Gestern im TV gesehen und ich hoffe, der link kann stehen bleiben:
Kindheitstrauma im Blut gespeichert
Wer hätte gedacht, dass sowas jemals nachweisbar wird?
lg kenzia
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Thema: Endlich nachweisbar
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07.04.2018, 07:43Inaktiver User
Endlich nachweisbar
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07.04.2018, 08:04
AW: Endlich nachweisbar
Das sind sehr interessante Forschungen in dem Bereich, es gibt auch einiges an epigenetischen Veränderungen der HPA -Achse und auch strukturelle Veränderungen im Gehirn als Folge früher Traumatisierung. Was ja auch nicht verwunderlich ist, da es ja einen in wachsenden Organismus betrifft. Und CM ist leider wirklich ein Risikofaktor für viele Erkrankungen.
Mary hatte schon mal diesen Link gepostet,
YouTube
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07.04.2018, 08:24
AW: Endlich nachweisbar
Danke, Kenzia, die Studie schaue ich mir an.
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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07.04.2018, 09:21Inaktiver User
AW: Endlich nachweisbar
Ich frage mich gerade was der Sinn und Zweck dieser Forschung sein soll. Betroffene mit ausreichend Leidensdruck gehen in Behandlung, Therapie, wenn sie Hilfe benötigen.
Wer "braucht" diese Forschung, Beweise? Die Patienten wohl nicht, meine ich. Das sich Stress sehr stark auf den Körper auswirkt und langfristig zu Erkrankungen führen kann, ist doch eigentlich klar.
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07.04.2018, 09:37
AW: Endlich nachweisbar
Ich habe mir das jetzt näher angeschaut.
In der Studie ist ja a priori bekannt, ob CM ja oder nein. Außerdem ist die Prävalenz in der Studie etwa fünfzig Prozent. In diesem Kontext ist das Vorkommen der Biomarker relativ spezifisch. In der Gesamtbevölkerung ist die Prävalenz niedriger und der Status CM ja/nein ungeklärt (wenn man nicht spezifisch fragt). Dadurch wird so ein Ergebnis weniger spezifisch. In der klinischen Praxis wird die Prävalenz wieder höher liegen. Aber für den Einzelfall handelt es sich lediglich um Wahrscheinlichkeiten. Die Frage ja/nein beantwortet es nicht.
Muß man also überlegen, ob/wie man es klinisch sinnvoll nutzen kann.
Für die Forschung ist es trotzdem eine interessante Studie. Nicht als "Beweis" sondern zur Weiterentwicklung. Forschung und klinische Arbeit hängen zusammen.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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07.04.2018, 10:02
AW: Endlich nachweisbar
Beweise für die Veränderung in den Zellen finde ich schon gut, zumindest weiss der Patient, dass die einzige Möglichkeit sein wird, sich selbst zu immunisieren gegenüber Stress und weiss wie tief das verankert ist. Heisst aber auch, dass es nicht einfach ist das Problem zu lösen.
Selbst die Prävalenz zahlen immens hoch sind, ist immer der einzelne das Subjekt etwas verändern zu können.
Fängt bei Streitereien von zwei Personen an bis hin zu Arbeitsbedingungen und anderen vor allem konstanten Umweltbedingungen usw. Denn all die Zellveränderungen sind ja nicht personell eingegrenzt oder eigene Prozesse die die Umwelt ausschliessen.
Für die Forschung ist es trotzdem eine interessante Studie. Nicht als "Beweis" sondern zur Weiterentwicklung. Forschung und klinische Arbeit hängen zusammen.
Was mir auffällt, dass die Medizinische Forschung da wenig Mitspracherecht für die Allgemeinheit hat, etwas zu ändern, außer intern im geschützten Rahmen wie Klinik oder wenn in einem Bereich von Gruppen solche Merkmale besonders auffallen.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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11.04.2018, 10:14Inaktiver User
AW: Endlich nachweisbar
Ist das so?
Wieviele, die sich umbringen haben noch nie eine Klinik oder einen Therapeuten gesehen?
Angenommen du hättest Recht- ist es nicht traurig, wenn man erst einen "ausreichenden Leidensdruck" braucht um eine Veränderung des Zustandes bewusst zu suchen?
