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  1. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Morgen alle,
    Eva, der echte Standpunkt ist ja warten , wie sich die Lage entwickelt , Anträge stellen für finanzielle Hilfe und dann wieder warten. In 2 -3 Wochen wissen wir mehr. Und solange in sich gehen , diese Zeit nutzen, lernen etwas ungewisses auszuharren, Geduld haben mit sich. Ähnlich war es beim aufhören zu trinken an Anfang, als es uns schwer fiel ohne Alkohol zu sein, oder?
    oder irgendwo irgendwem helfen, wenn man kann. Aktiv sein , was tun können, Da wo es Hilfe braucht.

    Dein Psychotherapeut anrufen, mit ihm telefonieren wäre auch eine Möglichkeit.

    heute trinke ich nicht, ja dieser Entschluss ist von mir. . Das kann ich entscheiden. .. und mich an den Gelassenheit Spruch erinnern.

    Und ich möchte jetzt unbedingt einen Kaffee, und was zu essen ...

  2. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    yessai, ich habe mich missverständlich ausgedrückt.

    ich wünsche mir das Statement von anderen, wie es ihnen geht, ECHT geht, wie sie sich fühlen.
    Wir es MIR geht weiß ich, das formuliere ich und das halte ich dann auch "einfach" aus.
    Bleibt mir ja nix

    wie sagte mal einer:
    wenn Du aufhörst zu trinken
    dann kriegste es mit DIR zu tun.

    so ist es
    ich halte mich jetzt aus
    aber ich sage halt auch wie ich mich grade fühle
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

  3. Avatar von Sylvestris
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    Ich komme aber doch grade nicht klar mit allem
    meine OnlineMeetings sind geschwollen von Mutmachen und Gute_Gedanken verschicken.
    MIR ist eher nach einem ECHTEN Standpunkt, dass jemand sagt: so und so geht es mir

    ich vergleiche das mal mit Leuten die grade in Trauer sind, und niemand traut sich was normales, triviales oder auch jammerndes, wütendes, sorgenvolles zu sagen.
    Alles schweigt betreten oder verbreitet Plattitüden
    Hallo zusammen

    ... geschwollen von Mutmachen und Gute-Gedanken verschicken ...

    Also da muss ich dann doch grinsen. Ich habe so ähnliche Gedanken - eine verschwollene Komunikation, die für anderes keinen Raum lässt.
    Die Statusmeldung bei whatsapp - erbauliche Sprüche und Bildchen.
    Ich wisch es weg mit einem fetten "Och neee" im Kopf. Mich machen solche Dinge ganz kribbelig. Auf der anderen Seite kann ich die Menschen schon verstehen, sie brauchen den Zuspruch, jeder braucht irgendwie Zuspruch.
    Im Moment klingt es eben nach "Pfeifen im Walde".

    Wobei ich 'Pfeifen im Walde' wiederum auch gut finde; allerdings artet das im Moment eher in Kreischen aus. Alles pfeift - und die Zwischentöne bleiben auf der Strecke.

    Ja es ist schwer mit dieser Ungewissheit zu leben. Wobei ich in der komfortablen Situation bin, dass ich zu Hause arbeiten kann. Bei Mr. Sylvestris geht das auch; da ist die halbe Firma schon seit geraumer Zeit mit den heimischen Computer vernetzt. Wir haben genug Quadratmeter für uns zur Verfügung, dass wir uns aus dem Weg gehen können.
    Ich mache mir vor allem um meine alten Eltern Sorgen. Sie werden von nahe wohnenden Verwandten versorgt - fürs leibliche Wohl ist gesorgt; aber die Seele leidet. Keine Nähe. Die Nachrichten machen ihnen Angst. Sie schauen jetzt nur noch einmal am Tag - und sonst bleibet der Fernseher aus. Das reicht aber schon. Eigentlich müsste mein Vater für eine Routine zum Arzt, aber er traut sich nun nicht, weil er dann in die Stadt fahren müsste und das macht ihnen Angst.

    Was die Maßnahmen anbelangt, so halte ich sie für richtig. Kontakte vermeiden als A und O; aber trotz allem die Möglichkeit, sich im Freien bewegen zu können.

    Aber ich bin gespannt, wie die Bilanz in ein paar Wochen aussieht.
    Kranke, die noch kränker oder tot sind, weil sie nicht zum Arzt gegangen sind.
    Opfer häuslicher Gewalt, die keine Möglichkeiten zum Ausweichen hatten.
    Betriebe, die wieder bei Null anfangen müssen ...
    Menschen mit Depressionen, Suchtkranke, die nun auf sich selbst zurückgeworfen werden.
    Das muss man erst mal verdauen können.

    Und über allem liegt die schlechte Stimmung wie Mehltau. Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn der Bundepräsident etwas Erbauliches sagen könnte - der kann sowas nicht übel. Er müsste kommunizieren, dass wir schon viel erreicht haben und dass es jetzt darauf ankommt, das Erreichte nicht zu zerstören; denn die Kurven sehen wirklich nicht schlecht aus.

