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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Kann es sein dass der sich ein bißchen wichtig machen will bei dir?

    Mit der schlechten Laune, das glaube ich ihm sofort.. aber körperlichen Entzugserscheiningen sind ein Märchen.
    Falls er sich wichtig machen will, funktionierts ;)

    Er sagt er leide in den ersten Tagen unter SchlafStörungen und schwitz sehr viel

    Naja sein kiffen ist fast die komplette Nikotin Zufuhr täglich. Er raucht am Tag nicht mehr als drei Zigaretten. . . Und da wirklich nie mehr als drei.

  2. gesperrt

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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Zitat Zitat von the-mole Beitrag anzeigen
    Über Suchtverschiebung habe ich noch nie nachgedacht...
    Ist das sehr wahrscheinlich? ?? :(
    Ja, das ist Teil bei quasi jedem Entzug. Schliesslich ist durch das Nicht-Konsumieren von was auch immer das Thema Sucht noch nicht erledigt.

    Das muss aber nicht dramatisch sein. Kann sein, dass er in der aktuen Phase sich auf einmal auf kiloweise Gummibärchen stürzt, oder mehr Zigaretten raucht, oder etwas mehr Alkohol trinkt, doch wenn das im Rahmen bleibt, wird sich das nach relativ kurzer Zeit einpendeln.

    und doch, auch Leute die jahrelang süchtig sind, schaffen immer wieder mal den Ausstieg. Das kann man nicht erzwingen und nicht berechnen, aber es kommt doch immer wieder vor.

    Mehr Bedenken hätte ich aufgrund seiner Unselbständigkeit. Ein Partner muss, damit er für mich in Frage kommt, sein eigenes Geld verdienen und seinen eigenen Haushalt führen. Ansonsten könnte ich ihn wohl nicht respektieren.

    grüsse, barbara

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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    nikotin ist ein anderes Parkett..... das ist viel härter.
    beim nikotinentzug schwitzt man und ist nicht man selbst. Das ist nach ein paar Tagen vorbei. Es dann für immer zu lassen, das ist die harte Arbeit. Es ist eine der stärksten Süchte. Ich sach mal: wenn schon das Zeug koch ihm einen Tee.

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Er meint drei Tage leidet er unter starken körperlichen Entzugserscheinungen, weswegen er es gerne auf eine Woche verlängern würde, wenn mir das Recht ist
    Er tut so, als würde er Dir zuliebe mit dem Kiffen pausieren- hält sich aber explizit ein Hintertürchen auf, mit dem er bereits den nächsten Konsum plant. Schließt also dauerhafte Abstinenz bereits im Vorfeld aus.
    DAS ist süchtiges Verhalten in Reinkultur (unabhängig von der Substanz, es geht um das typische Verhalten).
    Um es ganz direkt zu sagen: Du bist mit einem Junkie zusammen.
    Der kritische Situation zu seinen Gunsten verflacht, um weiterhin konsumieren zu können.
    Um es noch deutlicher (und brutaler, ich weiß. Ich weiß es aus eigener Erfahrung) zu sagen: Marihuana ist ihm wichtiger als Du. Vor die Wahl gestellt, läßt er nicht sofort von der tückischen Geliebten, sondern versucht, Dich zu beruhigen und sie weiterhin (nach einer klitzekleinen Pause) zu behalten. Solche Verhandlungsttaktiken beherrschen Süchtige ausgezeichnet, damit manipulieren sie ihr Umfeld sehr lange sehr erfolgreich.
    Du wirst ihn nicht davon wegbringen.
    Nimm die Beine in die Hand und lauf.

    P.S.: Verzeih die harten Worte, sie sind nicht böse gemeint. Ich halte Klartext bei solchen Themen allerdings für unabdingbar.
    Ich wünsche Dir alles Gute!

  5. gesperrt

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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um es ganz direkt zu sagen: Du bist mit einem Junkie zusammen.
    Der kritische Situation zu seinen Gunsten verflacht, um weiterhin konsumieren zu können.
    Er hat ja nie das Gegenteil behauptet.

    Aber wenn das ein Junkie ist, so ist auch jeder Zigarettenraucher ein Junkie, und jeder, der morgens früh ohne Kaffee nicht in die Gänge kommt, und alle, die täglich ihre Dosis Zucker brauchen.

    Er ist nicht ein Junkie in dem Sinn, dass zu erwarten ist, dass er vor der Bank alten Damen auflauert und ihnen die Handtasche entreisst, es ist auch nicht zu erwarten, dass er austickt oder psychotisch wird, wenn das bisher nicht vorgekommen ist, und es muss auch niemand befürchten, sich bei ihm zu Hause aus Versehen auf eine blutige Spritze zu setzen und sich mit üblen Krankheiten anzustecken.

    Mit Süchten kann man leben - und so gut wie jeder Mensch hat die eine oder andere Sucht, mit der er/sie sich in der Regel arrangiert und den Konsum so kontrolliert, dass der Alltag dadurch nicht allzu sehr beeinträchtigt wird.

