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  1. Avatar von yessai
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Und dann haben wir auch Alina da und Ivonne schrieb auch mal mit ... und sie haben keine Probleme mit dem Alkoholkonsum ... also eigentlich kann ja jeder mitschreiben, ob irgendwie betroffen oder nicht.

    Alina, packen ist auch für mich der mühsamste Teil vor einer Reise ... wahrscheinlich für viele... Augen zu und durch, sag ich mir bei sowas ... es hört ja auch wieder auf. Viel Geduld und Gelassenheit!

    Ich sag jetzt auch gute Nacht, bin zu müde um noch was zu schreiben, obwohl ich es gerne täte und mir vieles durch den Kopf geht. Aber ausruhen ist jetzt wichtiger, Das ist auch ein Lernprozess gewesen, zu merken wenn ich was brauche und es auch umsetzen, Selbstfürsorge .... früher, als ich müde war, statt mich auszuruhen, habe ich noch was getrunken, bis spät in die Nacht, wissend dass ich am Morgen noch müder sein werde Alkohol macht gar nichts besser oder leichter und löst keine Sorgen auf. Es machte mich nur kaputt, so regelmässig wie ich getrunken habe und weit über die unbedenklichen Mengen.

  2. Avatar von Kernobst
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Das muss ich hier noch loswerden, sonst wird es nix mit dem Schlafen. Heute Abend kam ich vom Yoga und sah in der U Bahn jemanden aus meiner Selbsthilfegruppe. Wir haben uns begrüßt, er ist seit Monaten nicht mehr aufgetaucht, warum wurde mir sofort klar. Was mich nicht so erschreckt hat, war das Aufgedunsensein, nein, es war eher die Tatsache, dass der gesamte Mensch sich so verändert hatte. Ich habe ihn als sehr netten und interessanten Menschen kennengelernt, als er trocken war. Heute Abend, das war eine Maske, nein eher eine Fratze.....
    Ich bin erschrocken, wie Alkohol Persönlichkeiten verschwinden lässt. Ich verurteile nicht, das steht mir gar nicht zu, aber ich bin heilfroh, das es mir jetzt so gut geht.
    Eine gute Nacht wünscht Euch allen
    Kernobst


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke Kerni. ich finde es gut, dass du es hier geschrieben hast.
    Es macht ja was mit dir ...

    ich wünsche dir, dass du gut schlafen kannst

    Nun noch mal zu mir ...
    ist vielleicht der passende Moment, es noch mal "anders " mit-zu-teilen,
    und wer mich forumsmässig kennt, den wird es nicht gross wundern ...
    und es wird ihn wahrscheinlich auch nicht erstaunen?

    Mir ist es, ehrlich gesagt, ganz egal, ob jemand trinkt oder nicht ...
    es wird ja keiner für MICH trocken oder will es für mich werden ...
    Ich freue mich nur tierisch, wenn jemand es angeht, alkoholfrei leben zu wollen/müssen/ können

    Alkoholismus ist eine absolut ernste und leider auch tödliche Krankheit ...
    die nicht einfach weggeredet oder weggelacht werden kann ...
    was aber nicht heissen soll, keinen Spass beim Trockenwerden zu haben.

    Alkoholismus ist meist auch nicht zu diagnostizieren, es liegt im Ermessen des Alkoholbetroffenen,
    es selbst zu erkennen oder auch nicht.

    Es ist mir insofern egal, ob jemand trinkt, weil ich niemals nachprüfen würde wollen (wie sollte ich auch?),
    ob es tatsächlich so ist.
    JEDER der hier schreibt, ist erwachsen und hat die volle Verantwortung für sich selbst ...das ist mir vollkommen bewusst.

    Wenn ich hier schreibe, möchte ich möglichst mein ganzes Wissen in so ein Post packen (fällt mir leider erst hinterher auf), aber ich schick es dann doch ab, weil ich annehme an, dass jeder sich das rausnimmt, was er für sich gebrauchen kann.
    Der Rest kann ja gut liegen bleiben.

    Würde ich mir Gedanken um die Befindlichkeiten eines jeden Schreibers machen ...
    das ist genau das, was ich nicht (mehr) tue.
    Dass ich keinen bewusst verletzen oder angreifen will, dürfte hoffentlich allen klar sein, oder?

    Die Last wäre mir viel zu gross, ich bin froh, wenn ich mein Leben gewuppt bekomme ...
    ist doch reichlich in Bewegung ...genau wie bei jedem anderen auch.

