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  1. User Info Menu

    Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Hallo,
    ich mußte vor einem halben Jahr erfahren das meine jüngste Tochter die noch im Hause lebt unter die
    "Kiffer" geraten ist. Ich bin gleich mit ihr zur Beratungsstelle gegangen da Sie da noch nicht volljährig war.
    Man riet mir von einer Überreaktion ab sie in eine Klinik zu bringen. Nun ist sie 18 und kifft noch immer. 5 Monate hat sie eine Betreuungsstelle besucht, alleine, die ihr helfen sollte davon zu kommen.
    Bis heute sehe ich keinen Erfolg. Sie wird immer dünner und läßt alles, wirklich alles schludern. Ob Körperhygiene, Zimmerordnung, Schule, Fahrschule oder sonst etwas. Sie lügt mich ständig an.
    Jetzt da sie volljährig ist bleibt sie manchmal Tage weg.
    In der Ausbildung läuft es laut Meister auch nicht gut.
    Über eines ärgere ich mich besonders, sie damals als sie noch nicht volljährig war nicht in eine Entziehung gesteckt zu haben. Jetzt stehe ich hilflos daneben und drehe bald durch.

    Ich habe alle meine KInder in einem vernünftigen Umfeld groß gezogen, aber das hat wohl nicht gereicht.
    Habt ihr Erfahrungen und Tipps für mich?

  2. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Hmm. Führst du die "Verwahrlosungstendenzen" auf das Kiffen zurück?

    Kifft sie derart viel, dass sie eine Entziehung benötigt? Raucht sie pur?

    Ich will das nicht verharmlosen, auch Kiffen kann vielleicht der Einstieg in schlimmere Drogenabhängigkeit sein. Aber die Schilderung erinnert mich an die meisten jungen Erwachsenen in meinem Umfeld, insbesondere an die, die noch daheim leben und sich nicht selbst "durchschlagen" müssen.

    Könnte es vielleicht eine Phase sein, eine unangenehme zwar, die vermutlich mit dem Abbruch der ersten Ausbildung einhergeht, aber irgendwann vermutlich so mit 21,22 spätestens 25 beendet ist? Habe ich wirklich zahlreich beobachtet, aber alle haben sich wieder gefangen und stehen selbständig im Leben.
    Geändert von Inaktiver User (02.05.2013 um 17:20 Uhr)

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    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Gibt es denn ueberhaupt Entziehungskuren fuer Cannabis? Kann es sein das Deine Tochter auch andere Drogen nimmt? Ich kann mir garnicht vorstellen, dass man wegen Cannabis so verwahrlost, es sei denn sie raucht non-stop.

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    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Zitat Zitat von DrKohl Beitrag anzeigen
    Gibt es denn ueberhaupt Entziehungskuren fuer Cannabis? Kann es sein das Deine Tochter auch andere Drogen nimmt? Ich kann mir garnicht vorstellen, dass man wegen Cannabis so verwahrlost, es sei denn sie raucht non-stop.
    Das wäre auch meine Vermutung. Vor allem in Verbindung mit dem dünner werden. Auf Gras kriegt sie ja normalerweise Hunger.

    Ein Ansatz zum Einwirken könnte die Fahrschule sein, falls ihr der Schein wirklich wichtig ist.
    Gras ist im Blut bzw. über Schweißtest mehrere Tage lang nachweisbar und junge Leute werden sehr gern nicht nur auf Alkohol, sondern auch auf Drogenkonsum mit Schnelltest überprüft.
    Dann ist der Schein sofort weg und, da Probezeit, wahrscheinlich ne ziemlich lange Sperre, MPU, das ganze Gedöns.

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    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Hallo cestlavie64
    Es tut mir leid, aber ich finde Deine Beschreibung passt nicht zu Cannabis.

    Das einzige was mir einfällt ist, sie in die Verantwortung zu nehmen. Wohngeld,Essensgeld, oder kein Taschengeld da durch die Ausbildung abgedeckt, ect.

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    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Das tut mir sehr leid für Dich. Und es ist keinesfalls "Deine Schuld" oder dergleichen. Leider laufen auch Dinge mit Kindern schief, trotz gutem Umfeld.

    Ich bin 47 Jahre und kann mich noch an meine Oberstufenzeit im Gym erinnern. Da haben schon so einige öfter mal häufiger Grass geraucht, aber nur einer ist den Drogen verfallen hat dann noch härtere Sachen konsumiert und kein Abi mehr geschafft.
    Eine Kollegin von mir kifft immer noch gelegentlich, aber sie ist voll arbeitsfähig nicht verwahrlost.

