Du möchtest wieder glücklich werden. Bisherige Lösung war Dich mit Wodka zu trösten. Jetzt hättest Du gerne "Mamas little helpers". Der Besuch bei Psychologen, am besten Facharzt, ist kein Fehler, nur stell Dich auf lange Wartezeiten ein, die sind mächtig überlaufen. Aber der hat Möglichkeiten, eine ambulante oder stationäre Therapie zu verordnen.
Du wirst sehen, sobald Du Deine Trinkgewohnheiten halbwegs in den Griff bekommen hast, kehrt Glück ein. Glück, das Du Dir dann hart erarbeitet hast.
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28.08.2015, 13:40
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.08.2015, 13:41Inaktiver User
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Das klingt ein bisschen nach dem Problem mit dem Ei und dem Huhn. Was war zuerst da?
Meine Absicht ist ja nicht mit Medikamenten mein Alkoholproblem zu lösen sondern meine Probleme anzugehen, die mich meiner Meinung nach dazu bringen zu trinken. Medikamente gefallen mir auch nicht und als meine Hausärztin dieses Thema angesprochen hat, habe ich abgelehnt. Ich Depression? Niemals. Schäm.
Aber jetzt habe ich wirklich Angst vor dem was mit mir passiert.
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28.08.2015, 13:43
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Hallo windless,
meine ehrliche Meinung dazu. Ja, der Ansatz mit Hilfe eines Psychologen die "Alkoholtherapie" zu überspringen ist der Falsche.
Du machst dir doch etwas vor. Und Benzodiazepine sollte man Leuten mit Suchtproblematik möglichst gar nicht verschreiben, da kommt am Ende eine weitere Abhängigkeit heraus.
Ich bin da ganz bei Opelius. Gehe in eine (Fach)Klinik zum Entzug und zur Behandlung. Hast Du schon mal versucht mehrere Wochen gar nichts zu trinken und das durchgehalten?
Wenn das noch klappt, kann es auch ohne Klinik gehen.
Leider ist es so, dass die meisten Menschen trinken, um Dinge anders zu sehen. Alkohol schafft Abstand von der Realität, genau wie andere Drogen auch und ist dazu überall leicht erhältlich.
Depression und Sucht hängen auch eng zusammen. Wenn es Dir ernst ist, würde ich einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen und diesem das Problem genau schildern. Dieser kann Dich auch in eine geeignete Klinik einweisen.
Oder eine Poliklinik für Suchtkranke, die sind meist einer psychiatrischen Uniklinik angeschlossen. Dein Hausarzt kann Dich dorthin überweisen.
Ein Psychologe kann das nicht, außerdem sind die Wartezeiten auf Therapieplätze sehr lang. Der Psychologe darf Dir auch keine Medikamente verordnen, da er/sie kein Arzt ist.Geändert von Elixia (28.08.2015 um 13:52 Uhr)
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28.08.2015, 13:47Inaktiver User
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Das wäre wirklich schön.
Ich habe heute den Tag genutzt viel darüber nachzudenken und das "hart erarbeiten" klingt gut. Ich bin jemand der sehr stark ist und sich alles erarbeitet. Nur hier fühle ich mich gerade so schwach. Mache ich es mir zu einfach? Einfach zu trinken, anstatt das Unglück auszuhalten und lieber mit klarem Kopf daran zu arbeiten? Und wenn ich nicht mehr genug Kraft habe nach den letzten Jahren?Geändert von Inaktiver User (28.08.2015 um 13:49 Uhr) Grund: Schreibfehler
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28.08.2015, 13:51Inaktiver User
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Ich habe mich oft mit Alkoholabhängigkeit auseinander gesetzt, weil ich mich selbst für gefährdet halte. Ich habe festgestellt, dass es eine körperliche Abhängigkeit gibt, aus der man vermutlich nicht allein wieder herauskommt, weil der Körper nach Alkohol "schreit".
Und dann gibt es eine psychische Abhängigkeit, dass man dann trinkt, wenn man das Gefühl hat die jeweilige Situation ohne Alkohol nicht aushalten zu können.
Bei mir hat in den Situationen der Alkohol nicht geholfen, sondern das "Dilemma" noch verstärkt, so dass ich es dann irgendwann gelassen habe und nur noch ab und an ein oder zwei Gläser Sekt trinke, weil es mir schmeckt.
