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  1. Registriert seit
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    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Mannomann, liebe Hulea,

    dass sich Dein Vater mit Herzschmerzen ins Bett legt, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass er Unrecht getan hat... wundert mich überhaupt nicht.

    Wie bitte soll er mit der vollen Erkenntnis leben können?

    Und glaube mir, im Innersten weiß er, was los ist.

    Les mal im Strang "schwierige Mutter". Da gibt es mehr solcher "Mütter".

    Deine Programmierungen wirst Du nur mit einer Fachkraft wieder rausbringen. Oder bei einer Traumatherapie. Zum Glück hast Du schon geschafft, den Kontakt abzubrechen.

    Viel Kraft


  2. Registriert seit
    21.08.2004
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    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Liebe hulea,

    mein erster Gedanke war: Das ist meine Geschichte. Die meiner Geschwister, meines Vaters, meiner Familie.

    Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um zu verstehen, dass nicht ich die Schuldige in dem Spiel bin, sondern dass meine Mutter - genauer meine Eltern, denn mein Vater hat seiner Frau aus lauter Schwäche seine Kinder geopfert - extreme Probleme hat.

    Und ich habe sehr lange gebraucht zu begreifen, dass ich von meinen Eltern rein gar nichts mehr erwarten kann.

    Worte meiner Mutter über mich:

    Nichts von allem, was ich meinen Eltern vorwerfe hat je stattgefunden.
    Sie haben immer alles für mich getan.
    Ich bin undankbar, böse und gemein.
    Ich bin ein verlogenes Miststück und ich werde schon sehen, was ich davon habe.
    Ich bin unfähig, mein Kind richtig zu erziehen (und ich werde schon sehen, was dabei heraus kommt...).
    Mein Mann beeinflusst mich gegen meine Eltern (er ist übrigens auch alles, was ich hier aufzähle...).
    Ich habe keine Freunde, die mich wirklich mögen.
    Ich bin eine Betrügerin.
    Ich hetze meine Geschwister gegen meine Eltern auf.
    Ich hetze die Verwandtschaft gegen meine Eltern auf.
    Ich habe meine Eltern bestohlen.
    Ich bin eine Hochstaplerin und manipuliere alle Menschen um mich herum.
    Ich bin Mitglied einer dubiosen Sekte.
    Ich bin einem Guru verfallen.
    Ich wurde niemals geschlagen. Nicht mal ein Klaps.
    Aus meinen Augen leuchtet das Böse.
    Ich bin die größte Enttäuschung ihres Lebens.

    to be continued...

    In der Sache kann man nicht mit ihnen reden, es kommen immer nur Vorwürfe wie oben, Abwertungen, Gehässigkeiten, Angriffe.

    Ich habe viele viele Bücher gelesen, spreche mit einem mir sehr nahestehenden Menschen seit Jahren immer wieder darüber (er ist Psychotherapeut und lässt mich an seinem Wissen teilhaben, ist für mich eine Art Therapie), ich habe versucht mit meiner Schwester darüber zu sprechen (derzeit sinnlos, sie ist noch zu sehr mit den Eltern verstrickt), ich tausche mich mit einer Freundin aus, die ähnliches erlebt hat, ich war beim Sozialpsychiatrischen Dienst, die vermitteln wollten (man hat die Dame mehrfach harsch abgewiesen, es gebe keine Probleme, denn ich sei diejenige, die ein Problem hat) - und ich habe gelernt, dass zu einer Verständigung immer beide Parteien gehören.

    Meine Eltern wollen sich nicht mit mir verständigen bzw. versöhnen, da kann ich mich noch so sehr abzappeln - das wird nichts werden.
    Entweder ich unterwerfe mich komplett, oder ich bin ausgestoßen.

    Ich habe den Kontakt nach einer Anhäufung von extremen Vorfällen vor zwei Jahren endgültig abgebrochen.

