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  1. User Info Menu

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Lyanna

    herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag bleib gesund und stets wohlauf
    Hui, wie schnell die Zeit vergeht …

    Ich bin sehr dankbar, dass es dich gibt
    bin dankbar für deine Unterstützung beim trocken werden und bleiben und darüber hinaus …
    weiss nicht, ob ich es ohne dich geschafft hätte und darum werde ich dich nie vergessen

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und eine gute Nacht

  2. User Info Menu

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ihr Lieben,

    ganz herzlichen Dank für die lieben Glückwünsche und die lieben Worte, die mich sehr gefreut udn mir auch gut getan haben.
    Ich danke euch allen :blumengabe.
    denn ...ich meine:
    ein Forum und das, was wir schreiben aus eigenem Erleben kann nur so gut sein wie alle seine Mitscheiber!
    Ich finde es ja so grossartig, zu lesen, was jemand am Beginn seiner Trockenheit schreibt und was er nach einer gewissen Zeit der Erkenntnisse schreiben kann...wenn er denn noch weiter mitschreibt.
    Es ist so toll, mitzubekommen, wie sich, jeder auf seine Weise, weiterentwickelt.

    Dafür bin ich dankbar, vor allem, dass sich für mich hier die Chance bietet, mich weiterzuentwickeln,
    denn "fertig" ist "man" wohl nie so richtig ...auch wenn wir schon von Anfang an komplett und richtig sind!
    Ein Paradox, wie so vieles paradox ist

    Ein dickes Dankeschön noch mal an alle
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    wie fühlst du dich heute Lyanna ? Gell, man merkt es kaum, das man ein Jahr älter ist, nach seinem Geburtstag ..
    naja seltsam ..

    Ich habe schon ewig lange nicht mehr zurück gelesen, wäre auch mal interessant zu lesen, was ich mal geschrieben habe. Ob ich mich wieder erkennen würde, wenn mein Name verdeckt wäre ?
    Ich finde es auch sehr interessant, zu erleben, wie jeder der hier schreibt, sich entwickelt und wie es weiter geht. Wenn man etwas hinter sich lässt, wie den Alkohol entsteht ja fast ein neues Ich oder empfinde nur ich das so ?

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von yessai Beitrag anzeigen
    wie fühlst du dich heute Lyanna ? Gell, man merkt es kaum, das man ein Jahr älter ist, nach seinem Geburtstag ..
    naja seltsam ..
    Naja, ich fühle mich genau so wie gestern, alt, klapprig, aber nicht zu alt, um weiterzumachen ...

    Von mir kann ich sagen, ich bin nicht mehr dieselbe wie vor vielen Jahren, das ginge gar nicht!
    Ob besser oder nicht, kann ich nicht sagen, aber auf alle Fälle weniger lustig!
    Ob ich mit Alkohol lustig war, weiss ich auch nicht so genau, aber ich war unberechenbar, und dadurch entstanden durchaus witzige Situationen, die ich aber damals gar nicht witzig fand, eher peinlich und ich war schamhaft berührt, wenn mir erzählt wurde, was so war!
    Ich habe das ja geglaubt, weil ich selbst überhaupt nichts mehr wusste
    Ein grausliges Gefühl ...
    Was du mit nüchternem Gefühl empfindest, ist DEINS, Yessai ...was du mit vernebeltem Hirn empfindest, kann auch deins sein, ist aber meist nur Phantasie, wenn ich da auf mich gucke.
    Es wundert mich gar nicht, dass mancher im Alkoholrausch und dann auch mal nüchtern unter Verfolgungswahn leidet ...und das ist leider nicht das einzige, was unter Alkoholmissbrauch entstehen kann.

