehe ja aus vielen Teilen, ich bin ja nicht nur Opfer gewesen, und eine graue Maus, die sich duckt ... habe das sehr gekonnt kompensiert nach aussen, habe alles gepackt was ich so vorhatte, mich selbst übertroffen, verantwortungsvoll, zielstrebig, willensstark, bin freundlich, fürsorglich, lustig, ein sympathischer Mensch. Jedoch im meinem innersten Kern ist eine Wunde gewesen, die nur ich spüren konnte, aber nichts damit anfangen konnte, sie nicht anschauen konnte. Hinter ihr stehen noch viele andere Botschaften über mich: wie sieht es bei mir aus mit meiner Selbstliebe, Selbstachtung ? Was bedeutet überhaupt lieben? Wie habe ich Liebe erfahren als Kind und was habe ich daraus als Erwachsener gemacht? Sind so viele Fragen ... später vielleicht mehr, jetzt ruft der Tag.

    Lotte, was du über deine kleine Familie schreibst, hat mein Herz berührt, so schön. Ich hoffe dein Termin war gut und die Therapeutin ist auf deiner Wellenlänge !

    Grüsse, sie scheint tatsächlich

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