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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Yessai, danke Dir, Rücken wird gerade schon wieder!

    Zombi, dann sportel ich für Dich mit!

    Habt alle ein schönes Pfingsten!

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Wir haben heute ein Schafsofa und ein Bett bekommen.
    Jetzt bin ich platt, aber auf diese schöne, angenehme Art.

    Wollte ich noch sagen: anfangs konnte ich fast gar nicht schlafen ohne meinen Wein der mich ja Abends entspannen sollte
    (ich habe mich aber meist direkt abgeschossen)
    Da habe ich mir gesagt, auch gut, dann lese ich die ganze Nacht im Netz oder ich gucke einfach TV - bis zum Morgen.
    Ich habe sogar Nachts Schubladen hier aufgeräumt und geputzt, war egal, Hauptsache war für mich : nicht trinken und die Nacht irgendwie rumkriegen.
    nach ca. 2 Wochen habe ich geschlafen wie ein Baby, sogar extrem viel und auch heute kann ich (meist) sehr gut schlafen, das pendelt sich ein.

    Einen kleinen Motivations-Tip habe ich noch
    ich hatte die App, Easys quit

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.herzberg.easyquitsdrinking&hl=de

    viel Spielerei, aber mir half auch das.

    Ab Morgen grüße ich vom See
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Lyanna,
    dein Satz, dass du immer still warst, dich angepasst hast, aber ja eigentlich als "aufrührig" galtest, hat mich auch zum Nachdenken gebracht.

    Ich galt auch nicht als angepasst, hatte viel Streit mit meiner Schwiegermutter.
    Bei ihr bin ich auch nicht eingeknickt.
    Und trotzdem traue ich mich so vieles nicht...

    Wünsche euch auch allen schöne sonnige Pfingsttage ☀️

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Alina61 Beitrag anzeigen
    Lyanna,
    dein Satz, dass du immer still warst, dich angepasst hast, aber ja eigentlich als "aufrührig" galtest, hat mich auch zum Nachdenken gebracht.
    "Eigentlich" war ich ein fröhliches und kommunikationsfreudiges Kind, Alina ...nur zuhause verstummte ich so nach und nach.
    Aus meinem Mund kamen sowieso nur Mist und Dämlichkeiten ...Neugierde war auch nicht angebracht, ich war viel zu doof, um überhaupt irgendetwas zu verstehen.
    "Werd du erstmal erwachsen und dann sehen wir weiter, inzwischen frag nicht so blöd ..."

    Naja, so ist es unter anderem gewesen ...ich jedenfalls bin still geworden, um dann, bei anderen aufzublühen ...

    Keiner kann mir erzählen, dass die Kindheit, Jugend und Erziehung keinen Einfluss auf die jungen Erwachsenen hätte ...
    Es geht auch nicht darum, heute noch jemandem Vorwürfe zu machen ...
    es geht für mich nur darum, es zu erkennen ...erst dann konnte ich meine eigenen Gefühle sortieren und auch aussortieren.
    Ich will mich ja hier gar nicht auskotzen, aber es ist wirklich so: alles hängt mit allem zusammen.

    Ob die "Eltern" nicht konnten, wollten, sich nicht trauten oder wie auch immer ...es war auch nicht die Zeit dazu, damals die Hilfe zu bekommen, wie sie heute angeboten wird.
    Und wenn doch, dann wäre keiner hingegangen
    "Ich geh doch nicht zum Irrenarzt!"
    Punkt!
    So war das damals bei mir als Kind, Jugendliche...psychiatrische Hilfe war "bäh, ihhh, pfui ...da gehen nur Idioten hin"
    Das war seinerzeit die vorgefasste Meinung der meisten Erwachsenen ...und sicher, die Psychiatrien damals waren furchtbar.
    Ich hab mein drittes Lehrjahr in der Psychiatrie gemacht ...