    Ich würde es richtig gut finden, wenn du hin und wieder mal deine Gedanken hierlässt, Yessai, da ist immer wieder was dabei, was zum Nachdenken anregt, genau wie deine Fragen!
    Doch das weisst du sicherlich selber.
    (Wenn ich lese, ich weiss nicht mehr, was ich schreiben soll, dann wundert es mich ein bisschen ..
    klar wiederholt sich das meiste, das ist aber auch in Selbsthilfegruppen der Fall ...wiederholen, wiederholen.
    Und feststellen oder vielleicht sogar zu lesen, wie es demjenigen mit/ohne Alkohol geht ...es ist ja nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen und auch als "Trockener" hat "man" genau so viel Kummer oder Leid oder Sorgen wie jeder andere auch ...
    daraus entwickeln sich vielleicht Theorien, die sich sogar zT in die Praxis umsetzen lassen)
    Und jedesmal stellt einer fest, dass er sich an dies und jenes gar nicht mehr erinnern kann und es gut findet, dass es mal wieder zur Sprache gekommen ist.
    Eva macht das, und ich finde das klasse!

    Ich freue mich, wenn es dir gut geht, Yessai
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    jaja, ist nicht nur Friede, Freude etc… das nüchterne Leben, aber es hat viel mehr davon, zumindest empfinde ich das so. Mir ist es so viel leichter ums Herz, das Leben ist ruhiger, bunter, schöner. Und auch wenn „Probleme“ auftauchen sind sie jetzt, nüchtern so viel weniger schwer zu lösen. So empfinde ich das. Habe viel mehr Ruhe in mir, bin viel ausgeglichener. Früher war das alles anders
    Jetzt ab ins Bett mit mir … gute Nacht, schlaft gut !

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von yessai Beitrag anzeigen
    Und auch wenn „Probleme“ auftauchen sind sie jetzt, nüchtern so viel weniger schwer zu lösen. So empfinde ich das. Habe viel mehr Ruhe in mir, bin viel ausgeglichener. Früher war das alles anders
    Ja, jeder Suff hat kein einziges Problem geklärt, eher sind neue Probleme entstanden ...
    wohlgemerkt, ich rede nicht davon, gelegentlich mal ein zwei Glas Alkohol zu trinken ...wers kann, bitteschön.
    Ich kann das nicht, nach einzwei Gläsern gehts erst richtig los bei mir
    wahrscheinlich bis zum Augenstillstand, aber daran kann ich mich dann nicht mehr erinnern, weil Blackout.
    Aber an die Krämpfe und deren Folgen erinnere ich mich schon
    Früher war alles anders, heute ist es ruhiger und meist ausgeglichen.
    Ich kann auch meine Zeit nicht unter fröhlich feiernden Trinkenden verbringen ...das würde mich antörnen udn ich bin nicht sicher, ob ich nicht auch zugreifen würde.
    Also lasse ich das.
    Bis heute hatte ich diese Situation nur ganz wenige Male und ich hab mich schnell verabschiedet oder bin schweigend verschwunden ...so ähnlich wie du seinerzeit.
    Zum Glück hab ich ja zuhause meine alkoholfreie Zone, die rettet mich so manches Mal!

    Überhaupt gibt es nur wenige Situationen, die hier im Forum beschrieben wurden, die ich nicht auch so erlebt hätte.
    Das verbindet!

    Schlaf gut und bleib gesund !
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Kiki, bist du noch dabei?

    Machst du noch mit?
    Das wäre schön ...
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Kiki, bist du noch dabei?

    Machst du noch mit?
    Das wäre schön ...
    Hey :) Ich bin noch dabei. Ich habe heute morgen die letzten leeren weinflaschen zum container gebracht. Ich war sehr früh wach, etwa 05.15 Uhr. Deshalb bin ich jetzt etwas müde, aber es ist so viel leichter ohne den fiesem kater. damit wäre der tag wohl wieder unerträglich gewesen.

    Ich finde es toll wie weit ihr schon alle seid. das ist unheimlich motivierend :)

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat yessai : Wenn man etwas hinter sich lässt, wie den Alkohol entsteht ja fast ein neues Ich oder empfinde nur ich das so ?

    Das IST so, definitv.
    Es ist eine Entwicklung der Persönlichkeit die erst ohne den Weichspüler eine Chance hat. Wir ALLE hier haben uns verändert, das empfindest Du nicht alleine so. Ich kanns ja lesen, schwarz auf weiß. Möchte aber dazu keine Beispiele von anderen nennen, die hätte ich sowohl zur Hand, das steht mir aber einfach nicht zu.

