Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. User Info Menu

    Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, Entzugserscheinungen

    gelöscht, weil bedauerlicherweise nur 2 Antworten kamen, dabei 218 Mal mein Beitrag angeklickt wurde.

    Danke Goldmine und Lyanna.
    Geändert von esperancia (17.09.2011 um 11:15 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, Entzugserscheinungen

    Hallo esperancia,
    sehe gerade, dass Du noch gar keine Antwort bekommen hast. Leider bin ich für Deine Fragen nicht die richtige Ansprechpartnerin - mein Konsum war zwar auch eindeutig zuviel mit roundabout 1/2 -1 Flasche Rotwein/Tag, ich hab aber "einfach" von einem Tag auf den anderen aufgehört und im weitesten Sinne auch keine Entzugserscheinungen gespürt. Bei einem Suchttherapeuten war ich auch nicht, hab mich allerdings hier in dem anderen Strang ("Ich muss aufhören mit dem Alkohol") lange vor dem Aufhören als stille Mitleserin getummelt, was mich sehr gestärkt hat und nach ner Weile dann auch mitgeschrieben (was dann noch besser für meinen Weg war). Und ich habe mich dann, aufgrund des Zuspruches dort, einer Gruppe angeschlossen. Das sind meine Standbeine, damit komme ich gut klar.

    Den ersten Schritt (bzw. mehrere) hast Du schon gemacht und das ist großartig. Ganz bestimmt sind hier viele, die Dir Deine Fragen noch besser beantworten können.

    Alles Liebe für Dich

    Goldmine

  3. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, Entzugserscheinungen

    Zitat Zitat von esperancia Beitrag anzeigen


    Ein stationärer Entzug kommt -leider- nicht in Frage, sondern win ambulanter,trotzdem interessieren mich auch hierzu Erfahrungsberichte. Gibt es Medikamente, die helfen? Wie verkraftet man Rückschläge? und wie durchsteht man die Entgiftung, wie lange dauert dieser Prozeß? Ich weiß sehr wohl, ich habe nur diese Chance..
    Hallo esperancia

    JEDER Erfahrungsbericht von "anderen" ist anders, deshalb möchte ich dazu nichts weiter schreiben.

    Ich möchte dich aber fragen, warum ein stationärer Entzug nicht in Frage kommt?
    Hast du denn noch soweit den Überblick über dich und die Vorgänge in deinem Leben,
    dass du es ambulant wuppen könntest?
    Ich stelle mir eine Entgiftung ambulant ungleich schwerer vor, als in einem Krankenhaus unter Obhut und Fürsorge.
    Ich weiss nicht, wie dein Alkoholkonsum derzeit aussieht und welche Ausfälle bei dir auftreten oder schon aufgetreten sind?
    Dazu wird dir am besten der Suchttherapeut etwas sagen können.
    Er wird dich fragen und dir sagen, was in deinem Falle angemessen scheint, erstmal.
    Wie so ein Gespräch verläuft, ist auch von Fall zu Fall unterschiedlich.

    Ich kann ja immer nur von mir selbst erzählen ... ich hatte keine Wahl mehr, ob ambulant oder nicht?
    Da war auch keine Wahl mehr, welcher Therapeut ...und was MIR vielleicht "passen" könnte?
    Ich habe genommen, was sich mir bot!
    Und das war genau richtig so, im Nachhinein betrachtet.
    (Obwohl ich anfangs vor Angst schlotterte, was da auf mich zukommen könnte,
    ich so gut wie gar nicht in der Lage war, noch etwas "selbst zu wollen" oder mir gar auszusuchen!
    Ich wusste gar nicht, was Therapie überhaupt sein könnte!
    Und ganz davon ab, hielt ich mich selbst für "therapieunfähig".
    DEM war nicht so!)

    Anfangs, als ich "meinte" wieder halbwegs "klar" denken zu können, war ich empört über das,
    was alle von mir wollten.
    Sie wollten gar nix von mir, ich sollte etwas "von mir selbst" wollen ...dahin haben sie mich gebracht.
    Durch Bewusstwerdung, was da eigentlich all die Jahre gelaufen war und ich allein den Weg nicht mehr raus fand.

    Im Nachhinein kann ich sagen, die Sucht- therapie war das Beste, was mir je wiederfahren ist,
    sie war der Start für mich in ein neues, bewusstes, suchtfreies Leben, welches zwar immer noch so seine Tücken hat.
    Aber ich habe gelernt, Dinge "anders" zu sehen und anders mit vielen Begebenheiten umzugehen.
    Ohne intensive Suchttherapie (die etwas anders ist als "normale" Therapie), bezweifle ich,
    dass ich je erfahren hätte, wie schön und leicht das Leben auch sein kann, manchmal ...
    Es bedurfte dabei meines "Wollens" und meiner aktiven Mithilfe, auch mal etwas aus einer anderen Perspektive anzuschauen, zuzulassen und auszuprobieren, anders funktioniert es nicht, jedenfalls nicht bei mir.

