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  1. Inaktiver User

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Oh je, oh je, Crisu,

    das hört sich genau so an wie die Dinge, die ich erlebt habe. Er kann die Trennung nicht anerkennen, besonders wenn Du sie vollzogen hast. Er will es nicht wahrhaben. Er kann auch nicht ohne Dich. Denn er ist ein NICHTS ohne Dich! Er ist richtig klein, fast unsichtbar.

    Aber Du musst stark bleiben. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich gelernt habe, mich nicht mehr in Diskussionen verwickeln zu lassen nach der Trennung. Ich kann nicht zählen, wie viele hundert Male ich noch versucht habe, ihm zu erklären, warum ich mich trennen musste. Warum wir nicht Freunde bleiben können. Warum ich ihn nicht mehr sehen will. Geholfen hat es erst, als ich mich nur noch wie eine Schallplatte mit Sprung angehört habe: "Ich will Dich nicht mehr sehen. Ich will keinen Kontakt." Danach sofort auflegen oder weggehen. Immer wieder. Es dauerte trotzdem. Eine zermürbende Zeit.

    Wichtig ist nur, was Du denkst: die Trennung war richtig, Du wirst Dein eigenes Leben führen und endlich nicht mehr seins! Dann kannst Du es schaffen. Wie lange hast Du seins für ihn geführt? Ich fast zwanzig Jahre.

    LG, Orlando

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    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    ja liebe orlando,

    nein solange wie du habe ich diese beziehung nicht aurechterhalten. nur ist irgendwie mein ganzes leben so wie diese beziehung.

    als ich 5 war, hatte meine mutter eine schwere krankheit, aber sie war die 10% die überlebten. mein bruder hatte die gleiche krankheit, allerdings in einem anderen körperteil. er hatte es überlebt. zu dieser echten stresszeit wurde mein papa ein 2. mal am magen operriert. alle sind gesund juhu. und ich war gar nicht krank. als ich langsam ins teenager alter kam wurde meine ma alki. ich war 11 knapp 12. außerdem vertand meine mutter die kunst einen mit worten zu verltzten und richtigen psychoterror, ganze nächte. es war horror. da weiß mans noch nicht. was eltern tun ist richtig. mit 17 lernte ich den vater meine tochter kennen. mit 19 war ich mutter. alles unter kontrolle. schule sehr gut abgeschlossen, beruf gut, wohnung, und kind bekomme ich gebacken. mittlerweile wußte ich daß meine mutter richtig abhängig ist und habe fleißig vertuscht. bis zu dem tag an dem ich nicht mehr wollte und es auch nicht mehr allein tragen konnte. mein vater fiel aus vielen wolken. er wollte es nicht wahr haben. ja und ein schönes leben. als meine tochter 5 monate alt war, bekam ich eine schwester. juhu. meine mutter mußte aber trinken, also habe ich zwei kinder gewuppt und meinen beruf. ach ja und der vater meiner tochter war auch trinker. nach 4 jahren hatte ich mich von ihm getrennt. der hatte zwar auch anwandlungen, ich bringe mich um, ich bringe dich um. aber es dauerte nicht wirklich lange. so dann lernte ich meinen ehemann kennen. eine heile welt, die eltern und familie und verwandschaft, alles was ich nicht hatte oder so nicht kannte. ehehafen. meine mutter machte dann endgültig reiß aus und main vater hatte es nicht verkraftet. er war körperlich angeschlagen, schulden durch die trinkerei und dann das elend, weil er solange die augen verschlossen hatte. meine mutter hatte ihn und meine kleine schwester sitzen lassen. jetzt denkst du, ja da war ja noch ein bruder. ja der ist das ganze gegenteil von mir. trinken, drogen sehr sehr unbeständig. er hatte zu dieser zeit 2 mal versuch mich umzubringen. beim 2. mal habe ich ihn angezeigt und dann kam erst heraus wofür man ihn schon suchte. also der hatte die möglichkeit und hat sie sich echt selbst versaut. er war im jugendknast und soweit ich weiß später auch im anderen. ich will mit ihn auch nichts mehr zu tun haben.

