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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo Lyanna, ja,das liest sich vielleicht zu "hübsch'", was ich da geschrieben habe, und es war nicht leicht, andererseits wüsste ich nicht, wie ich das, was gerade hier läuft überhaupt aushalten könnte.
    dann würde ich vielleicht einfach nonstop trinken, aber dazu bin ich mir inzwischen zu wichtig und es wird gerade richtig unpopulär hier.
    Kid und co sag ich mal.
    Meine Angelegenheit, deine Angelegenheit - das prakiziere ich gerade mit Mr. Ex - etc. und dabei noch die ganze Coronasache . wo das Maskentragen zum Politikum wird, ich bin Medizinerin, ich kann nur sagen, verdammt nochmal haltet auch an die Hygieneregeln - da von Lügenpresse zu lallen, das ist einfach unverantwortlich.

    Mein Partner hat gerade zwei junge Coronapatienten gehabt, der eine (35) hat es nicht überlebt.

    Sorry, die Gäule gehen mit mir durch.

    So und nun wieder atmen und froh sein. alkfrei... ai

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Das ist doch toll, Ai, dass es bei dir so ist, wie du es beschreibst!
    Ich gab nur zu Bedenken, dass die allerwenigsten sich in den Worten wiederfinden ...
    wünschen tut sich das wohl fast jeder, doch bei den meisten tritt es so nicht ein, leider.

    Nach einer gewissen Zeit kann ich hören, dass derjenige sein Leben auf ein Leben ohne Alkohol ausgerichtet hat.
    Für manch einen ist es normal, etliche trauen sich nicht mehr in die Gruppe oder gehen einem aus dem Weg, weil es ohne Alkohol dann doch nicht klappt ...
    Manch einer sagt, er müsse aufhörem, weil er Leberkrank geworden ist ...das Aufhören hält nicht lange ...
    etliche Krebskranke trinken "jetzt erst recht" ...
    es gibt alles ...von ...bis ...leider ist Alkoholfreiheit für die meisten Verzicht ...

    Schön, wenn es so gesehen und empfunden werden kann, wie du schreibst.

    Viel Kraft für alles, was du zu bewältigen hast.
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Infos und erfahrungen teilen, und einsammeln, dann nachdenken und eine eigene Entscheidung treffen, hinter der man möglichst dauerhaft steht. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe.
    Retten muss sich ohnehin jeder selbst das kann kein anderer und sei die "Hilfe" noch so gut gemeint.
    Ich jedenfalls denke lieber selbst nach das ist für mich befriedigender und aussichtsreicher als nur irgendeine Schematherapie zu übernehmen. Was bei den Allermeisten klappt oder nicht, muss nicht auf mich zutreffen.
    Ich kann nicht jede Situation voraussehen und mich auf evtl. Risiken vorberieten. Meistens kommt es sowieso anders. Ich bleibe flexibel und habe meine Strategien um auf „Situationen“ zu reagieren.
    Hat bis jetzt geklappt und ich denke jeder sollte eigenen Wege zum inneren Gleichgewicht finden – so wie er es für sich selbst vertrten kann.
    winkewinke

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen,

    erste Runde hier erledigt, Montag fängt meist mit Volldampf an, macht nichts, bin ja fit
    Gestern war ich mal wieder in meiner Stammgruppe, wir müssen da zZ in zwei Räume, wegen der Abstandsreglung.
    Ich war mit 5 in einem Raum, mein Partner im anderen, die waren zu 6.

    Gestern habe ich dann das Meeting "gemacht"
    Da habe ich doch nie irgendwie ein Problem in der Schule meine Geschichte zu erzählen
    und da wollte ich in der Gruppe nie so wirklich ran, jedenfalls nicht als Sprecher.

    Wie immer, war nichts was einen in Aufregung versetzen sollte, waren ja fast alles Bekannte
    eine kannte ich nicht, eine kam frisch aus Entgiftung nr. ???

