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  1. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo zusammen,

    sehr traurige Geschichten, die hier zu lesen sind und erstmal ein .

    In den Geschichten erkenne ich meine eigene Mutter und KIndheit wieder, sie war ausgesprochen labil, extrem jähzornig und gewalttätig, sie hat mir nichts gegönnt, ist bei der kleinsten Kleinigkeit ausgetickt (nicht nur bei nicht ordentlich liegenden und gekämmten Teppichfransen), Zärtlichkeiten und körperlicher Kontakt ist ihr verhasst und sie konnte mir emotional nichts geben - allerdings hat sie für mein körperliches Wohl gut gesorgt, klare Tagesstrukturen, selbst gekochtes regelmäßiges Essen, frisch bezogene Betten etc. UND sie ist nicht bereit, sich mit irgendetwas auseinander zu setzen, Kritik akzeptiert sie nicht, dann fährt sie ihren Hass und ihre Verachtung gegen mich voll aus. Sie hat eine sehr schwere narzisstische Störung und ich kann nur wählen, ob ich der nützliche Idiot sein möchte, der ihr narzisstisches System stützt oder aber der Feind, den es zu vernichten gilt.

    Ich bin daran fast zerbrochen, an meinen eigenen ambivalenten Gefühlen und an dem Mangel an Liebe und Zuwendung. Bis ich mich vor langer Zeit zu einer analytischen Gesprächstherapie entschlossen habe und ab da beginnt mein zweites Leben. Es war nicht leicht aber nach und nach gelang es mir meine Gefühle zu verstehen und zu sortieren und mich aus dieser Verstrickung rauszuarbeiten und mir selbst eine gute MUtter zu sein.

    Mein Leben heute ist mit meinem Leben davor nicht mehr zu vergleichen, es ist umso vieles besser und reicher geworden und ich kann nur sagen, für mich hat sich der mühsame und oft auch schmerzhafte Weg gelohnt.

    Ich kenne beides, ich hatte den Kontakt schon komplett abgebrochen und ihn dann wieder aufgenommen und ich kann nur sagen, dass für mich beides seine Schwierigkeiten hat. Die Beziehung muss im Innern aufgearbeitet werden, wie der Kontakt dann im Äußeren aussieht ist eine andere Frage. Zur Zeit habe ich wieder oberflächlichen Kontakt, aber ich merke, dass ich mich auch gut schützen muss, damit alte Wunden nicht immer wieder aufreissen. Wenn es schwierig wird suche ich mir immer Hilfe bei Therapeuten oder Beratungsstellen - es ist so wichtig damit nicht alleine zu sein, verstanden zu werden und Trost zu finden.

    Manchmal frage ich mich, was ich ihr wohl sagen würde, wenn sie gerade im Sterben läge und ich weiss es nicht, ich weiss nur, dass es nie gut war, nie gut ist (meine MUtter lässt es nicht gut sein, auch wenn ich selbst alle Konfliktthemen ruhen lasse) und auch nie gut wird. Mein Leben wird immer mal wieder sehr belastet dadurch, ganz unabhängig davon, ob ich Kontakt zu ihr habe oder nicht und ich habe das Gefühl je mehr ich meine eigenen Gefühle akzeptieren und integrieren kann, je klarer ich dieses sehr verstörende und verwirrende Puzzle aus böse/bedrohliche Mutter - gute/sorgende Mutter und die damit verbundenen Gefühle auf die Reihe kriege und je mehr ich es akzeptieren kann, dass ich damit alleine dastehe, in dem Sinne, dass es mit meiner Mutter keine Verständigung darüber geben kann, desto besser und freier wird mein Leben.

    Ich selbst kann wirklich nur dazu raten, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich auf den Weg der Aufarbeitung zu machen. Bei mir war es eine mehr als 3jährige analytische Therapie, ich denke, da muss jede/r sehen was hilft. In Krisensituationen haben mir auch immer traumatherapeutische Ansätze gut geholfen, da sie mich schnell wieder auf die Beine gebracht haben, so dass ich die Konflikte dann besser ruhen lassen konnte und besser für mich sorgen konnte. Leider werden Traumatherapien nicht von der Kasse bezahlt und ich hatte Glück, denn hier gab es eine Traumatherapeutin bei einer Beratungsstelle.