    Ich bin froh, dass es für mich psychiatrische Hilfe zur gebrauchten Zeit gegeben hat und auch noch geben würde, wenn ich sie denn bräuchte ...
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich habe das so verstanden, dass wenn man als Kind klein gehalten/ gemacht wird, tief verletzt, erschüttert, missachtet, verlassen emotional allein gelassen wird ...
    später kompensiert man es, indem man sich Stacheln angelegt hat und sich einerseits stärker wehrt als notwendig, schon bei kleinen Sachen in Rage kommt, weil man sehr empfindlich ist, Angst hat, dass es wieder passieren könnte und anderseits so tut als ob man stark wäre und seine Verletzlichkeit nicht selbst anerkennt.
    Die "Lösung" wäre diese Stachel Hülle abzulegen (zu erkennen, dass sie nur ein Schutz von früher war als Kind und heute nicht mehr notwendig ist, als Erwachsener) und alle Gefühle, auch die schmerzlichen zu zulassen und zu fühlen. Letztendlich sich nicht mehr zurückziehen ins emotionale Schutzhäuschen, sondern gleich sagen was Sache ist, sich offen zeigen, seine Befindlichkeit, Wünsche, Verletzungen im Umgang mit anderen. Das befreit und schenkt einem Kraft.
    Oft kommt die Angst doch noch hoch bei mir, wenn ich das mache, ein Gefühl von Weltuntergang ... diese Angst lasse ich zu, sie ist ja da, darf sein, aber ich hole mir auch ins Bewusstsein, dass ich kein kleines Kind mehr bin und das diese Angst ein Gefühl von früher ist, gehört zum inneren Kind in mir.
    Jetzt, heute, kann ich für mich einstehen, mich zeigen, meine Grenzen zeigen. Und das mache ich nicht um andere zu verletzen oder zu ändern, sondern um mich nicht selbst zu sabotieren, zu hintergehen ... wie damals als Kind, wo ich gezwungen wurde, über meine Bedürfnisse hinwegzusehen oder diese missachtet und getreten wurden. Heute kann ich mit den Konsequenzen leben und sie tragen ganz gleich, was andere dazu sagen oder tun.
    Das kleine Kind trösten und umarmen und schützen, wenn es Angst hat ... es ist ja in Sicherheit, ich passe auf, als Erwachsene.

    so ungefähr ... ist nicht einfach zu erklären ... bin auch müde, werde heute bald ins Bett gehen ...

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    @Zombi
    Also,wie habe ich aufgehört. Ich habe viele ja sehr viele jahre getrunken. Nicht nur getrunken, sondern auch Tabletten geschluckt. Aufhören also Trinkpausen machen konnte ich ohne Probleme. Aber irgendwann fehlte was. Jetzt fragst du sicher, was. Mir fehlte der Rausch, dass Zugedröhnt sein. Also um es klar auszusprechen: Ich war gerne breit. Ausserdem kannte ich ja nichts anderes. Im Elternhaus und im Freundeskreis wurde es ja auch so gemacht. Alle liebten Alk und keiner stellte Fragen. Ich hatte gar keine Motivation aufzuhören, solange der Stoff seine Wirkung zeigte. Zudem hatte ich einen tollen Job, Topfigur, Geld, bei allen beliebt. Also machte Aufhören doch gar keinen Sinn. Ich fühlte mich auch nie als Alki und bin auch nie abgestürzt, ich konnte ja immer wieder aufhören. Ausserdem hatte ich immer das Denken, das das Leben ohne Alk gar keinen Spaß macht. irgendwann veränderte sich aber etwas. Beim saufen stellte sich kein gutes Gefühl mehr ein. Das Aufwärmen ging noch ganz gut, aber das Besoffensein war dann doch irgendwann blöd. Und komatöse Nächte waren auch nicht mehr so prickelnd. Morgens über der Kloschüssel hängend, mit dickem Schädel aufwachen und diesen ekelhaften Geschmack im Mund, das mühsam in Form bringen, das gefühlt eine Ewigkeit dauerte.Ich hatte also prinzipiell nichts mehr davon. Bis ich dann eingesehen habe, dass Alkohol den Tag nicht schöner macht und das ich auch 1 Glas Wein nicht genießen kann, sondern der Druck dann erst richtig kommt,
    gingen viele Jahre ins Land, in denen ich mich krankheitsbedingt auch psychisch veränderte. Also meine Motivation aufzuhören, war dass es mir mit dem Saufen richtig schlecht ging. Ich hab gespürt, dass es so einfach nicht mehr weiterging und das Ich so nicht weiterleben wollte.Ich ging dann zu einer Suchtberatung um mich zu informieren. Nicht wie ich mit dem Alkohol aufhören kann denn das konnte ich ja, sondern nicht immer wieder anzufangen. Ich habe dann eine Therapie gemacht, weil ich mein süchtiges Verhalten ändern wollte (ich wollte nicht wissen, warum und wieso, denn das Kind ist ja schon in den Brunnen gefallen) Heute kommt es mir so vor, dass ich durch das Saufen zwar jede Menge Mist aushalten konnte, aber die wesentlichen Anteile , die mich unzufrieden machten, aus Bequemlichkeit nicht verändert habe. Nichts mehr zu trinken und den Stoff auch nicht mehr zu brauchen, ist ein unglaublich schönes Gefühl.
    Winkewinke

