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  1. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Zombi Beitrag anzeigen
    Yessai mein Sonnenschein , bei dir stockt mir tatsächlich ab und an der Atem
    Mensch Mädel was du alles für dich tust, einfach grandios.
    Ich hoffe die Therapeutin kann dir weiterhelfen.
    Pass aber auf dass du dich nicht überforderst
    liebe zombi, ich passe auf, darum mache ich es ja
    von nichts kommt nichts ... bisher habe ich das Sohn Problem etwas zur Seite getan und ihn machen lassen und es lief ja auch gut bis vor ein paar Wochen. Nun fühle ich mich stark genug, gefestigt um auch das anzugehen. Ich war ja mit ihm bei seinem Gespräch und fand es wirklich sehr hilfreich. Alleine drehten sich meine Gedanken und Überlegungen erfolglos im Kreise also muss Hilfe her. Und die gibt es, also nehme ich sie gerne an.

    liebe Kardia, Tränen reinigen und erleichtern... die Trauergefühle kennen wir alle, sie kommen und gehen, wie alles im Leben. Der Alkohol kann diese sogar verstärken und den Schmerz verlängern ... auf Dauer gesehen. Er ist keine gute Medizin. Aber es gibt Austauschgruppen und Therapien. Gerade wenn du wenig Leute kennst, viel alleine bist und es sich anfühlt als ob du in einer Depression rutscht, hole dir doch auch Hilfe. Du musst es nicht alleine durchstehen, gemeinsam lässt sich vieles besser durchstehen, gerade in so schwere Zeiten im Leben.

    Ich wünsche euch einen schönen Abend, muss nochmals los .. sonst würde ich gerne weiter schreiben


  2. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Kardia,

    mein MItgefühl für Deinen Verlust.
    Gut, dass Du Dich hier eingefunden hast, hier wird geholfen, wenn man es annehmen kann.

    Lyanna,
    danke für die postive Rückmeldung.

    Ai,
    ich hatte in den letzten Tagen im Vorgängerstrang verfolgt, wie Du trotz fieser Anfeindungen positiv und freundlich geblieben bist. Danke für das gute Vorbild-Sein.

    Alina, ist alles gut bei Dir?

    Unterschätz mich ruhig. Das wird lustig.

  3. 08.11.2019, 19:41



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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Kardia, deine Posts berühren mich. Herzlich willkommen hier! Auch ich habe mit meinem kontrollierten Trinken versucht, meinen Winkonsum zu regulieren. Das funktioniert nicht! Besser geht es ohne! Es ist nicht einfach, aber es klappt immer besser. Liebe Grüße


  5. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Hallo an Alle,
    hatte jetzt auch erstmal zu tun, alles nachzulesen. Aber wieder soviel Gutes und Interessantes!

    Tuni, danke für die Nachfrage. Ich hab oft Mühe, im Alltag alles zu schaffen und hinzubekommen, so wie ich gern wollte.
    Und der Konflikt mit meinem Vater, der meinen Alltag direkt betrifft, dauert an und macht mir sehr zu schaffen.
    Aber ich versuche, damit klarzukommen, und irgendwie Handlungsalternativen zu entwickeln, wenn die Sache eskaliert, bzw. da ein "Worst Case" eintritt.

    Heute Abend hab ich es mir erstmal allein gemütlich gemacht. 😊

    Zu den Sprüchen: Ich mag sinnige Sprüche sehr. 🙂

    Ich fand deinen "Roman" auch interessant, liebe Kardia.
    Mein Beileid zu deinem Verlust. Ich habe vor 1,5 Jahren auch einen wichtigen Menschen verloren. Trauer ist ein langer Prozess, der nicht leicht ist.
    Dich hier auszutauschen, wird dir bestimmt helfen, dich besser zu fühlen. Und die Sache mit dem Alkohol anzugehen.

    Yessai, deinen Schritt mit der Psychologin in der Problematik mit deinem Sohn finde ich auch sehr gut. Ich drücke dir alle Daumen!

    Allgemein zum Zuckerthema:
    Ich versuche, etwas darauf zu achten.
    Aber da ich diese Essstörung hatte, sind strikte Diäten für mich etwas ganz Schwieriges.
    Nur für Notfälle vorstellbar.

    Habt ein schönes, möglichst entspanntes Wochenende 🌙


  6. Registriert seit
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    Kuss AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen,

    vielen Dank an alle, die ihr Mitgefühl ausgedrückt haben

    Ja, es ist eine schwere Zeit, aber das ist in Ordnung. Ich kann mich sehr oft gut selber trösten, weil wir immer über alles reden konnten, auch über sein bevorstehendes Sterben.
    Wir waren im letzten Dezemer noch zusammen im Ruheforst und haben uns einen Baum ausgesucht, der unsere letzte Ruhestätte sein soll.
    Eine wunderschöne, große Buche, die geradewegs in den Himmel wächst

    Ich bin seit der Beisetzung noch nicht wieder da gewesen, nicht, weil ich das nicht aushalten würde, aber D. ist eh nicht dort, sondern bei mir.
    Wenn ich darf, möchte ich euch gerne das Gedicht schreiben, das er ausgesucht hat. Es waren nur der vorgeschriebene Forstbeamte und meine Freundin, die angereist ist, dabei.

    "Der Tod bedeutet gar nichts.
    Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
    Ich bin ich, ihr seid ihr.
    Was wir jemals füreinander waren,
    wir sind es noch immer.

    Gebt mir den Namen,
    den ihr mir immer gegeben habt.
    Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt
    und ändert euren Tonfall nicht.
    Hüllt euch nicht in Mäntel
    aus Schweigen und Kummer.

    Lacht weiterhin,
    worüber wir gemeinsam gelacht haben.
    Wenn ihr von mir sprecht,
    tut es ohne Reue und ohne Traurigkeit.
    Das Leben bedeutet all das,
    was es bisher bedeutete.

    Der Faden ist nicht durchschnitten.
    Ist der Tod nicht ein
    nebensächlicher Zwischenfall?

    Weshalb sollte ich nicht mehr
    in euren Gedanken sein?
    Nur weil ihr mich gerade nicht sehen könnt?

    Inmitten der Zeit und Dimensionen
    warte ich auf euch...
    Ganz in der Nähe,
    auf der anderen Seite des Weges.

    Alles ist gut."

    Claudia, danke für deine Zeilen, aber du kennst mich nicht.
    Mag sein, dass es für viele gut ist, sich in entsprechenden Gruppen auszutauschen, ich glaube, dass ich das nicht "brauche", ich gestehe mir zu, so zu trauern, wie es halt gerade ist, alles braucht seine Zeit und die nehme ich mir. Es ist ja nicht so, dass ich den ganzen Tag depressiv in der Ecke sitze.

    Ich habe momentan kein Verlangen nach Alkohol, eine Woche ist nun um, aber wie das geht, weiß ich ja schon.
    Nun schau ich mal, ob nach mehreren Wochen ein Verlangen wach wird, das ich noch nicht kenne. Ich weiß es nicht, in den letzten Jahrzehnten kam so was Merkwürdiges nicht vor, länger als eine Woche ohne Flasche hat es noch nie gegeben .
    Zeit wird´s.

    Tut mir Leid, dass ich nicht auf euch eingehe, das kommt sicher noch

    liebe Grüße
    Kardia

  7. Avatar von Eva2
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ihr Lieben, liebe Kardia

    vielen Dank für das Gedicht, ich hatte grade etwas gesucht und überlegt was ich auf das Blatt am Blumenkranz schreiben kann,

    Weshalb sollte ich nicht mehr
    in euren Gedanken sein?
    Nur weil ihr mich gerade nicht sehen könnt?


    Für mich eine ganz besondere Bedeutung, wenn auch ganz anders als bei Dir.

    Dir wünsche ich viel Kraft, und JA, die Trauer will in DEINEM Tempo gespürt werden.
    Es muss einfach fuchtbar sein einen geliebten Menschen zu verlieren, aber wirklich verlieren wir sie ja nicht.

    Auch Liebeskummer, aber anders halt
    Wenn der Partner geht weil ER das so entscheidet, dann verletzt das zu tiefst.
    Liebeskummer ist aber auch schrecklich wenn "man" diese Entscheidung selbst getroffen hat.

    Die "alten Knorze" wohnen da wo der Handkäs und der Äppler zuhause ist
    Wir sagen das nur so im Spaß, ist halt eine Gruppe in der gar keine "jungen" sind und diese Männer haben schon auch eine herzhafte Sprache.
    Am Donnerstag sagte einer hat macht sich Sorgen, wenn er in Rente geht, mit seiner Frau hätte er schon sehr seinen Schaff
    und doch kann ich raushören wie sehr er sie liebt, sie fordert halt einiges im Haushalt von ihm, da hat er seinen Schaff


    Ganz anders das Meeting am Freitag, da sagen wir (auch flapsig) heute bei den Examinierten. Einfach weil da einige Leute sind die ein Examen haben oder studiert haben. Bei meinem "Heimatmeeting" sind die,die mir am allermeisten liebevoll rüber kommen. Das liegt aber einfach daran, dass ich NIE vergesse wie herzlich ich da aufgenommen wurde.
    Ich kam da an, hatte mich vorher noch hinter einem Baum versteckt, weil ich erstmal "gucken" wollte wer da rein geht.
    Da war aber NIEMAND der so aussah wie ein Alkoholiker
    aus irgendeinem Grund bin ich dann doch rein - ähnlich wie es Lyanna schreibt:
    ich wurde angenommen, grade so wie ich da ankam. Voller Scham, voller "ja, aber..." voller Angst wie ich das schaffen soll, voller Zweifel ob ich mein Leben überhaupt wieder irgendwann leben könnte...
    Einer hat gesagt: schön das DU da bist

    Ich hatte irgendwie das Gefühl, hier bin ich richtig.
    So habe ich es dann in diesen Wochen und Monaten erlebt, angenommen, einfach so, ohne Grund, weil ich BIN wie ich BIN.

