+ Antworten
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 49
  1. Avatar von Donna3
    Registriert seit
    13.02.2001
    Beiträge
    6.707

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    inga, aus deinem letzten satz höre ich sowas wie als ob dir jemand, noch so leise einen vorwurf machen würde.

    vielleicht du dir selbst?


    dazu besteht absolut kein grund für. du hast nach bestem wissen und gewissen gehandelt. ich finde es gut, dass ihr euch so rigoros jetzt um euere mutter kümmert.

    und ich drücke euch allen die daumen.

    dem kann ich mich nur anschließen.
    Leben und leben lassen

  2. Avatar von JanaFreese
    Registriert seit
    09.12.2004
    Beiträge
    3.114

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Durch ihr unkontrolliertes " Einwerfen " hat sie soviele Nebenwirkungen, das es jetzt kontrolliert geschehen muss.
    Welche sollen das denn sein? Das Spektrum der Nebenwirkungen von Diazepam ist ja eigentlich recht begrenzt.

    So richtig problematisch bei älteren Menschen ist natürlich die muskelrelaxierende Wirkung - die aber eigentlich keine Nebenwirkung, sondern eine der gewünschten Hauptwirkungen ist. Nur erhöht das, zusammen mit der allgemeinen Sedierung, speziell bei alten Menschen, das Risiko zu stürzen.

    Abgesehen davon bin ich ja generell für das Recht auf Rausch und sehe nicht unbedingt, dass man einer 82jährigen da jetzt allzu rigide Einschränkungen auferlegen sollte. Das Gefahren einer Sucht würde ich in diesem Alter nicht mehr als die ganz große Bedrohung ansehen.

    Was die Frage der Lebensqualität angeht, halte ich es sogar für denkbar, dass Konsum besser ist, als Entzug. Nur ist es vielleicht nicht unbedingt richtig, wenn dieser Konsum auf Rezept geht und also auf Kosten der Solidargemeinschaft finanziert würde.


    All the Best
    Jana
    .

  3. Avatar von _Beate_
    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    24.011

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von JanaFreese Beitrag anzeigen
    Welche sollen das denn sein? Das Spektrum der Nebenwirkungen von Diazepam ist ja eigentlich recht begrenzt.
    So begrenzt dann doch nicht:

    Mit folgenden Nebenwirkungen ist häufig zu rechnen: Unerwünscht starke Tagessedierung sowie Müdigkeit (Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit), Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Ataxie, Verwirrtheit, anterograde Amnesie. Am Morgen nach der abendlichen Einnahme können Überhangseffekte (Konzentrationsstörung und Restmüdigkeit) die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Wegen der muskelrelaxierenden Wirkung von Diazepam ist insbesondere bei älteren Patienten Vorsicht (Sturzgefahr) geboten. Selten kommt es zu Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall), Gelbsucht, Harnverhaltung, Glottisspasmen, Brustschmerzen, Blutdruckabfall, Bradykardie, Niedergeschlagenheit (Depression), Abnahme des geschlechtlichen Bedürfnisses und bei Frauen Störungen der Regelblutung, Appetitzunahme, Mundtrockenheit, allergische Hautveränderungen (wie z. B. Juckreiz, Hautrötung, Hautausschlag) sowie Atemdepression. Die atemdepressive Wirkung kann bei Atemwegsobstruktion und bei Patienten mit Hirnschädigungen verstärkt in Erscheinung treten. Dies ist besonders bei gleichzeitiger Kombination mit anderen zentral wirksamen Substanzen zu beachten. Bei Patienten mit vorbestehender depressiver Erkrankung kann die Symptomatik verstärkt werden. Nebenwirkungen bilden sich im allgemeinen nach Dosisreduzierung zurück und lassen sich in der Regel durch sorgfältige individuelle Einstellung der Tagesdosen vermeiden. In hoher Dosierung und bei längerer Anwendung von Diazepam können reversible Störungen, wie verlangsamtes oder undeutliches Sprechen (Artikulationsstörung), Sehstörungen (Diplopie, Nystagmus) Bewegungs- und Gangunsicherheit, auftreten. Beim Auftreten von Halluzinationen sowie ,,paradoxer‘‘ Reaktionen, wie z. B. akute Erregungszustände, Angst, Suizidalität, Schlaflosigkeit, Wutanfälle, vermehrte Muskelspasmen, sollte die Behandlung mit Diazepam beendet werden. Bei längerer oder wiederholter Anwendung von Diazepam kann es zur Toleranzentwicklung kommen. Durch plötzliches Absetzen des Arzneimittels nach längerer täglicher Anwendung können nach etwa 2 – 4 Tagen Schlafstörungen und vermehrtes Träumen auftreten. Angst-, Spannungszustände sowie Erregung und innere Unruhe können sich verstärkt wieder einstellen. Die Symptomatik kann sich in Zittern, Schwitzen äußern und sich bis zu bedrohlichen körperlichen (wie z. B. Krampfanfälle) und seelischen Reaktionen wie symptomatische Psychosen (z. B. Entzugsdelir) steigern. Daher ist die Behandlung ausschleichend zu beenden. Diazepam besitzt ein primäres Abhängigkeitspotential. Bereits bei täglicher Anwendung über wenige Wochen ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung gegeben. Dies gilt nicht nur für den missbräuchlichen Gebrauch besonders hoher Dosen, sondern auch für den therapeutischen Dosisbereich.
    There are a hundred paths through the world that are easier than loving. But, who wants easier?
    Mary Oliver

  4. Avatar von JanaFreese
    Registriert seit
    09.12.2004
    Beiträge
    3.114

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Ja, aber normalerweise beschränken sie sich auf die Zeilen 2 und 3 - plus dem Sonderfall ältere Menschen.

