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  1. User Info Menu

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    - Vielleicht nach der Untersuchung vor Ort eine Duschmöglichkeit.
    - Evtl. gespendete Bekleidung in verschiedenen Größen vorrätig.
    Stimmt ich glaube das wäre das Wichtigste für mich Duschen.... na ja und die Kleidung würde ich auch nicht mehr tragen wollen....

    Wenn ich mal darüber nachdenke, die Frauen werden kaum war nehmen was für ein Bild an der Wand hängt, oder ob Blumen auf dem Beistelltisch waren...

    Vielleicht sind die Frauen auch froh wenn alles so steril wie möglich ist, da sie sich sowieso schmutzig fühlen.....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  2. Moderation

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    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Vielen Dank schon mal, das hilft mir sehr!

  3. Inaktiver User

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Ich bin sehr geruchsempfindlich und Gerüche lösen bei mir sehr starke Erinnernungen aus. Daher wäre ich dankbar, wenn die Handtücher und Textilien, mit denen ich in der Einrichtung in Berührung komme, nicht nach Waschmittel oder Weichspüler riechen, weil dieser Geruch auch in den Kleidern des Täters gewesen sein könnte. Dasselbe gilt für das Duschgel, und ja, über die Möglichkeit zu duschen und mich umzuziehen wäre ich wohl auch sehr froh.

  4. User Info Menu

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    -- schön, dass du dir Gedanken machst, und die bisherigen Vorschläge sind schon mal gut.
    Daneben könnte ich mir den Einsatz von Opferbegleitern vorstellen, analog zur Opferzeugenbetreuung , bzw. diese erweiternd.

    Eine Vertrauensperson, die sofort eingeschaltet wird, der Betroffenen die Abläufe erklärt, und sie durch die zweifellos äußerst belastende Prozedur begleitet, und auch weiterhin verfügbar bleibt, ggf weitere Hilfeangebote kommuniziert und vermittelt.

    Ich bin nicht sicher, ob für jemanden, der frisch im Schock ist, die Einrichtung wirklich eine elementare Rolle spielt. Was da triggert oder überhaupt wahrgenommen wird, ist schwer einschätzbar.

    Daher könnte ich mir vorstellen, dass eine Betreuungsperson vielleicht etwas mehr Halt geben und zwischen den Bedürfnissen von Opfern und den notwendigen Maßnahmen vermitteln kann.

  5. Inaktiver User

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Falls diese Räumlichkeiten erst komplett neu aufgebaut werden,
    wäre vielleicht ein "wohnlicheres" Ambiente mit warmen Farben und praktisch möglichst wenig "Krankenhaus-Atmosphäre" sicher wünschenswert.
    Typ "gemütliches Wohnzimmer". Ich habe mal an einer Verkehrs-Studie teilgenommen. Zunächst wurden mir ausschließlich schlimme Bilder/Videos (Unfallopfer, hungernde Kinder, Krieg, Gewalttaten) gezeigt. Danach musste ich in den Fahrsimulator und habe mehrere Unfälle gebaut. Danach wurden die schlimmen Videos abwechselnd mit Tier- und Naturbildern/-videos gezeigt. Meine Fahrleistung im Simulator war danach fast perfekt.

    Es wurde mir so erklärt, das Natur und Tiere einen positiven Einfluss haben. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die Raumgestaltung entsprechend zu beeinflussen. Ein Opfer wird das zwar möglicherweise kaum bewusst wahrnehmen, aber vielleicht unbewusst, was auch viel wert wäre.

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Je nach Umständen (wenn solche Opfer ganz allein sind) wäre auch ein Gästeraum für eine Überbrückungsnacht sinnvoll, damit so eine traumatisierte Frau nicht weggeschickt werden müßte, "weil sie ja nicht krank ist".
    Mit "Bewachung" durch eine Frau nebenan, damit das Opfer sich nicht allein fühlt.

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    schön wäre auch Tee
    Und Kakao.

