Nachträglich möchte ich noch ergänzen ...

Dieses "um Hilfe bitten" gestaltete sich auch anders, als es sich vielleicht liest!
Ich rief nachts im Krankenhaus an und flehte darum, dass sie mich am nächsten Tag aufnehmen
würden.

Meine Töchter wollten die Krankenhauseinweisung am nächsten Morgen in der weiter entfernten Arztpraxis zu holen, die, wie ich später erfuhr, schon ausgestellt dalag, weil mein Arzt nur darauf wartete, dass ich sie anfordere.
Das sagt schon mal vieles aus, was ich aber erst im Nachhinein begriffen habe ...

Ich war immer stolz darauf, dass ich freiwillig in die Klinik gegangen bin ...so freiwillig war das gar nicht ...ich wusste mir nicht mehr zu helfen, nichts, was ich versuchte, konnte greifen oder hat gegriffen ...heute weiss ich auch, warum.
Foren wie diese oder andere gab es noch nicht!

Das "freiwillig" bezog sich damals auch darauf, dass ich jederzeit die Klinik hätte verlassen können,
doch wo sollte ich hin, wo mir auch geholfen werden konnte?

Ich wurde ja nicht mit Polizei und Notdienst eingeliefert, da sieht das dann schon anders aus mit Klinik verlassen, wie ich in der Zeit meines Aufenhaltes dort beobachten konnte!

Die Sucht oder auch andere psychische Aussetzer machen nicht Halt vor angesehenen Berufen, vor Rang und Namen, bei jung und alt!
Ich hab vieles gesehen, was ich einfach so nicht geglaubt hätte ...und ich gehörte auch zu der Klientel!
Unfreiwillig ...freiwillig ...auch so ein Paradox.