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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen ihr Lieben,liebe Debut. Das was du geschrieben hast hat mich auch sehr betroffen gemacht. Es ist gut das du es aufschreibst und auch dir Hilfe holen wirst. Es ist ein langer Prozeß das Verhälnis zur Mutter aufzudröseln
    Es lohnt sich . Ich wünsche dir das du deinen Frieden findest und dir dein Herz nicht mehr so schwer ist. Als ich in der Klinik war kam natürlich auch das zur Sprache. Jetzt erst verstehe ,wie mich das Verhältnis zu meiner Mutter geprägt hat und wie wenig ich vertrauen aufbauen konnte.
    Aber es fängt an zu heilen und ich spreche aus was mich bewegt und wo ich ängstlich bin nicht gesehen zu werden. Mittlerweile habe ich Freundinnen gefunden ,die mich verstehen und den Weg mit mir gehen. Ich habe meine Mutter immer geschützt . Brave Kinder tun sowas,aber jetzt kann ich auch sehen ,das es nicht meine Aufgabe war .
    Danke das du das geschrieben hast. Es hilft mir und vielen anderen auch .
    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag. Ich gehe jetzt raus . Eure Bella

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Debut und alle anderen,
    ich schreibe den Buchtipp jetzt öffentlich, weil das Thema offensichtlich auch andere betrifft. Ich wundere mich nicht darüber, weil auch in meiner SHG die fehlende Anerkennung der Eltern ein großes Thema ist.
    Es heißt "Narzissenkinder" von Monika Celik. Bei mir ist auf jeder Seite etwas markiert und es wimmelt vor kleinen Zettelchen. Als ich es las, dachte ich auf vielen Seiten, dass sie auch von mir schreibt.
    Nickend saß ich da, manchmal auch weinend. Ich konnte es nur langsam lesen, da ich überwältend von Erkenntnissen war.
    Als ich damals aufgrund meiner Erschöpfungsdepression zum Therapeuten kam, ging es zunächst ja gar nicht um meine Mutter oder meine Eltern. Nur widerwillig hörte ich zu, wenn die Sprache darauf kam. Ich wollte nicht hinschauen, fühlte mich wie eine Verräterin, wenn ich Episoden aus der Kindheit erzählte. Aber ganz viel hing da zusammen und als ich aufgrund der Erkrankung meiner Eltern hinsehen musste, da kam auch eine große Wut in mir hoch. Aber wohin mit der Wut? Ich richtete sie gegen mich selbst. Schuld und Verantwortung sind dabei die zentralen Themen gewesen und sind es noch.
    Debut, wie ist deine Mutter aufgewachsen? Wahrscheinlich sind da Antworten zu finden.
    Das Wichtigste ist, dass du die Antworten nicht bei dir suchst.
    Das wäre schon viel Wert.
    Liebe Grüße von Vicky

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Debut,

    ich hatte heute morgen schon geschrieben, aber der Text war dann weg.

    Also zur Therapie und Krankenkasse wollte ich noch schreiben, dass es hilfreich ist, wenn du dir von deiner KK eine Liste aller zugelassenen Therapeuten in deiner Umgebung geben lässt. Du kannst natürlich auch online gucken und die Therapeuten anschreiben oder anrufen. Normalerweise haben die Therapeuten lange Wartelisten, aber manchmal hat man auch Glück und man kann relativ zeitnah aufgenommen werden. Die sind dann auch dafür zuständig eine Therapie für dich bei der KK zu beantragen. Aber frag ruhig mal bei deiner KK nach, wie da der Weg ist.
    Viel Glück!