    also mein vater hatte das alles zusammen nicht verkraftet und nahm sich das leben. mein erster toter. und anstelle meiner mutter, habe ich alles gemacht. und als erstes meine kleine schwester zu mir genommen. jetzt könnte man sagen was für ein toller ehemann. ja. ich wurde beschimpft, man wollte mich echt zwingen das kind in ein heim zu geben und meine schwiegereltern, mit denen wir in einem haus wohnten, wollten dann offiziell pflegeeltern werden. sie wollten das geld und ich hätte sie ja aufziehen dürfen. ich habe mich gewert und wie. von da an war der ofen aus. ich habe mich von meinem mann, seinen eltern und seinem bruder demütigen lassen. ich habe mir immer wieder sagen lassen, daß ich ja froh sein müsse. und und und. mein mann ist tatsächlich auch heute noch, mit 45 jahren ein muttersöhnchen. nach 10 jahren ehe habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin mit meinen beiden kindern ausgezogen. keiner hat es zur kenntnis genommen, keiner hat was gemerkt und das obwohl wir alle unter einem dach lebten. wir gingen in eine eheberatung, natürlich nur solange es herrn crisu gefiel. zu diesem zeitpunkt konnte ich keinen ganzen satz mehr äußern und hatte auch keinen namen mehr. all diese menschen haben mich nicht mehr mit meinem namen angesprochen. naja ende vom lied, wir haben uns eine gemeinsame wohnung gesucht. aber ganz ende von lied, es hatte sich nichts geändert. ich habe mich entschlossen meinen eigenen weg zu gehen. ich wußte das es nicht einfach wird, aber es ging. so und dann lerne ich ex kennen. jetzt muß ich mich outen, mein ex ist eine frau. sie hat mich geliebt würde ich sagen. und sie hatte ein problem. sie war spielsüchtig. automaten und kasinos. tja und bis du das mitbekommst hängst du schon mitten drin.

    es kamen harte zeiten. manche waren für mich nicht hart, zu sagen ich bin mit einer frau zusammen. nein damit hatte ich kein problem. spielen, in dieser beziehung gingen meinerseits 15.000,00€ drauf. ja ein hübsches sümmchen. immer wieder schulden und alltag bezahlen. 4 jahre. ich habe schmuck und uhren und münzen und was weiß ich nicht alles zu geld gemacht. und immer wenn mal außer der reihe ein wenig geld reinkam, schupp war es schon wieder weg. tja und dann dieses verletzen und vorwürfe und demütigen wegen nichts und wieder nichts. sie trieb es dann, zumindest für mich auf die spitze und warf noch leichtfertig ihren job. ich hatte ihr damals gesagt, wenn du noch einmal zum spielen gehst, dann gehe ich. und ich ging.

    ich habe alles so unter verschluß gehalten. ein arbeitskollege sagte zu mir mal, irgendwas hat da nicht gestimmt, du warst immer so verschlossen und tiefsinnig, irgendwie nicht locker. und irgend irgend wann hab ich mal ausm nähkästchen geplaudert und bekam zur antwort, warum zieht man sich sowas durch. nein und ich hatte mit dem nichts. es ist einfach ein guter kollege und bedingt durch unsere arbeit haben wir viel zeit miteinander verbracht. im krankenwagen schiebt man lange schichten aufm bock.
    4 jahre, viele probleme und jetzt seit über einem jahr, denke ich es ist oft noch schlimmer als je zuvor. mein ex hatte alles war ich kennengelernt habe. such, mit worten verletzen, mit taten körperlich, alles in einem.