    Mittlerweile bin ich der Meinung, dass meine Eltern nur Kinder haben, weil man damals eben Kinder bekommen hat.
    Diese Kinder hatten nur den Zweck, den Glanz der Eltern zu erhöhen. Funktionierten wir nicht und entsprachen wir nicht dem Bild, das wir nach außen darstellen sollten, wurde es für uns im wahrsten Wortsinn existenzbedrohlich.

    Hulea, ich habe den Eindruck, bei Deinen Eltern läuft es ähnlich.
    Ich wünsche Dir, dass Du Dich eines Tages von dem Wunsch verabschieden kannst, von ihnen genauso, wie Du bist, angenommen zu werden. Dass Dein Leid anerkannt wird. Dass sie zugeben, dass etwas falsch lief.
    Hoffe nicht darauf.



    Liebe Grüße
    Nellifer
    Glück ist Talent für das Schicksal


  3. Avatar von KHelga
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    11.213

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo Hulea,

    ich gehöre auch zu den geschundenen Kindern ... Tut mir sehr leid, was Dir (uns) passiert ist.

    Natürlich nicht immer, aber wir werden uns lebenslänglich damit beschäftigen.

    Meine Frage:
    Leben Deine Großeltern noch? Falls ja, könntest Du sie mal fragen, ob sie mit ihrer psychopathischen Tochter damals auch so umgegangen sind? Könnte ja einiges erklären.

    Ich umarme Dich mal ganz vorsichtig.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  4. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo Hulea ,

    ich finde es toll das du hier über deinen Kummer schreibst.
    Ich fühle auch mit dir und es dauert seine Zeit,
    dieses geschundene Herz und die Seele wieder zu heilen.

    Mein Kontaktabbruch dauerte 10 Jahre.

    Mir hat eine Heilhypnose (zehn sitzungen) sehr, sehr geholfen.
    Heute habe ich einen losen Kontakt,
    laß mich nicht mehr vereinnahmen, kontrollieren.

    Eigentlich ist mir meine Mutter nicht wichtig.
    Ich bin froh das sehr viele Kilometer zwischen uns sind.
    Sie fehlt mir in keinster Weise.

    Geniese die schöne Zeit mit deinem Partner,
    ich wünsche dir viel positives in deinem Leben.

    Es liegt nicht an dir, Du bist Ok.
    Viel Kraft für dich,du wirst es auch schaffen.

    Gruß julimo

  5. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo Huela,
    ich denke, du solltest dir dringend professionelle Hilfe suchen.
    Für mich hört es sich so an, als ob deine Mutter eine schwere Persönlichkeitsstörung hätte. Deswegen wirst du sie auch nie so weit bringen, dass sie mit dir darüber reden kann oder irgend etwas zugibt.

    Professionelle psychologische Beratung könnte dir helfen, die Dinge anders zu sehen, dein Selbstbewusstsein zu stabilisieren und Distanz zu deiner Mutter zu bekommen. Ändern kannst du sie sowieso nicht.


  6. Registriert seit
    30.01.2013
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    9

    Kuss AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Danke für eure Informationen, das hat mir schon so viel geholfen!

    @zio: Ich wünschte, bei uns wäre es so wie bei dir! Dass man es einfach irgendwie übersehen kann, sich denken "jaja sie ist krank", und einfach soviel Grösse, wie du sie offensichtlich hast, aufbringt und irgendwie ein halbwegs friedliches Leben nebeneinander führen kann.. ich beneide dich dafür, dass du es kannst. Vielleicht schaff ich es irgendwann dahin, wo du schon bist.

    @angie2: Danke für den Hinweis mit dem Strang, ich hatte schon nach so etwas gesucht am Anfang, weil ich nicht wusste, wohin ich posten sollte. Das mit den Herzschmerzen ist einfach unfassbar beknackt, ich weiss.. Es ist für die meisten eh nicht nachvollziehbar.. vielleicht ahnt er etwas, das kann schon sein, aber er war halt auch oft nicht da, er hat immer viel gearbeitet und war auch sonst immer irgendwie "abwesend".