    Und zu der Frage, warum deine Mutter so gehandelt haben könnte, ist mir beim Lesen gestern folgendes durch den Kopf gegangen:
    Vielleicht war deine Mutter tatsächlich krank, also psychisch und musste sich so abgrenzen.
    Vielleicht warst du nicht geplant oder von einem anderen Mann? Früher hat man Probleme ja ganz anders gelöst, wenn man sie überhaupt gelöst hat. Das waren ja noch mal ganz andere Zeiten als heute.
    Jedenfalls hat es ganz bestimmt nichts mit DIR zu tun. Sie hat etwas in dich hineinprojiziert. Sie hatte und hat ein Problem und du warst und bist leider die Leidtragende.
    Es gibt viele Möglichkeiten, warum sie so handelte, wie sie es tat. Aber sie versucht ja auch heute noch das Thema zu still zu schweigen. Sie hat da also keinen Klärungsbedarf und nimmt wahrscheinlich diesen Frust, oder Schmerz mit.
    Es ist nicht leicht das alles aufzudröseln, zu verstehen warum. Auch dafür wünsche ich dir viel Mut und Kraft auch loslassen zu können.

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    Klingt jetzt seltsam, aber Du hast es schon mal ausgespuckt - das tut gut, wenn auch nicht sofort, aber es kommt innerlich etwas in Bewegung.



    Fürs erste wünsche ich Dir WUT !!!
    nicht diese Trauer, die Du wohl dazu empfindest (verstehe es aber sehr gut)
    Ich konnte - nach einer langen Zeit der Wut, dann annehmen was war.
    Verzeihen - noch immer nicht - aber so eine Art von Akzeptanz.

    Guck Dir mit Hilfe das alles noch mal an, habe den Mut dazu
    und wenn Du nicht weiter kannst, dann nimm an was ist, auch DEINE Art damit umzugehen.

    Ich habe die Sache immer wieder angesehen, und wieder "versenkt" im Tresor meines Innerens.
    :
    Liebe Eva,
    vielen Dank.
    Ja, das war wirklich so und ich war gestern dann ziemlich erschöpft, nachdem ich es aufgeschrieben habe, gleichzeitig hätte ich noch seitenweise schreiben können, all die unguten Erinnerungen.

    Ich habe das Thema schon öfters angeschaut, daran gearbeitet, aber es kommt mir aber vor, als ob es eine tiefe Wunde ist, über der sich zwar Kruste gebildet hat, aber darunter ist noch die "Entzündung"

    Ich habe auch - und immer mal wieder - das ganze Spektrum durch an Emotionen, Wut, Trauer, Angst, Verzweiflung etc. Und ich dachte, ich hätte ihr auch vergeben bei diversen Familienaufstellungen. Vielleicht habe ich mir aber noch nicht vergeben.

    Danke für deine wertvollen, lieben Beitrag, Eva
    Herzlichst, Debüt

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Bella-Marie Beitrag anzeigen
    Es ist ein langer Prozeß das Verhälnis zur Mutter aufzudröseln
    Es lohnt sich . Ich wünsche dir das du deinen Frieden findest und dir dein Herz nicht mehr so schwer ist. Als ich in der Klinik war kam natürlich auch das zur Sprache. Jetzt erst verstehe ,wie mich das Verhältnis zu meiner Mutter geprägt hat und wie wenig ich vertrauen aufbauen konnte.....

    Aber es fängt an zu heilen und ich spreche aus was mich bewegt und wo ich ängstlich bin nicht gesehen zu werden.
    Liebe Bella,
    vielen Dank. Dein Beitrag macht mir Mut, dass es noch nicht zu spät für mich ist
    I
    ch dachte, ich wäre schon viel "weiter". Ich weiß, dass ich meine Eltern nicht für mein Leben, mein Glück oder Unglück verantwortlich machen kann, es ist meine Entscheidung, wie ich mit Erlebten umgehe und wie ich mein Leben ausrichte.
    Da ist jetzt erstmal der Verstand, der mir das sagt. Ich erlebe/fühle aber leider oft anders.
    Ich bin misstrauisch (ohne es zu zeigen oder offen anzusprechen), ich reagiere wütend darauf, wenn ich das Gefühl habe hintergangen zu werden oder manchmal schon, nicht miteingezogen zu werden. Ohne, dass ich das zeige.
    Und ich kann mich in Beziehungen nicht tief einlassen und merke, dass mir das auch in platonischen Beziehungen, z.B bei Freundinnen oft winde und Distanz halte.

    Das Thema Verlassen werden, bzw. die Angst davor, begleitet mich mein Leben lang. Ob es durch Tod, Liebesentzug oder ich selbst bin, die verlässt, es ist ein wiederkehrendes Thema.

    Es fehlt mir an Urvertrauen und vermutlich kann es mir kein anderer geben als ich mir selbst
    Herzlichst, Debüt

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Vicky, liebe Salut,

    vielen Dank für eure Tipps.
    Der Eindruck einer narzistischen Störung entstand schön öfter in Zusammenhang mit meiner Mutter. Und mir Narzisten kann man bekanntlich keine Beziehung führen.
    NUR: Meine Mutter liebt meine Schwester abgöttisch und hat auch einen Freundes- und Bekanntenkreis und einen Ehemann, wo sie wohl beliebt ist (wobei ich vom Sohn einer alten Freundin kürzlich etwas anderes gehört habe). Was ich sagen will, sie kann schon lieben, nur mich nicht.....Und das hat mich schon als Kind traurig gemacht.

    Weil ihr fragt, ich habe schon mal recherchiert udn rein optisch bin ich eindeutig eine genetische Mischung aus meinen Eltern.
    Meine Mutter war allerdings das ungeliebte Kind ihrer Mutter und hat als Kind eine traumatische Kriegserinnerung, die auch um Verrat ging.

    Ich werde mal die Therapeutenliste bei der anfordern und das Buch bestellen
    Herzlichst, Debüt

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich danke euch, dass ihr meine Geschichte gelesen habt und lösche jetzt ein paar Posts, weil ich nicht möchte, dass sie für immer hier für jeden offen stehen.

    Ich vergesse schnell mal,d ass nicht nur wir 10-20 Leute hier lesen und schreiben, sondern 100 oder 1000.
    Was ja auch gut ist, aber bei manchen Themen dann vielleicht auch zu intim.
    Geändert von Debut (28.02.2021 um 18:16 Uhr)
    Herzlichst, Debüt

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Soviel heute von mir. Danke für euer Ohr und eurer Feedback. Das hat wirklich gut getan und Lyanna hat recht, Fremden öffnet man sich da eher.

    Danke, dass es euch gibt Schönen Rest-Sonntag
    Herzlichst, Debüt

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ihr Lieben,

    danke für die vielen tollen Beiträge, ich wünsche mir, Debut, dass sie dich ein klein wenig stabilisieren können, bis du einen passenden Therapeuten/in gefunden hast ..

    Für die Zwischenzeit möchte ich dir Mut machen, dennoch das hier zu schreiben, was dir grad in dem Moment zu schaffen macht und dich in dem Moment quält-genau nach dem Motto:
    Alles raus, was keine Miete zahlt!
    Das ist kein Spruch, das ist eine hilfreiche Tatsache, auch wenn es danach erstmal Herzklopfen verursacht ....

    Und alle, die hier lesen sollten, werden sich in deinen Worten wiederfinden, auch mit dem Kopf nicken und innerlich bestätigen, was sie nicht in Worte fassen (können) oder sich (noch)nicht trauen.

    "Eigentlich" sind wir jetzt am "Ursprungsthema" zu unseren "Leiden" wie Sucht, Alkoholismus; Arbeitssucht und vielen anderen Süchten ...danke dir, Debut, dass du das Thema raufgeholt hast.
    Ich kenne nur eine einzige Person, die mit dem Thema angeblich nichts zu tun hat ...

    Es ist aber so, dass kein Aussenstehender das Thema "Muter, Vater, Eltern" jemand anderem vorsetzen oder einreden kann, dass muss von dem, der daran "krankt" allein thematisiert werden.