    Ich schreibe es jetzt noch mal:
    ich möchte keinen verängstigen (das kann ich ja auch nur, wenn bei demjenigen die Angst sowieso schon an die Tür klopft ...) ich sage keinem, was er tun könnte ...ich schreibe nur davon, was ich für mich getan habe ...
    und womit ich für mich dauerhafte Trockenheit erlangen konnte.
    Mein Leben war nicht zuende, wie ich es dachte, es dauert an.
    Möge meine Trockenheit auch andauern ...deshalb trinke ich HEUTE nicht.
    Ich mache keine Vorschriften und auch keine Vorhaltungen, ich frage schon mal nach, ohne eine Antwort zu erwarten.
    Wenn jemand möchte, dass ich ihm helfe, tue ich das, doch er muss mich schon fragen.

    Ich schreibe das, was ich jeweils denke ...zu dem, zu dem, zu dem ...meistens schreibe ich für mich alleine.
    Und wem das zu viel ist, der kann mich ja auch ignorieren
    Es ist immer JETZT
    Geändert von Lyanna (24.02.2020 um 23:53 Uhr)


  4. Registriert seit
    16.02.2020
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    guten morgen zusammen,
    meine selbsterfahrungsreise geht weiter:
    nachdem ich ja vorgestern 2 gläser getrunken habe (und mich am morgen doof gefühlt habe), konnte ich gestern abend den rest nicht stehenlassen. auch heute morgen fühle ich mich matschig.
    und auch etwas so, als hätte ich versagt.

    nun ist kein alkohol mehr im haus.
    das soll so bleiben.
    habe mir alkoholfreie getränke gekauft.

    unangenehm ist dieses "ziehende" gefühl in mir, wenn ich gerne was trinken möchte. es zerrt an mir und ich fühle mich unentspannt. erschreckend.

    ich treffe die entscheidung bis ostern nichts zu trinken.

    jetzt wirds spannend

  5. Avatar von Sylvestris
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen zusammen

    Zitat Zitat von ronda_ Beitrag anzeigen
    unangenehm ist dieses "ziehende" gefühl in mir, wenn ich gerne was trinken möchte. es zerrt an mir und ich fühle mich unentspannt. erschreckend.
    an dieses ziehende Gefühl kann ich mich auch noch gut erinnern. Das verstörte mich zutiefst, weil ich eigentlich ein Mensch bin, der sich gut im Griff hat ... eigentlich.

    Das Faszinierende war ja - in Gesellschaft konnte ich absolut beherrscht sein. Ich fiel nie durch Trunkenheit auf. Mich haben alle als die kontrollierte Sylvestris wahrgenommen. Aber wehe ich war allein ...
    Deshalb hat der ein oder andere Schwierigkeiten, mich als Alk-abhängig wahrzunehmen.

    Hinter dem Brustbein fing es an und breitete sich heiß und drängend in meinem Körper aus. Ich bin dann ganz ruhig sitzengeblieben und hab abgewartet. Nach wenigen Augenblicken war es vorbei.

    Es war, als blickte ich in einen Abgrund, dort baumelten sie - die Zügel meines Lebens. Ich angelte sie wieder heraus - nicht nur einmal. Jetzt lass ich sie nicht mehr los.

    Ab und zu betreibe ich Selbsthypnose. Ich stelle mir dann vor, wie ich auf einen Kutschbock steige. Wenn ich voll konzentriert bin, kann ich das Knirschen der Ledersitze und der Federung hören, spüre das kühle Leder der Riemen in meinen Händen. Mein Blick folgt den Zügeln bis zu den Rücken der beiden Pferde - ein Schnalzen, eine Bewegung mit den Händen und sie trotten los.
    In meinem Kopf klingt das gleichförmige KlippDiKlapp der Hufe.

    In diesem Sinne - ich bleib dabei
    Sylvestris

    ..................... ...................


  6. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen,

    huch, Kerni. Danke dass Du das so geschrieben hast, kommt mir gerade hilfreich, denn ich hatte gestern wieder diese leichten Anfall von "soooo schlimm war ICH aber nicht"

    Ich war gestern Abend in der Psychiatrie, Infoabend der Selbsthilfe für die Betroffenen die grade zur Entgiftung dort sind.
    Mittlerweile heißt das qualifizierte Entgiftung, die Patienten können 21 Tage bleiben.
    Auch ich hatte das Empfinden das sofort zu sehen ist, wer ist akuter Patient und wer ist trockener der zum Meeting kommt.
    Diesmal einige die schon lange oder länger nicht trinken, Faschingsflucht bei einigen.

