Hallo Karma,
dann flugs zu einer anderen Therapeutin mit Dir ;)
Also, ich war in einer Verhaltenstherapie,
bei einer sehr guten, einfühlsamen Therapeutin.
Gemeinsam konnten wir den Dingen einen Namen geben, das war sehr wichtig und heilsam - ich fand das Diffuse an der Sache immer so schwer!
Mit meinem Vater ist das so eine Sache- er war damals alkoholabhängig und entsprechend selten ganz bei sich.
Ich habe ein, zwei Mal versucht, mit ihm darüber zu reden, er hat das immer weit von sich gewiesen, aber ob das nun daran liegt, daß er sich alkoholbedingt wirklich nicht erinnern kann, oder daß er es schon immer weit von sich weg gehalten hat, das wird nie so ganz klar sein.
Meine Mutter ist schier ausgeflippt - für sie kann nicht sein, was nicht sein darf,
wir reden nicht mehr darüber.
Das ist aber heute auch nicht mehr so schlimm für mich, ich weiß, was ich gefühlt habe, und ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, daß diese Grenzüberschreitungen tatsächlich stattgefunden haben und meine Reaktion - Angst, Abwehr, Ekel, Schuldgefühle - ganz normal.
Auch Du darfst Deiner Wahrnehmung da trauen - ich habe für much beschlossen, gewissermaßen zwei Väter gehabt zu haben, einen ganz normalen und einen,
der bei unserem Anblick gewisse Begierden empfand und diese nicht oder nicht völlig unter Kontrolle bekommen haben.
Antworten
Ergebnis 21 bis 22 von 22
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19.07.2015, 21:19
AW: Dauerndes Grübeln über Vergangenheit
Geändert von Schmitti (19.07.2015 um 21:30 Uhr)
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20.07.2015, 17:26
AW: Dauerndes Grübeln über Vergangenheit
Auf der einen Seite willst du einen längeren Auslandsaufenthalt beanspruchen, auf der anderen Seite erwähnst du einen psychosaomatischen Aufenthalt. hmhm...Das finde ich jetzt ein wenig widersprüchlich. .Depressionen sind wirklich eine Scheiss Krankheit. Um aus einer Depression herauszukommen ist es sehr wichtig zu wissen, was man selbst wirklich will und vor allem was man nicht mehr will. Aus eigener Erfahrung war für mich hilfreich zu wissen was ich nicht mehr will.
Zweideutigkeiten sind mit Sicherheit für deine Situation nicht hilfreich. Vielleicht solltest du deinem Vater wirklich direkt sagen, dass er sexuelle verbale Anzüglichkeiten sein lassen sollte weil du Probleme damit hast. Ich könnte mir auch vorstellen dass dein Vater Angst darüber hat was du alles deinem Therapeuten erzählst. Diese Unsicherheit erschwert vielleicht auch das Verhältnis. Ich möchte dir eine ganz einfache Frage stellen vielleicht kannst du sie beantworten: Magst du deinen Vater? Oder hasst du ihn?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee


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