    Direkt in der Szene kenne ich mich nicht aus und es mag sein, dass da inzwischen bei Marihuana einiges beigemischt wird.....um "Stammkunden" heranzuzüchten.

    Das könnte Dir sicher die Drogenberatung Eures Wohnortes sagen.
    Wie die anderen schon schrieben, hege ich auch die Vermutung, dass Deine Tochter noch andere Drogen konsumieren müsste, wenn sie stark an Gewicht verliert und tagelang nicht auftaucht.

    Und wahrscheinlich würde ich genauso denken wie Du bzgl. des Zwangsentzugs den man ihr vor paar Monaten vielleicht hätte aufzwingen können.

    Von der Sache her glaube ich aber, dass es nur von kurzem "Erfolg" gekrönt gewesen wäre, wenn Sie nicht selber gewollt hätte.

    Kennst Du den Ihren Bekannten/ Freundeskreis?
    Gibt es in Deiner Stadt eine Beratungsstelle für Angehörige drogenabhängiger Kinder und Jugendlicher? Vielleicht könnten die weiterhelfen auch wenn Deine Tochter 18 Jahre alt ist.

    Oder allgemein eine Angehörigengruppe Drogenabhängiger, wo Du Dich austauschen könntest.

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    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Bei einem normalen Konsum von Cannabis würde ich auch nicht gleich zu einer Entziehung raten.

    Was mich interessiert: Hat sie dir denn selbst erzählt, dass Sie raucht? Macht sie es jetzt heimlich? Wie ist sonst die Beziehung zu ihr?

  8. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Zitat Zitat von Valencia1603 Beitrag anzeigen
    Hallo cestlavie64
    Es tut mir leid, aber ich finde Deine Beschreibung passt nicht zu Cannabis.

    Das einzige was mir einfällt ist, sie in die Verantwortung zu nehmen. Wohngeld,Essensgeld, oder kein Taschengeld da durch die Ausbildung abgedeckt, ect.
    Ich würde auch sagen, dass das keine üblichen Folgen von Cannabis Konsum sind. Im Gegenteil, der Sohn einer Bekannten hielt sein Zimmer immer besonders sauber und aufgeräumt, wenn er breit war.

    Ist die Bezugsquelle vertrauenswürdig? Raucht sie die Pflanze (Marihuana) oder bezieht sie das Zeug bereits in veränderter Form, so dass vielleicht tatsächlich etwas beigemischt ist? Raucht sie alleine (wäre auch ungewöhnlich für diese Droge) oder in Gesellschaft?

    Dass sie die Fahrschule vernachlässigt, ist ja sogar gut. Autofahren sollte sie bestimmt nicht, wenn die Symptome so stark sind, dass du über eine Entziehungskur nachdenkst. Cannabis macht allerdings, soweit ich weiß, nicht körperlich abhängig - und ich weiß nicht, wie viele Felder man rauchen müsste, um eine stationäre Entgiftung machen zu müssen. Aber es kann psychisch abhängig machen. Hier wäre eventuell ein Ansatz. Wenn man denn nicht einfach abwarten will.

    Seit wann kifft sie denn? Ha sie erst mit 17 angefangen? Dann kann man vermutlich auch noch nicht von einer psychischen Abhängigkeit sprechen.

    Kann da mehr dahinter stecken? Unglückliche Liebe? Unstimmigkeiten beim Ausbilder? Familienverhältnisse?

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    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Hilfe, wie soll ich all das beantworten.
    Laut meiner beiden größeren Töchter ist sie wohl schon 1- 2 Jahre dabei. Ich habe letztes Jahr nur einen Verdacht gehabt, rote Augen, etwas schwammig drauf usw. Der Urintest hat es mir dann bestätigt.
    Die Ausbildung ist ihr persönlich sehr wichtig. Sonst würde sie nach inzwischen fast dem 30.mal verpennen nicht trotzdem hin gehen. Führerschein und Auto war Voraussetzung für die Ausbildung. Sie lernt Konditorin und muss ab 18. Jahre (die sie inzwischen ist) um 4.00 Uhr anfangen. Um diese Zeit fahren keine Öffis von uns da hin. Also nur ein eigenes Auto.
    Inzwischen ist es so wenn sie grad geraucht hat und ich spreche sie darauf an, heisst es "nein."
    Nächsten Tag aber gibt sie es zu. Alleine erzählt sie nicht davon, auch hält sie ihre eigenen Ziele für das Beenden nicht ein. Beispiel, erst hieß es im Januar mit dem neuen Jahr höre ich auf. Jetzt war es der Geburtstag zum 18. die letzte Zigarette.
    Nur hält sie nichts ein.
    Ja, ich weiß, nach dem Rauchen hat auch sie richtig Heißhungeratacken für Süßes und viel Durst. Das ist bekannt. Aber insgesamt ist sie schon sehr dünn geworden, da sie sonst schlecht ißt.
    Den Bekannten und Freundeskreis kenne ich natürlich nicht. Es würde auch nichts bringen. Ich bin schon mal jemanden wegen dem Verdacht des Deelens auf die Pelle gerückt. Ohne Erfolg. Wir wohnen hier dicht bei Hannover und hier kriegst Du überall etwas.
    Weitere Hilfe von den örtlichen Beratungsstellen bekomme ich leider nicht, zudem die alles sehr lässig sehen im Gegensatz zu mir. Wer sagt mir das es keine Phase bleibt und sie irgendwann wieder aufhört?????????

