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  1. Moderation

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von winkewinke Beitrag anzeigen
    DAS ist G.s.D ganz sicher nicht der Fall.....
    Noch mal dazu: Zitate aus diesem Artikel verdeutlichen, was ich meine (und in meiner beruflichen Tätigkeit erfahre):

    Es geschieht am helllichten Tag: Was sich im Kampf gegen Kindesmissbrauch andern muss - Politik - Tagesspiegel Mobil

    „Eltern haben qua Verfassung das Recht und die Pflicht, für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen. Wo das nicht geschieht, muss der Staat sein Wächteramt wahrnehmen. Etwa 340.000 Kindschaftsverfahren pro Jahr werden entschieden, dabei geht es in rund 30 000 Fällen um die Gefährdung des Kindeswohls. Für Familienrichter gibt es keine obligatorische Fortbildung, sie ist rein freiwillig. So steht oft nicht das Kind im Zentrum des Verfahrens, sondern das Elternrecht. Fehlentscheidungen können traumatische Folgen für Kinder haben.

    Im aktuellen „Fall Münster“ war schon 2015 und 2016 bekannt, dass einer der Täter, wegen Besitz und Vertrieb von „kinderpornografischem“ Material vorbestraft war. Doch das Familiengericht soll keinen Anlass erkannt haben, den Sohn seiner Partnerin in Obhut zu nehmen. So konnte der Mann das Kind missbrauchen.

    Im „Fall Staufen“ gab ein Freiburger Gericht das Kind aus der Pflegschaft zurück an die mit einem vorbestraften Pädokriminellen liierte Mutter. Ihr Partner sollte lediglich „keine Freizeitaktivitäten“ mit dem Jungen unternehmen. Die Mutter und der Partner verkauften Sex mit dem Neunjährigen im Netz.

    Experten wie der Mediziner Jörg Fegert und der Jurist Ludwig Salgo fordern verpflichtende Qualifizierungen von Familienrichtern, Gutachtern und Verfahrensbeiständen, also den Laienanwälten der Kinder bei Gericht. Unterstützt werden sie von Bettina Wiesmann (CDU), Mitglied der Kinderkommission des Bundestages, sowie von Politikern von SPD, Grünen und Linken. Doch die Durchsetzung wird im Bundestag blockiert. Eine Pflicht zur Fortbildung beeinträchtige die richterliche Unabhängigkeit, heißt es.“
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  2. 10.06.2020, 12:02

    Grund
    Antwort auf gelöschten Beitrag

  3. 10.06.2020, 12:05

    Grund
    Antwort auf gelöschten Beitrag/ Anmerkung zur Moderation entfernt

  4. VIP

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Sollte es Fragen zur Moderation und Einteilung von Themen in verschiedenen Unterforum dieses Forums geben, so sind diese per PN zu stellen.

    Hier im Strang ist kein Platz dafür.
    Ich bitte das zu respektieren.

    Weitere Beiträge dazu sind nicht gestattet und werden direkt gelöscht.

    Beste Grüße
    R-osa
    VIP
    .
    Öffne die Augen und knutsche das Leben

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von versocasa Beitrag anzeigen
    Gefettet von mir

    Das Betroffene über so ein sensibles Thema in einem Forum nicht schreiben finde ich nachvollziehbar. Das wird auch so bleiben.

    Über was soll hier denn geschrieben werden, um das Thema, wie Du sagst, mehr ins Bewusstsein zu rücken?
    Das erschließt sich mir nicht.

    Es soll gar nichts - wo schrieb ich das?
    Ich stellte etwas fest.

    HIER muss meinetwegen auch gar nichts geschrieben werden.

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders. Gerade hier sind Begriffe wesentlich. Kinder sind in dem Begriff „sexuelle Gewalt“ oder „sexueller Übergriff“ nach meinem Verständnis anders repräsentiert als im „Missbrauch“, der eine passive und „gebrauchende“ Ausgangslage entwirft.


    Begriffe sind wichtig, weil sie Gedanken formen. Zu diesem Thema sind klare, informierte Gedanken notwendig.

    Verstehe ich, völlig richtige und nachvollziehbare Argumentation.

    Mir (!) ist ein Wort dennoch nicht so wichtig.

    Und letztlich trifft es, was passierte: es wurde missbraucht im Sinne von gebraucht wie ein Etwas, ein Spielzeug.

    Ob ich es Schuh, Sportschuh, Turnschuh oder sonstwie benenne - wichtig ist, dass es benannt wird.