    DAS ist es warum ich immer wieder gehe
    warum ich immer wieder die unterschiedlichen Weg gerne höre
    gleich ist immer: die Bremse ist kaputt

    beim einen bei einer Pulle Wein, bei anderen bei zwei Flaschen Vodka.

    Eine voller Trockeneuphorie, eine total unsicher wie sie Ordnung in alles bringen könnte, tausend Baustellen in ihrem Leben.
    Mit den euphorischen muss ich auch Geduld haben, das bringt mich schnell in Rage, dabei freuen sie sich ja nur
    und ich war auch so.

    Vielleicht liegt das daran, dass ich eben nach dem "Entschluss" nicht mehr zu trinken, dann nochmal zugegriffen habe. Ich wollte es einfach nicht glauben, dass es keine andere Möglichkeit gibt als das Glas eben stehen zu lassen.
    Es wurde ein sehr inniges und vor allem ehrliches Meeting.
    Ich persönlich freue mich wenns anderen rundum gut geht ohne Alkohol, logisch - das ist ja "eigentlich" auch bei mir so
    aber ich ziehe eben mehr Kraft und lerne mehr bei den Beiträge wie das Hirn manchmal strauchelt
    und was alles im Leben passiert, was wir eben trocken meistern können.

    Als Thema hatten wir " im Heute leben "
    zum Schluss habe ich einen meiner liebsten Texte dazu vorgelesen:

    Gestern - Heute - Morgen

    Es gibt in jeder Woche zwei Tage, über die wir uns keine Sorgen machen sollten. Zwei Tage, die wir freihalten sollten von Angst und Bedrückung. Einer dieser zwei Tage ist Gestern mit all seinen Fehlern und Sorgen, geistigen und körperlichen Schmerzen. Das Gestern ist nicht mehr unter unserer Kontrolle! Alles Geld dieser Welt kann das Gestern nicht zurückbringen: wir können keine einzige Tat, die wir getan haben, ungeschehen machen. Wir können nicht ein Wort zurücknehmen, das wir gesagt haben. Das Gestern ist vorbei!
    Der andere Tag, über den wir uns keine Sorgen machen sollten, ist das Morgen mit seinen möglichen Gefahren, Lasten, großen Versprechungen und weniger guten Leistungen Auch das Morgen haben wir nicht unter unserer sofortigen Kontrolle.
    Morgen wird die Sonne aufgehen entweder in ihrem vollen Glanz oder hinter einer Wolkenwand. Aber eins steht fest Sie wird aufgehen! Bis sie aufgeht, sollten wir uns nicht über Morgen Sorgen machen, weil Morgen noch nicht geboren ist.
    Da bleibt nur ein Tag übrig heute!
    Jeder Mensch kann nur die Schlacht von einem Tag schlagen. Dass wir zusammenbrechen geschieht nur wenn Du und ich die Last dieser zwei fürchterlichen Ewigkeiten ~ gestern und morgen ~ zusammenfügen. Es ist nicht die Erfahrung von heute, die die Menschen verrückt macht, es ist die Reue und Verbitterung für etwas was gestern geschehen ist oder die Furcht vor dem was das Morgen wieder bringen wird.

    Heute ist das Morgen, worüber wir uns Gestern Sorgen gemacht haben.

    Boris Luban-Plozza



    Es war wieder so ein Tag, ich hatte gar keine "Lust" auf die Gruppe
    und wieder mal ging ich richtig zufrieden und "aufgeräumt" nach Hause.

    Einer sagte zu mir, er erinnert sich noch wie ich im Juni 18 dort ankam
    ein Häufchen Elend, schwach, unsicher und blass, er machte sogar vor wie ich da gesessen hätte,
    Geduckt, mit Blick nach unten...

    und wie ich jetzt da wäre, DA im wahrsten Wortsinn
    und wie sicher ist das Meeting geleitet hätte
    ( habe ich nicht so empfunden, aber das macht ja auch nichts, als ich unsicher war, habe ich in die Runde gefragt und gut wars)

    An meinen Zustand von vor zwei Jahren erinnere ich mich schon noch
    das das aber auch von außen so zu sehen war, das habe ich einfach nicht wahr haben wollen, damals dachte ich echt:
    merkt doch keiner.