    @Nellifer: Das ist so krass, was du da geschrieben hast.. du hast Worte für Dinge gefunden, die ich nie benennen konnte, aber genauso ist es! Ich habe bei jedem Satz genickt. Unfassbar.. es tut fast weh, zu lesen, dass es auch anderen so ging, dass auch andere Kinder - als sie noch Kinder waren - so leiden mussten. Als du geschrieben hast, deine Eltern hatten vermutlich nur Kinder, weil man eben damals Kinder hatte.. das hat mich wie ein Schlag in den Magen getroffen... GENAU das hat meine Mutter damals gesagt, als ich sie einmal gefragt habe, warum sie mich eigentlich bekommen hat. Man hat eben damals Kinder bekommen, so war das nun einmal.. "Funktionierten wir nicht und entsprachen wir nicht dem Bild, das wir nach außen darstellen sollten, wurde es für uns im wahrsten Wortsinn existenzbedrohlich." Wie wahr, wie wahr.. ich bin irgendwie sprachlos gerade.

    @KHelga: Leider lebt nur noch mein Grossvater, also ihr Vater. Er ist aber schon alt und sehr tatterig, ich habe ihn vor einer Weile trotzdem mal vorsichtig gefragt. Er sagt, sie sei immer schon so gewesen. Er war vermutlich auch damals nicht zimperlich mit Bestrafung bei ihr und meiner Tante und meinem Onkel, aber sie haben immer gesagt, er wäre ein netter und guter Vater gewesen.
    Danke für die Umarmung <3 Tut mir leid, dass es dir auch nicht besser ergangen ist : (

    @Julimo: Vielen Dank für deine lieben Worte, das ist nett von dir :) Das hört sich interessant an, ich werde mich mal darüber informieren mit der Heilhypnose. Wie schön, dass du es geschafft hast, dich so zu distanzieren von all dem Schlimmen.. wie gesagt, ich wünschte wirklich, ich würde das hinbekommen. Das mit dem losen Kontakt habe ich ja auch schon versucht, aber sie will mich entweder ganz "mit Haut und Haar", also mit jeden Tag anrufen und wirklich alles, aber auch alles über mein Leben wissen - oder GAR NICHT. Es gibt für sie nichts dazwischen. Ich habe ihr damals gesagt, ich kann mir höchstens vorstellen, mal alle 2 Wochen zu telefonieren, weil ich gerne etwas Abstand von ihr hätte - und da ist sie so hässlich und furchtbar am Telefon geworden, sie hat so viele schlimme Dinge gesagt, es war unfassbar... Wie gesagt, ich wäre gern auf dem Level mit dem losen Kontakt. War das denn schwierig für dich durchzuführen? Macht deine Mutter das "Spiel" mit?

    @visual: Ja ich vermute leider auch, dass es sich niemals ändern wird. Ich denke, ich habe schon viel an mir selbst verändert und rede mir auch im täglichen Leben ein, dass ich stark bin und sie jetzt mit dem Kontaktabbruch aus meinem Leben verbannt habe .. aber es reicht nur ein Anruf, ein Wort, ein gut gewähltes Lebenszeichen von ihr, und ich bin wochenlang völlig zerstört und gelähmt.

    Yana war so freundlich und hat mir gerade vorhin einen Link geschickt, ich möchte ihn gerade mal für euch andere posten.. Ich sitze immer noch und lese und bin sprachlos, wie mit jedem Satz meine eigene Mutter beschrieben wird. Danke euch schonmal allen für eure ehrlichen Meinungen und die netten Worte <3

    Töchter narzisstischer Mütter - Home

  7. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo Hulea

    Ja mit Haut und Haaren, das kenne ich nur zu gut.
    Diese Telefonkontrolle, alles wissen wollen,
    die scheinheilige Freundlickeit usw.

    Ich wurde auch am Telefon zusammengestaucht,
    das nicht ich bestimme wann sie mit mir sprechen will,
    sondern wann sie es will. Ach ja, da war ich schon fast 50 Jahre.
    Mich hat es krank gemacht.
    Zumal sie über alle möglichen Wege versucht hat mich zu erreichen,
    sogar bei meinem Ex hat sie angerufen,nach "zwei Jahren" .
    Da bin ich ausgerastet.

    Ich bin nicht mehr ans Telefon gegangen, aufgelegt, aus die Maus.
    Totaler Kontaktabbruch,es geht nicht anders.
    Mir ging es immer besser.
    Es kamen ab und an Briefe,die ich weggeworfen habe.

    Sie ist eine Narzisstin.
    Den losen Kontakt halte ich nur über Telefon..bla,bla...Fr.Maier und co...bla,bla,Wetter...
    über mein Leben erfährt sie nichts.

    Einmal habe ich sie besucht nach 10 Jahren
    und diesmal hat sie mir zugehört,
    mir gesagt, mein Gott war ich wirklich so furchtbar ?
    Ja ich habe es ihr bestätigt,wie grausam sie war.

    Sie weiß nun, wenn sie wieder so fordernd wird,
    mich bedrängt, " Melde ich mich nicht mehr"
    und das will sie auf keinen fall.
    Es geht nach meinen Regeln
    uns so wie es mir gut geht damit.

    Meine Mutter ist ja nun auch schon älter
    und schaut auf ihr Leben zurück.
    Was nicht heißt das sich dieses Persönlichkeitsbild / Verhalten großartig ändert.
    Ich bin immer wachsam,wenn ich mal mit ihr spreche.

    Die Heilhypnose muß man leider selber zahlen,
    aber seit dem gehts mir gut, gelesen habe ich auch sehr viel zu diesem Thema.

    Ich bin mir sicher,du wirst es schaffen.
    Du mußt dich für nichts rechtfertigen bei deinen Eltern.
    Du möchtest keinen Kontakt, Punkt !!

    Dir alles liebe.
    Gruß julimo

  8. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo hulea,

    wie geht es dir ?

  9. Inaktiver User

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Liebe Hulea,
    in Deiner Geschichte erkenne ich vieles wieder, was meine Kindheit prägte.
    Willkommen im Club der "schwierigen Töchter".

    Als ich mitte Zwanzig war, versuchte ich einmal, sie mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, speziell das aus der Kindheit. Sie stritt alles ab. Ich hätte mir das alles eingebildet. Ich gab erstmal nach, versuchte es allerdings später wieder. Wieder stritt sie alles ab und bezichtigte mich Lügen; ich solle bloss meinen Mund halten, sonst würde sie "Zeugen" bringen, die bezeugen könnten, dass nichts davon passiert sei. Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich verrückt bin.
    Oh weh, ich erinnere mich an diese Gespräche, 3 Stück waren es bei mir. Ich wurde einer krankhaften kindlichen Phantasie und eines angeborenen Pessimismus bezichtigt, weil ich doch immer nur das Schlechte sehen würde, Ich wurde der Lüge beschuldigt, der Einbildung, der Übertreibung, sie nannte mich zu dumm, um zu begreifen, dass damals alles super gelaufen sei. Es tut weh, wenn so an der eigenen Wahrnehmung gezweifelt wird. Meine Mutter hat sogar verlangt und mit verschiedenen Mitteln versucht, meine Wahrnehmung zu ändern. Das ist Gehirnwäsche.

    Viele Leute, die uns nicht näher kennen, glauben nicht, dass meine Mutter so drauf ist. Sie ist mit Fremden immer sehr herzlich und energiegeladen, übernimmt sofort die "Leitung", sie muss die Situation "managen" und hat tausend Ideen und lacht viel.. Es ist, als ob sie manchmal einen Schalter umlegen kann.
    Ja, so sind sie, in der Öffentlichkeit immer schön die Fassade wahren. So eine nette Dame aber auch!