    Lieben Gruß

    Evelyn
    Geändert von Inaktiver User (07.04.2013 um 17:12 Uhr)

  2. Avatar von beagle88
    Registriert seit
    07.08.2012
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    134

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?



    Hallo, hulea und all`die anderen hier, die so ein schlimmes Schicksal erlebt haben als Kinder. Ich bin eigentlich nur per Zufall hier auf diese Seiten gekommen, musste aber bewegt, traurig und total erschrocken lesen, welche furchtbare Kindheit hier einige von euch gehabt haben. Beim Lesen liefen mir teilweise die Tränen und ich muss sagen, ich finde es sehr mutig von Euch, über diese Erfahrungen zu schreiben. Das ist ein guter Anfang zur Aufarbeitung und Bewältigung, denn nur so lernt man, mit dem Gefühlschaos umzugehen und Wege aus der Verzweiflung zu finden.

    Eine Mutter / Eltern, haben eigentlich die Aufgabe, ihre Kinder zu schützen/beschützen, sie zu nähren, zu lieben und ihnen soviel mitzugeben für ihre weitere Zukunft, dass sie später eigenständige, lebensfähige, lebensfrohe, soziale Menschen sind. Mir will es einfach nicht in den Kopf, wie Eltern ihr eigenes Fleisch und Blut so behandeln können, wie man sein Kind schlagen und misshandeln kann. Und nicht mal aus Versehen, einmal oder so, sondern permanent, auf Dauer, ständig. Mir fehlen dafür die Worte, denn ich bin ein Glück, und dafür bin ich heute meinen Eltern noch sehr dankbar, mit viel Liebe, Verständnis und Hingabe behandelt worden und aufgewachsen. Nie im Leben hätten meine Eltern mich geschlagen, körperlich oder seelisch misshandelt. Deshalb wird mir jetzt z.B. auch umso mehr bewusst, was euch hier in eurer Kindheit und auch später gefehlt haben muss. Und das tut mit so unendlich Leid, dass ihr so leiden musstet und mir wird richtig schlecht, wenn ich an eure Eltern/Mütter denke.

    Und, das Schlimme ist ja auch hierbei, dass so viele andere Menschen, Nachbarn, Freunde und Familie weggeschaut haben bei diesen Misshandlungen. Später will niemand etwas bemerkt haben, ein typisches Problem. Die Kinder leiden und niemand sieht es! Wichtig ist auf alle Fälle, darüber zu reden, Therapien zu machen und zu versuchen, es in Zukunft bei sich und bei seinen eigenen Kindern besser zu machen und nicht in die erlernten und gezeigten Verhaltensmuster zurückzufallen.

    Ich wünsche allen hier, dass sie es schaffen, über ihre schrecklichen Kindheitserfahrungen und Erinnerungen hinweg zu kommen und wieder positiv in die Zukunft zu blicken. Alles Liebe!
    beagle

  3. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo beagle,

    erstmal danke für deine verständnisvollen, tröstenden Worte . Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen mit einer glücklichen Kindheit, hier Verständnis und Interesse aufbringen ...

    Die traurige Wahrheit ist ja, dass misshandelnde Eltern oft selbst ähnliches in der eigenen Kindheit erfahren haben und ihren eigenen Schmerz einfach an die Kinder weitergeben anstatt sich ihm zu stellen, ihn zu spüren und die Gewalt zu beenden. Das soll keine Entschuldigung sein, nur eine Erklärung. Bei meiner Mutter sehe ich das und auch ihre daraus resultierende schwere Persönlichkeitsstörung, aber ich sehe darin keinerlei Zwangsläufigkeit, das musste nicht so kommen und es gab viele Momente, Gelegenheiten, Ereignisse in denen sie die Wahl und die Möglichkeit gehabt hätte, einen anderen Weg einzuschlagen, was aber bedeutet hätte, sich nicht nur der eigenen Vergangenheit zu stellen sondern auch den eigenen Schuldgefühlen im Zusammenhang damit, dass auch sie ihre Kinder misshandelt hat.

    Ja, es kann nur darum gehen, aus diesem Gewaltsystem auszusteigen, sich den tiefen Verletzungen zu stellen, um so sich selbst und andern in Freiheit, Respekt, Würde und Liebe zu begegnen.

    Lieben Gruß

    Evelyn

  4. Avatar von kupferkanne
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    1.292

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich hab diesen Strang grade erst entdeckt, das Eingangspost liest sich. als wäre ich dabei gewesen!

    Meine Mutter war genauso, immer Stress, immer Schläge, immer war ich das böse Mädchen...während des lesens kamen mir Begebenheiten aus meiner Kindheit und Jugend in den Sinn...unglaublich!

    Ich kenne das auch, ständige Kontrolle, Beleidigungen, Schläge, unsinnige Verbote, mich lächerlich machen und Beschimpfen vor anderen Leuten...und immer musste Vater abends zuhören, wie schlimm ich wieder war und sie saß wie die Königin von Saba am Tisch und sah zu, wie Vater mich verprügelte um mich danach zu fragen, ob ich mir wieder meine Strafe abgeholt hätte...

    Ich konnte aus diesem Leben aussteigen...sie ist immernoch sie selber, ich weiß nicht, wer von uns beiden schlimmer dran ist, schmunzel
    Oh Cherie, du machst misch Haut von die Gans...

    Einem Hörigen die Freiheit erklären zu wollen, ist wie die Quadratur des Kreises!

    ...das Geheimnis liegt in der Sauce...


    Ich bin immer auf der Höhe, Herr Inspector!

  5. Avatar von Niloufar
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    512

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?



    Liebe Töchter,
    Schön dass ihr Euch gefunden habt, und euch stützen könnt, was ihr durchgemacht habt, ist unsäglich.
    Ich wünsch Euch, dass Ihr in Eurer geschundenen Seele heil werdet, und das schreckliche überwindet. ihr Wart nicht Schuld!
    Meine Mutter ist auch psychisch krank, aber anders. Sooo misshandelt hat sie mich nie und trotzdem knabbere ich an den Folgen.

    alles Liebe ! Nilou


  6. Registriert seit
    02.05.2012
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    1.923

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Auch ich erkenne mich in vielem wieder, allerdings habe ich später erkannt, dass ich fälschlicherweise immer nur meinen Vater für den Aggressor gehalten habe. Meiner Meinung nach hat er eine narzisstische Störung, und meine Mutter war als junge Frau zu schwach und zu sehr in Konventionen erzogen, um ihm Contra zu geben in Form von klaren Grenzen. Mit der Folge, dass sich die beiden immer mehr bekriegten, und ich als Einzelkind war dazwischen - zumal ich der Grund war, warum sie geheiratet hatten.

    Als ich meinen Ex-Mann kennenlernte, mit 15, wurde es besser. Endlich hatte ich eine Fluchthilfe, endlich Unterstützung. Er sagte nach unserer Trennung zu mir, das Beste an unserer Trennung ist, dass ich deine Eltern nie wieder sehen muss. Er war und ist der Einzige, der weiß, dass ich nicht lüge. Andere Menschen, die nach ihm kamen, kennen meine Geschichte. Fallen aber oft auf die perfekte Fassade meiner Eltern herein, denn mit einem erwachsenen Menschen gehen sie nicht mehr ganz so krass um wie damals mit mir als Kind. Das tut weh, allein dazustehen und zu wissen, dass man keine Beweise hat für all die Qual.

    Mitte 20, als ich heiratete, habe ich versucht, ein klärendes Gespräch zu führen. Ich wollte wohl irgendwie unbelastet in meine eigene Ehe starten, hatte gehofft, irgendwie Verständnis zu erhalten. Meine Eltern, die sich ihr Leben lang hassten, bildeten eine Mauer gegen mich und erklärten mir, ich würde lügen und wolle ihren Ruf schädigen.

    Die einzige Verbindung war lange Jahre meine Oma, die immer wieder Familientreffen organisierte, sonst hätte ich das von mir aus nie initiiert. Es ging mir gut, so ohne Kontakt. Nach solchen Treffen brauchte ich Tage, um mein aufgewühltes Inneres wieder zu beruhigen.