    Und dann - war ich einfach froh, dass die in der Gruppe es merken durften
    das ich ehrlich sagen konnte, wie es mir geht und das ich keine Ahnung habe wie es ohne Alkohol gehen soll...

    Ich bin heute auch nur manche Minuten "glücklich"
    aber ich bin die meiste Zeit wirklich *zufrieden*
    und wenn nicht, dann sage ich das, dann kümmer ich mich drum und gucke nach MIR, wie es mir geht.

    wünsche allen einen guten Start in die Woche
    ich trinke auch heute nicht
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Das liest sich nach einem sehr schönen Meeting, Eva ...toll, dass du so eine Gruppe hast!

    Ich weiss nicht mehr so viel aus meiner Gruppe, aber was für mich wichtig war, habe ich verinnerlicht ...
    manchmal waren es nur zwei drei grad passende Worte, die ein wahres Geröll an Gedanken ausgelöst haben
    Obwohl ich ja nun schon einige Zeit nicht mehr in die Gruppe komme, bin ich dankbar, dass ich meine
    Gruppe ziemlich gleich nach der Therapie gefunden hatte.
    Ich durfte wertvolle Erkenntnisse konsumieren, viel Erfahrungen von anderen hören und ich konnte selbstständig mein Leben damit und danach ausrichten.

    Was wichtig war und überlebenswichtig für mich, habe ich nicht vergessen ...anderes habe ich liegenlassen.
    Es würde die Zeit kommen, wo ich vielleicht auch das gebrauchen könnte ...und wenn nicht, so wäre es auch gut.

    Ich habe so viele Menschen kommen und gehen sehen ...einige strahlend, manche bedröppelt ...
    ich habe so viele Lebensgeschichten gehört ...in fast jeder ein Stück von mir wiedergefunden ...
    ich hatte die Möglichkeit, mich trocken neu zusammenzusetzen, neu zu erfinden ...wer hat das schon?

    Und ich durfte erkennen, warum ich früher so vieles gemacht habe, was überhaupt nicht nötig war ...weil es mir gar nichts gab!
    Es hat nur genommen!
    Nichts war ausgeglichen, alles war gekippt ...ich war gekippt und mit mir alles, was in meinem Umkreis war.

    Es waren oftmals nur ein paar kleine Änderungen nötig, um die Dinge völlig neu betrachten oder ansehen zu können ...es taten sich Welten auf, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gab.

    Natürlich ist nicht alles besser geworden ohne den Alkohol, es ist aber 1000 mal besser geworden als mit Alkohol!
    So soll es sein, so kann es bleiben.

    Bloss bitte nicht so heiss, wie es sich jetzt schon anfühlt ...mir rinnt der Schweiss ...

    Meine Gedanken zum Wochenanfang ...lieben Gruss an alle
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo ihr liebgewordenen Bri-lerinnen,

    höchste Zeit auch mal wieder ein hallo hier zu lassen.

    Zitat Zitat von aiaiai7868 Beitrag anzeigen

    Es ist so befreiend und ich kann nur immer wieder schreiben an die newcomer, die hier vielleicht lesen, es ist nach einer Zeit kein Verzicht mehr, sondern GENUSS - mit klarem Kopf aufstehen, durchschlafen, kein ferngesteuertes Weinkaufen oder irgendwelche anderen Zwangshandlungen.
    Das ist so wahr, und wie alle konnte ich mir das anfangs überhaupt nicht vorstellen. Es ist ein Gewinn und kein Verlust.

    Ohne mit dem trinken aufzuhören, hätte ich nie begonnen mich mal ernsthaft mit meinem Inneneren auseinanderzusetzen. Immer wenn es unangenehm wurde, wenn Spannung und Konflikt da waren, wurde das einfach mit Hilfe von Alkohol wieder verdrängt. Und jetzt ist es so, daß ich es endlich mal anschaue und beleuchte. Und das fühlt sich erst mal oft gar nicht angenehm an, aber dann kann wirkliche Heilung geschehen. Deshalb bin ich sehr dankbar, daß ich diesen Weg gewählt habe und ihr habt alle Anteil daran.

