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  1. Registriert seit
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    Wobei es durchaus aucn nicht wenige Leute gibt, die es hinkriegen, regelmässig zu kiffen, und die trotzdem /mit dem eine geregelte bürgerliche Existenz führen, mit Job, Hobby, Familie, etc.

    So ein gewisser Druck kann aber durchaus helfen, in die Gänge zu kommen. Was immer das dann konkret bedeuten mag.

    ich würkde dem jungen Mann aber genau gar nichts vorschlagen oder an seiner Stelle suchen, sondern lediglich ihn dann unterstützen, wenn er selbst mit etwas Konstruktiven kommt, bei dem er Hilfe braucht. Es muss schon von ihm kommen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. gesperrt
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    [ Mein Mann ist Lehrer, wir wohnen in einem kleinen Ort, Sohnemann ist schon bekannt bei Schülern... das geht nicht, er gefährdet dadurch den Job.
    [/QUOTE]

    Liebe rubie,

    so einen ähnlichen Fall kenne ich aus meinem Freundeskreis, und das hat gar nicht gut geendet. Du hast ja hier aber schon viele - und auch gute - Ratschläge bekommen.
    Was ich dich fragen möchte: Was sagt denn dein Mann dazu? Das hast du hier noch nicht geschrieben. Es geht doch hier auch um seinen Ruf als Lehrer, oder sehe ich das falsch? Du schreibst schließlich, dass euer Sohn schon als Dealer bekannt ist.
    Das finde ich sehr bedenklich.


  3. Registriert seit
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    Hallo liebe Mitteilende! Danke für eure Gedanken und Erfahrungen

    Mein Mann kifft ja nicht und er ist ein sehr beliebter Lehrer. Die Schüler die es wissen, haben es auch nur ihm gesagt, die wissen schon warum.... Aber klar, als er das erfahren hat, musste Sohnemann alles wegbringen. Wir haben ja lange nicht gewusst was wirklich vor sich geht. Erst hiess es ich will es auch mal probieren, dann mal beim weggehen, danach immer bei partys und die sind nicht wenige..... dann war seine Zimmertüre plötzlich abgeschlossen und ab da kam der Verdacht, er hat mehr als nur für sich. Und dieser hat sich dann bestätigt.

    Momentan schreibt er Bewerbungen, er sucht selber nach einem Praktika, FSJ. Die Lücke in seinem Lebenslauf hat ihn auch stutzig gemacht und zum reflektieren gebracht. Wir bleiben freundlich und wohlwollend im Gespräch.... ich hoffe das bleibt so und entwickelt sich weiter positiv. Seine Noten sind mittelmässig, in manchen Fächern schlecht und in andere gut.

    Wünsche euch eine gute Nacht!


  4. Registriert seit
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    Mein Tipp:
    Viel Reden bringt gar nix mehr - in dem Alter sind sie entweider so schlau, dass sie eh alles wissen (erst recht das, was an ihnen schon 1000 x gesagt hat) - oder sie wollen sowieso nichts hören bzw. von den Eltern annehmen. Mit ständigem Eltern-Gerede macht man mehr kaputt als dass es was nutzen würde! Lieber mal gemeinsam schweigen. Das muss man als Eltern auch aushalten können.

    Gute Nerven euch!
    Und nicht die Hoffnung verlieren!
    Liebe Grüße ... von der Nase ...


  5. Registriert seit
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    @ Nase: Schweigen, nichts mehr sagen ist für mich wie seinem Verhalten zustimmen und zusehen wie er sich eventuell in die Abhängigkeit verliert. Ich meine auch nicht stundenlanges diskutieren, denn das geht sowieso nicht, er muss ja immer wieder fort, Freunde treffen usw. Aber in Kontakt bleiben, fragen wie es ihm geht, was er macht, was sich neues getan hat usw..... Oder was meinst du denn?

    Viele wegen führen nach Rom..... und so eine Situation ist sehr individuell, da gibt es wohl nicht ein "Rezept" das für jeden gültig ist. Und nur wir kennen ihm wirklich, spüren die Situation und werden immer wieder neue Wege gehen, das habe ich bisher aus euren Meinungen und Erfahrungen gelernt.

    schönen Abend !