    Es ist ja schon mal super, dass du erkannt hast, dass du Hilfe brauchst.
    Vielleicht magst du ja in den Suchtsträngen ein wenig nachlesen, ganz besonders in dem, den Goldmine dir empfohlen hat?

    Ich wünsche dir für deinen "neuen" Weg Kraft, Mut und Durchhaltevermögen.

    Alles Gute für dich

    Lyanna
    Geändert von Lyanna (15.09.2011 um 17:05 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, Entzugserscheinungen

    @Danke Lyanna und Goldmine. Ich habe Euch eine pn gesendet.
    Gruß!

  5. User Info Menu

    AW: Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, Entzugserscheinungen

    Zitat Zitat von esperancia Beitrag anzeigen
    gelöscht, weil bedauerlicherweise nur 2 Antworten kamen, dabei 218 Mal mein Beitrag angeklickt wurde.

    Danke Goldmine und Lyanna.
    Wie schade, dass du dein Eingangsposting gelöscht hast, esperancia.

    Welches Gefühl, welche Gefühlsregung verspürtest du dabei?
    Warst du ent-täuscht, fühltest du dich übergangen, nicht gesehen, beleidigt?
    Das wäre eine ganz wichtige Erkenntnis für dich selbst, und du könntest gucken,
    wo dir das in deinem Leben sonst noch so geschieht!?

    Manchmal dauert es ein Weilchen, bis jemand die richtigen Worte auf deine Fragen findet,
    manchmal ist es auch für den Antwortenden ein "längerer Prozess", sich wieder an die "Anfänge des Trockenwerdens" zu erinnern.
    Diese "Erinnern" kann mit sehr vielen Emotionen behaftet sein, die nicht immer, jederzeit und sofort abrufbar und auszuhalten sind.
    Gelegentlich sind diese Erinnerungen für den Antwortenden sogar schmerzhaft ...
    Da wird vieles wach, was "man" eigentlich schon vergessen und "abgearbeitet" glaubte.
    Es ist also auch für den eventuell Antwortenden nicht immer ein Waldspaziergang, sich hier zu äussern, zumal er ja auch weiss:
    es gibt keine allgemein gültige Antwort!
    Keiner kann dir sagen, so und so läuft es ab.

    Die Erinnerungen, Erkenntnisse und Abläufe bei jedem sind so individuell wie jedes einzelne Indivuduum selbst.

    Ich finde es klasse, dass du deine Sucht erkannt hast und dir Hilfe suchst.
    Du wirst sie bekommen, genau so, wie sie zu dir passt!

    Es wird nicht unbedingt ein Zuckerschlecken und Streichelzoo sein, nein, Therapie kann auch "weh tun", weil "man" eventuell zum erstenmal in seinem Leben "mit sich selbst" in Berührung kommt.
    Da kann genau das geschehen, was "man" bisher tunlichst vermieden hat, zwar nicht bewusst, aber unbewusst auf alle Fälle!
    So soll es denn auch sein!

    In der Therapie geht es nicht um "andere", es geht immer nur um einen selbst.
    Es geht dort weder um Anklagen, Schuldzuweisungen, Rechtfertigung,
    auch nicht um Schelte oder Hören, wie blöd "man" doch sei ...
    dass "man" das und das so und so gemacht hat.

    Mein Tipp für deinen Therapeutenbesuch: höre genau zu, was ihr sprecht.
    Beobachte dich genau, wie du dich bei dem Gespräch fühlst und erzähle dem Therapeuten davon in der nächsten Sitzung.

    So stepp by stepp (und das kann dauern) wirst du erkennen können, wo es bei dir "hapert",
    welche Muster du lebst und was und wie du ändern kannst, was dir immer wieder ein Bein stellt,
    in welche Fallen du regelmässig tappst ...
    Sei offen für das, was dir (an)-geboten wird und frage, wenn du etwas nicht verstehst.
    Du kannst nix falsch machen, wenn du fragst.
    Und lass die Antworten sacken, auch wenn sie dir (erstmal) nicht gefallen.

    Alkoholismus lässt sich sowieso nicht "verstehen", jedenfalls ist das meine Erkenntnis.
    Um DAS zu erkennen, brauchte ich Informationen "um mich selbst und meine gelebten Muster"!

    Bei und in der Therapie bekommst du sogenannte Krücken, mit denen du dann nach und nach "Laufen" lernst ...möglicherweise in ein zufriedenes, trockenes Leben!

    Das wünscht dir von ganzem Herzen

    Lyanna

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, Entzugserscheinungen

    ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.09.2011 um 16:10 Uhr) Grund: OT gelöscht

Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •