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  1. Inaktiver User

    Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Hallo alle zusammen,

    mein man trinkt schon seit Jahren am Abend seine Bierchen ca. 3 -4 Flaschen (0,5), allerdings hat sein Arzt vor 2 Jahren erhöhte Leberwerte festgestellt und ihm gesagt, dass er auf leichtes Alkoholfreies umsteigen soll.
    Allerdings hat er das nur eine Woche umgesetzt.
    Ich mach mir große Sorgen um meinen Mann, denn vor Jahren hatte er einen Burn Out und sich seitdem nicht wirklich erhohlt.
    Er ist 42 Jahre, hat keine Freunde, keine Hobbys und keine Interessen. Er geht arbeiten, ansonsten, sitzt er nur zu Hause. Er gibt überall nur klein bei, weil er sich mit niemanden auseinandersetzen möchte. Alles muss man ihm ständig sagen, aber er kann sich trotzdem nicht dazu durchringen etwas im Haus zu tun.
    Er kann sich für nichts mehr begeistern, eigentlich tut er mir sehr leid.
    Ich finde, dass er an Depressionen leidet...dementiert das aber. Auch das Problem mit dem Alkohol.
    Nun habe ich mir vorgenommen zum Hausarzt zu gehen, der seine Geschichte kennt
    Mittlerweil habe ich das Gefühl, das ich und meine Kinder unser eigenes Leben leben.

    Vor Jahren fing alles mit einem Einschlafbier an, nun braucht er 3 oder4 davon.

    Reagiere ich über? Oder seht ihr das auch so?
    Wäre um eueren Rat dankbar.
    LG Lily

  2. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Hallo Lily7,

    es tut mir leid für Dich, aber ändern kann sich nur Dein Mann selbst. Du kannst nur Dich ändern und dann abwarten, was sich in der Beziehung tut.

    Es hört sich für mich nicht gut an, aber auch der Arzt wird weiter nichts machen können, als mit Deinem Mann sprechen, die Entscheidungen liegen immer bei ihm-ich weiß, dass ist schwer auszuhalten-aber niemand kann über ihn bestimmen und ihn anzutreiben bringt Dich auch nicht weiter, als dass er aus Trotz eben garnichts mehr macht.


    Kümmere Dich um Dich und Deine Kinder, mehr geht da im Moment wohl nicht.

    Viel Kraft

    jackpot

  3. Inaktiver User

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Hallo jackpot,

    danke erst einmal für deine Antwort.
    Das ganze hat mich in den letzten Jahren soviel Kraft gekostet, dass ich im Moment selbst in Behandlung bin und meine Ärztin hat mir das gleiche geraten, wie du mir.
    Ich muss mein Leben selbst in die Hand nehmen und ihn lassen, ich liebe ihn und es tut mir von herzen weh...das zu sehn und ihm nicht helfen zu können.
    Es hört sich doof an, aber ich wünschte er würde irgendwann zusammenbrechen...dann kann er nicht mehr alles schön reden.

    Danke für deinen Rat...lg Lily

  4. Moderation

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    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Ich kann mir auch vorstellen, dass dein Mann depressiv ist - aber Hilfe muss ich wollen und sich erst eingestehen, dass er ein Problem hat.

    Ist sein Burn-out behandelt worden ? Gäbe es die Möglichkeit, dass euer Hausarzt ihm eine Kur vorschlägt - wenn er die Kur akzeptiert, bekommt er dort vielleicht die Anregung zu weitere Therapie.

    Ansonsten kann auch ich nur sagen, das einzige, was du ändern kannst, bist du und dein Umgang mit ihm.
    Über das wie kannst du dich vielleicht auch in einer Selbsthilfegruppe von Al-anon Al-Anon Familiengruppen - Alateen: Startseite informieren, der Angehörigengruppe der Anonymen Alkoholiker.

    Wie alt sind eure Kinder ?
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Inaktiver User

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Hallo Promethea,

    er war damals 6 Wochen zu Hause und hatte einen Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik abgelehnt, weil er uns nicht alleine lassen wollte. Damals waren die Kinder noch sehr klein, 2Jahre und ein paar Monate.
    Er hat seinen Arbeitsplatz gewechselt und es wurde besser, ich habe ihm wochenlang den Rücken frei gehalten.
    Aber er ist ist nie wieder wirklich zurückgekommen, er war immer der Mann im Hintergrund und nahm nur noch passiv am Familienleben teil.
    Meine Kinder sind jetzt 14 und 16 Jahre alt.
    Dazu kommt, dass wir ein Haus haben und es immer etwas zu tun gibt.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies der Beginn einer langen Reise ist und ich weiss nicht wo sie endet, dass macht mir Angst.
    LG Lily

  6. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Wie sähe es denn aus, wäre er bereit, mal einige Partnerberatungsgespräche mitzumachen? Weiß er, wie schlecht es dir geht?
    The original Karla
    est. 2006


  7. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Ich hoffe meine direkten Worte kommen nicht neagtiv an....

    Das Wort Bierchen verhamlost. Es sind defakto mindestens 3-4 grosse Bier jeden Tag.

