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  1. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen
    Mein Vater hat mich heute Morgen überrascht. Wir telefonieren ja jeden Morgen und von eins zum anderen, sagt er zu mir, er habe in der Reha nach einem Herzinfarkt gelernt, er soll seine Gefühle rausschreien ... darum also wird er des öfteren laut. Und ich dachte immer dass sei seine Art, er könne halt nicht anders

    Eva, ja, das Leben ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle und der Ereignisse ... es geht immer rauf und runter, idealerweise mit Zwischenstopps, Erholungsphasen. Wenn wir aber auf längere Zeit immer nur mit hochgeschwindigkeit unterwegs sind, den Zug nicht anhalten können, um mal auszusteigen und Kraft zu tanken wird es für uns als Suchtkranke gefährlich. Auch wenn ich weiss, dass ich nicht trinken kann und ich auch nicht trinken möchte. Das Suchtgedächtnis lauert jederzeit im Hintergrund und kann genau dann zuschlagen.
    Für mich ist es enorm wichtig immer wieder mal anzuhalten und zu schauen, wie es mir geht, mit dem was ich mache. Warum und wofür mache ich etwas und wo fühle ich mich überfordert. Oder mute mir zuviel zu, habe zu viele Baustellen auf einmal ... Dann kann ich mich hinsetzen und mir eins nach dem anderen anschauen, in Ruhe. Und ich kann mich entscheiden, Dinge loszulassen, die meiner Trockenheit gefährlich werden können oder gar schon sind. Ganz alleine aus diesen Grund. Weil meine Abstinenz an höchster Stelle steht, über alles andere. Und ich meine wirklich alles andere. Wenn ich wieder trinke, bin ich allein verantwortlich dafür.
    Dinge um mich und solche die mich betreffen passieren einfach, ob ich wie so will oder nicht, dieser Ausnahmezustand jetzt, genauso wie wenn ich von jetzt auf gleich verunglücke und im Rollstuhl gelähmt bin oder eine schwere Erkrankung bekomme und mein Leben an einem goldenen Faden hängt und sich alles in meinem Leben ändert...und nichts ist mehr wie früher. Ausser dass ich immer noch die Abstinenz an oberster Stelle stehen habe. Ich habe vieles überlegt, hatte Phasen wo ich mit meinem Sohn nicht klar kam und habe klar gesagt, wenn das so weitergeht, gehe ich oder er.. Auch mein Job, den ich liebe, hat mich einen Weile sehr überlastet ... ich habe vieles geändert und es wurde besser. Wäre dies nicht eingetreten, hätte ich mir was anderes gesucht.
    Es gibt nicht viel, was ich im Leben wirklich kontrollieren kann. Meines Erachtens ist dies eine Illusion. Die Kontrolle zu haben, immer und jederzeit ist unmöglich ... so wie eine alkoholkranker den Alkoholkonsum nicht kontrollieren kann. Ich kann vertrauen haben und es annehmen, so wie es ist, ist es einfach.... wessen Willen auch immer es ist, es ist geschehen und ich nehme es an und schaue was ich damit machen kann, wie ich damit weiter trocken, zufrieden und auch glücklich leben kann. Ich kann nur im kleinen Sorge tragen, dass ich trocken bleibe und alles dafür tue, damit es so bleibt. Auch wenn ich dabei anderswo Verluste und Schmerz ertragen muss ... ohne geht es nicht, zumindest nicht in diesem Leben. Und auch diese vergehen und was neues wird entstehen, neue Freuden und neue Schmerzen.... alles fliesst ineinander, alle Flüsse fliessen ins Meer oder in den Ozean.... Das ist für mich schwimmen mit dem Fluss, mit den Wasser, so wie es kommt, lass ich mich tragen und schwimm mit. Ich kann nur oben bleiben, hier und da was steuern, wenn ich trocken bleibe.

