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  1. Inaktiver User

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ja, er ist ein "Held". Aber jeder der das schafft ist auch einer. Also auch du und alle anderen. Also feiere jeden Tag mit Gänsewein.

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe PE, ich danke dir für dein Post, jetzt kann ich mich ein bisschen besser in deine Lage versetzen ...
    Hast du denn nach deinem Rückfall fachliche Unterstützung bekommen oder sie dir geholt?
    Das würde ich dir sehr gern empfehlen ...du bekommst sie auch in Gruppen ...wobei geguckt werden muss, ob die jeweilige Gruppe zu einem passt.
    Ich bin da geblieben, wo ich mich wohl gefühlt habe, das war meine erste Gruppe.
    Aber ich bin dennoch bei vielen anderen Gruppen gewesen, um zu schauen, was es so alles gibt.
    Die erste Gruppe hat mir halt am wohlsten getan und so ist es geblieben, bis ich dann nicht mehr hinkommen konnte.
    Anfangs hab ich meine Gruppe sehr vermisst, inzwischen habe ich mich dran gewöhnt, allein mit mir klarzukommen.
    Wenn es mir nicht gut geht, dann schreibe ich hier ...wenn mir auch keiner helfen kann, so weiss ich aber, dass ich gehört werde.

    Ja, die Sache mit den Kindern kann schon weh tun ...doch deine Kinder sind doch schon erwachsen ...
    loslassen ist da die Devise, anders geht es gar nicht, wenn Muttern nicht ewig im Kreis des Aufpassens und Glattbügeln sein will.
    Klar, für manche ist es eine Lebensaufgabe, sie können nicht anders ...aber das LOSLASSEN lässt sich lernen.
    Das ganze Leben besteht letztendlich aus Loslassen ...
    nicht nur die Kinder!
    Du kriegst das auch hin, da bin ich mir fast sicher.

    Ja, die Suchtkranken, erstmal feiern sie sich selbst,(das ist ein gewaltiger Schritt in die Genesung!) und die Anerkennung, die von Aussen eben nicht kommt, geben sie sich selbst (vor allem in den Gruppen).
    Die Angehörigen müssen selbst was für sich tun!
    Irgendwann ist es dann auch möglich, beide Seiten anzuerkennen und zu feiern ...wenn beide Seiten tätig geworden sind.
    Ich habe noch keinen erlebt, bei dem es vorher geklappt hätte ...da bestand das Leben überwiegend aus gegenseitigen Vorwürfen und Schuldzuweisungen bis jede Seite es erfahren konnte, was und wie etwas beim anderen abläuft und dass Ängste und Misstrauen bei den Angehörigen ziemlich "normal" sind.
    Weil: sie erfahren ja auch, dass Alkoholismus nicht heilbar ist, sondern nur zum Stillstand gebracht werden kann.

    Das Leben kann "trocken" noch sehr lang, schön, spannend und aufregend werden und 1000 Dinge können einen Rückfall auslösen oder beschleunigen.
    Davor ist keiner gefeit!
    Keiner!

    Umso schöner, wenn wir es hier schaffen, uns zu stärken, auszutauschen mit allem Für und Wider, um zu lernen und erfahren, wie und das manche Dinge eben nicht passieren müssen.

    In diesem Sinne erstmal ...Schwiso holt mich gleich ab, Enkel möchte Geld für sein Auto,(hatte ich ihm versprochen, jetzt hat er einen Mini) Tochter schneidet mir die endlos langen Haare ab ...
    na, das wird ein Muttertag ...

    Bis später oder demnächst
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Bella,
    ich freue mich seit geraumer Zeit jedesmal, wenn ich deine Posts lese ...sie klingen gut und so sicher.
    Du weisst, was du willst und was du nicht willst, toll
    Ich finde das klasse ...und lerne von dir, wie es auch gehen kann!
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, er ist ein "Held". Aber jeder der das schafft ist auch einer. Also auch du und alle anderen. Also feiere jeden Tag mit Gänsewein.
    Ja, Mailin, wir sind "Helden des Alltags" und geradezu prädestiniert, unsere Erfahrungen weiter zu geben ...
    seien sie gut oder auch richtig schlimm.

