Antworten
Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 22 von 22
  1. User Info Menu

    AW: Dauerndes Grübeln über Vergangenheit

    Hallo Karma,

    dann flugs zu einer anderen Therapeutin mit Dir ;)

    Also, ich war in einer Verhaltenstherapie,
    bei einer sehr guten, einfühlsamen Therapeutin.
    Gemeinsam konnten wir den Dingen einen Namen geben, das war sehr wichtig und heilsam - ich fand das Diffuse an der Sache immer so schwer!

    Mit meinem Vater ist das so eine Sache- er war damals alkoholabhängig und entsprechend selten ganz bei sich.

    Ich habe ein, zwei Mal versucht, mit ihm darüber zu reden, er hat das immer weit von sich gewiesen, aber ob das nun daran liegt, daß er sich alkoholbedingt wirklich nicht erinnern kann, oder daß er es schon immer weit von sich weg gehalten hat, das wird nie so ganz klar sein.

    Meine Mutter ist schier ausgeflippt - für sie kann nicht sein, was nicht sein darf,
    wir reden nicht mehr darüber.

    Das ist aber heute auch nicht mehr so schlimm für mich, ich weiß, was ich gefühlt habe, und ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, daß diese Grenzüberschreitungen tatsächlich stattgefunden haben und meine Reaktion - Angst, Abwehr, Ekel, Schuldgefühle - ganz normal.

    Auch Du darfst Deiner Wahrnehmung da trauen - ich habe für much beschlossen, gewissermaßen zwei Väter gehabt zu haben, einen ganz normalen und einen,
    der bei unserem Anblick gewisse Begierden empfand und diese nicht oder nicht völlig unter Kontrolle bekommen haben.
    Geändert von Schmitti (19.07.2015 um 21:30 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Dauerndes Grübeln über Vergangenheit

    Zitat Zitat von Karma80 Beitrag anzeigen

    Letztens habe ich meinem Vater per Telefon erzählt, dass ich plane demnächst evtl. länger ins Ausland zu gehen. Das fand er so toll, dass er fast geweint hat, das finde ich dann wieder komisch und wiedersprüchlich. Und weiter dreht sich dann das Gedankenkarusell..
    Zitat Zitat von Karma80 Beitrag anzeigen


    Ich denke gerade über einen mehrwöchigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik nach, da ich neben Depressionen unter chronischer Müdigkeit leide. Als ich meinem Vater davon erzählt habe, meinte er, wenn mir das hilft, solle ich das auf jeden Fall machen. Daher denke ich dann wieder, wenn er etwas zu verbergen hätte, würde er mir doch eher davon abraten, das Psychologen in meiner Vergangenheit rumwühlen.

    Um eine Entschuldigung anzunehmen, müsste ich auf jeden Fall davon ausgehen können, dass die Zweideutigkeiten zukünftig nicht mehr auftreten, aber das lässt sich ja schlecht kontrollieren. Der Kontakt ist ja jetzt schon nicht zwanglos und ich bin so überempfindlich in der Hinsicht, dass ich auf alles diesbezügliche reagiere. Akzeptieren könnte ich die Ambivalenz nicht wirklich.

    Auf der einen Seite willst du einen längeren Auslandsaufenthalt beanspruchen, auf der anderen Seite erwähnst du einen psychosaomatischen Aufenthalt. hmhm...Das finde ich jetzt ein wenig widersprüchlich. .Depressionen sind wirklich eine Scheiss Krankheit. Um aus einer Depression herauszukommen ist es sehr wichtig zu wissen, was man selbst wirklich will und vor allem was man nicht mehr will. Aus eigener Erfahrung war für mich hilfreich zu wissen was ich nicht mehr will.

    Zweideutigkeiten sind mit Sicherheit für deine Situation nicht hilfreich. Vielleicht solltest du deinem Vater wirklich direkt sagen, dass er sexuelle verbale Anzüglichkeiten sein lassen sollte weil du Probleme damit hast. Ich könnte mir auch vorstellen dass dein Vater Angst darüber hat was du alles deinem Therapeuten erzählst. Diese Unsicherheit erschwert vielleicht auch das Verhältnis. Ich möchte dir eine ganz einfache Frage stellen vielleicht kannst du sie beantworten: Magst du deinen Vater? Oder hasst du ihn?

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



Antworten
Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •