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  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Liebe Micker, Ich kann mir vorstellen, dass das alles gerade sehr viel und sehr hart ist. Die Realität schlägt dir ins Gesicht und es ist verzweifelnd zu sehen, wieviel Raum der Alkohol über deinen Mann in eurem gemeinsamen Leben bekommen hat.

    Ich finde es sehr wichtig, dass du den Blick vor allem auf eurem Kind hast. Er ist das kleinste und schwächste Familienmitglied und wirklich darauf angewiesen, daß du ihn siehst und durch diese schwierigen Zeiten bringst. Dafür brauchst du Kraft. Du musst also mit deinen Kräften haushalten.

    Vielleicht hilft es, wenn du deinem Mann weniger Vorwürfe machst (innerlich, meine ich) sondern nüchtern (!) siehst, dass er dem Alkohol gegenüber machtlos ist, ebenso wie du. Damit bekommt der Alkohol zwar eine Größe, aber es wird auch deutlich, dass du daran selbst nichts ändern kannst und euer Leben - deines und das deines Sohnes - getrennt vom Alkohol neu aufbauen musst.

    Ob dein Mann es schaffen wird, euch eines Tages in eine trockene Landschaft zu folgen, kann niemand wissen. Aber dass euer Sohn Schaden nimmt, wenn ihr so weiterlebt, das kann man wissen.

    Ich hoffe, du findest vor Ort Unterstützung. Oder hast du überlegt, dahin zu ziehen, wo dein familiäres Netzwerk ist?
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  2. Registriert seit
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Hallo Mary

    wenn das alles mal so einfach wäre mit den Vorwürfen... Wie gerne würde ich das jetzt sofort so umsetzen um nicht jeden Tag an den ganzen Müll zu denken... als er weg war... ging es mir soweit gut... abgesehen davon dass ich mich mit der Realität anfreunden musste und verstehen was da all die Jahre schon lief ohne dass ich das bemerkt hatte. Das ist jetzt alles so klar und deutlich erkennbar für mich...
    Das er einen Jetlag hatte war ja klar.. ich hatte auch nicht damit gerechnet das er nüchtern bleibt einen Tag lang.. Als er dann gestern wieder zur Arbeit ging hatte ich ein bisschen Hoffnung das er auch so wieder nach Hause kommt wie er gegangen ist. Auch weil mein älterer Sohn zu Besuch kommt. Ich hatte sogar beim Keller ein anderes Schloss angebracht, damit er hoch kommen müsste.. und nicht die Zeit hat da unten zu trinken.. Ich griff irgendein Schloss... dachte damit könnte es klappen.. fehlgeschlagen... erst bekam ich eine app...oh es regnet komme bald nach hause.. als ich versuchte ihm zu antworten kam die app nicht an.. also ging ich dann irgendwann mal in den keller, weil ich das schloss wieder anbringen wollte und nachschauen ob er sich da evtl. tummelt... dem war leider auch so... er hatte die Kellertür zu und war drinnen. keine Ahnung wie lange schon.. schade.. dachte er käme eher und nüchtern weil ja mein älterer Sohn zu besuch war.. Als ich dann vor der Tür stand rief ich nur Was machst du denn da drinnen.. er kam heraus geschossen wie erwischt und meinte er wäre erst zwei Minuten hier.. naja die lichter im keller bleiben länger an und wenn ich nur mein rad reinstellen würde, würde ich nicht die tür hinter mir zu machen... er roch stark nach Alkohol.. ich war enttäuscht... sauer... konnte mich nicht mehr einkriegen.. und entsprechend lief dann auch der abend ab.. ich wich ihm aus.. die Gedanken kreisten nur noch darum.. er machte mich auch noch an wegen dem schloss und was das soll...
    heute morgen sagte ich ihm das ich den kellerschlüssel bräuchte und er deshalb den schlüssel da lassen solle... oh man das war auch schon ein Problem... er meinte er könne ja das untere schloss auflassen da ich ja den schlüssel für das andere obere schloss hätte. wir redeten kaum heute.. wie auch gestern...
    ich hätte nicht gedacht dass das ansprechen so schwer ist bzw. sein kann...
    ich bin schon auf der suche nach einem Zweitjob.. weil ich damit rechne das er mich verlässt wenn ich das Thema anspreche...