    Manchmal denke ich: Einsicht ist der erste Weg der Besserung ...ich wiess keinen anderen Spruch dafür.
    Jawoll, Gänsewein!
    Ich hab Glück, mein Nachbar bringt mir Gänsewein mit ...er jeden Tag ein Sixpack Bier (hab ihn noch nie angetrunken erlebt)
    und für mich ein Sixpack Wasser
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Liebe PE, ich danke dir für dein Post, jetzt kann ich mich ein bisschen besser in deine Lage versetzen ...
    Hast du denn nach deinem Rückfall fachliche Unterstützung bekommen oder sie dir geholt?
    Das würde ich dir sehr gern empfehlen ...du bekommst sie auch in Gruppen ...wobei geguckt werden muss, ob die jeweilige Gruppe zu einem passt.
    Liebe Lyanna, ab 2011 habe ich die Gelegenheit, Termine bei einem Arzt der hiesigen Suchtklinik wahr zu nehmen. Anfangs alle zwei Wochen bis jetzt zuletzt nur noch jährlich. Die Gespräche dauern 20 Minuten und wir haben über das gesprochen, was aktuell anlag. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich damals eine Reha nicht bekam, und auch heute nicht bekomme. Psychotherapeuten für eine ambulante Therapie behandeln hier in der Gegend niemanden gerne mit Suchthintergrund. Aber ich war mit der Lösung, die ich gefunden hatte, sehr zufrieden. Ich hatte ja auch die Möglichkeit, bei akuten Problemen anzurufen und einen sofortigen Termin zu bekommen.
    So war ich über meine Fortschritte, die ich in dieser Zeit gemacht habe, sehr zufrieden. Zu meinen Jungs hatte ich wieder ein harmonischeres Verhältnis, auch wenn deren Zeit es nicht zuließ, dass wir uns oft hören oder sehen konnten.
    Die eskalierte Situation um Weihnachten ist ein großer Rückschritt gewesen. Ich habe sofort einen Termin bei meinem Arzt vereinbahrt und darüber gesprochen.
    Dann kam Corona.
    Jetzt geht hier noch nichts, es finden auch von keiner Institution Gruppen statt. Ich helfe mir ein wenig online.
    Bei allen Ärzten, zu denen ich auch aus verschiedenen anderen Gründen noch gehen muss, stehe ich auf der Warteliste für noch mindestens zwei Monate.
    Natürlich nicht, falls ich irgentwie akut erkranke, dann geht was.
    So lange bin ich aber noch Einzelkämpfer. Es stagniert.

    Aber was sage ich, dies geht ja jedem hier im Moment so und sehr viele von uns haben da momentan weitaus größere Ängste und Sorgen.
    Ich bewundere Eure Tapferkeit und Beharrlichkeit!!!
    Und danke Euch sehr für die vielen wunderbaren Gedanken und Hilfestellungen, die ich hier erfahren darf.

    Habt noch einen schönen Tag!

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe PE,

    du machst alles gut ...ich habe diese Pandemie vergessen und dass sich alles geändert hat, sorry.
    Du schreibst hier, und vielleicht ist dir dieser Strang ein bisschen eine Stütze, wenn es dir nicht gut geht oder auch zuuuu gut ...
    Nutze ihn für dich, so wie du kannst und magst.

    Obwohl ich nun schon so lange hier mitschreibe, empfinde ich diesen Strang irgendwie "magisch" ...er hilft und unterstützt beim Heilen, wenn jemand das möchte ...

    ;blumengabe:
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo zur Nacht ... viele interessante Themen habt ihr angesprochen ...
    mag was zu den Angehörigen schreiben
    Ich erlebe bei meinen Angehörigen keine Kontrolle, keine verdächtigen Blicke, vielleicht merke ich es auch nicht. Ich musste eher vehementer darauf bestehen, dass kein Alkohol im Haus ist ... vor allem im ersten Jahr kam es immer mal wieder vor, dass ich Alkohol fand, zufällig... ein geschenkte Flasche die in einem Schrank gesteckt wurde oder vom erwachsenen Sohn der sich ein Getränk zum kühlen im Kühlschrank tat. In sein Zimmer waren auch noch manchmal Flaschen. Habe lange und immer wieder erklären müssen, dass ich das partout nicht haben möchte, in meinem Haus. Heute ist es endlich verstanden, von allen.
    Erwachsene Angehörige die mein Konsum mitbekommen haben, waren wohl selbst irgendwie bedürftig und hilflos. Ich habe nicht verstanden, wieso derjenige es sich antut.... aus Liebe und Sorge allein? Weil er nicht anders kann oder weil er davon was hat, wie ich vom Alkohol was hatte ... dachte ich zumindest damals. Ich habe oft gedacht, wenn es andersrum wäre, und ich die Angehörige, ich wäre gegangen, hätte mir das nicht angetan. Schon seltsam verrückt. Ob ich es denn auch gemacht hätte? Werde ich nicht wissen, dafür muss ich in die Situation erst kommen. Ich war es als Kind, aber da konnte ich nicht weg. Ich denke es ist ein Unterschied, ob die Angehörigen erwachsen sind oder nicht.
    Nachdem ich aufgehört habe, wurde mir klar, dass sich jeder selbst finden muss, beide erwachsene Parteien sozusagen. Beide müssen erst gesund werden, jeder für sich, damit man sich auf einer neuen, heilen, unabhängigen Ebene treffen kann. Ich wollte Abstand, brauchte ihn um mich zu finden, zu lernen wer ich bin, ohne Alkohol, ohne Beziehung. Da bin ich immer noch dran und werde es bleiben ... keine Ahnung wie lange. Mein Gefühl wird es mir schon flüstern, hoffe ich mal.

