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  1. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Morgen!

    Neid zeigt ja nur an, dass irgendwo ein Defizit besteht. Missgunst ist wieder was ganz anderes.

    Vicky, ich freue mich für dich!

    Willkommen la_loca! Schön, dass du hier bist!
    Ich war so alt wie du, als ich aufgehört habe. Nach den Exzessen in den Monaten/Jahren davor, kam mir die Erkenntnis, nie wieder zu trinken zu können, wie eine Befreiung vor, kein Rumgehampel mehr, ganz klare Sache. Ich staune immer noch darüber, was für ein riesen Glück diese Einstellung doch war.

    Habe lange angeblich aus Genuss getrunken, nur gute Weine, später waren's dann die Literflaschen Veltliner aus dem Discounter. Aber ich wusste schon früh, dass ich anders trinke als andere.

    Schönen Tag uns allen!


  2. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen alle & Willkommen la loca

    Genuss hat viele Seiten.... ich habe anfangs auch aus Genuss getrunken, so ein feiner Rotwein schmeckte mir oder im Sommer ein kühles Bier... aber irgendwann wollte ich hauptsächlich die Wirkung 🙄

    Tuni, eine schöne Feier wünsche ich dir und halt durch, du schaffst das... ich drücke dir die Daumen!

    Schönen Sonntag allen 🌸☀️


  3. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo liebe Yessai,
    ich wollte ja noch mal was zu deinen letzten Posts schreiben. Meine Gedanken dazu.

    Perfektionismus abbauen: Das halte ich für ein ganz wichtiges Thema. Mich macht es auch andauernd verrückt, irgendetwas nicht "gut genug" zu machen. Das erzeugt Scham- und Schuldgefühle. Ich glaube, wenn man davon wegkommen kann, kann man viel glücklicher und entspannter sein.

    Deine Aussage ungefähr " Ich habe früh gelernt, die anderen sind wichtiger als ich".:
    Irgendwie habe ich auch im Denken etwas Ähnliches drauf. Ich glaube, bei mir ist es vielleicht nicht "wichtiger", sondern "besser". Und dieses "besser" hat dann zur Folge, dass sie eben auch einen höheren Stellenwert haben und ich mich zurückstellen muss.

    "Wenn man jmd. wirklich liebt, dann liebt man ihn so wie er ist" (War es ungefähr so?):
    Für dieses Gefühl habe ich auch lange gebraucht. Ich habe es erst nach längerer Zeit bei meinem (leider verstorbenen Freund) entwickelt. Er hatte viele Angewohnheiten und Eigenarten, die ich am Anfang nicht gut haben konnte. Später hat es für mich dazu gehört.

    Du hast recht, wenn man sich selbst ständig kritisiert, dann liebt man sich selbst ja auch nicht sonderlich. Passt bei mir.
    Dass das auch für einen selbst gilt, hatte ich noch nicht überlegt. Danke für diesen Gedanken.
    Ich glaube, als Kind habe ich verinnerlicht, kritisiert zu werden (habe auch Zuwendung bekommen, aber Kritik war oft Thema, meine Mutter war Perfektionistin) Später habe ich andere und mich selbst viel kritisiert.


  4. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Alina61 Beitrag anzeigen

    Du hast recht, wenn man sich selbst ständig kritisiert, dann liebt man sich selbst ja auch nicht sonderlich. Passt bei mir.
    Dass das auch für einen selbst gilt, hatte ich noch nicht überlegt. Danke für diesen Gedanken.
    Ich glaube, als Kind habe ich verinnerlicht, kritisiert zu werden (habe auch Zuwendung bekommen, aber Kritik war oft Thema, meine Mutter war Perfektionistin) Später habe ich andere und mich selbst viel kritisiert.

    Das gilt für sehr Menschen, egal, ob süchtig, abhängig oder nicht.

    Mir ist vor ein paar Tagen eingefallen, dass ich auch getrunken habe, um diesen Druck oder Zwang nach Perfektion besser ertragen zu können.