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Stimmt ich glaube das wäre das Wichtigste für mich Duschen....
    Da wäre ich nun anders. Duschen würde ich ausschließlich zu Hause wollen. Nicht in einer Umgebung, in der sich ein, zwei, drei, noch mehr fremde Personen nebenan befinden. Ich hätte viel zu viel Angst, wenn auch unbegründet, aber wer denkt in so einem Fall dann schon rational, dass jemand reinplatzt, während ich dusche. Oder anders, ich würde mich trotz abschließbarer Duschkabine nicht sicher fühlen.

  6. User Info Menu

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Hallo,

    vor Jahrzehnten, als Teenager, war ich selber betroffen.
    Damals ging es direkt nach der Polizei in die gynäkologische Ambulanz des Krankenhauses. Der diensthabende Arzt war ein Mann. Die Einrichtung funktionell, die Mitarbeiter, höflich und sachlich.

    Für mich war das genau richtig. Einen Versuch Nähe, Geborgenheit, emotionale Anteilnahme, Schonung herzustellen, hätte mir zu dem Zeitpunkt vollends den Rest gegeben.
    Die sachlichen Strukturen gaben Halt und schützten vor dem vollständigen Zusammenbruch.

    In diesem zeitlich nahem Zusammenhang zur Tat, wollte ich nichts weniger als Emotion oder menschliche Nähe. Davon hatte ich kurz vorher gezwungener Maßen, viel zu viel. Ich wollte alles so nüchtern, schnell und unemotional wie möglich hinter mich bringen. Duschen etc zu Hause.

    Meine Gesprächsbedürfnisse kamen später, in einem von mir gewählten Rahmen.

  7. Moderation

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    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Ich werde demnächst ein Vorgespräch haben, da kann ich alles mögliche fragen. Da die Untersuchung in Anbindung an die Notfallambulanz stattfindet (was nicht so ideal ist ), muss ich rausfinden, welche Räumlichkeiten vorhanden sind. Zum Beispiel sollte man einen separaten Wartebereich haben, Duschen muss ich sehen, den gynäkologischen Stuhl finde ich ganz problematisch, aber wahrscheinlich unumgänglich, die Möglichkeit von Privatsphäre, eine freundliche und ruhige Atmosphäre, Naturbilder? , Decke, Tee, Wechselkleidung. Begleitung ist wichtig, ansonsten werden da Krankenpfleger sein, die auch geschult sind. Übernachtung ist nicht vorgesehen. (Es sei denn, eine stationäre Behandlung ist notwendig ).


    Was denkt ihr über ein Nachgespräch? In der akuten Situation wird vieles einfach so vorbeirauschen, vielleicht ist es wichtig, später noch mal fragen zu können wie und was und warum?

  8. User Info Menu

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen


    Was denkt ihr über ein Nachgespräch? In der akuten Situation wird vieles einfach so vorbeirauschen, vielleicht ist es wichtig, später noch mal fragen zu können wie und was und warum?
    Ich denke, dass ein Nachgespräch Fallweise nicht gebraucht wird, aber auch viel zu wenig sein kann. Und was die Informationen angeht, wäre das der Part der Begleitung, die später auftauchende Unklarheiten auffangen kann.
    Meiner Meinung nach, kannst du viel weniger tun, als du jetzt andenkst, und wärst vielleicht gut beraten, das direkt von Anfang an auszulagern. Ansprechbar für spätere Nachfragen bist du ja ohnehin, denke ich.

  9. User Info Menu

    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Nachgespräch schon gut ist, um auch einschätzen zu können, was die Betroffene wirklich persönlich weiter braucht und wie die Verletzungen auf diese Person gewirkt haben um weitere Bewältigungsstrategien zu ordern. Das wird sich ja in einem Gespräch durch die Reaktionen zeigen.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

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  10. Moderation

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    AW: Erstuntersuchung nach Übergriff/Vergewaltigung: hilfreiche Faktoren für die Betro

    Unter Nachgespräch stelle ich mir die Möglichkeit vor, im Nachhinein noch mal zu fragen, was wurde in der Untersuchung gemacht und warum. Die weitere psychosoziale Begleitung machen andere.

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