    Er geht mit seiner Sucht offen um und versteckt sie nicht - das kann man nehmen oder lassen. Mit Kiffern lässt sich durchaus anständig und normal leben. Man muss sicher realistsich sein, Sucht ist Sucht, aber ich sehe keinen Anlass zu dramatisieren.

    grüsse, barbara

  6. VIP

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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Ich kann stynalotta da nur beipflichten! Nimm deine Beine in die Hand und weg, bevor du immer weiter in die Position des Co-Abhängigen rutschst.
    Du bist jetzt schon auf genau dem Weg, da du sein Kifferverhalten Verhalten verharmlost, indem du sagst "eigentlich gefällt mir dies und das ja an ihm".
    Kiffen ist eine Sucht die Wesensveränderungen mit sich bringt und eben deshalb nicht mir Nikotin- oder Kaffeegenuss auf eine Stufe zu stellen ist.
    Kiffer haben es meist gut raus ihrer Umgebung zu vermitteln, dass es "nur" zur Entspannug, zum Abschalten genutzt wird. Genau das ist aber das Problem, sie schalten ab und ziehen sich raus aus dem Alltag.
    Das macht auf Dauer das Leben mit ihnen schwer bis nicht lebbar, ohne dabei selber auf der Strecke zu bleiben.
    Pass auf dich auf und schau genau hin, ob es wirklich alles so harmlos ist, wie du manche Sachen zu sehen scheinst.
    .
    Öffne die Augen und knutsche das Leben

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Er ist nicht ein Junkie in dem Sinn, dass zu erwarten ist, dass er vor der Bank alten Damen auflauert und ihnen die Handtasche entreisst, es ist auch nicht zu erwarten, dass er austickt oder psychotisch wird, wenn das bisher nicht vorgekommen ist, und es muss auch niemand befürchten, sich bei ihm zu Hause aus Versehen auf eine blutige Spritze zu setzen und sich mit üblen Krankheiten anzustecken.

    Mit Süchten kann man leben - und so gut wie jeder Mensch hat die eine oder andere Sucht, mit der er/sie sich in der Regel arrangiert und den Konsum so kontrolliert, dass der Alltag dadurch nicht allzu sehr beeinträchtigt wird.
    "Junkie" meint nicht die Schwarzmalerei eines beschaffungskriminellen Süchtigen, der Banken überfällt oder psychopathische Wesenszüge zeigt. Es gibt im Bereich der Süchte sehr viele Grautöne.
    Ich meinte vielmehr die Tatsache, dass hier jemand seinen Tagesablauf bereits morgens dem Stoff unterordnet und sich nur mithilfe desselben durch den Tag hangelt- es geht um das stoffdominierte Verhalten.
    In den allermeisten Suchtkarrieren ist unabhängig von der konsumierten Substanz über lange Jahre ein alltägliches Funktionieren und damit Verdecken der Sucht möglich, vielleicht erst durch den Stoff möglich.
    Sich über jahre konsequent in einen künstlichen Entspannungszustand zu versetzen, das ist süchtiges Verhalten. So wie sich Alkoholiker mit ihrem Stoff genauso zielgerichtet und gewollt in ihren Entspannungs- oder Rauschzustand versetzen, um entweder besser drauf zu sein, nicht mehr so angespannt oder lockerer sein zu können.
    Der Mechanismus des gezielten Herbeiführens einer bestimmten Gefühlslage ist exakt derselbe.

    Nikotin, Zucker und Kaffee sind von allerdings etwas differenzierter zu betrachten- sie haben keine bewußtseinsverändernde Wirkung im Sinne von Euphorisieren, Rausch oder Abstumpfen. Von daher hinkt dieser Vergleich.

    Natürlich lässt sich mit einer Sucht leben- wie man sehr eindrucksvoll im Strang "alkoholkranker Partner" sehen kann. Hierzu müssen die unterschiedlichen Auffassungen allerdings klar definiert sein und mögliche Grenzen knallhart abgesteckt sein. Weichzeichnen nützt da niemandem. Dem Süchtigen gibt es Raum für Ausweichmanöver, dem Angehörigen Raum für weitere Leiden.

    In dieser frischen Beziehung ist nun das Thema Sucht eingezogen- nichts, was man nebenbei handelt. Dass die TE jeden nur schemenhaft sichtbaren Strohhalm als positiv wertet und begrüsst, kann ich sehr gut verstehen.
    Ebenso kann ich verstehen, dass sie ihm helfen möchte- und hier halte ich eine klare Ansage eben für angemessen.
    Ich schreibe als selbst Süchtige. Ich kenne alle Tricks, ich habe sie jahrelang selbst sehr erfolgreich angewendet. Und ich kenne den mühsamen Weg hinaus aus dem süchtigen Verhalten. Der war knüppelhart.
    Wenn Du das als Dramatisieren wahrnimmst- damit kann ich leben.
    Sucht ist nämlich dramatisch, hoch emotional. Letztlich resultiert Suchtverhalten aus emotionalem Erleben heraus.

  8. VIP

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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    styna, für dich

    Ich war jahrzehntelange Co-Abhängige und habe selber lange gebraucht um das, was du beschreibst, zu realisieren.
    Dieses sich selber alles schönzureden und zu verharmlosen kenne ich von beiden Seiten zu genüge.
    Bei uns fing es damals auch so an wie bei dir the-mole, und hab dann doch, leider viel zu spät, den Absprung geschafft.
    Ich wäre heute nicht da wo ich bin, sondern mit in einer Suchtabhängigkeit gefangen, die unser aller Leben voll im Griff hatte.
    Mein Ex kifft heute immer noch und hat sich in keinster Weise weiterentwickelt.
    .
    Öffne die Augen und knutsche das Leben

  9. gesperrt

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    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Natürlich ist er süchtig. Das bestreitet ja niemand, am wenigsten er selbst.

    "Junkie" lässt aber das Bild des vergammelten Bettlers und Kleinkriminellen entstehen, der am Bahnhof rumlungert und Leute nach einem Euro für die Notschlafstelle fragt. Was hier allerdings nicht der Fall ist.

    Nikotin, Zucker und Kaffee sind von allerdings etwas differenzierter zu betrachten- sie haben keine bewußtseinsverändernde Wirkung im Sinne von Euphorisieren, Rausch oder Abstumpfen. Von daher hinkt dieser Vergleich.
    Kiffen hat ab einer gewissen Dosis und Häufigkeit des Konsums auch keine bewusstseinsverändernde Wirkung mehr, sondern fühlt sich einfach normal an. Als ob man eine Zigarette raucht. Wie schon gesagt wurde: wenn es eine Wesensveränderung gab, ist sie schon längst passiert. Von Rausch kann bei so häufigem Konsum keine Rede mehr sein. Damit Kiffen einen Rausch mit Überzeugung erzeugt, braucht es genügend grosse Abstände zwischen den Konsumphasen. Ich würde da einen Monat oder mehr nennen.

    Ansonsten misst sich eine Sucht nicht an den Bewusstseinszuständen, die sie erzeugt (und die mit der Zeit vom Süchtigen eh als normal empfunden werden), sondern eher an ihrem Entzug. Ich hab schon mal ein ganz normales Büro auf Kaffeeentzug gesehen, das war keine schöne Sache... und Nikotinentzug ist auch extrem schwierig. Die meisten Junkies (und jetzt meine ich in der Tat die Heroinkonsumenten und die Leute auf der Strasse) kommen meist zuerst von den harten Drogen los und erst am Schluss von den Zigaretten, wenn überhaupt.

    Und ich kenne den mühsamen Weg hinaus aus dem süchtigen Verhalten. Der war knüppelhart.
    ja, den Weg aus der Sucht kenn ich auch - zumindest der Weg aus dem problematischen Konsum. Die Sucht bleibt ja oft ein Leben lang bestehen, und auch als langjähriger Nicht-Konsument kann die Sucht nach wie vor vorhanden sein und beim kleinsten Anlass aufwachen.

    Die Motivation zum Aufhören muss aus sich selbst kommen, der richtige Zeitpunkt dazu auch. Und in der Zwischenzeit ist es durchaus vernünftig, mit der Sucht zu leben, sie zu akzeptieren und sich sozialverträglich damit zu arrangieren.

    MIt Süchtigen lässt sich durchaus leben. Man muss sich einfach bewusst sein, dass die Sucht bestehen bleiben wird, man muss das ganze Paket Mensch nehmen - und man muss sich selbst fragen, welche Art von Beziehung da sinnvoll und möglich ist. Eine gemeinsame Wohnung würde ich zum Beispiel nicht empfehlen, als nicht-Kifferin hat frau wohl kaum Lust, ständig eingenebelt zu sein.

    Ansonsten sind Kiffer nicht die unangenehmsten Zeitgenossen, und eine Beziehung, wo man das schöne Gemeinsame lebt und die andern Sachen trennt, dürfte durchaus funktionieren.

    grüsse, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Mein Freund der Kiffer (Vorsicht lang)

    Zitat Zitat von the-mole Beitrag anzeigen
    Ich habe vorallem Angst davor ihn doch nicht so gut zu kennen wie ich dachte, da ich ihn noch nie "nüchtern" gesehen habe.
    Ich denke das kann noch zum Hauptproblem werden sobald er damit aufhört. Wenn er erstmal "nüchtern" ist muss er sich Problemen und Auseinandersetzungen stellen, Verantwortung übernehmen. Dann läuft es in Eurer Beziehung u.U. auch nicht mehr so konfliktfrei.

    Ich war vor 20 Jahren auch mal mit so jemanden zusammen und habe mich letztlich von ihm getrennt. Mit jemanden der sich ständig zukifft kann man auf Dauer nicht leben. Versprechungen er würde irgendwann damit aufhören kannst Du vergessen. Da macht er sich selbst etwas vor.

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