Wieviel leichter könnte das Leben für viele Menscen sein, wenn wir für seelische Themen genauso offen wären wie für die Thematik Körper?
Anders überlegt- wie leer wären unsere Arztpraxen, wenn die Menschen erst in dem Zustand hingehen- in dem sie Therapeuten oder Psychiater (Kliniken) aufsuchen?
Unsere Gesellschaft braucht diese Forschung, unsere Gesellschaft braucht Beweise.
Die Überzeugung einzelner nützt der Masse wenig und schau hier ins Forum- wieviele sind randvoll mit Themen und stellen sich die Frage, wie sie sich noch besser zusammenreißen können um zu funktionieren. Wird ein Therapeut als Weg aufgezeigt, kommt oft genug ein Abwinken - sich auf diese Weise Hilfe und Unterstützung nehmen ist in unserer Gesellschaft einfach nicht alltäglich oder gar normal.
Wenn geforscht und bewiesen ist (in dem Buch Schmerzgrenze von Joachim Bauer aufgeschrieben), dass seelische Belastung im Gehirn wirkt und sichtbar ist-- DANN kann es auch beim letzten Zweifler udn Kritiker ankommen.
Es geht um die Akzeptanz in der Gesellschaft- und damit die Anerkennung für jeden einzelnen Betroffenen.
Ich glaube, dass dieser Bereich immer ein Stiefkind bleiben wird- auch mit Beweisen-- dennoch kann das Wissen die Gesellschaft stärken und den einzelnen ermutigen.
Schauen wir auf die Homöopathie.......was es da einen Gegenwind gibt.
Möglicherweise wird der Tag kommen, wo der Beweis erbracht werden kann- dann werden sich viele entspannter und ruhiger diesem Bereich nähern und sich nicht in einer ständigen Rechtfertigungs-Odyssee wiederfinden. (ist nru ein Beispiel und soll bitte nicht als Diskussionsstart gelten).
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11.04.2018, 10:20Inaktiver User
AW: Endlich nachweisbar
Es geht immer weiter und gerade das ist ja der Charakter in der Forschung.
Es ist ein Beitrag in einer Nachrichtensendung wert, was ich toll finde und zeigt, dass öffentliches Interesse dafür vorhanden ist.
Wer weiß, wo diese Forschungen noch hinführen- das ist ein spannendes Feld und für das alltägliche Geschäft fällt immer was ab.
Wie vergleichsweise in der Formel 1 auch Kriterien genutzt und erprobt werden, die auf der Straße unmöglich wären. Dann folgen kleine Ableitungen und unser Auto erntet von diesen Forschungen. Alle haben etwas davon.
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11.04.2018, 11:11
AW: Endlich nachweisbar
Die Gefahr bei allem, was man so im Blut nachweisen kann, ist aber, dass es einfach gemacht wird. Ohne den Patienten zu fragen, das geht nicht! Beim HIV-Test z. B. müssen "normalerweise" die Patienten vor der Blutentnahme zu diesem Zweck schriftlich zustimmen, ansonsten darf er nicht gemacht werden. Erschreckenderweise weiß das aber die ein oder andere MA nicht....
Ich bin aber ganz und gar nicht gegen die Forschung, im Gegenteil. Aber jeder, der da mitarbeitet, muss sensibilisiert werden hinsichtlich Umgang und Erhebung solcher Werte...Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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12.04.2018, 09:56
AW: Endlich nachweisbar
Und trotz der vergleichsweise guten therapeutischen Möglichkeiten und Hilfsangebote heute hierzulande besteht im Alltag für mein Empfinden ein riesiger Rechtfertigungsdruck wenn man "nur wegen der Psyche" nicht so kann, wir man laut gesellschaftlicher Norm eigentlich sollte.
Was ich zudem auch oft erlebe ist, dass schlimme Kindheitserlebnisse von anderen weggeredet/kleingemacht werden - war doch alles nicht so schlimm, so war es halt damals, sie haben es nur gut gemeint... Wenn es objektive Belege für eine Schädigung gibt würde da sicher auch ein Umdenken einsetzen.


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