    ich habe jetzt nachgeschaut wann hier in der nähe wieder al anon is.. werde hingehen... muss hingehen... denn ich will mich austauschen mit leuten denen es genauso geht... vielleicht will ich auch hören dass das auch gutgehen kann... aber das will ja jeder...

    natürlich habe ich überlegt nach hause zurück zu ziehen... aber hier haben die Kids doch gerade alles... Kita.. schule.. evtl. auch Ausbildungsplatz... das will ich nicht wegnehmen..
    Ich denke dabei nicht an mich... wie soll ich denn in der alten Heimat anfangen? keine Wohnung... kein Job.. ok, könnte bei meiner mutter unterkommen solange ich noch nichts habe.. aber will ich das wirklich?
    Was hält mich hier? der gedanke dass er es doch noch schaffen könnte? er sich am riemen reißt oder gar einsieht was mit ihm ist?? wir ihm wichtig sind???
    Nehme ich die Kita und die Schule nur als ausrede???

    Als er aus der Wohnungstür ging sagte ich ihm noch hinterher das es schön wäre wenn er so wie er jetzt aus der Haustür geht auch wieder käme.. er guckte blöd und fragte wie ich das meine.. Du weißt schon was ich meine sagte ich und schloss die Tür

    Es wird nicht so sein.. da mache ich mir nichts vor...
    ich werde heute meinen älteren sohn wohl aufklären müssen was los ist... ob ich meine mutter damit belasten kann weiß ich noch nicht...

    er tut mir momentan oder besser gesagt seit Monaten nicht gut.. ich muss was ändern.. ich kann so nicht weiter machen, denn ich entziehe mich auch meinem Kind... kann nicht wirklich für ihn da sein... weil seit gestern wieder alles so anders ist... nur noch an den sch... denken aufwachen.. kann nicht richtig schlafen und stehe schon um vier auf... muss dann arbeiten gehen.. mich ums Kind kümmern... Ich will mir keine Gedanken darüber machen sondern mit meinem Kind was tun... mit ihm lachen und toben.. nicht überlegen wie wird er gleich wieder nach hause kommen.. wie wird er wieder stinken.. das stört mich und das will ich so nicht...

    vielleicht gibt es noch gleichgesinnte hier die sich trauen mir zu schreiben... daher habe ich mich ja hier an dieses Forum gewandt. es wäre schön von anderen zu hören wie sie damit umgegangen sind.. wie schwer der weg war das Thema anzusprechen und dem geliebten menschen vor augen zu führen das sein Problem wohl bekannt ist und den anderen sehr belastet... oder auch diejenigen die sich immer noch nicht getraut haben das Thema anzusprechen...

    ich danke euch und werde nun hoffentlich einigermaßen gedankenfrei den tag weiter fortführen können..


  3. Registriert seit
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    JA nimm Deine Familie mit ins Boot, Du brauchst Menschen mit denen Du reden kannst, die Dir den Rücken stärken!!!!

    Du bist stark, keine Frage, aber mit Menschen im Rücken kann man besser gerade bleiben und für die Zukunft kämpfen...