    Und wie geht es Sylvestris wirklich?
    Also ich trau mich gar nicht zu schreiben - in manchen Seelen mag das wie Hohn klingen ...

    Mir geht es - bis auf die Sorgen um meine Familie - gut.
    Mich macht die Corona-Geschichte demütig. Da walzt sich die Menschheit über die Welt, zerstört, nimmt sich, was sie kriegen kann - und dann kommt so ein klitzekleiner Organismus und rammt einen fetten Stock ins Rad der Weltgeschichte.
    Musste das sein?
    Nein, musste nicht - aber es zeigt uns, dass wir nicht unverwundbar in unserer Einzigartigkeit sind.

    Ganz viele, ganz tolle Erfindungen begeistern uns. Viele sind gut; aber aus zu vielen fällt uns nix besseres ein, als profane Konsumartikel herzustellen. Die lassen wir dann unter erbärmlichen Bedingungen in anderen Ländern herstellen, in denen dann die Menschen dicht gedrängt leben und arbeiten müssen.

    Und weil alles ganz effizient sein muss, werden jene Bereiche, die für den Moment nix bringen, auf Kante genäht.
    Knie-OP bringt Geld ... aber Pflegepersonal - ach das reicht doch ...
    Sozialwesen? Och - kost nur Geld.

    Nein ich schreib mich nicht in Rage.
    Aber ich würde mir wünschen, dass es ein Einsehen gibt. Es sollte dahin gehen, dass die wesentlichen Dinge wieder mehr Bedeutung gewinnen und die Wirtschaft in eine solche Richtung weiterentwickelt wird. Das Zwischenmenschliche, der Umgang mit der Natur - da ist noch viel Raum für Neuentdeckungen.

    Aber anstatt weit zu denken, ergeben sich die Menschen in Kleingeistigkeit.
    Natürlich dürfen wir Angst haben - warum auch nicht.
    Und doch - Wir müssen lernen mit Unsicherheit zu leben. Es gibt keine Sicherheit. Es gibt einen Moment, aus dem wir das Beste wählen können. Von einem Moment zum anderen - immer wieder neu - im Einklang mit uns selbst, mit anderen, mit der Umwelt.

    Die beste Wahl, die ich je in meinem Leben getroffen habe ist - den Alkohol weg zu lassen.

    Ach ich könnte noch endlos schreiben - aber ich denke, das reicht für den Moment.

    Danke dass es euch gibt
    Sylvestris

    ..................... ...................


  4. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Eva, das mache ich auch, meine Gefühle ausdrücken und ich finde, das enorm wichtig und gut ... haben ja schon einige hier gemacht. Sagt doch keiner, was anderes. Gefühle auszudrücken ist ja das wichtigste ... Sucht ist u.a. eine Krankheit der Gefühle, weil diese unterdrückt wurden.
    Jeder geht halt anders damit um und ist anders betroffen .. auch das kann sich ändern. Ich zb. bin mehrerer Phasen durchgegangen, seit ich zum ersten Mal von dem Ausbruch in China gehört habe, von ach, mal wieder was dort ... naja ...
    die Situation in Italien hat mich dann schockiert und geschmerzt, ich konnte das Leid förmlich spüren, und das es zu uns rüberkommt, ebenso kurz später das was ich in meiner Klinik erlebt habe, im Umgang mit dem Virus und den Patienten, der Umgang damit, wenn jemand verdächtig war, aber im gleichen Zimmer mit Ü 80 jährige lag. Bis konkrete Handelsanweisungen klar waren, hat es gedauert. Ich war empört und wütend darüber. Nun hat sich das geändert, aber es hat gedauert.
    Ich neige nicht zu Panik, bin ein sehr ruhiger, geduldiger Mensch von zuhause aus und vom Beruf ... den werde ich auch nicht verlieren, solange ich gesund bleibe. Ich werde eher demnächst mehr arbeiten. Darauf bereite ich mich seelisch und mental vor, auf das was auf mich zukommt.

  5. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Syl, wollte schon nach dir fragen, hab an dich gedacht... danke