    Ich habe auch gedacht, mann-o-mann was Alkohol mit Menschen macht. Unfassbar.
    Natürlich sind da die die wirklich zulangen, die nicht mehr können, ansehen kann man es aber vielen, auch auf der Straße.
    Das ist ja keine Wertung, es ist eine Tatsache.
    Ich habe von mir ein Foto, aufgenommen vor den Schild der Selbsthilfe, weil ich das einfach dokumentieren wollte.
    Jetzt sehe ich wirklich zich mal besser aus - und auch 10 kg schwerer, das strafft im Gesicht.

    Ich kann wirklich nur immer wieder sagen, ob und wann jemand alkoholkrank ist, kann nicht von außen beurteilt werden.

    Es gibt die Tiefpunkt-Alkoholiker genauso wie die die einen bedenkens würdigen Konsum hatten und das für sie Grund war, dass es sich eben ohne Alkohol besser meistern lässt. Sogar und gerade die Kümmernisse und Sorgen die das Leben so bringt.

    Nix wird gleich rosarot, aber ich konnte wirklich die Dinge nach und nach anpacken und verändern, nicht gegen etwas oder jemanden, sondern FÜR MICH.

    Ich habe dann im Auto nachgedacht, was mich anfangs so krawallig gemacht hat.
    Nachdem der Entzug (bei mir so 3-5 Tage) rum war, fand ich alles erstmal fantastisch.
    Kein Kopfweh, kein Schwindel, schon vor nachmittag fit und konnte Sachen leichter erledigen. Mehr Energie einfach.
    Dieser Zustand wird dann normal, es ist nix mehr was ich als total positiv empfunden haben.

    Im gleichen Atemzug nahm ich wahr: meine Ehe ist immer noch beschissen, ich müsste in allen Bereichen immer noch mehr meine Grenzen ziehen und die auch verteidigen... DAFÜR war ich aber (noch) nicht "kräfitig" genug.

    Mein krawalliger Zustand war einfach UNGEDULD
    es sollte jetzt mal bitte alles zack zack wunderbar sein.

    Tja, und dann habe ich kapiert: Trocken werden ist gar nicht sooo das Ding, trocken bleiben ist die wahre Arbeit.
    Für mich war der Drops gelutscht als ich eingestehen musste, ich kann das Zeug nicht stehenlassen, wenn ich erstmal anfange muss es getrunken werden , Bremse kaputt.

    Ich habe weiter hier gelesen, habe mich Online bei einer Selbsthilfe angemeldet, bin dann auch analog in eine Gruppe gegangen und - im Grunde weiß ich heute noch nicht WARUM das klappt.
    Gruppe bedeutet doch, ich setze mich mit wildfremden in einen Raum, wir kennen uns (zunächst) kein bisschen, es verbindet nur eins: der Drang Alkohol trinken zu wollen/müssen und/oder die Frage: was kann ich tun ? wie habt ihr das gemacht.

    So ist das hier doch auch, schriftlich halt.

    Als ich dann mit meinem Freund zusammen kam, als wir das erste mal privat ausgegangen sind, war ich erstaunt wie schnell wir ein Paar wurden, da musste nichts wachsen, es war einfach so.
    Mein Therapeut hat dazu gesagt: kein Wunder, sie haben sich ja von innen nach außen kennengelernt.
    Das ist jetzt natürlich ein eher extremes Beispiel, aber sowas gibt es doch immer mal, gell Lyanna

    Mir geht es allerdings auch mit vielen von Euch so, ich fühle mich verbunden.
    wie Lyanna schreibt, ich nehme mit was ich brauchen kann, das andere bleibt halt wo es ist.

    Ich bin dankbar für die Neuen hier, die mir zeigen wo ich war, wie es mir ging, ich vergesse es so nicht.
    Ich bin auch dankbar für die alten Hasen, hier und in meinen Gruppen, sie machen mir wirklich Hoffnung
    das es gehen KANN.

    erstmal nur für heute
    Ich trinke heute nicht
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

  7. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guckt jemand vox?
    Das spiegelt das was ich gestern sah.

  8. Avatar von Zombi
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ne, heute ist DSDS, ich bin in Kapstadt
    I did it my way


  9. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich bin heute auch in Kapstadt ...die singen Oldies ...ich finde, sogar ganz gut!
    DAS kann ich mir nicht entgehen lassen ...
    Ich steh auf Oldies ...
    Es ist immer JETZT

  10. Avatar von Eva2
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Dann muss ich morgen berichten. Jetzt habt ihr mich aber auch neugierig gemacht. Mal zappen 😂 hab heute die Macht

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