    Wir sind dadurch natürlich keine "besseren" Menschen geworden, es gelingt uns allerdings besser mit den Dingen des Lebens umzugehen.

    Das Gelassenheitsgebet sehe ich wie eine Affirmation, lange genug vorgesagt ging es mir in Fleisch und Blut über und trifft ja auch wirklich für ALLES zu was mir widerfahren ist.

    In meiner Gruppe gibt es ja das 12 Schritte Programm
    wird in meiner Heimatgruppe nicht so streng verfolgt, wir finden immer ein Thema was wir beackern, so ähnlich wie hier.

    Es gibt auch Gruppen die nur babbeln, das bringt mir nichts - es geht nicht in die Tiefe wenn jeder nur erzählt was auf Arbeit oder im Haus ist oder wohin der Hund geschissen hat.
    Wenn das DRÜCKT kann auch das ein wichtiges Thema sein, wie gesagt, für alkoholkranke ( ich nenne sie gerne auch Gefühlskranke ) gibt es keine Nichtigkeiten - alles was drückt muss raus.

    Dann gibt es noch 12 Schritte Gruppen, blaues Buch Gruppen und so, das ist interessant, artet manchmal allerdings in für mich gefühlten "Bibelstunden" aus. Obwohl Religion kein Thema in AA ist, geht es um spirituelles Wachstum ( oh ha, ich mag den Satz bis heute nicht und bin doch froh dass es so ist)

    jedenfalls heißt es beim 1. Schritt:

    wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind und wir unser Leben nicht mehr meistern konnten.


    zack, war ich am Anfang (also ab Juni 2018) SOFORT überzeugt, das sei nix für mich mit der Gruppe
    Pah, ich gehe ja noch arbeiten, habe noch eine Wohnung, meine Ehe ist kaputt, das hat aber andere Gründe.

    ergo macht mein gefühlskrankes Hirn daraus : na dann bin ich ja keine Alkoholikerin.

    - Das ich genau DAS nicht konnte: mein Leben meistern, das habe ich erst viel später kapiert. -

    Trotzdem ging ich weiter hin, trotzdem hörte ich weiter zu, deshalb stellte ich 1000 Fragen und konterte mit mindestens so vielen:
    ja aber bei mir.....

    Heute kann ich auch den Satz sagen: ich bin dankbar trockene Alkoholikerin
    So sage ich das nur dort, im normalen Leben sage ich manchmal: ich hatte eine Zeit in der ich zuviel trank.

    Seltsam, wie viele das dann verstehen
    wie sie wissend nicken
    und wie ich sehen kann das es hinter der Stirn für sich selbst rattert.

    Jeder, aber wirklich jeder - wenn auch nicht direkt betroffen - kennt jemanden der nicht (mehr) mit Alkohol so wirklich umgehen kann.

    Bei mir hilft nur das erste Glas stehen lassen
    dann muss ich über das 2. und 3. gar nicht nachdenken.

    heute trinke ich nicht.

    @kiki
    Danke fürs Erinnern, ich habe SEHR gelitten meinen Konsum (zumindest teilweise) zu verheimlichen.
    Die Wege zum Container hätte ich einfach so machen können, eine Wirtin bringt Leergut weg.
    ICH habe mich geschämt, ICH wusste ja - ein großer Teil davon habe ICH gesoffen....

    Freue mich sehr das Du dabei bist
    und Kerstin ? wie geht es Dir so ?

    Ich sags nochmal, ich habe Jaaahre gebraucht bis ich das Glas stehen lassen konnte
    Gründe habe ich immer gefunden "ausnahmsweise" was zu trinken und das Leben damit leichter machen ....

    Ich bin nur froh dass das mich nur noch ganz selten mal beisst, vorbei ist es wohl nie.

    Passen wir gut auf unsere Gefühle auf

    schönes Wochenende für alle hier
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

  10. User Info Menu

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich finde es schön, dass du da bist, Kiki, erzähl doch mal ein bisschen von dir, wenn du magst!
    Ich glaube, wir haben uns alle durch schwierige Zeiten durchkämpfen müssen, um trocken bleiben zu können, aber irgendwann hat es wohl "Klick" gemacht.
    Sowas passiert meist erst, wenn vieles ausprobiert wurde ...und manchmal passiert es auch einfach nicht.
    Oder auch viel später ...

    Eva, natürlich erkenne ich mich in deinem obigen Post total wieder, danke dafür

    Omenno, wie oft habe ich gestartet ..auch, um zu überprüfen, ob ich dranhänge oder aufhören kann ...
    das habe ich ja immer steif und fest behauptet "ich kann aufhören, wenn ich will, ABER-ich will nicht, noch nicht!"
    Und dann hing ich dran und kam nicht mehr davon los.
    Ich versuchte es 3Tage lang, trocken zu leben ...es klappte.
    Siehste woll, wenn ich will, gehts, dann kann es noch nicht so schlimm sein (o Gott, ich hab mich ständig selbst belogen.peinlich) es war schlimm.

    Irgendwann war ich notgedrungen mal eine Woche trocken ...bitte schön, alles gut.

    Dann ging ich, noch benebelt vom abend vorher (ich hatte es nicht geschafft, nicht nicht zu trinken :peinlich)
    Ich möchte gar nicht schildern, wie peinlich mir das war, ich wurde auch drauf angesprochen.
    Ich hätte noch nie zuvor so schlecht, elend und hingerafft ausgesehen wie an dem Tag (die anderen Tage hat er mich ja nicht gesehen).
    Es muss wohl allerübelst gewesen sein, sonst hätte wohl keiner was gesagt.
    Mein Zustand machte sich auch in der Betäubung bemerkbar ...ich jammerte vor Schmerzen ...
    der Zahnarzt traute sich nicht, mir mehr Betäubung zu geben auf Grund meines Zustandes.
    Da lag ich dann schluchzend auf dem Stuhl, er verzweifelt, ich bettelnd um Schmerzmittel ...
    irgendwann war das Theater vorbei, die Behandlung wurde zuende gebracht ...ich weiss gar nicht mehr, ob er noch was nachgespritzt hat?
    Ich konnte gar nicht mehr hören, mit welchen Worten er mich beruhigen wollte, ich wusste nur, weglaufen hat keinen Zweck, keiner würde mir helfen können, ich musste da durch.

    Anstatt diese Erfahrung als Warnung zu sehen hab ich nur noch mehr getrunken ...
    bis irgendwann zum bitteren Ende, wo nichts mehr ging.
    Davon hab ich ja schon früher ausführlich geschrieben.

    Einmal hab ich es "geschafft" 4 Monate nicht zu trinken, muss so 1978 gewesen sein.
    Es war Schwerstarbeit für mich, absolute Schwerstarbeit, aber ich war so stolz auf mich nach den 4 Monaten.
    genutzt hat es mir nicht, danach hab ich weitergetrunken und alles, was ich in den 4 Monaten nicht getrunken hatte, ratzfatz nachgeholt.
    Es musste noch ganz viel passieren, bis ich endlich selbst einsah, dass es so nicht weiterging und ich Hilfe brauchte!
    Die bekam ich, als ich darum bat, nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber gründlichst und nachhaltig,
    mit vorangehender Entgiftung.
    Andere wussten tatsächlich was ich brauchte, um mein Leben zurück zu bekommen und umzukrempeln.

    Auch ich bin total dankbar für diese lehrreichen Jahre, die mir anfangs so gar nichts bedeutet haben ...ich habe mich nur geschämt, als alles in mein Bewusstsein drang, am liebsten hätte ich alles vergessen ...es war nicht möglich ..
    aber dann, irgendwann, als ich etwas länger trocken war.
    Da waren genau diese Jahre mein kostbarstes Gut, weil ich plötzlich sehen und fühlen konnte, was sie mich gelehrt hatten.

    Ach menno, ich komm schon wieder ins Schwafeln, angeregt durch die Offenheit anderer ...ich hör jetzt auf, es war ja auch nur eine Sequenz aus meinem damals total kaputten Leben.
    ich will das niemals wieder so haben!
    Darum: Heute trinke ich nicht ...hilft fast immer ..nur für HEUTE!

    Allen ein schönes Wochenende, hoffentlich wärmer und sonniger
    Es ist immer JETZT

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