    Übrigens hab ich mir gestern diese noom-app auch mal geladen, AI. Ganz hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die unliebsamen Kilos doch wieder los zu werden. Und generell ist alles was süchtiges Verhalten betrifft ja oft für Alkohol und emotionales Essen gültig und wirksam.
    Die Schatten in Deinem Leben sind ein sicheres Zeichen für Licht.

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ach Sturmi, wie schöööön, wir schwingen ja ähnlich. Noom gefällt mir, weil ich da jeden Tag so Denkanstöße bekomme und jetzt mal aus Sicht der Fachfrau, wie sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse einarbeiten ist großartig.
    Der Stil ist manchmal - na ja ---- aber ich bleib dran, ohne jedes Anstrengen sind es jetzt -grad muss ich zählen - 8 kilo - und das ist einfach super, vorher war ich ja auch nicht "dick" aber das Bauchfett hat mich doch sehr gestört. So kann ich bleiben, aber ich werde jetzt die App noch weitermachen.

    Ganz herzlich -

    Ja - Alkohol ist ein Superverdrängungsmittel, er stellt sicher, dass man auf die dunklen Flecken nicht schaut, gilt übrigens für alle Substanzen - durchaus auch für Essen, oder nicht substanzgebundene Süchte
    Internet kann auch dazu gehören oder Shoppen oder auch das gibt es Übermaßig Sport machen.

    Alles Liebe an alle - ist ist ein laaaaanger Weg und er hört nicht auf, aber

    Selbsterkundung ist das wahre Abenteuer, wer sich selbst immer besser kennt, der versteht auch dei Menschen und die Welt immer besser -

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo und gute Nacht,
    lese wieder fleißig mit und bin dankbar für eure Denkanstöße
    Hinschauen oder Verdrängen und Süchte entwickeln, betrifft mich auch.

    In den letzten Tagen war ich zudem sehr nervös, viele Menschen in meinem Umfeld haben grad mit körperlichen oder psychosomatischen Krankheiten zu kämpfen. Neuerdings hatte ich auch öfter mit einem Mann (! /Vorsicht ist angesagt) geschrieben, den ich vor einigen Monaten auch mal getroffen hatte. Nur so, damals ohne Absichten. Jetzt ging es ihm körperlich auch sehr schlecht (extremste Kopfschmerzen) und ich habe gemerkt wie mich das mitnimmt. Heute ging es ihm etwas besser, ein Glück.
    Sowas häuft sich grad bei mir.

    Gute Nacht 🌟

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo ihr Lieben,vielen Dank für eure tollen Beiträge. Eva was du geschrieben hast ,über das sich Sorgen ,kenne ich zu gut. Der Satz; Heute ist das Morgen über das ich mir Sorgen gemacht habe hat mir sehr gut gefallen. Ich neige auch dazu mir Sorgen über das Morgen zu machen. Im Hier und Jetzt leben, ist das was wir können .
    Mir geht es gut und ich habe wieder viel Energie und auch Lebensfreude. Ich plane und arbeite an einigen Dingen.
    Meine Gruppe die ich noch besuche ist einfach nur gut. Selten habe ich so eine gute Gruppe erlebt. Ich bin froh und dankbar das ich das erleben darf.
    Ich drücke euch alle vurtuell und freue mich das es euch gibt. Eure Bella

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Eva,
    dein Text hat mir auch sehr gut gefallen.
    Im Heute zu leben fällt mir nicht immer leicht.

    Wenn ich zurückdenke an Erwartungen an die Zukunft, so sind negative Dinge eingetroffen und Positive. Allerdings veles ganz anders als gedacht.

    Aber die Essenz des Textes soll ja wohl auch sagen, dass man den heutigen Tag schaffen kann, aber nicht mehrere Zeiten gleichzeitig.

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