    Diskutiere nicht mit ihm, sag ihm klar und offen, Du bist Alkoholiker, solange Du nicht bereit bist Dir helfen zu lassen kann ich mit Dir keine Zukunft mehr sehen, dass will ich nicht für mich und unsere Kinder.
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  4. Registriert seit
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass das so befreiend sein kann...
    erst habe ich es meinem älteren Sohn am Telefon erzählt und dann kam eine Situation zu Hause... wo ich so sauer wurde dass ich es sofort gesagt habe... er warf mir vor ich wäre ganz schön zickig... Daraufhin habe ich ihm gesagt dass er ein Alkoholiker ist und ich mich damit seit Wochen auseinander setze und es mir deswegen schlecht geht... er stritt es natürlich ab... ich sagte ihm alles was ich entdeckt habe oder gar mir bewusst geworden ist... er meinte nur er wäre kein Alkoholiker und ich spinne und die Broschüre kann ich mir in den ... schieben... ich sagte sehr oft das er ein Problem hat und er gehen solle.. ich mir eine Zukunft mit ihm so nicht mehr vorstellen kann wenn er nicht an sich arbeiten und das Problem einsehen wird... das er die Familie aufs Spiel setzt... ich musste mir natürlich auch anhören, dass ich Schuld bin das er heimlich trinkt weil ich was dagegen habe... erst stritt er ab das in der Regentonne im Garten Bierdosen liegen... dann meinte er er müsse das ja wegen mir alles heimlich machen... haha.. als ob er noch nie zu Hause Bier trinken durfte.. So ein quatsch... das lasse ich mir nicht einreden... mein älterer sohn sagte ich solle mir über das finanzielle keine Sorgen machen, er würde sich einen vollzeitjob suchen und mich unterstützen.. auch mein mittlerer will sich einen Minijob suchen..
    ich legte ihm die Broschüre offensichtlich hin.. er hat sie versteckt..
    ich habe ihm gesagt das ich mir sorgen mache das es mir deswegen schlecht ginge...
    er saß zwar nachdenklich abends da... war ruhig... aber ich glaube er sieht das alles wieder nur als eine Phase meinerseits an.. oder das ich meine 5 Minuten habe..
    dem ist nicht so... und das wird er auch noch zu spüren kriegen.... ich löse mich von dem was mir nicht gut tut!!!

    Ich bin jetzt befreit... mir ist ein riesengroßer stein vom herzen gefallen...
    ich mache mir nichts vor... gehe vom schlimmsten aus.. denn innerlich habe ich schon fast abgeschlossen mit ihm!! Ich schaffe das auch alleine!!!

    Er sagte ein Alkoholiker würde ständig usw. ich sagte und was hast du die letzten Wochen vollzogen.. lagst du auf dem boden usw.. ich klärte ihn auf was es für Alkoholiker gibt...
    ich bin fest davon überzeugt, dass er mich nicht ernst nimmt.. so wie er hier weiter macht als wäre nichts gewesen...

    ich rechne nicht mit einer einsicht sondern eher mit einer vorrübergehenden Phase wo er sich versucht zurück zu halten... alles andere wäre nur Wunschdenken und sich was vormachen


  5. Registriert seit
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Hallo micker,

    ich verfolge Deinen Strang hier auch mit und wollte mich jetzt auch mal zu Wort melden...😊

    Was erwartest Du von Deinem Mann? Dein Mann ist, wie Du ja selber richtig festgestellt hast, Alkoholiker. Und als solcher wird er das Problem (das für ihn gar nicht besteht) immer abstreiten, negieren und kleinreden. Und Fakt ist eben auch, dass Alkoholiker eben meist leider erst die nötige Einsicht haben und sich helfen lassen, wenn sie vollständig am Boden liegen, ihr Leben ruiniert und alles verloren haben.

    Und Außenstehende, die ihn darauf hinweisen, werden nur als "Feinde" dargestellt, die ihm nicht mal mehr das Bier zum Feierabend gönnen wollen...

    Ich kann Dir nur raten, schau, dass Du mit Deinem Kind so schnell als möglich aus diesen ungesunden Verhältnissen herauskommt! Egal, welche finanziellen Einbußen hiermit eventuell verbunden sind! Dein Leben und das Leben Deines Kindes sollten Dir immer mehr wert sein!

    Helfen kannst Du Deinem Mann in dieser Situation leider gar nicht, außer dass Du früher oder später in der Co-Abhängigkeit landest! Ohne nötige Einsicht des Alkoholikers ist da gar nichts zu machen und gerade diese, fehlt den meisten Alkoholikern vollständig und kommt, wenn überhaupt, erst dann, wenn eigentlich schon alles zu spät ist!