  6. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zu der Lage in Krankenhäusern möchte ich noch was schreiben: da wird sehr gut auf alle notwendigen Sicherheits-Vorkehrungen geachtet. Es dürfen nur Patienten rein, Security Leute stehen da, alle tragen Masken etc. Und es ist viel leerer als sonst... noch zumindest.
    Die KH haben ja Spezial Abteilungen, jeder Bereich seine eigenen Untersuchungsräume und Räume, wo notwendige Eingriffe stattfinden. Und die werden durchgeführt, wenn medizinisch indiziert also notwendig, nicht verschiebbar, denn sonst gäbe es relevant bleibende Schäden bei demjenigen, noch mehr Schwerkranke oder gar Todesfälle. Es gibt viele kleine Eingriffe, die gemacht werden müssen zb. bei verschlossenen Herzkranzgefässe braucht es einen Stent, sonst droht ein Herzinfarkt. Das wird dann ambulant gemacht. Es nimmt keine Plätze, keine Pfleger oder Ärzte weg, kein Material von wo anders. Und so ähnliche Eingriffe sind täglich notwendig. Noch ist die Lage in den meisten KH nicht so akut. Die Zahl der Erkrankten die im KH wegen Corona sind, ist GsD. nicht so wie in Italien in sehr kurzer Zeit nach oben gegangen. Die Betten für die Intensiv und für die Beatmung stehen bereit, da braucht es auch ein speziell ausgebildetes Personal. Die anderen Fachbereiche machen ihre Arbeit auch weiter, weil es absolut notwendig ist, nicht wegen Geld. Es ist schlicht und einfach ärztliche Pflicht und es steht jedem zu, bei einer akuten Erkrankung, nach einem Unfall oder bei Verschlechterung einer chronischen Krankheit, behandelt zu werden. Was gemacht wird, wird von Fall zu Fall entschieden und besprochen... wie sonst auch immer. Risiken werden besprochen, usw.
    Will nur sagen, wer krank wird oder wenn Angehörige krank werden, braucht keiner Angst zu haben, dass er nicht behandelt wird . Weiss nicht, was die Medien genau berichten oder wie das verstanden wird von einzelnen... auch hier herrscht ein durcheinander kommt mir vor.


  7. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo, Grüße an alle Belasteten mit jeweiligen Belastungen

    hier ist Landunter, wir hatten zwei Suizide, ganz furchtbar - social distancing und CoronaAngst - für psychisch Kranke nochmals schwerer. Kann augenblicklich nicht schreiben, hoffe nur, dass ich gesund bleibe und meine Lieben auch, Horrornews aus USA - Ex infiziert - Klinik, Kind bei mir unbekannten Menschen, Freunden von Ex

    ich bete und halte grad irgendwie den Kopf oben.
    Geändert von aiaiai7868 (01.04.2020 um 19:19 Uhr)

  8. Avatar von Kernobst
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo an alle,
    Ich fühle mich gerade wie ein Schwimmer im Sturm. Hinz und Kunz faselt vom Positiven in der Krise, mein Mann hat Unterstützung beantragt, ich bin zum Fahrradkurier mutiert, das macht mich fit. Aber ich sehe die Krise auch als solche.
    Sylvestris, ich glaube nicht, dass die Menschen irgendetwas lernen. Ich fürchte, der Turbokapitalismus wird, wenn alles vorbei ist, wieder die Oberhand haben. Dein Bild mit dem Stock im Rad der Geschichte gefällt mir.
    Mache mir Sorgen wegen eines Kindes. Mein ältester Sohn gehört zur Risikogruppe, das macht mich nervös, weil er seit heute kränkelt. Ich habe der ganzen Familie Masken genäht und so ist hier neben meiner Arbeit tatsächlich noch ein kleines Geschäft nebenbei entstanden.
    Ansonsten bin ich nach 40 km Radfahren heute gut müde, aber das auch mental.
    Ich drücke Euch
    Kernobst


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Sorry


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von aiaiai7868 Beitrag anzeigen
    Sorry
    Für was denn, Ai?
    Ich glaube, hier muss sich keiner für seine Ängste und Gefühle entschuldigen ..

    Ich schau auch nur noch 1x am Tag im Fernsehen, was es neues gibt, ansonsten treib ich mich auf Kanälen rum, wo die Krankheit nur ganz unterschwellig Thema ist.
    Vor den Einblendungen kann ich mich nicht schützen ...wenn ich sowas bemerke, nehme ich die Brille ab ...dann bin ich lesenstechnisch "blind wie ein Maulwurf"

    Das irgendwann was sein würde, damit habe ich gerechnet, dass es global sein würde, damit nicht und auch nicht, dass es dabei um einen Virus geht.
    Richtig fremd kommt mir das alles nicht vor, denn ich habe diese Katastrophen schon in Filmen gesehen zB Outbreak uva.
    In den Voyagerfilmen und auch bei jean Luc Picard ist das alles in aller Ausführlichkeit schon gezeigt worden ...
    das war so schon weit weg.

    Jetzt bin ich verängstigt ...ich will keinen Fremden in meiner Wohnung haben, ich freue mich,
    wenn jemand für mich einkauft und dieses nicht rauskönnen, praktiziere ich schon seit Jahren ..
    das alles nimmt mir aber nicht meine Angst, die von Zeit zu Zeit enorm drückt.

    Und genau deshalb sage ich mir auch:
    Heute trinke ich nicht!
    JedenTag neu ...damit ich nicht in Versuchung komme ...nützt ja nichts ...alles für Rubbel die Katz
    Es ist immer JETZT

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