  6. Registriert seit
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    Zitat Zitat von 555nase Beitrag anzeigen
    Viel Reden bringt gar nix mehr - in dem Alter sind sie entweider so schlau, dass sie eh alles wissen (erst recht das, was an ihnen schon 1000 x gesagt hat) - oder sie wollen sowieso nichts hören bzw. von den Eltern annehmen. Mit ständigem Eltern-Gerede macht man mehr kaputt als dass es was nutzen würde!
    ich bin ja SO froh, dass meine Eltern das mit mir so ähnlich gehandhabt hatten, die hatten mich grösstenteils in Ruhe gelassen mit Moralpredigten + Co. Und mich meinen eigenen Weg gehen lassen. So schwer ihnen das gefallen sein muss. Dafür haben sie meine ewige Dankbarkeit.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  7. Registriert seit
    18.10.2007
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    Zitat Zitat von rubie Beitrag anzeigen
    @ Nase: Schweigen, nichts mehr sagen ist für mich wie seinem Verhalten zustimmen und zusehen wie er sich eventuell in die Abhängigkeit verliert. Ich meine auch nicht stundenlanges diskutieren, denn das geht sowieso nicht, er muss ja immer wieder fort, Freunde treffen usw. Aber in Kontakt bleiben, fragen wie es ihm geht, was er macht, was sich neues getan hat usw..... Oder was meinst du denn?

    !
    Nein - natürlich meine ich das so nicht!

    SCHWEIGEN bedeutet nicht, den Kontakt zu verlieren - man kann auch GEMEINSAM SCHWEIGEN und sich näher sein als mit viel Gerede. Auch wenn das - gerade zwischen Eltern und Kindern - die Hohe Kunst ist!

    Natürlich fällt das den Eltern schwer den Mund zu halten, gerade wenn sie die "Kinder" nicht mehr so oft sehen, weil die viel unterwegs sind. Da will man die kurzen Zeitfenster nutzen - und ihnen schnell noch was sagen, wenn sie denn mal kurz sieht. Und DAS kommt besonders gut an (*ironie*!) ... mal so zwischen Tür und Angel eine kleine Moralpredigt oder die Frage, wie sich der Jugendliche so die Zukunft vorstellt usw. Da kann man sich doch vorstellen, was hängen bleibt!? Nämlich nix! Höchstens noch mehr Anti-Stimmung!

    Und Schweigen bedeutet auch keine Zustimmung! Die "Kinder" sind doch nicht doof - die wissen doch genau, was wir Eltern gutfinden/gutheißen und was nicht! Nur weil man nicht mehr ständig drüber redet, hat an doch seine Meinung nicht verändert!?
    Liebe Grüße ... von der Nase ...
    Geändert von 555nase (19.04.2018 um 05:41 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Sohn (18) kifft, hat keine Lehre und keine Arbeit

    Liebe Rubie!

    Ich kann dir keinen Rat geben, aber dafür etwas von meiner Geschichte mit meinem Sohn erzählen. Und, nachdem er jetzt über 30 ist, auch was im Laufe der Zeit passierte.

    In der Pubertät hatte mein Sohgn eine schwere Verletzung, die ihn lange Zeit nichts sehen ließ, und vor allem lange ans Bett fesselte. Und eb en dafür schämte er sich vor seinen Klassenkameraden. Er erzählte nichts davon,die Lehrer, die ich um Hilfe bat, ignorierten mich auch, und so wurde er in der Schule immer schlechter. Dass er sich auch veränderte, merkte ich nicht, denn ich denke, er nahm so viele Drogen, dass ich gar nicht wusste, wie er nüchtern sein . Irgendwann dann flog er von der Schule, ich hatte eine Anzeige gemacht, weil er im Schulbus zu Boden geschlagen wurde, und das eine sofortige Erblindung herbeiführen hätte können. Der andere blieb ohne Strafe in der Schule. Dazu kam das Problem, dass er ein gefälschtes Schülerdatenblatt hatte, und so keine Schulpflicht mehr bestand, was aber nicht der Wirklichkeit entsprach. Ich schaffte es noch irgendwie ihn in einer anderen Schule unterzubringen, wohl das beste halbe Schuljahr, das er hatte, dann musste er wechseln, und wieder (ich erfuhr das viele Jahre später) flog er wegen Drogen und um einen Mitschüler zu schützen, von der Schule. Mir wurde ein anderer Grund angegeben.

