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  1. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen liebe alle, melde mich mal, Stichwort Tageslichtlampe habe ich hier auch und finde, dass es tatsächlich hilft, dass der Körper ein wenig SommerFeeling simuliert bekommt.

    Derzeit ist viel Arbeit. Im Dezember häufen sich die Depressions-Schübe - oft die Diskrepanz zwischen Erwartung an einen schöööönen Advent und ein liebevolles Miteinander und dann die Realität - Gefühle des Ausgeschlossenseins und so weiter.

    Mir selbst geht es alkfrei gut - die Gruppe hier hab ich sein lassen, war nichts so richtig für mich, aber ich sorge gut für mich und das ist die halbe Miete. Gestern tolle Abhyanga-Massage .

    So muss los - herzlich Eure ai - was Ihr schreibt wärmt mein Herz - auch wenn es von Problemen ist.

    Lese gerade wieder Fromm:

    Das Leben hat nur den einen Sinn: den Vollzug des Lebens selbst:

    Das sehe ich auch so im - im Vollzug geb ich den Sinn, indem ich so lebe, ich es für richtig halte aufgrund meiner Werte und Ziele.

    Alles Liebe Eure ai

  2. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Ai,

    Fromm hat schon recht, glaube ich. Vollzug klingt allerdings sehr nüchtern und unerfreulich. Ich möchte mein Dasein nicht nur vollziehen und doch bleibt manchmal nichts anderes übrig.

    Schönen Nachmittag.
    LaCraca

    P.S. Ich bin heute irrsinnig gefräßig...

  3. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    yessai, ich komme eben erst dazu Dir zu schreiben, wegen der Sitzwache.
    Habe ich ja immer mal erwähnt, ich kann das gar nicht sehen. Ich kann nicht mal in der Psychiatrie auf der Entgiftungsstation mit zum Meeting. Ist dort eine Art Info für die Patienten, eigentlich nichts schlimmes. Ich kann nicht. Ausprobiert, tat mir gar nicht gut, also lasse ich es.
    Bei Dir ist es Dein Beruf, also jedenfalls ein Anteil davon, ich bewundere das schon, kann mir aber auch vorstellen wie belastend das dann ist.

    Vor vielen Jahren, da war ich ca 30, war ich ja wegen Angst und Panik in Therapie, dort habe ich u.a. angesprochen dass ich furchtbare Angst vor Betrunkenen habe und vor offensichtlich psychisch kranken Menschen. Verwirrten, desorientierten, so in der Art.
    Dok. sagte damals, das ist meine Angst vor Kontrollverlust. Kann nur sagen, bei mir kommt das hin.
    In den Panikattacken hätte ich ja immer Angst, ich falle in Ohnmacht. Sterben wäre mir da glatt lieber gewesen
    (wink zu Zombi ) Da kann ich das verstehen, sich zu sagen: dann sterbe ich halt.

    Die Angst versucht ja - aus welchem Grund auch immer - uns irgendwie in den Griff zu bekommen.
    Wenn wir ihr sagen: na dann sterbe ich halt, dann kann sie uns ja nicht weiter erpressen.

    Ich hatte dann meinen Ängsten bzw. der Panik Namen gegeben und das als meine "inneren Kinder" angenommen.
    Klingt total plemplem, half aber wirklich.
    Die Agoraphobie hiess Agora und die Klaustrophobie hiess Klausi.
    Mit diesen "Kindern" habe ich dann im Geiste auch geredet, wenns schlimm war, zumindest hat es mich abgelenkt.

    Eine kurze Zeit war es so schlimm, dass ich das Haus nur verlassen habe um Zigaretten zu holen, der Automat war am Nachbarhaus. Einkaufen war ich nur im Gemüseladen, der war gegenüber.
    Schreckliche Zeit - ich habe aber auch damals versucht mir mit Alkohol Erleichterung zu verschaffen, süchtig war ich damals wohl NOCH nicht. Aber ich war gerne in dem tütteligen Zustand in dem die Angst dann keine Macht mehr über mich hatte.
    Meine Angst wollte "verhindern" das ich mich verändere, aber sie wäre auch machtlos über mich geworden, wenn ich mich verändert hätte.

    Veränderungen und die Angst davor, war immer mein Thema.
    Denke da geht es auch um Verlustangst, auch wenn das was ich "behalten wollte" mir überhaupt nicht gut tat.

    Am Sonntag war im Meeting auch über sowas in der Art die Rede und ich konnte noch einiges dort loswerden.
    Eine junge Frau erzählte was sie jetzt (nach Langzeit Reha) alles in Angriff nehmen wird, will alles hinter sich lassen ,
    was ihr nicht gut tut und sie hat gesagt, dass sie sich freut aber auch Angst davor hat.

    Ich habe dann von mir erzählt und dann haben wir dort geheult wie zwei Schlosshunde
    die Männer die da waren haben sich die Nasen geschneuzt und ich weiß:

    es tat uns allen gut.

    in diesem Sinne, wir bleiben dran.
    Einen trockenen Tag für alle
    hier scheint sogar die
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile


  4. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Eva, jetzt bin ich auch gerührt...
    Mann, die Angst kann einem sooo übelst zusetzen.
    Mein Trick dabei: sobald die Angst kommt, wütend werden.
    Man kann nur ein Gefühl haben und dann löst die Wut die Angst ab.
    Heute war es wieder soweit: Schwindel, stechen in der Brust, schwüle Luft im Schwimmbad...
    das hätte eine Panikattacke werden können. Ich habe dann zu mir gesagt:
    Du sch... angst, du verdirbst mir mein ganzes Leben, ich hasse dich soooo sehr, komm ruhig, ich bin stärker.
    Und schwups war alles weg... vllt hilft der Tip ja jemandem..
    Ja hört sich vllt auch ein wenig seltsam an💁*♀️
    Ihr Lieben schönen Nachmittag

  5. Avatar von Eva2
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Bibi, gell Du warst das mit Panik, ich habe überlegt wer das noch war, außer Zombi

    Wurde bei mir zumindest, ohne Alkohol viel viel besser.
    Ein Konzertbesuch wäre früher unmöglich gewesen, das macht mir (fast) nichts mehr aus.
    Das koste ich allerdings auch aus, im Leben war ich nicht so oft auf Konzerten wie im letzten Jahr und dieses Jahr gehen wir auch noch auf 4 !!!!
    Allerdings auch zwei davon eher ruhig und klassisch mit Sitzplatz

    Deine Vorgehen mit der Wut ist auch ein guter Ansatz.
    Stimmt, für 2 Gefühle ist selten Platz.
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile


  6. Registriert seit
    03.01.2019
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo

    ich hatte gestern Nacht einen heftigen Traum.
    Habe ihn schon mit dem Stift abgeschrieben, aber möchte ihn hier auch teilen.
    Vorsicht, krass. Aber so sind Träume nun mal manchmal.

    Ein steriles Haus, man ahnt ne Horrorgeschichte.
    Geht Gänge entlang, um Ecken...
    da: auf den strahleweißen Fliesen ein zertretener Goldfisch, rot.

    Das kann nur ein ignorantes Menschenkind getan haben, denke ich.
    Es muss ebenfalls zertreten werden.

    Da ist es schon. Aber es ist ein ganz kleiner Mensch und versucht, zu fliehen wie ein Hase, sich ganz klein zu machen, um nicht erwischt zu werden.

    Für einen kurzen Augenblick kommt eine Stimme in mir hoch, die sagt:
    "Nein, mach das nicht. Das möchtest Du gar nicht."
    Ich merke, wie in Sekunden die kleine Tuni überstimmt wird und das Über-Ich die Regie übernimmt:
    "Du musst das jetzt machen. Es ist richtig."

    Ich zermatsche das kleine Ding und lasse den Kopf heil, damit es länger leidet.



    Ich hatte in den letzten Tagen im Fernsehen eine Horrorserie am laufen, das hat da vermutlich mit reingespielt, aber ich glaube, ich bin garantiert nicht die Einzige, die manchmal krasse Träume hat.

    Daraus gelernt (viel zu früh, an Schlaf war nicht mehr zu denken):

    - Höre IMMER auf Deine innere Stimme und sonst nichts.

    - Vergelte Gleiches nicht mit Gleichem. Das führt im Kleinen wie im Großen zu nichts Gutem.

    - Lerne und wende Vergebung an. Das ist eine Form, Verantwortung zu übernehmen. Lässt Du Dich von Wut, Negativität und Groll leiten, führt das zu Krieg. Du bleibst dann aber dennoch ein Opfer.

    - Es war nicht cool, was der kleine Mensch getan hat. Aber er wusste es nicht besser oder hatte schlechte Vorbilder. Wenn er bereits groß ist, hat er keinen Zugang zu sich selbst und leidet immer noch an irgend einem Mangel. Er ist also eigentlich ne arme Sau und verdient vielleicht Dein Mitleid, wenn auch nicht in jedem Fall mehr.

    - Sei gut zu Dir, sorge gut für Dich, nimm das Zarte in Dir an. Dann musst Du seltener durch Horror-Häuser stiefeln.
    An und für sich.

  7. Avatar von Zombi
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Eva
    Meine Angst wollte "verhindern" das ich mich verändere, aber sie wäre auch machtlos über mich geworden, wenn ich mich verändert Hätte
    Eva ich habe die Angst als solche angenommen und beachtet.
    Ich denke nicht, dass die Angst verhindern will etwas zu verändern.
    Meine Angst wollte mich auf etwas aufmerksam machen, nämlich dass ich etwas verändern sollte.
    Ich denke auch Sie kommt nur, wenn etwas total falsch läuft.
    Bei mir war das übermäßiger Stress, das nicht beachten meiner Gefühle.
    Immer über meine Grenzen gehen.
    Geholfen hat mir zu allererst den Alkohol stehen zu lassen .
    Danach konnte ich so Pö a Pö alles andere angehen.
    Weniger arbeiten, mehr Zeit für mich einplanen.
    Und so langsam verschwanden die Panikattacken, weil ich mich nicht mehr überfordert habe und
    Es auch nicht mehr allen Recht machen wollte.
    Ist aber nur meine Sicht der Dinge
    I did it my way

  8. Avatar von Zombi
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Tuni welche Horrorserie haste denn geguckt ?
    Ich liebe auch Grusel
    I did it my way

  9. Avatar von Eva2
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zombi, ich denke wir meinen schon beide das gleiche.

    Deshalb steht es in Anführungszeichen, dass meine Angst etwas "verhindern" wollte
    sie HINDERTE mich daran, notwendige Veränderungen anzugehen.
    Ohne Alkohol konnte auch ich alles besser angehen. Dinge ändern und auch loslassen.

    Das alles mit den Ängsten hat mit der Manipulation zu tun, der ich unbewusst ausgesetzt war.
    Vielleicht per PN aber dann erst morgen, bekomme gleich Besuch .
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile


  10. Registriert seit
    13.06.2017
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    963

    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Was ihr über die Ängste schreibt, ist auch sehr interessant und gut für mich.
    Ist ja leider auch mein Thema.
    Zur Zeit sehr aktuell.

    Ich bekomme zwar selten komplett ausgeprägte Panikattacken, dafür weiß ich vielleicht schon zuviel darüber, aber habe sehr oft starke Ängste in diese Richtung. Also Enge, viele Menschen, Zeitdruck, Versagensängste aller Art.

    Eva, werde es mal versuchen mit dem Namen geben wie Kinder. Und ich glaube Lyanna hatte mal etwas geschrieben mit "in den Armen wiegen" bzgl. der kindlichen Anteile.

    Das mit der Wut werde ich mir auch mal anschauen. Wobei Zuwendung und Wut dann schon gegensätzlich sind, oder?

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