    Ich wünsche Dir und Deinem Kind viel Kraft für die anstehenden anstrengende Zeit und für die Zukunft alles Gute!

    Arne
    ****************************************

    In ein paar Jahren wird es nur noch
    zwei Gruppen von Fußgängern geben -
    die schnellen und die toten!


    ****************************************


  6. Registriert seit
    19.06.2014
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    ich weiß nicht was ich von ihm erwarte...
    Jeden Tag gehen mir Situationen der letzten Jahre durch den Kopf (und das waren nicht wenige) die jetzt Sinn ergeben. So habe ich doch anfangs an MIR gezweifelt!
    Mir wird das aber erst so richtig bewusst. Ich habe diesen Menschen geliebt, bin zu ihm gezogen aus einer anderen Stadt, habe job und Familie dort gelassen.. wollte NEU anfangen.. und er hat mich in den ganzen Jahren nur betrogen und belogen?? Nur um seine Sucht zu verstecken?!
    Mit mir gestritten, weil ich ihn bei seiner Lüge erwischt hatte!? War allles nur eine Lüge?
    Wir hatten Pläne! Wir haben ein Kind... Das alles wird dafür weggeworfen???
    Ich kann nicht verstehen wie man das einem Menschen den man liebt antun kann!?
    Und ich soll jetzt Verständnis haben und das als Krankheit sehen?
    Wir hatten Träume... Zukunftspläne... Das alles ist jetzt dahin!?
    Das wird mir bewusst und glaube mir ich werde handeln!
    Dennoch muss ich mich jetzt erstmal sammeln um den nächsten Schritt zu tun.
    Das mache ich nicht von anderen abhängig sondern gebe selbst das Tempo vor. Ich muss das nämlich nicht für andere tun sondern für mich!!!
    Wie oft hat er mich mit dem was er sagte/machte verletzt...
    und ich habe das zugelassen!!! Weil ich davon ausging es lag an mir und ich bin schuld!!!
    DAS muss ich erstmal verdauen...
    Heute konnte ich schon ab 3 Uhr nicht mehr schlafen... und ein langer Tag liegt noch vor mir...
    wo ich als Mutter... und als Arbeitnehmer allem gerecht werden soll!!!
    Es ist nicht einfach zu realisieren, dass ich selbst nichts tun kann was sein Problem angeht... ich bin da machtlos und das lässt einen auch etwas verzweifeln..


  7. Registriert seit
    26.01.2009
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    12.723

    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Liebe Micker,

    ja das Leben ist gerade schwer für Dich, fühl Dich mal gedrückt....

    Er ist suchtkrank, dass ist Mist, denn es ist schwer zu verstehen warum Menschen sich das antun... Dazu ist er ein Verdränger pas excellence, er belügt sich selbst am meisten....

    Du schaffst das alles!!! Ganz bestimmt
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  8. Avatar von Mailin
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Du machst jetzt eine sehr schwere Zeit durch und es wird erst besser werden, wenn die räumliche Trennung vorhanden ist. Dein Mann ist Alkoholiker und alle Alkis die ich kenne haben heimlich getrunken und wie gedruckt gelogen. Nur ein Beispiel: Meine Freundin fand nach der Trennung von ihrem Mann leere Flaschen in einer defekten Waschmaschine. Und solche Beispiele gibt es viele. Und ja, Alkoholismus ist eine Krankheit und dein Mann kann nicht beeinflussen wie viel er trinkt. Deshalb hilft nur absolute Abstinenz.

    Lasse dich nicht beirren, gehe deinen Weg so wie du es dir vorgenommen hast bzw. es deinen Kindern gegenüber verantworten kannst. Und hole dir sämtliche Hilfe die du bekommen kannst.