    Wir fanden eine Lehrstelle, er machte zwei Jahre mit, dann war er wohl zu sehr in seine Drogenangelegenheiten involviert, dass er weg wollte.... er war am Bahnhof, um nach Straßburg zu fahren, um bei der Fremdenlegion anzuheuern. Ein in der Nähe seiender Freund konnte ihn in letzter Minute dazu überreden , zu bleiben. Zu dem Zeitpunkt nahm mein Sohn wohl alle Drogen mit Ausnahme von Heroin.

    Er kam in die unglaublichsten Kreise, ich schaffte es nicht, mein eigenes Kind anzuzeigen. Irgendwann wurde er bei einer Schlägerei zu Boden geschlagen, ich wurde informiert, rief dort sofort den Notarzt an, er verlor immer öfter und schneller das Bewusstsein, und im Spital hatte er dan einen Herzstillstand. Gottseidank konnte er reanimiert werden. Er wurde aber in die Psychiatrie überstellt, wo er einige Zeit war und mich nicht sehen wollte, dann kam er heim. Er lebte heir nur von dem, was er benötigte, handelte aber (mein Gott, was war ich naiv) aber weiter mit Drogen. Und dann passierte etwas Seltsames. Er beschloss von einem tag auf den anderen, mit allem aufzuhören. Drogen, Alkohol, Rauchen. F+r letzters bekam er vom Arzt das Antidepressivum Champix, das die Suizidgefährdung erhöht. Eine Woche später wollte er erst seinen Vater töten, dann sich selbst, und intuitiv fanden wir ihn auf einer Autobahnbrücke, , wo er sich das Leben nehmen wollte und vor einen LKW springen wollte. Drei Polizisten versuchten stundenlang ihn festzuhalten, und schließlich konnten sie ihn fixieren , und wieder kam er auf die Psychiatrie.

    Es war einn längerer Aufenthalt, mich wollte er nicht sehen, aber er telefonierte mit mir. Schließlich wurde er entlassen, wohnte erst eine Zeitlang bei seiner Schwester, dann kam er nach Hause, wo er sich fast 2 Jahre lang verkroch und nicht mehr unter Menschen ging. Auch m it seinem Vater redete er nicht . Irgendwann davor muss er übrigens eine Lehre bei ihm gemacht haben, und hatte zumindest theoretisch einen Beruf.

    Und dann geschah das Wunder. Er konsumierte wirklich keine Drogen mehr, seit 2 Jahren nun, ohne Hilfe, und wir bekamen besuch von einer Familie, der Vater war rumänischer Hochschulprofessor. Mir ihm führte er lange Gespräche. Und als er wieder wegfuhr, teilte er mit, er würde nun die Zugangsprüfung für das Studium Umwelttechnik machen, schaffte das auch, war unter menschen, verliebte sich....die zweite Frau ist inzwischen seine Frau. Er engagierte sich für Sozialthemen, Frauenthemen, Umweltschutz. Sie gingen dann eine Zeitlang in eine andere Stadt, wo er um sein Überleben kämpfen musste. Und er kämpfte und liebte seine spätere Frau, wie ich nie geahnt hatte, dass er lieben konnte. Er arbeitete dann in der (kleinen, aber anspruchsvollen ) Firma des Vaters mit, sie hatte eine Stelle auf der Hochschule. Inzwischen haben beide eine schöne Wohnung, eine Hund, und ein Kind wird erwartet.

    Ich hatte zuvor wirklich öfter gedacht, dass mein Sohn nicht fähig ist zu leben, war oft der Verzweiflung nahe.Und so sehr hatte sich alles geändert.

    Du, ich wünsche dir viel Kraft, und vor allem Hoffnung und Menschen, die dir helfen und bei dir sind. Ich habe die Geschichte sehr gekürzt, aber vielleicht kann sie dich ein Wenig trösten?

    Alles Liebe dir!
    mep
    wer in der lage ist, sich selbst achtungsvoll zu lieben, besitzt die voraussetzung, auch andere mt dem respekt der liebe zu behandeln und ihnen den schutz der liebe angedeihen zu lassen. dieses und nichts anderes, heißt mensch sein.

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