  2. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Lyanna ,erstmal danke für deine Zeilen. Komischer Weise kommen mir diese Gedanken immer in Ruhephasen. Nein ich müsste schreiben die Gefühle. Das ich es etwas auslaufen kann ist schon mal eine gute Idee. Ich habe nur das Gefühl ich sollte das Seil kappen. Beruflich passt es sehr gut. Auch wenn ich mir vornehme z.B. Nein ich fahre nicht mit ihr in den Urlaub ,habe ich das Gefühl wenn ich bei ihr bin das ich einfach überstimmt werde. Ich weiss das ich es selber in der Hand habe.
    Im letzten Jahr war ich ja in der Reha. Das war sehr gut. Wir hatten vorher eine Woche wandern ausgemacht und ich wollte es absagen,weil ich das Geld nicht hatte.
    Sie hat mir angeboten es vorzustrecken. Ich habe gegen meine Prinzipien gehandelt und zugesagt. Ich habe schon einen Teil dieser Reise zurück gezahlt.
    Das restliche Geld wollte ich abarbeiten. Nun ist die Coronakrise dazwischen gekommen. Nun hat sie mir 2x gesagt das sie das Geld braucht. Ich habe es ihr überwiesen.
    Sie braucht es nicht . Sie ist sehr wohlhabend. Nun gut. Sie sagte sie wolle erstmal ihre Schulden eintreiben. Das hat mich verletzt . Ich fühlte mich so mies dabei.
    Nie wieder werde ich mir von irgend jemanden was leihen. Vor allem für Luxus.
    Ich trinke nicht aber ich hätte mir gerne die Kante gegeben ,weil ich die Scham über mich nicht aushalten wollte.
    Ich sollte auch etwas in ihrem Namen verkaufen. Ich bekomme 10% . es ist aber niemand da der es haben will. Ich werde auch niemanden bedrängen. Ich schicke ihr die Sachen einfach zurück.
    Ich muss das einfach mal loswerden ,weil ich merke das bei mir sich ganz viel vermischt.
    Yessai was du geschrieben hast ,ist nochmal der Blick auf das grosse Ganze. Nicht so klein klein. So habe ich es verstanden.
    Danke fürs Lesen und Antworten. Das hat mir scho viel gebracht. Eure Bella

  3. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich habe mal eine Frage an euch ,weil ich grade sehr viel drüber nachdenke. Was ist eine gute Freunschaft? Ich kann mit dem Begriff beste Freundin nicht viel in meinem Leben anfangen.

    Meine Freundinnen sind sehr unterschiedlich und ich mag so wie sie sind. Damit es mir gut geht in Freundschaften brauche ich immer eine gesunde Distanz und ein Nähe die mich nicht einengt.
    Ist das wirklich so, das man für LIebe die man bekommt auch in Freundschaften ,nichts tun muss. Da bin ich mir nicht sicher. Zumindestens bei der Freundschaft die ich hier beschrieben habe.
    Ich fühle mich zwar manchmal einsam,aber ich fühle mich nie alleine. Wir sind alle ein Universum.
    Ich hoffe das meine Gedanken und mein Herz zur Ruhe kommen.

  4. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Bella, nur kurz von mir ...
    beste Freundin, da versteht wahrscheinlich jeder ein bisschen was anderes drunter, je nachdem was einem selbst wichtig ist ...
    ganz spontan sage ich, was mir wichtig ist: ich fühle mich wohl mit ihr, verbringe gerne Zeit mit ihr, bin für sie da und sie für mich, ich vertraue ihr, kann ihr alles bedenkenlos erzählen, kann lachen, weinen, schweigen mit ihr, muss mich nicht gross erklären, da wir auf eine Wellenlänge sind, Harmonie bestehet zwischen uns, geben und nehmen ist in Balance über die Zeit, wenn wir uns lange nicht sehen, ist es bei der Wiederbegegnung sofort vertraut und selbstverständlich, kurz und gut, wenn mein Herz lacht und strahlt, aber auch weint und mitfühlt und nur das beste für sie will ... und das gegenseitig

    Gute Nacht ... bin hundemüde und muss morgen früh raus

  5. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Yessai,danke erstmal für dein Feedback. Schlaf gut


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Mir sagte mal eine Frau, deren Meinung mir sehr wichtig war und immer noch ist:
    Frag dein herz: singt es oder sinkt es?
    Und dann entscheide.
    Die beste Freundin muss nicht immer die beste Freundin bleiben ...

    Ich selbst habe mich aus einer 40jährigen Freundschaft zurückgezogen, nachdem da keine klaren Grenzen mehr bestanden.
    Sie beschimpfte mich, liess ihren Frust schon lange an mir aus ...ich fühlte mich nicht mehr wohl mit ihr, und um keinen Zoff zu haben, nahm ich nur hin ...wenn sie weg ging, ging es mir überhaupt nicht mehr gut ...
    bis es eines Tages, aus heiterem Himmel ekalierte.
    kein grosser Krach, kein Gezeter und Beschimpfe ...
    ich habe verlangt, dass sie sich entschuldigt ...sie tat es zähneknirschend (das ist nicht so ihr Ding, nie gewesen)
    und seit dem Zeitpunkt sehen wir uns vielleicht 3 x im Jahr.
    Mir wäre es auch egal, wenn sie nicht mehr käme, aber sie hat ihre Meckerei wahrscheinlich etwas besser im Griff.
    Was mir zuviel ist, lass ich mir nicht (mehr) gefallen ...dann bleib ich lieber allein, ich komme auch gut mit mir zurecht.
    Von anderen Freundinnen hab ich mich auch zurückgezogen, einige sind verstorben, andere haben ihre Familien, sind auf Reisen oder sind Rentenr und kümmern sich um die Verwandschaft.
    Dazwischen fühle ich mich nicht wohl ...
    ich gucke immer, wie es mir mit der oder der Situation gehen könnte:
    Singt mein Herz oder sinkt es?
    Für mich ist das ein gutes Barometer auch für andere Situationen.