    und nachdem was ich jetzt mittlerweile so alles gelernt habe, denke ich mir, du hattest ja schon ein paar mal die möglichkeit zu lernen und hast es nicht getan. darum hast du diese volle wucht bekommen. dieser mensch hat mich emotional so in die knie gezwungen wie noch nichts und niemand in meinem leben. ich soll und muß lernen auf mich zu schauen. meine gefühle, meine bedürfnisse, meine wünsche, meine stärken und schwächen. und es ist so verdammt schwer. ich habe es vom kopf verstanden, nur das umsetzen. da haperts bei mir.

    ich habe wirklich immer getan und gemacht was erwartet wurde oder wie es sich gehört. und ich habe mich nie wirklich entdeckt und gefunden. und das bischen das ich von mir wußte, habe ich verlogen. so kommt es mir zumindest vor.

    so meine lieben, daß war wohl jetzt ein echter seelenstrip und ich hoffe ich habe euch nicht zu stark geschockt und ihr redet trotzdem noch mit mir.

    p.s.: ich war 19 jahre verheiratet. der eheberater hatte damals gesagt, ich habe seine rekorde gebrochen. ich war damals 10 jahre in diesem haus. er hatte zu mir gesagt dieser rekord liegt bei ihm bei 3 jahren. und der mann war in pension und hat das ehrenamtlich gemacht, also kein junger hupfer mehr, der hat schon was gesehen.

    viele liebe grüße

  3. Inaktiver User

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Ja, die Unsicherheit ist das Schlimmste, dieses nicht wissen, ob man nicht selber schuld ist an dem Dilemma, das man erlebt.

    Vor allem als Kind ist man verzweifelt, wenn man nicht geliebt wird. Man tut alles, um ein wenig Liebe zu erhaschen, doch sie wollen dich nicht. Sie schieben dich weg.

    Wenn man dann in der Jugend auch noch vergewaltig wird, und der Ehemann dich schlägt, auf den du alle Hoffnungen gesetzt hast, weil er dich doch lieben muss, sonst hätte er dich doch nicht geheiratet, dann weißt du, dass alles sinnlos ist.

    Dann bleibst du wo du bist, nimmst alle Gemeinheiten auf dich, lässt dich beleidigen und beschimpfen, weil sie doch alle gleich zu sein scheinen.

  4. User Info Menu

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, die Unsicherheit ist das Schlimmste, dieses nicht wissen, ob man nicht selber schuld ist an dem Dilemma, das man erlebt.
    Das ist immer wieder das Dilemma. Nach Schuld zu suchen anstatt Verantwortung zu übernehmen dafür dass es ein lebenswertes Leben geben kann. Anstatt zu sehen, was ist.

    Wissen, was man nicht will, aber nicht wissen, was man will und vor allen Dingen die Fähigkeiten nicht besitzen dieses "was man will" auch aufbauen zu können.

    Und die Scham. Großes, tiefes Gefühl, das allen Schmerz und die Ungerechtigkeit noch überdeckt.

    Und auch nicht glauben können, dass das da draußen (die ist spielsüchtig) etwas mit seinem eigenen Innern zu tun haben könnte (ich selbst habe nach drei Partnerschaften mit Süchtigen erkennen können, dass auch ich süchtig bin... Wenn auch nicht nach denselben Substanzen oder Handlungsweisen)

    Und ich bin nicht "schuld" daran. Ich bin es einfach gewesen.
    Zitat Zitat von crisu67
    irgendwie mein ganzes leben so wie diese beziehung.
    Erlernte Verhaltensweisen, Überlebensmuster -was auch immer. Konnte mich so sehen und damit dann an meinem Verhalten, an meiner Not arbeiten und abschließen. In meinem eigenen Tempo und mit den Helfern und Methoden, die mich darin unterstützen meinen eigenen Weg zu finden und zu gehen.

    ich soll und muß lernen auf mich zu schauen. meine gefühle, meine bedürfnisse, meine wünsche, meine stärken und schwächen. und es ist so verdammt schwer. ich habe es vom kopf verstanden, nur das umsetzen. da haperts bei mir.

    ich habe wirklich immer getan und gemacht was erwartet wurde oder wie es sich gehört. und ich habe mich nie wirklich entdeckt und gefunden. und das bischen das ich von mir wußte, habe ich verlogen. so kommt es mir zumindest vor.
    Genau so sehe ich das auch....