    Es ist gut, dass du es getan hast, und für viele, die nicht darüber geschrieben haben, kann weitere und tiefere Heilung erfolgen, wenn du uns an dem Thema teilhaben lässt.

    Ich erinnere mich an einige, die das Thema mal kurz angerissen haben ...es aber nicht weiter verfolgten, weil es ja hier um Alkohol geht.
    Nicht nur ....denn wie immer :"Alles gehört mit allem zusammen"!

    Und dabei geht es nicht darum, die Mutter, den Vater oder sonst jemanden anzuschwärzen, es geht daraum, der Krankheit auf die Spur zu kommen und sie und die Gefühle dazu verstehen zu können!
    Und sämtliche Gefühle, die dabei aufkommen, zuzulassen ...alle, wie Wut,
    Zorn, Groll, Gram ...
    bei mir blieb am Ende nur noch Mitgefühl ...

    Es ist ganz toll, nicht mehr trinken zu müssen, es ist aber noch toller, zu wissen, dass "man" wohl gar nicht soooo "krank" war, sondern Ok, so wie "man" gerade war und endlich die Kraft hat (ohne Suchtstoff), die Ursache anzugehen und zu erkennen, damit Heilung geschehen kann.
    Vielleicht heilt es nie ganz?
    Das lässt sich nicht voraussagen ...

    Ich kann nur von meiner Seite aus sagen:
    Verziehen habe ich, vergessen kann ich nicht ...doch letztendlich liebe ich meine Mutter, und ich wünschte mir, sie wäre noch da!
    Hass und Liebe liegen so nah beieinander, eigentlich "übereinander" ...am Ende war nur noch Liebe da und das Erkennen:
    ich habe sie immer geliebt, alle beide, Mutter und Vater!
    Egal, was in der Zeit dazwischen war ....
    Es war nur nicht so einfach, dahinzukommen ...aber es hat sich gelohnt!

    Das, was sie mir nicht geben konnten, hatte ich, trotz aller Trauer um mein Leben, in mir ....

    Und wie es so ist ...auch hier die Erkenntnis:
    JEDES Thema ist wichtig!
    Geändert von Lyanna (28.02.2021 um 22:05 Uhr)
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Debut Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, als Nicht-Mutter, ob die Mütter unter euch sich das Verhalten meiner Mutter erklären können.
    Debut, das Verhalten deiner Mutter wird dir niemand hier erklären können ...
    es hat mich eine Menge Arbeit gekostet, mir das Verhalten MEINER Mutter halbwegs zu erklären.
    zum Teil arbeite ich noch heute hin und wieder daran.
    Meine Mutter hat mich sehr überrascht ...sie konnte tatsächlich in ihrem hohen Alter noch reflektieren, sie konnte sich entschuldigen, und sie hat meine Fragen beantwortet.
    Das konnte sie natürlich nur nach ihrem Verständnis und ihren Erinnerungen.

    Es war ihr überhaupt nicht angenehm, dass sie mich büssen liess, dass ich die Tochter meines Vaters war ...dem Mann, den sie nicht mehr haben konnte.
    Darunter hat sie ihr Leben lang gelitten ...und unter vielen anderen Dingen auch ...

    Das ist nur eine Erklärung des Verhaltens meiner Mutter mir gegenüber ...es gibt noch etliche andere wichtige Erkenntnisse meinerseits.

    Bei einem Therapeuten wirst du sicher ein bisschen mehr von deiner Mutter erzählen und noch mehr von dir, vielleicht kannst du dich noch an die jeweiligen Gefühle zu bestimmten Dingen erinnern ...
    dann bin ich mir ziemlich sicher, dass dir dort geholfen werden kann.

    Kannst du die Therapie über die Krankenkasse machen oder willst du sie selbst bezahlen?
    Sprich doch auch mal mit deinem Hausarzt darüber.

    Viel Erfolg für dich
    Es ist immer JETZT

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