    Aus diesen (beendeten)Freundschaften konnte ich eine Menge für mich lernen ...das hätte ich nicht gekonnt, wenn die Freundschaften heute noch in voriger Form bestehen würden ...nur duch Reibung konnte was Neues für mich entstehen.

    Ansonsten schliesse ich mich Yessais Worten an ...
    Es ist immer JETZT
    Geändert von Lyanna (07.04.2020 um 22:05 Uhr)

  7. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke Lyanna,nein mein Herz singt nicht mehr. Ich werde erstmal auf Abstand gehen. Ich werde keine Energie mehr reinstecken. Ich habe auch erlebt das sich Freundschaften verändern.
    Aber es gibt auch neue gute Beziehungen.
    Das gehört wohl zu Trockensein dazu. Ich merke das ich mir nicht mehr alles gefallen lasse. Aber nicht so wie früher. Es gibt kein Gezeter mehr. Die Bedürftigkeit hat nach gelassen.
    Ich komme gut mit mir zurecht und genieße meinen klaren Kopf. Ich bin jeden Tag dankbar das ich nicht mehr trinken muß.
    Früher habe ich mir die Gefühle weg getrunken . Heute bleiben sie da bis ich eine Lösung habe.


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    nichts ist wichtiger als seine Gedanken und Gefühle auszusprechen
    mitzuteilen und sich zu öffnen

    und wenn das "einfach" heisst: ich habe Angst...

    Konntest du das von Anfang an, Eva?

    Ich nicht, ich habe es lernen müssen, ich hätte mich sonst nie getraut.
    Es ist mir dann nicht schwergefallen, und erst da habe ich gemerkt, was für eine Last ich mit mir rumgeschleppt habe ...

    Als Kind hatte ich zu schweigen, nur reden, wenn ich gefragt wurde ...ich habe trotzdem geredet, und das war dann ungezogen, und ich musste an den Katzentisch ...mit Lätzchen ..wie demütigend
    Nur Babys oder Kleinkinder sabbeln dazwischen ...

    Als junges Mädchen hielt ich mich zurück, weil ich schnell merkte, dass darüber nicht besonders freundlich gesprochen wurde ...damals.
    Es war noch nicht die <Zeit, sich zu öffnen.
    Als Ehefrau in den 60.igern schluckte ich alles, was ich fühlte oder auch nicht, herunter ..Alkohol half mir dabei ungemein ...
    Es war immer noch nicht die Zeit, sich zu öffnen ...damit machte "man" sich angreifbar.

    Ich war erst ab den 90igern fähig, meine Gefühle und Schwankungen halbwegs in Worte zu fassen, es war ein Gestammel und kaum verständlich ...
    ab Mitte der neunziger Jahre ging es schon besser und dann legte ich los, egal, ob ich mich angreifbar oder auch vielleicht lächerlich machte ...
    es war mir schon ansatzweise egal ...
    und für mich war es die Zeit, mich zu öffnen.

    Das behalte ich bis heute bei, und die Menschen, die mit mir zu tun haben, tun es auch ...so nach und nach fällt es ihnen leichter und fast jeder sagte, dass es ihm gut tut ...das hätten sie nicht gedacht.

    Meine gedanken behalte ich gelegentlich auch zurück ...irgendwann wird der passende Moment kommen, dass ich sie loswerden kann.
    Ist bislang immer so gewesen ....freches grinsen:
    Es ist immer JETZT

  9. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Lyanna, das war ja ganz schön grausam mit den Lätzchen und Katzentisch ... so gemein. Umso schöner zu sehen, zu lesen, wie du dich entwickelt hast im Laufe der Jahre, wie offen , klar und direkt du dich jetzt ausdrücken kannst, deine Gedanken und Gefühle beschreiben kannst. Einfach schön! Die Initialzündung dazu, war die Therapie nach dem Entzug und die Erfahrungen, der Austausch in den Gruppen, nehme ich an. So kam es ins Rollen und je mehr du dich getraut hast und gemerkt, es tut mir gut, nichts schlimmes passiert mehr ... es folgten keine Demütigungen mehr an Katzentischen, sondern ganz im Gegenteil, es befreite, machte leicht und fühlte sich gut an. So ging es mir jedenfalls. Ich habe manches auch erst lernen müssen, viel später. Vielleicht geht es auch jeden so ähnlich.
    Ich war als Kind und junge Erwachsene sehr schüchtern und behielt meine Gedanken bei mir. Meine Gefühle waren sehr extrem, schwankten sehr stark, aber häufig konnte ich sie gar nicht einordnen, wusste nicht, ist das jetzt richtig was ich fühle, was ich denke, wie ich mich verhalte. Ich glaube, ich habe zu sehr auf die Reaktion der anderen gespickt und mir Gedanken gemacht, was die anderen wohl von mir erwarten, wie ich mich zu Verhalten habe, damit es ihnen gefällt. Ganz schön verrückt, finde ich heute. Aber auch interessant zu beobachten, wie man sich selbst entwickelt hat, im Laufe der Jahre. Und vor allem nach dem Entschluss nicht mehr zu trinken. Da gab es bei mir nochmals einen grossen Schubs nach vorne.