    Lange Jahre traf ich die "falschen" Männer, bis ich begriff, dass ich derjenige war, der das falsche Muster hatte. Ich suchte immer jemanden, der mich stützte, ich suchte keinen ebenbürtigen Partner, sondern jemanden, der endlich meine Defizite puffern sollte - mein Ex-Mann hatte das getan, ich hatte es aber nie begriffen, und irgendwann wurde aus unserer Ehe eine Beziehung auf Geschwister-Ebene. Diese "falschen" Männer zogen mich immer wieder runter, ich wurde verlassen, betrogen, und klammerte mich jedes Mal verzweifelt an diesen einen Menschen - ich liebte ihn doch, er konnte mich doch nicht auch wieder verlassen...

    Vor einigem Monaten habe ich mir nach einem Zusammenbruch endlich therapeutische Hilfe geholt (bzw. endliche einen Arzt gefunden, der mir gesagt hat, machen Sie das, Sie sind am Ende). Ich hatte bisher 7 Sitzungen, leider bin ich mir aber nicht sicher, ob mir das wirklich was bringt. Ist eine tiefenpsychologische Therapie, ich rede und rede, aber es kommt kaum Feedback von der Therapeutin. Im Gegenteil, manchmal merke ich, sie versucht etwas zu interpretieren und liegt total daneben. Manchmal bestätigt sie auch wieder meine Angst, ich könnte nicht gehört werden. Beispiel: ich hatte letztens mit einem cholerischen Landwirt zu tun, der mich bedrohte. Das hat bei mir viel ausgelöst, ich konnte nicht mehr schlafen und bin zuhause mit Schweißausbrüchen gesessen. Die Menschen, denen ich das erzählt habe, hatten zwar Verständnis, aber so wirklich verstehen konnte keiner meine Angst (ich sah mich als Kind vor meinem prügelnden Vater stehen). Ich hatte dem Mann stand gehalten und war nicht geflohen. Aber ich konnte mit dem nicht umgehen, was er in mir ausgelöst hatte. Meiner Therapeutin fiel nichts anderes ein als "sie haben das doch gut gemeistert, gibt Ihnen das keine Kraft? Sie haben doch Verständnis bekommen, also liegen Sie doch richtig". Nein, das hat nur verstärkt, wie ich schon immer gelebt habe - Mauer hoch und keinen hinter die Fassade schauen lassen. Ich werde noch abwarten, ob es besser wird, fühle mich aber nicht verstanden.

    Trotzdem ist es eine Hilfe, weil jemand, der neutral ist, zuhört und man dadurch seine Gedanken ordnen kann. Es kommen nach solchen Sitzungen viele Erlebnisse plötzlich wieder hoch, die ich eigentlich vergessen hatte. Ich würde mir eben nur wünschen, dass mich mit diesem "Nackig-Dastehen" jemand begleitet und nicht nackt stehen lässt.

    Soviel für jetzt, ich für mich auch grade wieder ein großes Thema...

    Alles Gute euch allen!
    Geändert von Marga3 (02.07.2013 um 08:29 Uhr) Grund: Tippfehler

  7. Avatar von Niloufar
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    Beiträge
    512

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Liebe Margaret, vielleicht hilft es, wenn du die Therapeutin genau auf das ansprichst? Und dann abwartest, wie sie darauf reagiert? Sie weiß ja nicht alles und startet Versuche, ob sie richtig liegt, musst Du ihrerseits sagen.

    Wenn das nichts hilft, würde ich nach einer anderen Therapeutin suchen, und auf dein Bauchgefühl hören, was Dir gut tut.
    Aber erst mal ansprechen, das ist auch wichtig in einer Therapie, dadurch kommt dann etwas in Gang.