  10. User Info Menu

    AW: Meine Tochter (18) raucht Cannabis, was kann ich tun ?

    Liebe Mami von kiffender Tochter! Ich kenne die Gefühle der Hilflosigkeit, denn auch unser Sohn hat 3 Jahre lang mehr oder weniger reglemässig (regmässig=mindestens einmal pro Tag) gekifft. Er ist 20 Jahre alt und hat mit 17 begonnen. In seinem Freundeskreis gibt es praktisch keine "Nicht-Kiffer". Auch unser Sohn ist in einem intakten familiären Umfeld gross geworden. Allerdings hatte er aufgrund von persönlichen Schwierigkeiten (Lernprobleme, Asthma) keine einfache Kindheit und Jugend. Mit 15 gab es in seinem Leben einen Knick, da er die Schule wechseln musste. Sein grosser Halt war immer seine Gruppe, und dort hatte er leider nicht nur gute Einflüsse.
    Was wichtig ist, dass du dir selber keine Vorwürfe machst und die Schuld gibst, denn es sind unsere Kinder alleine, die entscheiden, was sie tun, zumal sie ja volljährig sind. Ich versuche immer und immer wieder meinem Sohn klar zu machen, dass er alleine für sich und sein Leben verantwortlich ist. Denn er hat die Tendenz, immer alle Schuld für seine Schwierigkeiten den Umständen oder jemand anderem zuzuschieben. Jedes Mal, wenn es wieder Schwierigkeiten irgend welcher Art gibt, dann ist er ganz tief unten, doch jedesmal lernt er auch wieder ein bisschen etwas, auch wenn es sehr schmerzhaft ist, dies zuzugeben.
    Momentan kifft unser Sohn nicht, denn es droht ihm sonst der Entzug des Führerscheins. Er wird bald zu einer Untersuchung aufgeboten, bei der er seine Abstinenz beweisen muss. Mir war immer klar, dass es irgendwann so weit kommen wird, denn all unsere Ermahnungen diesbezüglich (Fahren und Kifffen) hat er in den Wind geschlagen. Da ihm das Autofahren sehr viel bedeutet, hält er es durch, das ist seine grosse Chance, von diesem Kraut wegzukommen. Problematisch sehe ich den Fact, dass er halt immer noch mit den gleichen Leuten verkehrt, es kostet ihn schon sehr viel Kraft, da immer nein zu sagen.
    Leider mussten wie auch mitansehen, wie sich die Persönlichkeit unseres Sohne im Laufe der Kiffer-Zeit verändert hat. Auch wir wurden sehr viel angelogen, das tut weh. Wenn ich ihn mit den Fakten konfrontiert habe, ist er immer sehr schnell laut und aggressiv geworden. Er war früher ein sehr umgänglicher und lieber Junge. Diese Veränderung kann auch nicht so schnell rückgängig gemacht werden, auch wenn der Konsum nicht mehr stattfindet. Ja, auch wenn es nur eine Phase ist, was wir beide ja hoffen bei unseren Kindern, so ist es eben eine sehr heikle Phase im Leben. Unser Sohn hat in diesen Jahren nicht die nötigen Entwicklungsschritte gemacht, er ist emotional nicht auf der Stufe seines Alters und psychisch instabil. Er ist bis jetzt nicht bereit zu einer Therapie.
    Was ich als Mutter versuche: Meinen Sohn loszulassen, versuchen zu vertrauen, dass er seinen Weg trotz allem macht. Versuchen, auf seine Stärken zu fokussieren, diese auch Loben! Nicht alles auf des Verhalten meine Sohnes lenken, mich selber und den Rest der Familie stärker in den Mittelpunkt rücken! Viel Kraft sende ich dir und lass hören, wie es geht. Liebe Grüsse aus der Schweiz, Shosha

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