    Wo seit ihr alle ? So beschäftigt oder so entspannt oder ... keine Ahnung, ich weiss es ja nicht.
    Mir ging die Frage durch den Kopf, warum schreibe ich hier und habe mich gefragt was bewegt euch wohl dazu zu schreiben ?
    Anfangs war es ja klar, ich wollte aufhören zu trinken und lernen ohne Alkohol zu leben ... da habe ich sehr viel Unterstützung hier bekommen. Ich habe gelernt, mich auszudrücken, meine Gedanken und Gefühle Raum zu geben, sich zu entfalten. Habe gelernt, nichts persönlich zu nehmen, den anderen so zu nehmen wie er ist. Gelernt geduldig zu sein, wenn keine Antwort kam oder sehr viel später. Ich schreibe aus vielen Gründen auch heute noch, obwohl ich zufrieden und glücklich trocken bin. Aus Freude am Austausch, um miteinander allerlei Dinge zu besprechen, die nicht nur den Alkohol betreffen, manchmal um mich zu sortieren, um etwas loszuwerden, weil wir mal ernstes, mal lustiges miteinander teilen, ach ich könnte noch vieles aufschreiben, aber grundsätzlich ist es, weil ich mich wohlfühle in unserer Selbsthilfe Gruppe, die mir mein Leben so positiv verändert hat und ich würde mir wünschen, dass sie noch lange bestehen bleibt und vielen noch helfen wird. Nur besteht eine Gruppe aus mehreren freiwilligen Mitgliedern, sonst löst sie sich langsam auf... wie der Strang Tag 1 ohne, wo viele von uns mal angefangen haben zu schreiben. Gut, ich kann nichts machen, ausser selbst weiter zu schreiben. Ich weiss, so ruhige Phasen gibt es immer wieder mal und es ist dann eben so. Aber vielleicht überlegt ihr, was euch zum Schreiben früher motiviert hat, was es euch gebracht hat usw. ... nur meine Gedanken dazu


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von yessai Beitrag anzeigen
    Mir ging die Frage durch den Kopf, warum schreibe ich hier und habe mich gefragt was bewegt euch wohl dazu zu schreiben ?
    Anfangs war es ja klar, ich wollte aufhören zu trinken und lernen ohne Alkohol zu leben ... da habe ich sehr viel Unterstützung hier bekommen. Ich habe gelernt, mich auszudrücken, meine Gedanken und Gefühle Raum zu geben, sich zu entfalten.

    Ich schreibe aus vielen Gründen auch heute noch, obwohl ich zufrieden und glücklich trocken bin.
    .... meine Gedanken dazu
    Liebe Yessai, vielleicht schreibst du und vielleicht auch ich, weil du und auch ich meist zufrieden trocken sind?
    Damit das nicht vergessen wird, was eigentlich mal war, wie schlecht und elend so manch einem zumute war,
    der sich selbst aufgegeben hatte.
    Ich gehörte zu denjenigen, die absolut kein Land mehr gesehen haben ...

    Das kommt auch heute noch vor, aber immer wieder rapple ich mich auf und denke daran, dass es schon mal schlimmer war ...viel schlimmer ...
    auch aus der absoluten Misere ist noch ein lebbares, schönes Leben geworden, jedenfalls empfinde ich das so.

    Ich WILL nicht vergessen und alles, was so in den Jahren "hochgekommen" ist, muss ja irgendwo hin ...
    hier ist ein guter Platz, es loszuwerden, finde ich.
    Den einen interessierts, den anderen nicht ...egal ... und wie immer:
    Jeder nimmt sich das, was er brauchen kann, und wenn nichts dabei ist, dann lässt er es eben liegen oder liest drüber weg ...

    Ich finde es jedenfalls schön, dass du schreibst ...ich finde fast immer was für mich ...
    auch wenn jemand schreibt, er kann oder möchte doch noch nicht aufhören mit dem Alkohol ...
    dann bin ich mehr bei mir als sonstwo, denn ich kenne das Leid dahinter ...
    wollen und nicht können.
    Wie schon mal geschrieben oder auch öfter:
    Allein hätte ich es auch nicht geschafft!
    Es ist immer JETZT

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