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  1. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Maya456 Beitrag anzeigen
    ... weil ich im Moment meine Identität in Frage stelle. Das hört sich alles so gewaltig groß an, ist aber extrem wichtig für mich.

    Ich wirke nach außen sehr stark und bestimmt. Setze in der Regel durch, was ich will. Bin Kämpferin... Aber derzeit fehlen mir die Kräfte für mich selbst.
    Und, ich bin ehrlich: Ich weiß aus heutiger Sicht wirklich noch nicht, wie ich es dauerhaft ohne diesen "Helfer" schaffen soll.
    liebe Maya, du hast ja schon genau erkannt, was dir fehlt "Aber derzeit fehlen mir die Kräfte für mich selbst. " Das ist so wichtig, ebenso wie deine Identität. Hier könntest du ansetzen, dir den Raum, die Zeit dafür schaffen und deine Kräfte für dich sparen, die brauchst du jetzt für dich, dringend. Was raubt dir Energie, wo kannst du dich zurückziehen und etwas abgeben? Aufhören zu trinken, ist sehr schwere Arbeit, kostet Unmengen an Energie.

    Ich habe mich anfangs ganz stark im Mittelpunkt gesetzt, mein Wohlsein, meine Nüchternheit kam an erster Stelle. Danach erst alles andere.... oh ich fühlte mich so egoistisch, es war mir ganz komisch dabei und kostete mich grosse Überwindung ...
    Ich habe getrunken, um das und anderes zu überstehen... aber trinken machte mich noch mehr kaputt, hat mich noch mehr geschwächt.... irgendwann wäre ich total zusammengeklappt und hätte in die Klinik gehen müssen für Monate oder länger ... dann hätten die anderen auch ohne mich zu leben gewusst, da bin ich mir sicher. Aus dem Grund und weil ich partout nicht mehr trinken wollte, habe ich mich an erster Stelle in meinem Leben gesetzt. Das klappte recht gut, nicht alles auf einmal, aber mein Rucksack wurde leichter, ich entledigte mich nach und nach von Ballast, welcher nicht zu mir gehörte.
    Für andere da sein, ist zwar schön und gut, aber was macht das auf Dauer mit dir ? Wo bleibst du ? Du hast auch Bedürfnisse und Rechte.

    Ich habe es ja auch so ähnlich wie du erlebt.... siehe die Geschichte vom kleinen ich bin ich... ich war auch eine Kämpferin, aber deren Herz hat für andere geschlagen. Später kannst du dir noch anschauen, warum du, obwohl du eine Kämpferin bist, nicht auch für dich da bist. Wann hast du aufgehört für dich da zu sein ... wieso ? Was gibt es dir für andere da zu sein? oder Warum mache ich das? Sind so fragen, die ich mir gestellt habe... und auch antworten gefunden habe.

    Und mit leichten Rucksack und viele neue Erkenntnisse, die ich in meinen Leben integriert habe, habe ich es nicht nur ohne Alkohol geschafft, sondern es geht mir viel viel besser als vorher. Ich habe auch mein ich wieder, mein Herz wieder, das für mich schlägt ... das ist meine wahre Identität. Nein, ich bin jetzt nicht zu einer skrupellosen Egoistin geworden ....
    ich bin gleichberechtigt, mein Wohl, meine Bedürfnisse sind mindestens genau so wichtig, wie die der anderen. So lebe ich besser, bin glücklicher, zufriedener und den anderen geht es auch nicht schlechter, wie es ausschaut, im Gegenteil ... was für eine Überraschung.
    Und ich trinke nicht mehr, ich brauche es nicht mehr und ich will es nicht mehr ... lieber würde ich auf anderes verzichten, noch weiters verändern, als wieder zu trinken anzufangen


  2. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ja zombi, Ich habe noch wahnsinnige Angst vor einem Rückfall. Es kommt mir so unberechenbar vor.... es kann ja jederzeit passieren...
    Am Wochenende habe ich Soße mit Wein gegessen. Aus Höflichkeit und ich hab’s fast nicht runter bekommen.
    Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich anders handeln.

    Maya, ich weiß genau, was du meinst... mir fiel es am Anfang so schwer zu denken: das wars. Nie wieder Alkohol.
    Und ehrlich gesagt, denke ich das manchmal immer noch...
    aber ich glaube, es wäre mein todesurteil, wenn ich noch einmal anfange. Nicht sofort, aber schleichend und hinterlistig, wie der Alkohol eben ist. Und jetzt Ärger ich mich schon wieder, weil ich geschrieben hab: ich glaube.... nein, es wäre definitiv mein Todesurteil. In einem Buch hat der Autor Alkohol mit einem Heiratsschwindler verglichen und die Frage gestellt, wie oft man auf einen Heiratsschwindler wiederholt rein fällt und wie oft man schon auf den alkohol zum reingefallene ist...

    Ganz ehrlich: ich komm nicht mehr hinterher mit dem Lesen... schön, dass es hier so munter zugeht... und wir nicht alleine sind

    Liebe Grüße und eine gute Nacht


  3. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    liebe Maya, nur kurz ...
    Angst vor Rückfall hatte ich noch sehr lange, oh ja, so eine akute Angst, ich bin ja kaum noch in Gesellschaft gegangen, überall lauerte das, was ich nicht mehr wollte in meinen Augen, denn ganz verabschiedet hatte ich mich noch nicht, es dauert eben bis Ruhe Eintritt im Suchtkopf, bis die Hexe leiser wird ... jetzt ist es im Hintergrund, so als Respekt, als gesunde Angst vor etwas das ich nicht möchte, dass es mir passiert ... also wieder trinken.

    Trauer, weil nie wieder Alkohol ... ist anfangs auch völlig "normal", hatte ich auch, habe sogar mal geheult deswegen, als ich down war und gerne etwas gehabt hätte ... sie ist völlig berechtigt, immerhin WAR er mal unser guter Freund und Abschiede tun nun mal weh Auch wenn sie zu unseren Besten sind.
    Auch heute noch und das wird wohl bleiben, überkommt mich hin und wieder, eine leise Wehmut, weil ich nicht mehr kann....in gewissen Momenten würde ich gern wollen und können, interessanter Weise nicht mehr bei Stress, wie früher, sondern bei schönen Anlässen, wo gediegen ein "besonderer" genossen wird.. Dann denke ich, was passieren würde, wenn ich wieder trinken würde ... male es mir bunt aus, erinnere mich an früher ... und so vergeht es mir dann wieder...
    Geändert von yessai (11.11.2019 um 23:48 Uhr) Grund: ergänzt

  4. Avatar von Sylvestris
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Maya456 Beitrag anzeigen
    Ich wirke nach außen sehr stark und bestimmt. Setze in der Regel durch, was ich will. Bin Kämpferin... Aber derzeit fehlen mir die Kräfte für mich selbst. Solange ich denken kann, habe ich meine Existenz dadurch definiert, dass ich mich für andere einsetze, seien es die Familie im engeren und weiteren Sinne, die Freunde oder der Beruf (sozial-pädagogisch).
    Gefühle, die mich selbst betreffen, habe ich verdrängt, betäubt mit Wein. Nur nicht wirklich hochkommen lassen das verletzte innere Kind, die verletzte innere Jugendliche, die verletzte innere junge Erwachsene.....
    Ja, liebe Maya , das kommt mir allzu bekannt vor.
    Es fühlte sich seinerzeit bei mir an, als renne ich durchs Leben, renne und renne, komme ins Stolpern ... ... und anstatt inne zu halten werde ich noch schneller und stolpere weiter durch meinen Alltag.

    Für eine Zeit lang war ich wie gelähmt, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte (an diesem Punkt war ich, als ich dieses Forum fand)

    Ich konnte doch nicht so weitermachen. Das Rennen und Stolpern würde weitergehen entweder bis zum Sturz, in einen Burnout oder ähnliches, oder der Alkoholkonsum würde sich weitersteigern (die Folgen sind ja bekannt)

    Was mir am Meisten hier half, das war die Erkenntnis, dass ich nicht allein war. Ich bin kein Versager, ich bin nicht schwach, nicht dumm .... und ich konnte inne halten.

    Das ist doch genau das, was man macht, wenn man zu schnell einen Berg hinunter rennt. Man bleibt stehen, sammelt die Kräfte und schaut, wie man weitergehen kann - vielleicht hat man sich verlaufen, muss wieder hinauf ...

    So war für mich jedes Nichttrinken ein Innehalten, ein Nachdenken darüber, warum sollte ich nun Alkohol trinken?
    In solchen Momenten habe ich nicht darüber nachgedacht, welche Dimensionen die ganze Geschichte hat. Nein, ich blieb im Hier und Jetzt, hielt mich still. Wenn ich mich wieder rühren konnte, holte ich mir ein Glas Wasser, kochte Tee ... und versuchte von den Gedanken und Gefühlen runterzukommen.
    Und genau das - Abend für Abend - Tag für Tag. Es ist ein Prozess, der im Laufe der Zeit, ganz allmählich leichter wird.
    Ich schaute nicht in die Zukunft - es bringt nichts, denn in dem Moment schiebt sich alles zu einem scheinbar unüberwindlichen Berg auf.

    Nichttrinken war für mich der Anfang - anschließend kam das Aufräumen, das Festigen meines Fundaments. Nicht alle Steine auf einmal. Fürs Erste genügte es bei mir "Nein" in bestimmten Situationen zu sagen, um anschließend festzustellen - ui - so schlimm war das gar nicht. Oder sich und anderen eine Schwäche einzugestehen - "mir wird das jetzt zuviel" sagen.

    Für mich hat dieses Forum genug Austausch geboten. Wäre es nicht so gewesen, dann hätte ich mir professionelle Hilfe gesucht; die Adressen sind übrigens noch immer in meinem Computer gespeichert - und das bleiben sie auch.
    Sylvestris

    ..................... ...................


  5. Avatar von Sylvestris
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Bibi2015 Beitrag anzeigen
    Ja zombi, Ich habe noch wahnsinnige Angst vor einem Rückfall. Es kommt mir so unberechenbar vor.... es kann ja jederzeit passieren...
    Am Wochenende habe ich Soße mit Wein gegessen. Aus Höflichkeit und ich hab’s fast nicht runter bekommen.
    Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich anders handeln.
    Es heißt zwar "Angst ist ein schlechter Ratgeber", aber fürs Erste ist sie nicht übel.

    Aus Höflichkeit Soße mit Wein trinken

    So etwas fand ich seinerzeit schwierig. In diesem Moment würde ich etwas zurückweisen, was ich früher gern mochte. Sowas verstanden die anderen nicht; denn ich gehörte zu den heimlichen Trinkern. Ich war nie ausfallend geworden, hab mich "nur" zu Feierabendzeiten beduselt.
    Dass ich keinen Alkohol mehr trinke, wird jetzt zwar akzeptiert, viele verstehen mich und manche meinen, ich würde übertreiben.

    Das war übrigens eine ganz wichtige Erkenntnis: Sylvestris muss nicht von jedem verstanden und geliebt werden - nur von sich selbst. Mein Leben, meine Regeln - verziert mit Kompromissfähigkeit.
    Genau das half mir beim Bauen meines Fundaments.

    Ich musste mich nur entscheiden, wie ich außerhalb meiner heimischen Zone damit umgehe. Es war ein Lernprozess. Irgendwann ging das Ablehnen von Dingen, die ich nicht will, leichter über die Lippen.

    Ich bin die Frau, die keinen Alkohol trinkt - Punkt.
    Vertraute und ehrlich interessierte Menschen wissen, dass ich verlernt habe, mit Alkohol umzugehen, und dass es kein Zurück gibt. Alles andere ist für mich nicht von Belang.
    Im schlimmsten Fall werden die Nudeln ohne Soße gegessen; allerdings hat sich bis jetzt noch jedes Mal Ketchup oder ein Stück Butter oder Sahne gefunden

    Ich lerne noch immer - und ich bleib dabei, es lohnt sich.

    Und ich bin froh, dass es euch gibt
    Sylvestris

    ..................... ...................

    Geändert von Sylvestris (12.11.2019 um 07:53 Uhr) Grund: Satz ergänzt

  6. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Morgen!

    Bibi, hast du die Soße gegessen auch aus Angst aufzufallen? Dieses Gefühl hatte ich anfangs ständig. Weil ich jetzt keinen Alkohol mehr trinke, weiß jeder, dass ich ein Problem damit habe. Das war natürlich nicht so und selbst wenn. Die Leute denken sowieso was über mich und das kann ich nicht beeinflussen. Mit mehr Routine beim Ablehnen von Alkohol wurde es immer leichter, das auszuhalten. Ich habe anfangs viel gefragt, was im Essen drin ist und nichts gegessen, das mit Alkohol zubereitet war. Heute frage ich nicht mehr so viel. Sollte ich aber. Letztens eine Rotweinjus, die nicht auf der Karte stand. Die Deklaration in Restaurants von Alkohol in Speisen ist immer noch nicht zuverlässig.

    Schönen Tag uns allen!
    LaCraca

  7. Avatar von Sylvestris
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    ... und wo wir schon mal dabei sind

    Zitat Zitat von Zombi Beitrag anzeigen
    Ich bin auch immer sehr dankbar wenn mich jemand auf etwas aufmerksam macht.
    manchmal, wenn ich meine Beiträge so lese, dann kommen sie mir ein wenig oberlehrerhaft vor - ich hoffe, sie klingen nicht bevormundend.
    Denn das, was ich schreibe, das ist das vorläufige Ergebnis vieler Momente des Nachdenkens, und der Berg an Zweifeln ist ziemlich abgetragen ... und doch können es nur Splitter sein, denn jeder Mensch tickt anders, hat eigene Sorgen und Nöte.
    Aber vielleicht hilft der ein oder andere Splitter, um ihn in einen Zweifelberg zu pieksen und das erste Steinchen abzutragen
    Sylvestris

    ..................... ...................


  8. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen,

    also ICH habe ja tagelang auf den Fingern gesessen und nichts geschrieben.
    Grade WEIL es mir nicht gut ging und ich auf diese Statements verzichten wollte.

    aiaiai, ich weiß was DU mit "whole again" meinst
    aber ich KONNTE das nicht gut heißen in dem genannten Kontext war es einfach FALSCH.
    Mittlerweile verstehe ich diese Einstellung, ICH allerdings bleibe bei meiner, das es eine UNHeilbare Suchterkrankung ist.

    Nun aber genug davon von meiner Seite alles geklärt
    Ich werde auch fragen wenn es was zu fragen gibt und mich bemühen niemals übergriffig zu werden.
    Ratschläge gebe ich sowieso nicht, zumindest DAS - und viel mehr - habe ich in den Gruppen erfahren drüfen.

    Am Donnerstag gehe ich mal wieder zu einer Infoveranstaltung, diesmal Sozialarbeiter/innen die in der Betreuung arbeiten, bzw. dafür ausgebildet werden.
    Freue ich mich darauf, auch wenn es da eine gibt in deren Einrichtung Alkohol in Maßen für Suchtkranke erlaubt ist.
    Die Diskussion scheue ich ja gar nicht. Ob ein Rauschtrinker zum Spiegeltrinker gewandelt werden kann ?
    DAS wäre kontrolliertes Trinken für MICH.

    Was ihr sonst schreibt, kann ich unterschreiben.
    Auch ICH will doch nur hinweisen und bin froh wenn mir jemand sagt : eva, für MICH nicht klar was Du sagst
    oder nachfragt wie ich das meine... oder oder oder.
    Denke schon ich bin kritikfähig und in der Lage darüber nachzudenken was mir jemand sagt.

    Ich kann mich aber auch sperren, gegen jeden und alles, wenn mein Bauch sich dagegen wehrt, wenn ich fühle ich soll aufs Eis gelockt werden, wenn ich vorgeführt werden soll, oder jemand mich manipulieren will.


    Mein verstorbener war so, was habe ich gehört:
    trink nicht soviel
    trinke doch weniger
    kannst ja trinken, aber doch nicht soviel

    wenn DU so weiter machst, dann ...

    mein Sohn hat mich auch angesprochen
    aber auf ganz andere Art

    Mama, ich mache mir Sorgen
    Mama, ich habe mit meiner Vorgesetzten gesprochen (Medizinerin)
    Mama, möchtest Du mal zu einer Beratung, ich wäre auch bereit mitzugehen.

    Denke ihr merkt den Unterschied.

    bei Mann habe ich nur gedacht, zieh ab - und lass mich in >Ruhe

    Bei Sohn hat sich einiges bewegt, so richtig aber erst als ich MEINEN Tiefpunkt erreicht hatte.

    Sylvestris, weder DU noch sonst jemand hier ist für meine Begriffe oberlehrerhaft
    Das fragwürdige hinterfrage ich
    und wünsche mir das auch von Euch

    danke
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

  9. Avatar von Eva2
    Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Jetzt habe ich am Telefon eine angebrüllt, die hat das von hier abgekriegt.
    I´am calling from Window Microsoft and we what to check your computer....
    ICH: I told it daily, don´t call me again

    und als sie fragte: why ???
    bin ich ausgetickt
    (der Kreischer war tagelang in mir, wegen hier )

    Am Tag passiert das zich mal, unterschiedliche Nr. und deshalb kann ich die Nr. nicht sperren

    Was ich noch schreiben wollte

    yessai, Dein Ansatz: NIE mehr Alkohol
    den kann ich total verstehen

    wird jetzt wirr, aber wenn ICH nicht wüsste es geht eben NIE mehr
    dann wäre auch mein tägliches : nur für HEUTE ohne jede Chance
    dann hätte ich mal wieder nur eine Pause um mir zu beweisen: geht doch !

    und es geht eben NICHT MEHR, Bremse kaputt

    für alle einen trockenen Tag
    ich trinke heute nicht
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

  10. Avatar von Kernobst
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Eva,
    Da kommt die Erinnerung an das Gespräch mit meinen erwachsenen Kindern hoch, die mich mit ähnlichen Worten darum baten, mit dem Trinken aufzuhören und mir Hilfe zu holen, wie dein Sohn sie formuliert hat. Die Quintessenz dieser Bitte war, dass sie sich sorgen, weil sie mich lieben.
    Das schlug bei mir ein wie ein Donnerschlag und war mein persönlicher Tiefpunkt. Im Nachhinein kann ich sehr dankbar sein, so großartige Kinder zu haben, habe ich doch in den ersten Sekunden und Minuten dieses Gespräches gedacht, was geht sie das an......
    Aber von da an fiel es mir leicht, einen Schlußstrich zu ziehen und auf die alkfreie Seite zu treten. Da bin ich bis heute und bin froh, auch wenn ein Leben ohne Alkohol manchmal auch schmerzlicher sein kann, besonders, wenn Gefühle hochkommen, die man früher weggedrückt hat und durchlebt werden wollen.
    Unbezahlbar ist es darüber hinaus, kein ständig schlechtes Gewissen oder Schuldgefühl mehr mit sich herum tragen zu müssen. Das gibt einem soo viel Freiheit zurück.
    Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag.
    Kernobst

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