    Alles, Liebe,Nilou


  8. Registriert seit
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    48

    Stirnrunzeln AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo,
    Ich bin 50 Jahre alt und glücklich verheiratet mit 3 lieben Kindern. Ich wohne 600km von meinem Elternhaus entfernt und das seit 25 Jahren. War oder bin noch ein richtiges Mamakind.
    Meine Mutter ist am 17 Nov. plötzlich gestorben. Sie hatte die letzten Jahre an schwerster Osteoporose gelitten und auch viele Operationen erleiden müssen da sie multiple Knochenbrüche hatte. Sie war ein Einzelkind in einem sehr behüteten,lieben Elternhaus. Sie hatte eine schlechte Ehe, meine Eltern passten einfach nicht zusammen. Nach Ihrer Schilderung war es schlecht von Anfang an. Sie war Hausfrau und hat 2 Kinder mich und meinen 8 Jahre jüngeren Bruder.Ich hatte eine schöne Kindheit bis mein Bruder auf die Welt kam und dann war ich eben die 2. Geige oder die 3.
    Ich habe von der Geburt meines Bruders bis ich ca.14 Jahre alt war so gut wie keine Erinnerungen. Dann hatte ich ab 16 einen lieben Freund und eigentlich auch eine schöne Zeit mit meiner Mutter. Mein Vater war immer sehr viel beruflich im Ausland tätig. Mit 21 Jahren bin ich dann ausgezogen und auch viel gereist. Stress mit meiner Mutter habe ich richtig seit 20 Jahren, z. B. Hochschwanger ruft sie mich an und droht sich umzubringen oder sie kommen uns besuchen und meine Mutter will lieber im Auto schlafen weil sie meine Wohnung Scheisse findet oder ich frag ob sie kommen könnte als ich mit meinem 3. Kind schwanger war um mir zu helfen und sie sagt: nein das geht nicht sie muss auf die Katze von meinem Bruder aufpassen weil der in den Urlaub fährt. Dann wollte sie nicht dass ich mit 3 Kindern zu Besuch komme, das ist zu viel sagte sie. Ich musste also aussuchen wen ich mitnehme einmal im Jahr für 1 Woche ca. Das hat ihr nichts ausgemacht meine Kinder überhaupt nicht zu sehen aber sie hat dann 13 Jahre später die Kinder meines Bruders täglich den ganzen Tag gehütet, das war dann kein Problem oder zu viel. Etc, etc. ja und dann vor zwei Jahren hat mir mein Vater gebeichtet dass ich noch eine Halbschwester habe die vor der Ehe gezeugt wurde. Meine Mutter konnte es nicht fassen das mein Vater mir das Geheimniss gesagt hat und ich wurde gebeten es nicht meinem Bruder zu sagen. Hab ich natürlich trotzdem. Wir haben inzwischen auch Kontakt mit ihr, sie wohnt in den U.S.A . Tja und dann hat meine Mutter MICH vor die Wahl gestellt entweder diese Frau oder ich. Das war kein Thema ich habe ihr das auch gesagt das ich mich nicht erpressen lasse . Das war im letzten Juni sie hat mich dann durch meinen Vater gebeten das Haus zu verlassen und auch durch ihn mich wissen lassen dass sie mich hasst und das ich für sie gestorben bin. Nun ist sie am 17. wie ich schon geschrieben habe gestorben und wir hatten seit Juni keinen Kontakt mehr. Die 2 schönsten Familienschmuckstücke hat sie der EX Freundin meines Bruders geschenkt, hat mir mein Bruder letzte Woche erzählt und sie wollte mich auch enterben, hat mir mein Vater gestern erzählt. Voila, ich liebe meinen Bruder trotzdem, der kann ja nichts dafür find ich. Wir haben die ganzen Sachen für die Beerdigung zusammen erledigt. Ich musste viel,viel weinen und wünschte ich hätte nochmal eine liebe Mutter gehabt die man in guter Erinnerung bewahren kann anstatt musste ich nun von der unbegreiflichen, bösen unmöglichen und vielleicht unverzeihlichen Mutter Abschied nehmen. Was für ein Elend ist das denn? Ich leide sehr darunter, ich weiss es gibt schlimmeres aber trotzdem macht es mich fast krank oder ich bin es vielleicht schon.
    Achja, mein Vater hat mir auch noch letzte Woche erzählt dass sie vor hatte mich zu enterben und ihr Geld den Kindern meines Bruders zu vererben. Warum musste er mir das sagen? Meine beste Freudin meinte nur, der hat sie auch nicht mehr alle. Alles Liebe
    an euch !
    Geändert von Lilli28 (06.12.2013 um 15:28 Uhr)


  9. Registriert seit
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    36

    smirk AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Gute NachT! =)

    Hm...ich denke, zwischen den meisten Mütter-und-Töchter Beziehungen besteht ein unsichtbares Band.
    Man "kennt" die Mutter, weiß so ungefähr wie sie "tickt" - aber auch umgekehrt.