    Habt Geduld mit Euch, crisu67 und ichda...

    -ND-

  5. User Info Menu

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    ja liebe -ND-,

    nach mittlerweile gut 6 monaten therapie, weiß ich auch das ich süchtig bin.
    süchtig nach liebe. ich habe es gelernt. ich habe es verstanden. nur dieser innere umbruch. alles alte, nicht gute oder normale auszulöschen und mich selber neu programmieren auf "normal", es ist so schwer.

    ich habe diesen ganzen seelenmüll auch die ganze zeit mit mir rumgetragen. ich habe es in mir drin unter verschluß gehalten und meine therapeutin ist echt der erste mensch der sich für mich mal richtig interessiert hat und mir wirklich zuhört. ich hatte um nichts wirklich getrauert, daß habe ich auch erst in den letzten monaten mal richtig gemacht. dann kann man etwas auch, wenn auch erst mal nur zum teil, loslassen. du weißt daß wir auf dem level verlassenes kind hängen geblieben sind und jetzt richtig erwachsen werden müssen.

    es ist nicht gerade angenehm, wenn dir das deine therap sagt. immerhin hast du schon solange dein leben und das anderer mit gewuppt. immerhin hab ich mein helfersyndrom schon recht gut im griff. das ist schon was. für mich ein superschritt.

    ich habe das buch: drehbuch zur meisterschaft im leben, gelesen. man sitz dann schon da und schluck.
    also ich habs getan. weil ich mich dann von außen betrachtet habe und nicht nur nachdem ich dieses buch geselen hatte.

    arbeit, arbeit, arbeit. es gibt mehr menschen die es auch nötig hätten, sich mal über sich gedanken zu machen, nur die meisten tun es nicht. oder nicht wirklich.

    lg crisu

  6. Inaktiver User

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Zitat Zitat von crisu67 Beitrag anzeigen
    liebe orlando, liebe leave_me,
    danke. manchmal verzweifelt man doch echt und glaubt man hätte einen an der waffel.

    Nicht du hast einen an der Waffel sondern er! Du bist verletzt, gedemütigt und ja auch missbraucht (hoffentlich schreckt dich das Wort nicht) Da das so ist, bist du auch berechtigt negative Gefühle zu haben!

    bitte orlando bleib ein wenig hier und helf uns ab und zu ein wenig. wenn du es geschafft hast, dann hab ich hoffnung und du kannst uns doch auch sagen und erzählen wie du es geschafft hast.
    anscheinend hattest du doch die selben gedanken. ja stoalken. das ist auch so ein punkt. ich hab mich heute echt überwunden und ins auto gesetzt und bin zum friedhof gefahren. naja wenigstens mal raus. und als ich wieder heim kam, was meint ihr wer vor meiner tür stand? genau. und was war der erste satz: ich sehe ja wie schlecht es dir geht. und was kam dann: ich sehe was ich alles kaputt gemacht habe
    Das sagt mein Nochehemann auch immer. Er gibt sich einsichtig und schuldbewusst derzeit und bittet um noch eine diesmal aber letzte Chance. Subtext: Und wenn ich ihm die nicht gebe, dann bin ich ein schlechter Mensch, weil eine Chance hat doch jeder verdient, oder?
    Nein, ich bin kein schlechter Mensch, wenn ich mein leben zurück haben will. Ganz im Gegenteil, das ist mein gutes Recht!

    und je mehr ich darüber nachdenke um so schlimmer wird es.
    so in meinem kopf dreht sich wiedermal ein karusell. eine neue fahrt. wir haben uns so zerfleischt. anders kann ich es echt nicht mehr sagen. ich hab eigentlich nur noch ängste und panik und das gefühl kontrolliert zu werden, aber es sind doch nur zufälle.
    und ja orlando ich geb dir auch bei dem thema körperliche gewalt recht. zum einen sieht man was oder es sieht sogar jemand wies passiert. zum anderen ist es seeehr demütigend, nur es macht wummm und dann ist dieser schmerz vorbei.
    diese ganze palette die da abgespult wird, nimmt der doch gar nicht zur kenntnis. ich wollte nicht, ich hab nicht nachgedacht, ich habs nicht so gesehen, ich wußte nicht daß dir das so weh tut, ich bin halt so, du willst daß ich mich von heute auf morgen ändere. der satz ist dann immer die krönung, für mich auf jeden fall.
    Auch das sagt meiner immer wieder, fast wortgleich
    weil ich wollte daß ja schon vor langer zeit und nicht erst von gestern auf heute. ich habe immer und immer wieder versucht es zu erkären und hab auch immer wieder dazu gesagt, was wäre wenn ich das oder dies oder jenes täte?

    das sit eigentlich ein guter punkt. habt ihr auch die erfahrung gemacht, daß was euer ex oder nochpartner getan hat oder tut, daß dürftet ihr euch niemals, absolut nieniemals erlauben. es gäbe einen mittleren weltkrieg. und wehe ich hatte es auch nur ansatzweise probiert, dann wurde mir das wort sofort noch auf der zunge umgedreht.
    genauso ist und war es bei mir, er dreht mir das Wort im Mund um mit einer Eloquenz die erstaunlich ist
    dann war es nicht was wäre wenn, sondern es war. aus punkt schluß. und du hast dich wieder gerechtfertigt und geredet und geredet und gerechtfertigt. und alles für die katz.
    Diese Rechtfertigungsorgien kenn ich auch (ohne Übertreibung manchmal nächtelang!) und sie sind das Quälendste, was ich kenne. Aber jetzt lass ich mich nicht mehr darauf ein. Ich sage: Das ist mein Standpunkt. Basta.
    viele liebe grüße und licht licht licht.

  7. Inaktiver User

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Glückwunsch Orlando !

    so muss man es machen. googelt mal die Begriffe "destruktive Beziehung", "borderline" und "emotionaler Missbrauch".

    Die einzige Möglichkeit ist der totale Kontaktabruch. Da ich zwei noch minderjährige Kinder habe, wird das schwierig werden, aber ich werde das soweit als möglich beherzigen.

    Solange ich mich noch nicht wirklich zur Scheidung entschlossen hatte, sagte mein Mann immer, ich wäre seine einzige große wahre Liebe und es gäbe auf der Welt immer zwei menschen, die füreinander bestimmt sind.
    Daher würde ich mein ganzes weiteres Leben nicht mehr froh sein, wenn ich die Scheidung wirklich durchzieh. Eigentlich eine schlimme Drohung!

    Seit er weiss, dass ich fix entschlossen bin, redet er kein Wort mehr mit mir, lebt neben mir im gleichen Haus und spricht nicht einmal das Notwendigste. Auch DAS ist psychische Misshandlung.

    trotzdem besteht er darauf, weiter hier zu wohnen.
    Der ärgste Vorschlag, den er mir machte war: Wir können doch auch, wenn wir bereits geschieden sind, weiter hier zusammen wohnen und es weiter probieren.
    Was soll man dazu noch sagen?

    Es kostet unendlich viel Kraft und Energie sich aus so einer Umschlingung zu lösen, die emotionale Erpressung als solche zu erkennen und sich eben nicht mehr erpressen zu lassen. Das ist nicht leicht.

    Auch ich hab lang in dem Glauben gelebt, ja irgendwie "schuld" an allem zu sein. Hab Verantwortung für ihn übernommen, die er selber zu tragen hat. Je kleiner ich bin desto besser für ihn, also wird er alles tun, um mich klein zu halten.

    Ich persönlich hab die Zeiten der Besserung als die Schlimmsten erlebt (im Rückblick), denn diese Zeiten ließen mich immer wieder Hoffnung schöpfen ..... bis zum nächsten Mal... bis zum nächsten Mal der Spionage, der Grenzüberschreitung, der Herabsetzung, der Beschimpfung,....
    Es wir immer ein nächstes mal geben, wenn man das mal weiss, dann weiss man auch, dass die Beziehung beendet werden muss.

    Er gab sich einsichtig, schuldbewusst, er sehe jetzt ein, was er alles angerichtet hat, ja er ist der Täter, ja ich bin das Opfer. Warum macht er das? Weil er genau weiss oder spürt, dass ich einen einsichtigen ja fast bußfertigen Mann weniger gut verlassen kann als einen der sich nicht ändert. Ich stoße ihn ins Unglück und mich dazu. Er wird nicht wissen wovon er leben soll (Kindesunterhalt) Schlimmster Ausspruch in diesem Zusammenhang: Wirf mich nicht weg!
    Dieser Satz macht mich zu einer grauslichen Person, die ihn, den Einsichtigen einfach "wegwirft", keine Chance mehr gibt.
    Auch diese Haltung von ihm war eine emotionale Erpressung.

    Ich werfe niemanden weg, ich habe das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde und es ist mein Recht, den Menschen, mit dem ich zusammenlebe selber zu bestimmen.

    Mein Postings werden immer länger, der Druck ist noch groß. All das sag ich mir immer wieder selber vor um Durchzuhalten.
    Eure Antworten tun mir sehr gut, es tut gut, zu wissen, dass man nicht allein ist.
    Sehr geholfen haben mir folgende Bücher "Schluss mit dem Eiertanz", "Die Masken der Niedertracht" und "Wenn lieben weh tut"

    Freu mich schon auf eure weiteren Postings *hoff*

  8. Inaktiver User

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Oh je, Crisu, lass' Dich mal drücken , im Moment fehlen mir echt die Worte, um etwas zu Deiner Geschichte zu sagen. Muss erstmal sortieren. Aber es ist wirklich schön, dass Du bei Deiner Therapeutin Interesse und Unterstützung gefunden hast.

    Jetzt geht es mal um Dich! Nur um Dich! Und natürlich um Deine Kinder, aber ich lese nicht, dass sie Dir Sorgen machen, also hoffe ich, sie bringen ein wenig Sonnenschein?

    Bleib genau auf diesem Weg, er ist richtig! Du wirst lernen, zuerst Dich selbst zu stellen (auch wenn Du vielleicht niemals lernst, Dich selbst zu lieben. Das habe ich auch nicht lernen können, aber ich lebe damit) und dann andere. Und das hat ja mit Egoismus nichts zu tun, es ist einfach notwendig um zu überleben!

    Liebe, liebe Grüße fürs Erste von Orlando

  9. Inaktiver User

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Leave_me (bitte entschuldige, ich habe Deinen Nick falsch geschrieben),

    das klingt ja wie das Musterbeispiel der Partner, die wir offenbar alle haben (oder zum Glück hatten). Ja, damit wird man erpresst, dass man ein schlechter Mensch ist, wenn man dem anderen keine zweite Chance mehr gibt. Und die wievielte wäre das wohl in Wirklichkeit? Die dreihundertfünfundachzigste? Die viertausendeinhundertzwanzigste? Jedenfalls ganz sicher nicht die zweite! Und ich Trotteline habe mich noch ewig gerechtfertigt und erklärt und dargestellt, dass es eben nicht erst die zweite wäre und ich jetzt keine Kraft mehr hätte und so weiter und so weiter. Endlos, ermüdend, zermürbend, zerstörend!

    Bleib' bloß stark! Gib ihm nicht noch eine Chance! Es ist schwer auszuhalten, weil man ja selbst glaubt, man wäre ein schlechter Mensch, unsensibel, kaltherzig ... na ja, Ihr sagt ja selbst, was man da alles zu hören bekommt. Man fühlt sich manchmal wie eine Mutter, die ihr Kind verstößt. Ich habe mich irgendwann entschlossen, trotzig zu mir zu sagen: dann ist das eben so! Dann bin ich eben ein schlechter Mensch! Aber ich kann nicht mehr!

    Es hat Freunde viel Energie gekostet, mich am Ende wenigstens halbwegs zu überzeugen, dass nicht ich der schlechte Mensch bin. Hast Du jemanden? Crisu hat ihre Therapeutin und die braucht sie auch dringend. Wen hast Du?

    Und wann kannst Du ausziehen? Wenn er nicht geht, geh' Du! Ich weiß, dass das mit Kindern nicht leicht ist, aber ich war erst erleichtert, als ich in eine neue Wohnung mit geheimer Adresse und Telephonnummer gezogen bin. Erst da konnte ich ein ganz klein wenig aufatmen. Ich kenn' ja Deine Situation nicht, Freunde, Verwandte mit Häusern, bei denen man für ein paar Wochen unterkommen kann? Im schlimmsten Notfall das Frauenhaus?

    Oh je, ich hoffe, es wird alles gut!

    Lieben Gruß auch Dir, Orlando

  10. User Info Menu

    AW: Brachiale, verbale und psychische Gewalt

    Zitat Zitat von crisu67 Beitrag anzeigen
    ja liebe -ND-,

    nach mittlerweile gut 6 monaten therapie, weiß ich auch das ich süchtig bin.
    süchtig nach liebe. ich habe es gelernt. ich habe es verstanden. nur dieser innere umbruch. alles alte, nicht gute oder normale auszulöschen und mich selber neu programmieren auf "normal", es ist so schwer
    .

    Ja, das ist es am Anfang. Und jeder kleine Schritt zählt mit. Jeder einzelne Tag, Jedes kleine Stück Sonne, dass durch die Mauerritzen des eigenen Gefängnisses dringen kann, weil sich das Kücken von innen seinen Weg nach außen bricht zählt.

    Geduld. Mit sich selbst. Ruhe und immer wieder innehalten, Luft schöpfen, trauern um die verlorene Zeit, die verlorene Hoffnung, den verlorenen Glauben...

    ich habe diesen ganzen seelenmüll auch die ganze zeit mit mir rumgetragen. ich habe es in mir drin unter verschluß gehalten und meine therapeutin ist echt der erste mensch der sich für mich mal richtig interessiert hat und mir wirklich zuhört. ich hatte um nichts wirklich getrauert, daß habe ich auch erst in den letzten monaten mal richtig gemacht. dann kann man etwas auch, wenn auch erst mal nur zum teil, loslassen. du weißt daß wir auf dem level verlassenes kind hängen geblieben sind und jetzt richtig erwachsen werden müssen.
    Hierzu schreibe ich Dir eine PN.

    es ist nicht gerade angenehm, wenn dir das deine therap sagt. immerhin hast du schon solange dein leben und das anderer mit gewuppt. immerhin hab ich mein helfersyndrom schon recht gut im griff. das ist schon was. für mich ein superschritt.


    ich habe das buch: drehbuch zur meisterschaft im leben, gelesen. man sitz dann schon da und schluck.
    also ich habs getan. weil ich mich dann von außen betrachtet habe und nicht nur nachdem ich dieses buch geselen hatte.
    Hartes Brot, dass Du da kaust. Aber wohl angemessen bei den heftigen Mustern, die wirken. Ich habe mich ebenfalls durch diese Themen gekämpft. Und etliches mitnehmen können.


    arbeit, arbeit, arbeit. es gibt mehr menschen die es auch nötig hätten, sich mal über sich gedanken zu machen, nur die meisten tun es nicht. oder nicht wirklich.

    lg crisu
    Meine Rede

    Und hier noch eine schlechte Nachricht: Du bist am Anfang






    von etwas Großem (das ist die Gute Nachricht)

    Viele Grüße und ein großes Paket "Wissen, dass es einen Sinn macht, auch wenn ich das (noch) nicht sehe"

    -ND-

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