    "Das Gericht war vollkommen überrascht..."
    Unfassbar und so normal.
    Wie kann das sein? Heute? Was ist mit Fortbildungen? Wo ist dieses Thema bei Menschen, die Urteile fällen sollen?
    Genau darum geht es.
    Das wird sich nur ändern, wenn dieses Thema kein gesellschaftliches Tabu mehr ist, nicht verdrängt wird, sondern deutlich selbstverständlicher und offener als bisher thematisiert wird.

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Noch mal dazu: Zitate aus diesem Artikel verdeutlichen, was ich meine (und in meiner beruflichen Tätigkeit erfahre):

    ... Für Familienrichter gibt es keine obligatorische Fortbildung, sie ist rein freiwillig. ...Eine Pflicht zur Fortbildung beeinträchtige die richterliche Unabhängigkeit, heißt es.“
    Auslassungen von mir.

    @Mary
    Unfassbar!!!!!! Ich kann gar nicht so viele Ausrufezeichen mache wie ich für angemessen halte.
    Dabei heißt es doch im Juristischen immer so schön: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Alle !! mir bekannten Berufsgruppen müssen sich im Laufe ihres Lebens fachspezifisch fortbilden. Nur bei Richtern schadet mehr Wissen.
    Wirklich fassungslos
    Sprache ist die Kleidung der Gedanken

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders. Gerade hier sind Begriffe wesentlich. Kinder sind in dem Begriff „sexuelle Gewalt“ oder „sexueller Übergriff“ nach meinem Verständnis anders repräsentiert als im „Missbrauch“, der eine passive und „gebrauchende“ Ausgangslage entwirft.

    Begriffe sind wichtig, weil sie Gedanken formen. Zu diesem Thema sind klare, informierte Gedanken notwendig.

    Das Kind wurde hier in den Mittelpunkt gerückt, seine traumatischen Erfahrungen und die Sicherung der Heilung und Entwicklung. „Missbrauch“ wäre hier als Begriff verharmlosend gewesen und hätte die Perspektive verändert. Allzu oft steht ohnehin die Perspektive der Erwachsenen im Fokus und ist den beteiligten Personen, auch Staatsanwalt und Richter, näher als die des Kindes. Es geht darum, die Transgression ganz deutlich zu markieren, weil sie sich auch für das Kind ganz deutlich auswirkt. Auch/gerade auch in Fällen, wo Eltern die Täter sind.
    Begriffe sind wichtig und für Gutachten und Richter je klarer, desto besser. Nur wie wirken sich die schärferen Begriffe auf die Kinder, die Betroffenen aus? Führt das nicht zu größerer Scham und Selbstzweifeln?

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Nein, finde ich nicht. Je eindeutiger der Begriff, desto "entlastender" auch für Betroffene, weil klarer; eindeutig, was die Zuschreibung der Verantwortlichkeit betrifft. Zumindest empfinde ich es so.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von Keela Beitrag anzeigen
    Alle !! mir bekannten Berufsgruppen müssen sich im Laufe ihres Lebens fachspezifisch fortbilden. Nur bei Richtern schadet mehr Wissen.
    Wirklich fassungslos
    Also bevor das jetzt ausufert - das hat schon auch seinen Sinn. Unser Rechtssystem wuerde zusammenbrechen, wenn Richter Fachwissen zum jeweiligen Prozessinhalt haben müssten.
    Sie sind Rechtsexperten, alles andere ist nicht ihre Aufgabe, sondern die der Opfervertreter und bei Kindern insbesondere die der Jugendämter und immer die der Gutachter.

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    Zitat Zitat von umsonst Beitrag anzeigen
    Also bevor das jetzt ausufert - das hat schon auch seinen Sinn. Unser Rechtssystem wuerde zusammenbrechen, wenn Richter Fachwissen zum jeweiligen Prozessinhalt haben müssten.
    Sie sind Rechtsexperten, alles andere ist nicht ihre Aufgabe, sondern die der Opfervertreter und bei Kindern insbesondere die der Jugendämter und immer die der Gutachter.
    Es gibt Juraprofessoren, die empfehlen ihren Studenten den Blick über den Tellerrand, wie sich ihre Urteile und Entscheidungen auf die Betroffenen auswirken. Die Begründung dafür liegt darin, dass die Studenten als Richter dann Entscheidungen mit gutem Gewissen treffen und vereinbaren können.

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    AW: Sexueller Mißbrauch Thema oder Tabu??

    doppelt

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