    Das Problem ist nur: als kleines Mädel ist unsere Mutter die erste Bezugsperson (meistens) und somit in gewisserweise ein "Vorbild", von dem wir eigentlich erstmal alles so gut es geht adaptieren.
    Erkennt sich die Mutter allerdings im Verhalten ihrer Tochter wieder, welches sie selbst evtl. an sich nicht ausstehen kann, versucht sie die Tochter mit allen "Mitteln" zu ändern so nach "Du sollst es mal besser haben" oder bilden auch eine sogenannte "Hassprojektion" auf, je nachdem wie das Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter war. Da man früher nie über solche Dinge reden konnte, wird es automatisch in die nächste Generation weitergegeben - dass alles passiert relativ unbewusst. Das ist zumindest meine Meinung.

    Vielleicht hilft es manchmal sich selbst bei den eigenen Kindern (Töchter) zu beobachten: wie verhält man sich ihnen gegenüber? Gibt es evtl. Parallelen, die die eigene Mutter bei einem selbst "angewendet" hat??Bei manchen "Redensarten" fängts meistens schon an..

    Liebe Grüße
    BSBR =)

  10. gesperrt
    Registriert seit
    27.04.2014
    Beiträge
    127

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Mmh wie beginne ich das jetzt...
    ...also ich hatte auch eine sehr schwere Kindheit. Meine Mutter hat alleinerziehend meinen Bruder und mich groß gezogen. Als Älterer war ich natürlich immer für alles Schuld (also nicht das ich wirklich daran glaube^^).
    Auf jeden Fall haben wir beide schlimme Gewalt pysischer wie psychischer Natur erlebt, wobei es bei mir schon arg ausartete, da mein Bruder eher "Muttis Liebling" war.
    Naja ich bin da eher auf meine Oma fixiert....

    zu dem Beitrag:
    Worte meiner Mutter über mich:

    Nichts von allem, was ich meinen Eltern vorwerfe hat je stattgefunden.
    Sie haben immer alles für mich getan.
    *Tja so in etwa war es bei uns auch, allerdings haben mein Bruder und ich im jungen Erwachsenenalter mit unserer Mutter über unsere Kindheit gesprochen und sie hatte es vollkommen ausgeblendet. Sie hatte danach ständig geweint und sagte (ach weiß ich gar nicht mehr so genau) auf jeden Fall, das Ihr das alles so Leid täte.*

    Wie auch immer, ich glaube die Gewalt in unserer Kindheit endete damit dass als meine Mutter mal wieder ausrastete ich sie wegschupste? oder sogar schlug (ich weiß es gar nicht mehr war etwa 14-15?!?
    Sie wälzte sich fürchtbar krakelend und völlig hysterisch auf dem Boden und danach wurde alles... nicht nur besser sondern gut.

    Meine Frage ist, kann es sein, dass man sowas einfach verarbeitet? Ohne Therapie etc.?? Also ich gebe zu ich habe keine Lust diese Erinnerungen hier zu schildern (hatte kurz überlegt, aber.. naja das wäre auch schwierig für mich). Ich hatte in meinem Leben einige Partnerinnen dennen ich davon erzählt habe, allerdings werde ich auch das wohl in Zukunft sein lassen, da dies schon sehr (verständlicher Weise) Ihre Beziehung zu meiner Mutti beeinträchtigt hat.

    Heute liebe ich meine Mutti, sie ist ein netter, liebevoller Mensch. Klingt sicher komisch... sie litt nach diesen Gesprächen (*) auch lange unter schweren Depressionen, welche sich mittlerweile halbwegs beruhigt haben.

    Ich denke schlicht sie war nie ein solch starker Mensch wie ich es bin und war hoffnungslos überfordert. Damit möchte ich sie keinesfalls in Schutz nehmen, aber ich denke es gibt eine Menge Menschen die keine Kinder haben sollten und sie gehörte eben leider dazu.

    Ich hoffe alle Betroffenen kommen so gut darüber hinweg und wünsche Ihnen alles Gute und Glück dieser Welt.

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