Du schreibst ja, dass du dich nicht für abhängig hältst, so dass ich vermute, dass du "nur" psychisch abhängig bist, was eigentlich in den Griff zu bekommen ist.
Therapie ist da eine gute Möglichkeit, um mit den Schwierigkeiten besser umzugehen, anstatt zur Flasche zu greifen.
Ich wünsche dir die Kraft, dass du es schaffst.
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28.08.2015, 13:54
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Wenn Deine Hausärztin es dringend meint, dann kann sie Dir einen schnelleren Termin beim Neurologen besorgen. Deine Hausärztin kann vieles, aber nicht alles. Natürlich hängt Alkoholabhängigkeit und -missbrauch mit Depressionen zusammen. Ich würde daher erst den Missbrauch angehen und dann die Depression. Man kann nicht alles auf einem Mal.
Ich habe Menschen erlebt, die ganz tief abgestürzt sind, sie haben es ganz mühsam geschafft. Es fällt bei vielen Suchtkranken auf, dass sie die Schuld woanders als bei sich zu suchen. Aber leiden tun sie selbst und nur sie können sich helfen. Da gibt es keinen anderen Trost.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.08.2015, 14:00Inaktiver User
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Trinkst du täglich, oder gibt es auch alkoholfreie Tage in der Woche? Trinkst du "nur" abends, oder auch tagsüber? 250 ml Wodka ist schon ganz schön viel...
Ich habe vor einigen Wochen meinen abendlichen Weinkonsum komplett eingestellt, weil er sich über die letzten 1-2 Jahre doch auf eine für mich beunruhigende Weise gesteigert hat, und ich fürchtete, in eine schleichende Abhängigkeit zu rutschen. Auf den Alkohol selbst zu verzichten fällt mir nicht schwer, dennoch litt ich in den ersten Nächten ziemlich an Einschlafproblemen -- was beweist, dass es an der Zeit war, die Kurve zu kriegen.
Der Wein fehlt mir im Grunde nicht, aber ich stelle schon fest, dass der Alltag ohne ihn weniger Puffer hat. Der nüchterne Blick auf sich selbst und das Umfeld kann im wahrsten Sinne des Wortes "ernüchternd" sein, und manche Lebensfragen, die ich erfolgreich weggeschoben hatte, stehen plötzlich wieder scharf konturiert vor mir und verlangen nach Lösungen. Ich beurteile mich und andere wieder viel kritischer. Anstrengend, aber auch spannend.
Ich finde deine Entscheidung, dich Schritt für Schritt zu outen (Forum, Ehemann, Hausärztin) sehr gut. Ganz allein schafft man es nicht.
Liebe Grüße
Wilhelma
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28.08.2015, 14:01Inaktiver User
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
@Ulina
danke für Deine Worte. So sehe ich das auch.
Mein Körper schreit nicht nach Alkohol, nur manche Situationen.
Es macht mir Mut zu lesen, dass ich nicht ganz falsch liege.
Wenn ich mit bestimmten Situationen besser umgehen kann, brauche ich das nicht. Und ich meine hier ja keine einfachen Situationen wie Streß in der Arbeit oder mit dem Partner. Und es geht ja nicht nur um Situationen. Ich will einfach das Glück meines neuen Lebens spüren können. Die Tatsache, dass vieles, fast alles in meinem Leben anders ist, kann ich manchmal noch nicht annehmen, obwohl ich weiß, dass alles richtig ist.
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28.08.2015, 14:02
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Neurologen sind nicht auf Suchtkrankheiten spezialisiert, sondern auf MS, ALS etc. Bei Alkoholproblematik egal ob TE nun "nur" psychisch, oder auch körperlich abhängig ist, sind Fachärzte für Psychiatrie die richtigen Ansprechpartner, ebenso für Depressionen.
Und schämen musst Du Dich dort nicht. Jeder kann Probleme haben, die kennen das und wissen damit umzugehen.
Seine Krankheiten sucht sich keiner selber aus.
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28.08.2015, 14:10Inaktiver User
AW: Ich trinke zu viel und muss damit aufhören
Der Alkohol raubt dir die Kraft, die du so dringend wünscht und brauchst. Eine Psychotherapie zu beginnen ohne dein Suchtproblem im Griff zu haben ist, als würdest du an sich wirksame Hilfe hintenrum boykottieren, eben weil die dort erhofften Erkenntnisse dich nicht in voller Klarheit erreichen können.



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