    Und ich sah diese Menschen, die sagen: mein Name ist X, ich bin Alkoholiker/in
    ja, aber ... waren meine Gedanken, die erzählten ja von Promillezahlen und Mengen jenseits meiner Vorstellungskraft.
    Ich habe aber schnell verstanden, ich bin eben AUCH süchtig und deshalb verstand ich auch die Menschen und sie verstanden mich.

    UND ich hörte die zwölf Versprechen, da muss ich heute noch jedesmal fast heulen wenn das vorgelesen wird. (Hatte ich hier schon mal verlinkt, vielleicht mal wieder, mir tut es immer gut das zu lesen)

    Die 12 Versprechen

    Jetzt fahre ich zum Blumengeschäft und hole den Schmuck ab und dann fahre ich zum Friedhof.
    Der Vater meines Sohnes ist morgen vor einem Jahr gestorben.

    Wünsche Euch allen ein gutes Wochenende
    ich werde später mit meinem Sohn und unserem Hund durch den Wald streifen
    mein Partner ist auf einer Sitzung und kommt erst späten Nachmittag
    Ich bin dankbar, dass ich diesen Menschen getroffen habe
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

  8. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen!

    Zum Selbstabwertung: als ich aufgehört habe zu trinken, war mein Selbstwertgefühl kaum mehr vorhanden. Das war eh nicht so ausgeprägt und wurde durch das Trinken, die Folgen (Kater, schlechtes Gewissen, wieder und weiter trinken, Scham...) Und Depressionen immer weniger. Eine Hausaufgabe in der Therapie war, mich jeden Tag mindestens dreimal selbst zu loben. Der Zettel hängt immer noch am Spiegel, ich nehme ihn zwar nicht mehr bewusst wahr, aber er wirkt noch immer. Das Selbstloben hat mitgeholfen aus der Abwertungsspirale auszusteigen.

    Ein Teil der Hausaufgabe war, jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, die ich tagsüber gut gemacht habe. Gar nicht so leicht, wenn man sich wertlos fühlt.

    Schönen Tag uns allen.
    LaCraca

  9. 09.11.2019, 11:22


  10. 09.11.2019, 11:27


  11. 09.11.2019, 11:36



  12. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Einen wunderschönen guten morgen

    Zitat Zitat von kardia Beitrag anzeigen

    Ja, es ist eine schwere Zeit, aber das ist in Ordnung. Ich kann mich sehr oft gut selber trösten, weil wir immer über alles reden konnten, auch über sein bevorstehendes Sterben.

    Ich habe momentan kein Verlangen nach Alkohol, eine Woche ist nun um, aber wie das geht, weiß ich ja schon.
    Nun schau ich mal, ob nach mehreren Wochen ein Verlangen wach wird, das ich noch nicht kenne. Ich weiß es nicht, in den letzten Jahrzehnten kam so was Merkwürdiges nicht vor, länger als eine Woche ohne Flasche hat es noch nie gegeben .
    Kardia, das Gedicht rührt mich jedesmal sehr, ich habe es schon gekannt, aber jedesmal wirkt es in meiner Seele. Über den bevorstehenden Tod miteinander zu sprechen ist heilsam ... kann nicht jeder.

    Es freut mich, dass du gut zurecht kommst ... in deiner vorrangiger Post klangst du so allein und traurig. Aber alles verändert sich, nichts bleibt wie es ist... von Augenblick zu Augenblick kann es anders sein.

    Schön, ist auch deine Beobachtung, ein anderes Gefühl zu haben- nach einer Woche ohne Wein- also kein Verlangen, mehr Ruhe, wenn ich dich richtig verstehe,. Ich wünsche dir, das es so bleibt.

  13. Avatar von swim_again
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    Die "alten Knorze" wohnen da wo der Handkäs und der Äppler zuhause ist
    Wir sagen das nur so im Spaß, ist halt eine Gruppe in der gar keine "jungen" sind und diese Männer haben schon auch eine herzhafte Sprache.
    Am Donnerstag sagte einer hat macht sich Sorgen, wenn er in Rente geht, mit seiner Frau hätte er schon sehr seinen Schaff
    und doch kann ich raushören wie sehr er sie liebt, sie fordert halt einiges im Haushalt von ihm, da hat er seinen Schaff
    Klasse, Eva!
    Und das:

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    ich wurde angenommen, grade so wie ich da ankam. Voller Scham, voller "ja, aber..." voller Angst wie ich das schaffen soll, voller Zweifel ob ich mein Leben überhaupt wieder irgendwann leben könnte...
    Einer hat gesagt: schön das DU da bist
    macht mir so ein warmes Gefühl im Bauch! Wie liebevoll, ein solcher Empfang. Wenn ich das in einem Film sehen würde, müsste ich auf jeden Fall heulen...

    Ich bin heute mal faul. Wetter sieht ungemütlich aus, irgendwie höre ich die Sauna rufen. Aber noch sehr leise.

    Habt es gut heute!
    Swim


  14. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Eva, für dich viel, viel Kraft und Heilung von allem was noch schmerzt

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