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  1. Avatar von LaCraca
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Bella, alles Gute für dich!


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Ich wünsch dir auch alles Gute, Bella ...und nur für den Fall, das ...
    wir sind ja hier!
    Es ist immer JETZT


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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Bella, auch von mir alles Gute für Dich (unbekannterweise)

    Danke, Zombi,
    da kann ich was mit anfangen.
    Stimmt: Ganz leicht und doch ganz schön schwer.

    Zitat Zitat von Alina61 Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Tuni,
    das mit dem "emotionalen Zeropunkt wie in der Wirtschaft" musste ich zweimal lesen um zu verstehen, was du meinst, finde ich aber einen interessanten Gedanken. Magst du das mal kurz in der Wirtschaft beschreiben, um den Vergleich genauer zu haben, und dann wie du dir das privat vorstellst?
    Alina, ich dachte mir das so:
    Wenn, wie zur Zeit, die Finanzmärkte sehr aufgeregt und kopflos agieren, wird immer mal wieder der Ruf nach so einem Zeropoint laut. Also, dass alle schuldnerischen Verpflichtungen, auch zwischen Staaten, aufgehoben werden, um die Gelegenheit zu neuem Wachstum zu schaffen. So in etwa.

    Wenn ich (für mich) so einen Nullpunkt ausrufen würde, hätte niemand (emotionale) Schulden bei mir. Ich müsste der Person nichts nachtragen, ich könnte sie vielleicht nicht unvoreingenommen, aber neutral behandeln, ich hätte nichts aufzurechnen und könnte insofern wie gesagt:
    ohne störenden Groll die Situation mit dieser Person beobachten, wirken lassen und in einem nächsten Schritt die für mich beste Entscheidung treffen, die bestmöglichen Konsequenzen ziehen.

    Damit meine ich nicht speziell meinen bisherigen Partner, sondern eben auch Arbeitskollegen, mit denen man ja in der Regel einen großen Teil des Tages verbringt.



  4. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Halloooo ... wieso verabschiedet ihr euch von Bella? ich habe verstanden sie hat einfach zur Zeit kein Schreib-Bedürfnis, was sich aber ja jederzeit ändern kann .. so Phasen haben wir doch alle mal oder habe ich es falsch gelesen ?

    Tuni, interessanter Gedanke, aber schwierig, müssen die anderen den zeropunkt genau so wollen und beide es auch umsetzen können ... was ich mir gar nicht so leicht vorstelle. Nur mit guter Kommunikation, gegenseitigem Verständnis usw...

    Ich bin aber auch müde im Kopf, hatte gestern eine lange nacht bis 5 Uhr etwa wach gewesen und bin um 9.30 aufgestanden .. dann wandern und jetzt bin ich platt ... daher verkrieche ich mich bald ...

    schlaft gut und träumt schönes ...


  5. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Danke Tuni, mit diesem Gedanken kann ich etwas anfangen!
    So in etwa wie "neu beginnen", "Altes zu den Akten legen"...stelle ich mir das vor.

    Das heißt nicht, dass nun alles toll ist, aber man versucht neu auf die Situation oder den Menschen zu schauen, ohne immer nur im Alten verhaftet zu sein.

    Das ist nicht immer leicht, aber wirkt auf mich als guter Gedanke.

    Danke für deine Erklärung⚘

  6. Avatar von Kernobst
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Liebe Maya,
    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier. Das Schreiben hier hat mir bis heute sehr geholfen. Ich besuche darüber hinaus einmal wöchentlich eine Selbsthilfegruppe. Das sind schon mal zwei Hürden, die ich überwinden müsste, wenn die Weinhexe mich in Versuchung führen möchte.
    Jaaaa, ich weiß, wer trinken möchte, tut dies auch und umgeht die Hürden, aber mir sind sie sehr wivüchtig.
    Einen schönen Sonntag
    Kernobst, die sich gerade über eineinhalb kostbare Lebensstunden mit einem dösigen Tatort ärgert.

    Ich hatte Bella auch so verstanden, dass sie schreibmäßig pausiert, aber weiterhin bei uns bleibt


  7. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    "Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut,
    aber andere Resultate erwartet."

    Rita Mae Brown


    Ein Post von mir vor vielen Jahren .... 2012 ...
    eine Userin schrieb, dass sie nicht das Ziel hat, total trocken zu leben, aber gerne hier mitliest und sich aus unseren Post das nimmt, was sie für sich gebrauchen kann.
    Meine Antwort darauf ...so würde ich heute auch antworten ...
    ...

    Mir gefällt, was du schreibst, und ich finde deinen Beitrag nicht unpassend!
    Du klingst sehr "besonnen" und bist dir "bewusst", wann du dich für was entscheidest.
    Hier war ja auch nicht die Rede davon, dass alle, die hier schreiben Alkoholiker sind!
    Ich bin's und noch einige andere mehr, die hier schon gar nicht mehr schreiben, aus welchen Gründen auch immer ...
    Gründe gibt's wie Sand am Meer!

    Du klingst nicht so, als würdest du Alkohol bagatellisieren,
    du bist dir schon der Gefahren und Resultate bewusst ...
    allerdings hast du eben kein Problem mit Alkohol!
    DAS finde ich super.
    Solange es dir mit dem, was du trinkst, gut geht, du keine Ausfälle hast oder gravierende "Nebenwirkungen" auftreten, warum solltest du nicht was trinken?

    Ich hätte niemals aufgehört, wenn ich nicht "gemusst" hätte, um einigermassen oder überhaupt "weiterleben" zu können.
    MIT gings nicht (mehr), und "ohne" konnte ich nicht!

    Ich weiss nicht, was passieren muss, wie schlimm es bei jedem eintreten muss,
    um sich überhaupt Gedanken ums Aufhören zu machen?
    Da hat wohl jeder seine eigenen Schmerzgrenze?

    Meine war längst überschritten, ich merkte keine "Einschläge" mehr und war davon überzeugt, das letzte bisschen Hirn auch noch versoffen zu haben ...
    Vielleicht hatte ich Glück im Unglück, ich weiss es nicht?!
    Etwas Hirn ist mir, scheints, doch geblieben, und so nach und nach hat es sich wohl auch irgendwie erneuert?

    Wie auch immer:
    ich mag von jedem lesen, wie er mit sich und seinen "scheinbaren Unzulänglichkeiten" umgeht, klarkommt oder was sich geändert hat (oder auch nicht)

    JEDER findet seinen Weg für seine Belange, und letztlich kann JEDER ihn auch nur allein gehen ...
    Es ist immer JETZT
    Geändert von Lyanna (21.10.2019 um 03:09 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen, Lyanna!
    Ich finde deinen "alten" Post sehr reflektiert und kann wie immer auch für mich was mitnehmen und lernen.
    Danke


  9. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    Lyanna, danke für dieses Post. Ja - es gibt viele Spielarten und der Weg in die Sucht ist schleichend.

    Für mich steht heute fest, dass ich Wein genutzt habe, um mir mein Leben mit Ex schönzutrinken, Probleme zu bagatellisieren und meinen hohen inneren Perfektionismus und den gnadenlosen Leistungsstress überhaupt aushalten zu können. Ich wollte anders sein, als ich bin, es war nie genug, nie richtig, nie gut genug (da sind viele Elternspuren hinter diesen "Aufträgen"). Diese psychische Abhängigkeit ist da, aber sie kann gestoppt werden, indem der Stoff weggelassen wird. Das Suchtgedächtnis - neuronale Bahnen, Gaba etc. - alles noch da, wird aber nicht mehr bedient.

    Nicht mehr trinken zu müssen, das ist mein großes Geschenk an mich und auch das tägliche Praktizieren von Selbst-Liebe und auch Grenzen nach außen setzen - ich darf sein, auch mal schwach, nicht mehr ganz jung mit Falten und kleinen "love handles" und lebe das "Full catastropy living" (Kabat-Zinn) - es ist nicht immer nur schön, aber manchmal eben auch und das Schwere gehört DAZU.

    Habt einen schönen Tag. Alles Liebe an Euch Eure ai - und viel Motivation Tuni, Maja etc etc

    Es geht um Be-Wusstsein, hat Lyanna ja so gut geschrieben. Was uns hier eint, das ist die Absicht und die Tat, keinen Alkohol mehr zu trinken. und sicher gibt es da große Unterschiede, was das für jeden Einzelnen bedeutet


  10. Registriert seit
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    AW: Ich muss aufhören mit dem Alkohol

    Guten Morgen hinter den Wolken

    Ja, das finde ich auch ... danke Lyanna

    Da denke ich zurück, wie es bei mir war als ich aufhören wollte zu trinken ....
    Warum wollte ich aufhören? Musste ich aufhören ?

    Nein, gezwungen hat mich ja niemand, mein Leben schien zu funktionieren ....
    ich trank ja "nur" abends, nur Wein und Bier, habe nie gezittert und erst dann getrunken, wenn ich meinen Tag, meine Pflichten erledigt hatte, die Kinder im Bett waren.... ich dachte ich trinke zur Entspannung, um den harten Tag entspannt zu beenden und auch um die Schwierigkeiten oder Unzufriedenheiten, die während des Tages aufgetaucht sind, nicht mehr so stark zu spüren ....
    machen doch alle oder?

    Ich konnte, wenn ich wollte, auch pausieren, aber ich musste mir bewusst trinkfreie Abende einlegen,
    weil eigentlich hätte ich gerne jeden Abend meinen Wein getrunken ....

    Und das hat mich stutzig gemacht. Und auch, dass ich immer mehr trank als ich wollte, als es gesund ist und viel mehr als die WHO es für Frauen empfiehlt.... eine halbe Flasche Wein merkte ich schon gar nicht mehr, es wurde dann immer mehr, bis zu einer Flasche an langen Abenden.

    Das ich psychisch abhängig bin und Missbrauch betreibe, also nicht mehr normal trinke, war mir klar und deswegen bin ich auch zum Hausarzt und zur Suchtberatung, habe versucht kontrolliert zu trinken, wie sie mir empfohlen haben. Keiner dort hat mir gesagt ich wäre süchtig. Im Vergleich zu anderen, die in der Gruppe der Beratungsstelle gingen, habe ich wenig getrunken.

    Kontrolliert trinken ging nicht ... habe oft gelogen in meinem Trinktagebuch, das ich führte ...
    war ja auch so streng, nur an 3 Tage /Woche trinken und nicht mehr als 2 Einheiten ....
    war beides unmöglich einzuhalten.

    Bin dann nicht mehr hin, nützte mir ja nichts die SHG und die Beratung .. ich trank weiter ...
    bis ich mich mit ersten "Ausfällen" konfrontiert sah, morgens verspätet aufwachen,
    geredet und verkatert zur Arbeit zu spät ankam, mich mühsam und erschöpft durch den Tag schleppte
    mit den Gedanken heute Abend trinke ich aber nicht.
    Um dann abends doch wieder eine Weinflasche aufzumachen ...

    Aber ich und süchtig, ich doch nicht oder vielleicht doch ? In meiner Familie haben ja auch einige zu viel getrunken, bzw. sind Alkoholiker, mein Vater, meine Onkels und Tanten ... aber ich doch nicht ... ich mache nicht in die Hose, liege nicht mit Platzwunden auf der Strasse und finde mein zuhause nicht mehr, mache kein Krach, bin nicht aggressiv, wenn ich trinke.... wie so manche die ich erlebt habe in meinem Umkreis. Und doch, etwas stimmte nicht mit mir ... das war mir klar.

    Also suchte ich weiter diesmal im Internet ... nach ich trinke zu viel, ich muss aufhören zu trinken und
    fand dieses Forum und las von ähnliche Geschichten von anderen Frauen, die so ähnlich tranken wie ich und aufgehört haben zu trinken. Und es ging ihnen gut, sie schrieben von es lohnt sich sowas von, von Gefühle aushalten, und das ihr Leben nicht trinkend, viel reicher wurde. Das wollte ich auch!

    So ging mein aufhören los, zaghaft mit Rückschläge anfangs, aber es ging vorwärts, ohne Alkohol am Abend ...
    ich habe anfangs gegen den Suchtdruck gekämpft, der aus heiterem Himmel kam oder wenn ich was bewältigen musste,
    habe die Situationen trocken durchlebt, mir anderweitig Entspannung geschafft,
    ich habe viel gelernt aus dem was hier stand, habe vieles aufgesogen, wie ein trockener Schwamm ...
    habe Bücher über die Alkoholsucht gelesen, noch mehr erkannt und verstanden
    und viel verändert und umgesetzt in meinem Leben und bei mir,
    um trocken zu bleiben ging kein Weg daran vorbei .....
    GsD. denn es waren gute, notwendige Veränderungen, die mich und mein Leben bereichert haben und es erst richtig lebenswert gemacht haben

    und irgendwann, nach etlichen Monaten der Abstinenz bin ich zur Einsicht gekommen,
    dass ich süchtig bin und es schon viel früher war, aber es nicht sehen konnte, nicht wahrhaben konnte.
    Seitdem muss ich nicht mehr kämpfen, mein Suchtdruck, also das Bedürfnis zu trinken in bestimmten Situationen ist wie weg ....
    Ich habe gelernt und erfahren, dass ich alles bewältigen kann, ohne zu trinken... so schlimm es mir auch erscheint.
    Ich liebe mich genug, als dass ich wieder trinken möchte und in immer tiefere Abhängigkeiten sinken möchte ..
    von der psychischen Abhängigkeit in die körperliche ...
    Sucht ist Sucht und fängt mit der psychischen Abhängigkeit an und schreitet dann langsam weiter oder auch schneller ...

    Alk ist nicht nur keine Option mehr für mich, sondern gehört nicht mehr zu meinem Leben dazu. Ich habe kaum noch Kontakt zum Alkohol, zu Freunde die gerne viel trinken auch nicht mehr, bei mir zuhause gibt es keinen Alkohol.
    Ich habe keine Diskussion mehr im Kopf, keine Kämpfe, kein Suchtdruck ...
    ja Gedanken hatte ich schon, aber nur Erinnerungsgedanken, wenn ich andere trinken sehe, weiss ich, erinnere ich mich, dass ich das nicht mehr kann und auch warum ...und mir vor Augen halte, was wäre wenn ich wieder trinken würde.

    Der Alkohol ist mir nicht egal, war er mir noch nie, wird er mir nie werden, weil ich süchtig danach bin. Nur gebe ich ihm jetzt eine andere Wertung, weil er für mich lebensgefährlich ist, er ist ein Gift für mich und kein normales Getränk.

    Für mich war es so wichtig und auch befreiend, mir meine Sucht, meine Krankheit einzugestehen,
    sozusagen zu kapitulieren vor dem Alkohol ... wie es beschrieben und genannt wird.
    Danach konnte ich viel leichter mit der Abstinenz umgehen. Das "Nein zum Alkohol" ist eine Selbstverständlichkeit geworden, die mich trägt.

    Wünsche euch einen schönen Tag

    Bleibt dabei oder fangt an aufzuhören ... es lohnt sich, ohne wenn und aber ...

    (sorry ist wieder lang geworden .. das Schreiben hier hält meine Erinnerung wach, ich nenn sie auch meine Therapiezeit,
    da ich in keine SHG oder Therapie mehr gehe, aber weiss wie wichtig es ist, nie zu vergessen, wie es mal war und warum ich nicht mehr trinke)

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