    Alkohol regelmäßig zum Einschlafen ist eine Art Selbstmedikation die oft nicht gut ausgeht. Alkohol ist damit nicht mehr Genussmittel sondern ein gezielter Einsatz auf die Psyche um Runterzukommen oder ähnliches. Dies kann schleichend zur Abhängigkeit führen da um ein Wohbefinden und Entspannung zu erfahren auf Dauer der Zeit immer höhere Alkoholmengen benötigt werden.

    Ob eine Alkoholabhängigkeit vorliegt kann so einfach aus der Ferne nicht fetsgestellt werden. Bedenklich sind auf jeden Fall der tägliche erhöhte Konsum und das nicht aufhören können oder es trotz ärtzlicher Empfehlung nicht zu schaffen eine Veränderung vorzunehmen. Die erhöhten Leberwerte deuten auch deutlich auf einen hohen regelmässigen und schädlichen Konsum hin der unter Umständen vielleicht auch über den 3-4 Bier jeden Tag liegt....

    Bist du dir sicher dass er "nur" am Abend in dieser Menge trinkt. Die Sypmtome die du beschreibst sind auch eher typisch für Alkoholerkrankung: Rückzug aus sozialem Umfeld wie z.B Freunden. Antriebslosigkeit und keine Motivation. Aufgabe von Hobbies und Dingen an denen man mal Freude hatte. Sich klein machen und Konflikten aus dem Weg gehen (Alkohol kratzt ungewußt sehr am Selbstwertgefühl. Man fühlt sich schwach). Es kann aber auch eine Depression sein. Dafür fehlen aber meines Erachtens noch weitere Symptome. Dies kann aber auch nur ein Arzt beantworten.

    Bist du dir sicher dass er tagsüber oder auch in der Tagesfreizeit am Wochenende keinen Alkohol trinkt? Bist du sicher dass er nicht heimlich trinkt? Ich würde mal versuchen genauer hinzusehen aber wichtig: OHNE zu kontrollieren oder Vorwürfe zu mache. Nur für dich dass du ein Bild der Realität bekommst.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Austausch innerhalb von verschiedenen Angehörigengruppen (es gibt ausser den AAs noch sehr viel weitere Möglichkeiten) oder auch Beratungen bei den Suchthilfeberatungen. Aber für dich ist erst mal wichtig: Tu was für dich. Nur für dich. Du kannst erst was für deinen Mann tun wann die Initiative von ihm kommt und die Bereitschaft bei ihm da ist.

    Hoffe das war nicht zu direkt...

    LG
    Sligo
    I couldn´t repair your brakes. So I made your horn louder !

  8. Inaktiver User

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Hallo Karla,

    das es mir nicht gut geht, das weis er. Allerdings sieht er diese Sache anders as ich, denn es trinken auch andere Männer ihr Bier am Abend.

    Sligo,
    mit verharmlosen hast du völlig recht. Gestern war ich noch bei seinem Hausarzt und habe mit ihm geredet und es anschließend meinem Mann gesagt. Nächste Woche hat er einen Termin zur Blutabnahme....mal sehn.

    Sein passives Verhalten zieht auch mich mitrunter.
    Aber Danke für deine Aufklärung, das sehe ich genauso.
    Mit einem Bierchen fängt es an und im laufe der Zeit werden es immer mehr, weil sich der Körper dran gewöhnt und die Wirkung nicht mehr gegeben ist.

    LG Lily

  9. Moderation

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    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Mir persönlich würde seine extreme Passivität viel mehr zu schaffen machen, vorallem, dieser Zustand hält ja bereits fast 14 Jahre an.

    Was hat sich in letzter Zeit verändert, dass du das Thema jetzt angehen willst ?

    Denkst du über Trennung nach ?
    Ich hielte das für sehr verständlich und wenn, würde ich ihm das auch mitteilen, vielleicht rüttelt ihn das auf. Aber natürlich nur, wenn es für dich auch eine ernsthafte Alternative ist.

    Und ja, wenn ihr das Thema jetzt angeht, kommen vermutlich sehr umwälzende Veränderungen auf eure ganze Familie zu, denn das ist ein Familienthema und nicht nur seins.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  10. Inaktiver User

    AW: Alkoholabhängig wo überschreitet man die Grenze?

    Hallo Promethea,

    sein passives Verhalten war schon sehr oft ein Thema.

    Wie haben große Probleme in der Familie.
    Alles hat vor ca. 2 Jahren begonnen, als meine Mama starb, ich an Krebs erkrankte, meine Tochter zu dieser Zeit in die Pupertät kam und ihr geliebtes Haustier ( Seelentröster) aus ihrem Leben gerissen wurde.

    Das hat mich so wahnsinnig viel Kraft gekostet und meine Tochter musste über Nacht erwachsen werden, das hat sie bis heute nicht weggesteckt, dass war zuviel für sie. Demnächst kommt sie für 6 Wochen in eine Therapeutische Anstalt.

    Ich selbst befinde mich auch in einer Behandlung seit 3 Monaten, meine Tochter hat mich die letzten beiden Jahre soviel Kraft gekostet und ich konnte die Trauer mit meiner Mutter nicht verarbeiten auch meine Erkrankung.

    Aber ich denke noch nicht über eine Trennung nach.

    LG Lily

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