    Meine Mutter war nach aussen hin auch Perfektionistin, doch sie konnte es gar nicht sein ....keiner kann das.
    Was soll das auch sein:Perfektion?
    Das, was in Hochglanzmagazinen abgebildet ist, Filme, die heile Familien zeigen (Ramaglück), Sonntagsspaziergänge mit Familie und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, Kaffeetafel, Besuche ...und ich selbst werde dafür bewundert und auch angesprochen, wie toll ich das alles hinkriege und andere eifern mir eifrig nach???
    Und machen sich unglücklich?

    Es wird einem vieles als Perfektion "verkauft", und doch gibt es DAS Perfekte nicht, weil jeder auch eine andere Vorstellung davon hat.
    Ich habe das aber damals nicht gewusst ...ich kam aus dem Streben nach Perfekton und Anpassung allein nicht raus.

    Da hat mir mein tägliches Bier anfangs gut "geholfen" ...es wurde mir nämlich ziemlich egal, ob es perfekt war und andere das so finden ...
    unter den ersten Drinks fühlte ich mich leichter, von allen Vorschriften (die gar keine sind, damals aber waren) befreit und hatte eine Leichtigkeit, die ich mir manchmal wieder wünsche ...

    Und wenn ich es mir rückwirkend genau betrachte ...meine Mutter war alles andere als perfekt ...doch sie wärs so gern gewesen ...genau wie ich damals!
    Das macht unglücklich und frustriert.
    Sie konnte nicht mal fünfe grade sein lassen, niemals ...nicht nur bei mir, bei allen Familienmitgliedern, die leider auch nicht "perfekt" sein konnten.
    Keiner kann's.

    Das war eines von den Dingen, die ich erst in der Therapie und ganz besonders in der Gruppe bearbeiten konnte.

    Ob deine Mama tatsächlich "perfekt" war, Alinchen ...vielleicht fühlt es sich für dich noch so an ...weil damals alles klappte oder so aussah, als wäre es perfekt, was Mutter tat und sagte?

    Und sie im Nachhinein oft Recht hatte?
    Es ist immer JETZT
    Geändert von Lyanna (19.01.2020 um 19:03 Uhr)

  5. Avatar von Bella-Marie
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Abendihr Lieben,danke für eure Gedanken. Mir geht es ganz gut und ich hatte heute lieben Besuch . Wir haben uns gut unterhalten und ein gutes Frühstück zu uns genommen.
    Ich habe ja das 1. Jahr ohne Alkohol schon länger voll. Ich wollte es nicht feiern weil ich ja nicht wieder anfange möchte. Ich habe Angst wenn ich mich feier oder den Anlass das ich dann nachlässig werde. Ich möchte immer ohne Alkohol leben nicht nur 1 Jahr. Es dauert etwas bis sich im Bewußtsein was ändert . Bis ich Grenzen ziehen konnte. Erst jetzt spüre ich imer mehr was ich brauche .
    Das ich mal ein Wochende gar nicht mehr an Alkohol gedacht habe hat auch lange gedauert. Ich esse jetzt mehr Süßigkeiten. So zu sagen als Belohnung. Komischer weise treffe ich auch mehr Menschen die grundsätzlich keinen Alkohol trinke. Ich rede ganz offen darüber. Natürlich nur im privaten Bereich. Es gehört zu mir wie alles andere auch. Ich schäme mich nicht dafür.
    Ich wünsche euch allen einen guten Abend. Bitte schreibst mir jetzt keine Glückwünsche zu dem 1. Jahr weil das ist erst der Anfang. Wie sprechen uns in 5 Jahren wieder dann hätte ich gerne Glückwünsche. Eure Bella


  6. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo liebe Bella,
    ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!