    Ich habe vor einer Zeit den Kontakt mit ihr abgebrochen, weil ich sie nicht mehr ertragen kann. Die Erinnerungen an ihre Misshandlungen machen mein Leben kaputt, und ich werde ein zweites Mal bestraft, weil meine Mutter von all dem nichts wissen will und sich an gar nichts davon erinnern kann, das hätte ich mir doch eh alles eingebildet. Das einzige, was ich will, ist, sie mit diesen Vorkommnissen zu konfrontieren und sie zu fragen, warum sie das gemacht hat und ob sie vielleicht mit sich selbst ein Problem hatte. Man muss doch über Dinge reden können. Aber jedes Mal, wenn ich nur an das Thema rühre, gehen sie und mein Vater gleich in die Luft. Ob ich wolle, dass sie sich auf Knien entschuldigen solle. Nein, davon war nie die Rede, aber eine Entschuldigung für was auch immer gleich kategorisch abzulehnen, trägt auch nicht gerade zum Frieden bei.
    Vergiss es, sie wird sich nicht entschuldigen und sie wird sich nicht ändern, sosehr Du es auch wünschst. Es geht - glaube ich - auch nicht so sehr um eine Entschuldigung, eher um die Akzeptanz der eigenen Wahrnehmung. Aber das wird nie geschehen, so schmerzlich es auch ist. Aber DU bist jetzt erwachsen und nicht mehr ihr Opfer. Du kannst Dein eigenes Leben verantwortlich gestalten und sie kann Dir nichts mehr tun ... nie wieder.

    Die Eltern (besonders Mütter) machen dicht, da sie mit dem Vorgefallenen nicht umgehen können und wissen, wenn sie ES zugeben, gehen sie daran kaputt.
    Sie denken nicht daran, dass sie das leben ihrer kinder auch "kaputt" gemacht haben könnten, denn mit dieser Last können sie (leider) nicht umgehen.
    Das hätte ich nicht besser sagen können.

    So wie du es erzählst hat sie ein ziemliches Problem mit sich selber, ist vielleicht einsam und auch eifersüchtig auf dich, die Aufmerksamkeit die du als Kind vielleicht bekommen hast von anderen und Vater und hat deshalb ihren Frust an dir ausgelassen...
    Aber dass sie einfach weitergemacht hat verstehe ich nicht, sie hätte Hilfe holen müssen, für sich selbst.
    Ich weiß nicht genau, wie das bei anderen ist, aber meiner Mutter gehört noch zur älteren Generation. Sie sagte mir einmal, sie sei auch krank, auch psychisch krank und unglücklich, ich würde sie krank machen. Allerdings gehört sie nach eigener Aussage noch zu der Generation, in der man gelernt hätte, solche Probleme mit sich selbst ausgemacht hätte und damit niemandem zur Last zu fallen. Damit bezog sie sich auf meine Therapie, die ich damals gerade begann.

    Mit ihm kann man generell kein Gespräch darüber führen, weil meine Mutter ihn erstens nicht allein lässt - sie sind immer irgendwo zusammen - und zweitens bekommt er immer Herzschmerzen, wenn man das Thema anspricht. Das ist kein Witz. Er muss sich dann ins Bett legen und lässt uns beide dann weiterstreiten.
    Oh, ein Schauspieler vor dem herrn? Sowas nennt man emotionalen Missbrauch!

    Mein Vater machte das anders, dem ging ich gleich kompkett am A.... vorbei. Er ignorierte mich schlicht und einfach und meiner Mutter kam die AUfgabe zu, mich so zu konditionieren, dass mein vater seine Ruhe hatte und nicht von mir gestört wurde. Das war ja wohl auch das mindeste, was man von mir verlangen konnte, wo ich doch schon die Frechheit besessen hatte, nur ein Mädchen zu werden ...