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Einen lieben Gruß an alle. Mir geht es sehr gemischt. Ich trinke nicht, nunmehr seit über zwei Jahren, vor etwas mehr als Zwei Jahren bin ich hier eingestiegen. Es ist nicht damit getan, mit dem Trinken aufzuhören, man muss sich den vielen Veränderungen stellen, die das Nüchternsein mit sich bringt. Das ist mitunter anstrengend, manchmal wunderbar aber man ist aufgebrochen zu einem besonderen Weg. So fühle ich mich zumindest. Ich bin froh, mich in Selbstfürsorge zu üben. Meine Therapie hilft sehr und ich fasse es nicht, was ich alles so weggetrunken habe. Endlich erkenne ich mich selbst als den wertvollen Menschen an, der ich bin, das konnte ich nie.
    Arbeitsmäßig ist die Hölle los, wir haben viel zu tun und haben wohl auch wenig Verluste Während des Lockdowns eingefahren.
    Gesundheitsmäßig ist alles schwierig, bin ein orthopädisches Wrack ( zumindest fühle ich mich so) aber ich bleibe dran und suche weiter nach guter Hilfe.
    Ich lese hier momentan nur sporadisch mit, da ich abends immer so müde bin Und wie gesagt viel arbeiten muss.
    Aber ein Urlaub ist in Sicht
    Ein schönes Pfingstwochenende wünsche ich Euch
    Kernobst

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Winkewinke ich bedanke mich ganz herzlich für Dein Post
    Ich kann mich auch da ein Stück weit wieder erkennen.
    I did it my way

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke winkewinke für deine post .... Ja, ich erkenne mich auch, wahrscheinlich tut es jeder. Ich kenne niemand der aufgehört hat, weil es ihm beim übermässigen Trinken und dessen Folgen so gut ging.
    Ich versteh jedoch gerne woher, wieso, weshalb etwas geschehen ist, damit ich aus den Fehlern lernen kann und sie nicht wiederhole. Mir hilft es, zu wissen warum meine Bremse kaputt gegangen ist, dann kann ich besser aufpassen auf die anderen Teile.

    Liebe Kerni dir herzlichen Glückwunsch zu deinen zwei jährigen und gute Gesundheit ! Schön das du bald Urlaub hast, ich freue mich auch darauf ... Erholung, Tapetenwechsel, hurra

    Schönen Abend weiterhin

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Eva, wie ist es am See ? Viel los? Nette Leute drumherum ? Kann man schon baden ?

    Im Wald sind heute die Mülleimer überlaufen, voller Bierdosen und Flaschen gewesen und auch schon früh am Morgen liefen welche in „Party Stimmung“ umher, was nicht gerade nach Glück aussah ... ist mir nur mal wieder aufgefallen.
    Bin froh, gehörte ich nicht dazu

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