    Vielleicht kommt er zur Einsicht wenn er merkt, dass du ernst machst. Es ist meistens so, dass diese Menschen sich erst helfen lassen, wenn sie ganz tief im Dreck stecken. Sobald er selbst sagt, dass er ein Alkoholproblem hat besteht Hoffnung, dass er sich helfen lässt. Aber auch dann gibt es keinen Grund euphorisch zu werden, denn ein Rückfall ist jederzeit möglich. Und die Rückfallquote ist sehr hoch.

    Deshalb habe ich vor allen trockenen Alkoholikern die allergrößte Hochachtung. Ich habe es aus nächster Nähe miterlebt, was es bedeutet. Aber sobald ein Alkoholiker offen zugibt, dass er ein Problem hat, geht die Umwelt damit auch anders um.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
    In der Mitte der Nacht beginnt ein neuer Tag!!


  9. Registriert seit
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Ich habe jetzt den Schritt gewagt... ich bin gegangen... ich habe wohl doch zu lange gewartet... darauf das er was sagt.. sich ändert.. zur Beratung geht...
    Ja, es lief anfangs gut.. da er ja nüchtern blieb... doch das änderte sich dann auch ganz schnell wieder... ich merkte das er schon wieder anders ist... gereizter.. eklig... gestresst... oh man.. ich ahnte schon dass das worauf ich die ganze Zeit wartete nun doch wieder da ist...
    Mittwoch habe ich dann gesagt das er anders ist und das ich mich frage was mit ihm los ist... was los sei.. ob er Probleme hätte.. ich wurde gleich wieder angemacht von wegen ICH VERDIENE HIER DAS GELD.. ICH GEHE ARBEITEN... ich tue doch alles... ich schaute ihn fragend an und sagte dass ich davon gar nicht sprach.. wo von redest du dann meinte er... ich teilte ihm noch einmal freundlich mit das ich ihn fragte was mit ihm los ist und ich mir sorgen mache.. er war weiter eklig meckerte herum vor dem kleinen der schon wieder seine Hand hob hört doch bitte auf Eltern.. WIR STREITEN UNS JEDEN TAG!! ich schaute ihn wieder an.. hä? bei welcher Familie bist du denn dass du dich jeden tag streitest??? NA NENN MIR DOCH MAL EINEN TAG WO DAS NICHT SO IST... Ich kapitulierte... er hörte nicht auf.. ich schaute ihn an und sagte dann nur: Dann weiß ich zu 200 Prozent was los ist...
    Ich wollte schon sagen: An den Tagen wo du nüchtern warst, aber ich wollte dem ärger aus dem weg gehen... ich ließ ihn dann in ruhe machte mein ding.. er pennte zum glück wieder schnell ein.. ich badetet den kleinen und legte ihn dann schlafen.. ich verkrümelte mich dann in das zimmer meines älteren Sohnes und schaute nach Stellenangeboten..
    er guckte dann einmal kurz ins zimmer und ging dann wieder... ich nahm dann mein Handy und lief zum Auto.. rief jemanden an... ich überlegte, ob ich denn einfach mit dem kleinen weg fahre.. weg von alle dem hier.. nicht zur arbeit gehe...
    ich schlief die ganze nacht nicht... am nächsten tag stand ich auf.. ließ ihn schlafen.. er kam dann.. .freundlich.. ach mensch warum hast du mich denn nicht geweckt.. er setzte sich dann später zu mir.. und? machst du nun die Weiterbildung? Ich konnte es nicht fassen... das kann doch nicht sein ernst sein..
    Dann ging er so, als wäre nie was gewesen zur arbeit (wenn er denn auch dort hin geht!!)
    der kleine wollte wieder nicht von mir lassen.. klammerte sich an mir fest.. wollte nicht in die Kita.. ich nahm ihn dann trotzdem auf den arm und in die Kita... schließlich wollte ich noch alles packen und mit der Sozialarbeiterin telefonieren bzw. reden...
    das tat ich dann auch.. ich packte alles was nur ging in mein kleines Auto.. ständig den blick zur tür als es knackte.. wieso hatte ich angst das er kommen könnte???
    dann fuhr ich los.. holte den kleinen ab und weg....
    stunden später kam ich dann an... der kleine freute sich...
    hier ist er immer so entspannt.. schon damals als ich mit ihm alleine hier war.. er war hier nicht so nörgelig wie daheim..
    aber nun stehe ich da: kein Job.. kein Kitaplatz.. keine Wohnung...