    Liebe Lyanna, mit meiner Mutter sehe ich es heute so: Sie kann einiges sehr gut, ist ein kraftvoller Mensch. Manche Dinge kann sie besser als ich, sie tut auch mehr dafür, z. B. kochen.
    Als ich Kind war, gab es da irgendwie ein Ungleichgewicht. Sie hat mich oft verbessert.
    Aber es gibt Dinge, die fallen ihr schwerer als mir, da hat sie heute auch kein Problem damit.
    Als Kind habe ich nicht gelernt, dass Menschen unterschiedliche Fähigkeiten haben oder ein unterschiedliches Tempo. Auch in der Grundschule habe ich das nicht gelernt. War damals selten Thema, eher noch "Gleichmacherei".
    Das musste ich mir später mühsam aneignen.
    Ist schon besser geworden, aber der "innere Kern" ist hartnäckig...


  7. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Alina, DU kannst das, was DU kannst ...und das kannst du bestimmt gut ...und du kannst mitfühlen, das kann auch nicht jeder.

    Ich wusste gar nicht, was ICH kann, ich war zu allem zu blöd ...sagte meine Mutter ...
    aber ...ich kann etwas, was keiner in meiner Familie kann und sonst auch nicht so viele ...
    und das kann ich wirklich sehr sehr gut!
    Darin bin ich Spezialistin!
    Kochen konnte ich auch ausgezeichnet, obwohl meine Mutter darin Special Woman war ...
    ich habs nur irgendwie verlernt ...ich koche selten ...mir schmeckts nicht mehr ohne Tommy ...
    Es ist immer JETZT

  8. Avatar von Belleeza
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    120

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    ..ich koche selten ...mir schmeckts nicht mehr ohne Tommy ...
    Liebe Lyanna, das berührt mich gerade sehr und ich fühle es Dir nach und mit Dir!

    Liebe Grüße an alle und einen guten Wochenstart Euch schon mal!


  9. Registriert seit
    16.03.2018
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    1.871

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    tja, in den meisten Schulen und Elternhäuser lernt man tausend Dinge, nur nicht viel über das Leben und auf was es ankommt ... zum Beispiel immer wieder von Neuem, mit Mut und Ehrlichkeit zu sich selber zu stehen,
    sich annehmen mit all seinen Stärken und Schwächen,
    denn die haben wir alle und sind somit gleich und doch verschieden,
    jeder ist gut, so wie er ist, auf seine Art und Weise ... und wir entwickeln uns immerfort ...
    nichts bleibt gleich, somit entwickelt sich auch alles, wir verändern uns,
    unser Können, unser Miteinander, unsere Werte und Träume ...
    das zu begreifen, erleichtert unheimlich und der Perfektionismus und die Kritik hat keine Chance mehr,
    während die Liebe und Annahme wächst und gedeiht, sich und anderen gegenüber ...
    und für jeden ist genügend Raum da, um sich zu entfalten, mal gemeinsam, mal auf getrennte Wege
    und nicht erstarren in den Muster die wir vor 10, 20 oder 30 Jahren hatten ..

    Bella, erinnere uns dann in 5 Jahren daran dich zu beglückwünschen,
    aber eine Blume reiche ich dir jetzt schon
    ich für mich, meine es wird nie aufhören mit dem auf sich aufpassen bzgl Alkoholkonsum, bis zum Ende des Lebens,
    daher ist jedes Jahr, ja jeder Tag an dem ich abends nüchtern ins Bett gehe,
    ein Grund mich zu freuen und stolz zu sein auf mich ...
    und ich kann mit ruhigem Gewissen schlafen gehen


  10. Registriert seit
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    205

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Herzlich willkommen la Loca, deine Geschichte erinnert mich sehr an mich.... ich bin ein wenig jünger wie du, aber trinke auch viel zu viel und habe danach immer extreme Gewissensbisse... seit ein paar Monaten habe ich es dran gegeben...
    ich habe Angst vor dem bevorstehenden Karneval, furchtbare Angst, dass ich schwach werde...

    Ich hoffe, es geht euch allen gut und ich schicke mal ganz liebe Grüße

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