    Wenn meine Mutter dann nicht spurte, rannte er zu Telefon und kündigte lautstark an, deinen Freund anzurufen, der Anwalt war, wegen der Scheidung ...

    Es ist mir aber auch nicht (mehr) wichtig, dass sie sich daran erinnern. Ich brauche weder eine Entschuldigung noch eine Zurechtrückung des Bildes - es ist, wie es ist - es war, wie es war. Jeder hat seine Sichtweise dazu und für mich ist meine gültig, mehr brauch ich nicht zu wissen.
    Super Sichtweise!

    Mittlerweile bin ich der Meinung, dass meine Eltern nur Kinder haben, weil man damals eben Kinder bekommen hat. Diese Kinder hatten nur den Zweck, den Glanz der Eltern zu erhöhen. Funktionierten wir nicht und entsprachen wir nicht dem Bild, das wir nach außen darstellen sollten, wurde es für uns im wahrsten Wortsinn existenzbedrohlich.
    Auch hier ... ohne Worte ... besser kann man' nicht ausdrücken!

    Ich möchte Dich ermutigen, Dir Hilfe zu suchen, sei es in einer Therapie oder hier im Forum.
    Im Unterforum "Reine Familiensache" gibt es dazu einen Strang "Schwierige Mutter", welcher sehr aufschlussreich ist. Und Dir zeigen wird, dass DU bei weitem nicht allein bist.

    Ich habe diesen Strang als sehr hilfreich empfunden und möchte einfach mal allen danke sagen, für ihre offenen Gedanken und die Teilhabe an ihrem Leben.

    Alles Gute von Melusine
    Geändert von Inaktiver User (06.02.2013 um 13:28 Uhr)


  10. Registriert seit
    30.01.2013
    Beiträge
    9

    AW: Psychopathische Mutter? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Hallo ihr beiden, danke für die Rückmeldungen.. Melusine, ja genauso war es bei mir, ich habe jetzt auch noch ein bisschen weitergeforscht in der Zwischenzeit, eigentlich kam ich gar nicht dazu, mir noch andere Stränge anzuschauen, mich hat die Narzissmusseite einfach so gefesselt, ich habe sie glaub zehnmal durchgelesen und bin immer noch sprachlos vor Verblüffung. Ich habe mir auch ein Buch von Amazon heruntergeladen "Will I ever be good enough", hier ist der Link, wenn jemand da mal reinschauen möchte...

    Will I Ever Be Good Enough?: Healing the Daughters of Narcissistic Mothers - Karyl McBride - Google Bøker

    Da hast du ja auch schon eine Menge durchgemacht, wie geht es dir denn heute mit diesem Hintergrund?

    Danke Junimo, es geht mir durchwachsen... ich bin mit den neuen Informationen und dem Fakt, eine narzisstische Mutter zu haben, grad etwas überfordert und hoffe, dass sich mit der Zeit das etwas setzt und ich klar denken kann, wie alles weitergehen soll. Ich fand den Satz, dass Narzissten Familien und Ehen zerstören und sich in die Kindererziehung ihrer Enkel einmischen, überaus schockierend und werde meine narzisstische Mutter erstmal weit auf Abstand halten. Jemand, der meine Beziehung kaputt macht, fehlt mir gerade noch. Aber ich merke, seit mir klar geworden ist, dass sie vermutlich wirklich narzisstisch ist, hat sich meine negative Einstellung zu mir und meinem Körper etwas verringert, ich fange an zu merken, dass ich doch einfach nur ganz normal bin.... nicht ich bin krank im Kopf. Und ich fange an, Mitleid für sie zu fühlen in einem gewissen Grad.. es muss furchtbar sein, so zu leben.

    Liebe Grüsse an euch :)

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