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  1. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ja, das stimmt, Lyanna, ich will nicht vergessen .... wie könnte ich auch vergessen, es ist ja in mir gespeichert. Und doch gab es Momente, Gedankenblitze in mir, in denen in dachte, vielleicht war ich doch nicht „so süchtig“, sondern habe nur missbräuchlich getrunken .... weil in der relativen kurzen Zeit, seit ich nicht mehr trinke, gab es nur sehr, sehr wenige Situationen in denen ich ans trinken gedacht habe oder starken Trinkdruck hatte und dagegen kämpfen musste, obwohl es wirklich reichlich mögliche Auslöser, Trigger gab, in denen ich früher sicherlich getrunken hätte. In solchen Momenten erinnere ich mich dann an so manche Sauf Geschichten, wo ich mich ins bodenlose weggetrunken habe ... und dann weiss ich wieder, dass ich nicht nur missbrauch getrieben habe, oh nein ... das war nicht mehr schön, nicht normal, das war jenseits von alldem.
    Ich kann gut verstehen, wenn es jemand nicht gut tut, sich dauernd damit zu beschäftigen... mach ich ja auch nicht, im Alltag denke ich nicht dran, ausser mir wird was angeboten, was aber selten vorkommt. Die wichtigen Menschen in meinem Leben wissen, dass ich nicht trinke. Ich habe aber mal gelesen oder gehört, dass es ein ungutes Zeichen ist, im Sinne von hin zum wieder trinken, wenn man es vernachlässigt sich mit seiner Sucht zu beschäftigen. Ich weiss nicht, ob das so für jeden stimmt, aber die vielen Rückfälle die es so gibt, aus Leichtfertigkeit, Vergesslichkeit oder aus dem Glauben oder der Hoffnung es im Griff zu haben, stimmen mich nachdenklich und raten mir zu Vorsicht. Lieber tue ich was dafür, täglich oder alle paar Tage, je nach Zeit und Möglichkeit. Das ist mir einfach wichtig. Gut, ich könnte auch immer wieder in meinen Büchern über Alkoholkonsum durchblättern oder hier nur mitlesen, wenn dann jemand schreibt, aber das ist mir zu langweilig, zu passiv. Ich bin gerne mit dabei, am schreiben, mir macht es auch Freude. Und ich lerne immer wieder was dazu, indem ich mich mit diesen oder jenen auseinandersetze. Ich lerne gerne

  2. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Und wenn ich auch "nur" missbräuchlich getrunken hätte, verfolge ich den Gedanken weiter und ich hätte weiter getrunken, dann wäre ich ja wieder beim süchtigen trinken gelandet ... zu schmal ist der Pfad zwischen Missbrauch und Sucht. Daher bin ich dankbar und glücklich es geschafft zu haben nicht mehr zu trinken. Wie Zombi sagt, es stand kurz vor 12 bei mir ... oder so ähnlich.

    Mitmirnicht bist du noch dabei? Wie geht es dir? Schreibe doch einfach, wenn dir danach ist, warte nicht, dass jemand nach dir fragt. Du tust es für dich, für keinen anderen. Schreiben hilft, sich auszutauschen hilft enorm am Anfang, mehr als ein Buch es jemals kann ... meine Meinung. Hier bist du nicht allein, sondern viele teilen deine Sorgen und verstehen dich, haben gar ähnliches durchgemacht.

    Ich denke auch an viele andere, die vor Wochen, Monate und Jahre hier geschrieben haben und sich mit ihren Alkoholkonsum auseinandergesetzt haben. Ich hoffe, dass sie andere Wege gefunden haben oder im stillen eine Lösung gefunden haben, vielleicht auch schon lange abstinent leben können. Ich frage nicht mehr nach jedem einzelnen, wer will meldet sich sowieso und wer nicht, der eben nicht... alle sind wir gross.

    Und weil Ostern naht, wünsche ich mir auch mal was zu Ostern, gell liebe Lyanna ... ist dein Spruch
    Bist du fündig geworden mit der Sitzbadewanne ?

    Gute Nacht, schlaft gut und träumt was schönes


  3. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von yessai Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt, Lyanna, ich will nicht vergessen .... wie könnte ich auch vergessen, es ist ja in mir gespeichert.
    Genau das meinen die meisten Menschen ...es muss doch mal vorbei sein!
    Ist es auch, und dennoch ist es auch wichtig, sich zu erinnern ...es wird leider zu schnell bagatellisiert oder vergessen.
    Meine Gruppe fand einmal in der Woche statt.
    Mir hat das anfangs gereicht, um nicht zu vergessen.

    Allerdings kamen ja auch noch ganz andere Sachen hoch, die nichts oder nur am Rande mit Alkohol zu tun hatten oder haben.
    Die waren so schwerwiegend für mich, dass ich fast dran erstickt wäre, wenn ich nicht die Möglichkeit gehabt hätte, sie irgendwie loszuwerden, nicht nur am angesetzten Gruppentag.
    So bauten wir damals einen internen Gruppenkreis auf und halfen uns untereinander, indem wir uns nur zuhörten.
    Und lernten, lernten, lernten ...
    Es ist immer JETZT

  4. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen!
    Ich lese und schreibe (nicht so viel zur Zeit) hier, weil ich auch nicht vergessen will, wie das mit dem Trinken mal war bei mir. Und, weil ich froh bin, dass es mir so gut wie möglich geht mit meiner Abstinenz, mit dem klaren Kopf und ohne tägliche Vergiftungen.

    Ich brauche es, mich mal intensiver und mal weniger mit der Sucht zu beschäftigen, denn auch wenn ich manchmal gerne einen Ausschalter für meine Gefühle hätte, mit Alkohol kann das nicht funktionieren. "Hinwendung zum Nichts", das ist so treffend. Und das will ich nie mehr erleben.

    Und ich lese und schreibe, weil mir die Menschen hier wichtig geworden sind, der Strang mein Leben positiv verändert, eigentlich umgekrempelt hat, und auch, weil ich erzählen möchte, dass es sich auf jeden Fall lohnt, ohne Alkohol zu leben.

    Es wird nicht alles gut, aber vieles besser. Ein schöner Spruch aus meiner Therapie.

    Schönen Feiertag uns allen!

    LaCraca

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