    Ich wollte eigentlich meinen anderen sohn noch einmal nach hause schicken, aber als er dann meinem ältestsen sohn so blöde apps schrieb und auch mir mitteilte das er ihn her schickt weil er ja nicht sein sohn sei.. wusste ich dass er besser gleich hier her kommen solle... wer weiß was wie er da so is...
    zumindest konnte er sich ja jetzt wieder voll und ganz dem Alkohol hingeben...

    sonntag habe ich schon gemerkt, dass er lange zum wäsche wegbringen brauchte und dann vormittags um 11 nach Pfefferminz roch.. oder besser gesagt meinem airways den er nicht mag.. er war im Auto und er fuhr ja nur kurz zum Waschsalon.. haha.. alles klar.. ich bin doch nicht blöd...

    aber wie geht es nun weiter?????
    was sage ich da morgen...

  10. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Mein Mann ist Alkoholiker

    Micker,
    sei froh, dass Du jetzt gegangen bist. Immerhin jetzt! So musst Du dir sagen.
    Viele schaffen es gar nicht. Harren da aus und hoffen auf Besserung.
    Was da noch kommt bei ihm, dass möchtest du gar nicht miterleben. Glaub mir.

    Jaja die Einsicht..dieVersprechen...dann wieder die volle Breitseite an Beschimofungen..Du und die ganze Welt sind gegen ihn..jeder Andere wird bevorzugt, überall, vom Chef, kriegt mehr, leistet vieeel weniger, hat eine Frau, die nicht so einen Stress macht wie Du wegen dem bisschen Bier....

    Der Absturz geht immer weiter.

    20 Bierchen am Abend, dass war ein guter der "Schnitt" für einen "netten Abend" . Von 17:15 bis Kneipenschluss um 04:00 früh. Dazu kamen die zahlreichen "Begleiterchen" (Wodka, Kümmel, etc) zum Verdauen, zum Anstossen auf irgendeinen Kumpel, weil Freitag, oder Montag war. Oder auch einfach so. Weil man lebt ja nur einmal....
    Ja und die Kumpelrunde...immer rief einer an und weg war er..
    zum Helfen im Garten, am Auto oder sonstwas...irgendwann glaubst du eh nichts mehr.


    Glaub mir, mit dem immer höheren Konsum, der gebraucht wird um den gewünschten Pegel zu erzielen,
    kommen immer mehr Probleme.

    Die Entzugserscheinungen hören gar nicht mehr auf und es wird eigentlich gleich früh morgen was gebechert
    um wenigstens fähig zu sein aufzustehen. Es ist nur eine Frage der Zeit wann er Job und Führerschein verliert.
    Ob du dann von ihm finanziell noch was zu erwarten hast ist fraglich.

    Auch ob ne Einsicht kommt und Entzug was bringt. Er ist jedenfalls lebenslang auf dem Drahtseil. Und du mit, wenn du dass mitmachst. Irgendwann kannst du nicht mehr. Willst du auch nicht mehr.

    Du hast Kinder um die musst du Dich kümmern und um Dich und dein eigenes Leben.
    Erspare ihnen den Anblick und den Kontakt.
    Dass ist für Erwachsene schon schlimm und für Kinder können diese "Ausfälle" sehr beängstigend sein.

    Ich wünsche dir Kraft. Der Entschluss dass Alles hinter dir zu lassen war der Einzig richtige.
    Beschäftige dich mit dir und deinen Kindern.
    Seine Sucht darf nicht Euer Leben bestimmen.
    Mach dich davon frei, noch irgendwelche Verantwortung für ihn zu übernehmen.

    Er geht jetzt seinen eigenen Weg. Und du deinen.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
    Geändert von Beachnoodle (01.08.2017 um 14:33 Uhr)

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