    Und da denke ich an das was du geschrieben hast Zombi, dass mit meinem Gefühl vertrauen, auf mich achten, Selbstliebe oder bin ich zu egoistisch, schroff ... schriebst du ungefähr.
    Das fällt mir auch schwer, jedoch ... ich weiss mein Barometer schlägt meistens in die Richtung des anderen,
    mein erster Impuls ist an den anderen zu denken, seine Bedürfnisse, Wünsche etc. wahrzunehmen und erfühlen wollen,
    daher glaube ich, noch kann ich nicht zu egoistisch sein ... ich lerne gerade und immer noch meine zu spüren, zu äussern und auch durchzusetzen.

    Lyanna, sind die Haare noch lang genug um einen Zopf zu binden ? Oder hast du einen neuen Haarschnitt

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Bella, ich finde deine Entwicklungsschritte sehr deutlich, prägnant oder wie soll ich sagen, beeindruckend ...
    Vor allem auch deine Befreiung von der Freundin, die dir nicht mehr gut tat. Das ist ein grosser Sprung gewesen, für dich einzustehen. Und er war sicher sehr schwer für dich. Vielleicht ist es heute noch schwer.

    Ich bin sicher, jede hier, macht solche Schritte, nur nicht jede schreibt davon ... was eigentlich schade ist.
    Wir sind alle auf dem Weg zu uns, auf dem Weg uns zu heilen, jeder auf seinem, mit seinen persönlichen und einzigartigen Besonderheiten, wie jeder Mensch, ja jedes Wesen auf dieser Erde.

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ja Yessai, selbstverständlich sind die Haare noch lang ...ich kann mir einen "Lillyzopf" binden.
    Kennt den noch jemand unter diesem Namen?
    Lilly war eine Art Comicfigur ...ich weiss nicht mehr, in welcher Zeitung ...
    und ihr Pferdeschwanz war echt gut....der wippte immer ...

    Ich kann noch alles mit meinen Haaren machen, was ich möchte.
    Es ist aber eine ganze Menge abgekommen.
    Würde ich einen Kurzhaarschnitt haben wollen, müsste ich mir einen anderen Friseur suchen, sagt meine Tochter.
    Sie macht mir das nicht ...die Jammerei hinterher möchte sie nicht hören.

    Ausserdem kennen meine Kinder mich nur mit langen Haaren ...
    beim Kurzhaarschnitt wäre ich ja auch extrem ...ich würde einen raspelkurzen Schnitt haben wollen und dann weissblond gefärbt ...
    Das wollte ich schon als junge Frau mal haben, ich fand aber keinen Friseur, der das gemacht hätte ...
    das ginge nicht bei meinen Haaren....feuerrot und damals noch sehr dick ...
    Und da ich es niemals gesehen habe, wie es bei mir aussehen könnte, existiert der Wunsch immer noch.
    Doch heute bin ich sehr zufrieden ...es war überhaupt ein sehr schöner Muttertag ...
    ein Tag wie jeder andere ...aber irgendwie besonders.

    Wie hatten heute auch das Thema, was hier aufgetaucht ist ...die Angehörigen und deren Familienmitglieder,
    die in Bezug auf Alkohol ziemlich "unbefleckt" sind.
    Einen Kater, auch einen hefigeren, hatten sie alle schon mal ...

    Dauertrinken ist so nicht bekannt ...schon gar nicht, wenn "man" nicht anders kann.
    Wie gesagt, es war ein sehr sehr schöner Tag
    Solche Tage wünsche ich mir öfter mal ...aber vielleicht war er so besonders, weil er einzigartig war?
    Es ist immer JETZT

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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Wie schön, das freut mich für dich !

    Ich hatte auch immer lange Haare, so 40 Jahre lang ... dann hat mich ein Friseur überzeugt oder eher überredet, wie toll ein Kurzhaarschnitt mir stehen würde. Und ich habe mich danach nicht mehr erkannt und mich gar nicht wohl gefühlt, obwohl es mir scheinbar stand, aber ich gefiel mir nicht. Seitdem wachsen sie und ich schneide sie nicht mehr kurz, gehe gar nicht mehr zum Friseur, sondern schneide die Spitzen selber und auch mal was am Schnitt. Einmal gebrannt, lass ich es jetzt lieber. Nur mal so, wegen von lang auf kurz, wie es mir dabei ging ...

    Gute Nacht sag ich und dir noch schöne Rückblicke auf den heutigen Tag

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