    Deswegen hatte ich ja zunächst gefragt, welche es denn nun tatsächlich sind.


    All the Best
    Jana
    .

  5. AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr da Draußen,
    brauche eure Hilfe. Beim gestrigen Arztbesuch mit meiner Mutter kam heraus, sie ist wieder abhängig von Diazepam. Seit dem Tode meines Vaters vor 7 Jahren ist sie wieder in die Abhängigkeit geraten. 1994 hatte sie bereits einen Entzug von Valium in einer Klinik. Ich viel aus allen Wolken, habe es wirklich nicht gemerkt. Alle "ihre Wehwechen " habe ich aufs Alter geschoben.
    Der Arzt- knallhart, sagte ihre Mutter ist bekifft !!!! Hilfe, er hat doch dazu beigetragen. Immer schön verschrieben dazu noch Schlaftabletten.
    Jetzt soll sie mit meiner Hilfe kontrolliert Valium nehmen und bekommt kein Rezept mehr.( Nur ich ) Wer hilft mir, die KK, der ärztliche Dienst , ein anderer Arzt. Geht ein Entzug im Alter ?
    Ich bin kopf- und ratlos.....

    DANKE

    LG
    inga
    Hallöle Inga

    Erstmal vorneweg: Gib dir keine Schuld, es gibt in dem Fall nicht um Schuldzuweisungen, denn es ist Fakt:

    Deine Mutter ist mündig und wusste worauf sie sich einlässt (du schreibst sie hat schonmal einen Entzug gemacht und wusste das Diazepam KÖRPERLICH abhängig macht.
    Der Arzt wusste auch um die Gefahr, logisch, aber ich denke er hat Risiko und Nutzen abgewogen in dem Fall.
    Kenne aus etlichen Praxen solche Fälle, sehr alte Menschen die alleine leben, den Partner verloren haben und dann krankheitsbedingt Tranquelizer oder auch Opiate verschrieben bekommen und die helfen auch akut dann prima, der alte Mensch reagiert drauf wie ein Junger auch, Abhängigkeit tritt auf.

    Aber es ist Fakt das wenn diese "Drogen" kontrolliert vom Arzt gegeben werden eben mit dem Background dem alten Menschen ein weiteres Leben mit eine wenig MEHR Lebensqualitä zu geben als Ohne diese "Krücke", dann ist dies nur eine menschliche Reaktion auf die "Krankheit" Depression oder unendliche Trauer ect. was im Alter anscheinend verstärkter auftritt und eine Therapie, eine grundlegende Wesensänderung erfährt ein alter Mensch nicht mehr so leicht wie ein Jüngerer, und auch für sehr junge süchtige Menschen ist der Entzug (relativ einfach, wobei Valium heftigere Entzugserscheinunen auslösen kann als Opiate, das kommt auf die Dosis an wie ich bei meiner Ausbildung lernte) bzw. das wichtige DIE THERAPIE ohne die ein Entzug nix nutzt, sehr sehr schwer und hart.
    Und einer Frau von über 80 Jahren noch einen harten körperlichen Entzug plus eine Therapie (die etliche Monate stationär stattfinden muss um Erfolg zu haben) zuzumuten ist unmenschliche Härte.

    Sie sollte ihr leben selbstbestimmt weiterleben können, aber natürlich unter ärztlicher Kontrolle.

    Ihr macht es richtig denke ich und gib niemanden die Schuld, es ist keine Schuldfrage sondern es geht drum deiner Mutter die letzten Lebensjahre so angenehm wie möglich zu gestalten.

    Chaoshexe
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

  6. Inaktiver User

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von JanaFreese Beitrag anzeigen
    Welche sollen das denn sein? Das Spektrum der Nebenwirkungen von Diazepam ist ja eigentlich recht begrenzt.

    So richtig problematisch bei älteren Menschen ist natürlich die muskelrelaxierende Wirkung - die aber eigentlich keine Nebenwirkung, sondern eine der gewünschten Hauptwirkungen ist. Nur erhöht das, zusammen mit der allgemeinen Sedierung, speziell bei alten Menschen, das Risiko zu stürzen.
    .
    All the Best
    Jana
    Hallo,
    die unkontrollierte Einnahme gestaltete sich so:

    mal mittags und abends a`5 mg dazu 1 Schlaftabl., dann 2 Tage wieder nichts, bei für kritischen Situationen, wie Besuche, Geb., Arztbesuche mo. 1/2 Valium usw.
    Nebenwirkung: starkes Zittern des Oberkörpers zur nacht, wackelige Beine tagsüber, Schwindel, Bluthochdruck, Allergie ( der ganze Rücken ), Mundtrockenheit, Gedächnisstörungen, Agressiv o. weinerlich, Durchfall o. Verstopfung, Lethargie, Brustschmerz,Kopfschmerz, ausserden hat sie Gicht.
    ich finde das reicht..

    Wir werden ihr helfen !

    inga

  7. Inaktiver User

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo,
    die unkontrollierte Einnahme gestaltete sich so:

    mal mittags und abends a`5 mg dazu 1 Schlaftabl., dann 2 Tage wieder nichts, bei für kritischen Situationen, wie Besuche, Geb., Arztbesuche mo. 1/2 Valium usw.
    Nebenwirkung: starkes Zittern des Oberkörpers zur nacht, wackelige Beine tagsüber, Schwindel, Bluthochdruck, Allergie ( der ganze Rücken ), Mundtrockenheit, Gedächnisstörungen, Agressiv o. weinerlich, Durchfall o. Verstopfung, Lethargie, Brustschmerz,Kopfschmerz, ausserden hat sie Gicht.
    ich finde das reicht..

    Wir werden ihr helfen !

    inga
    Will sie das?

  8. Inaktiver User

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Ja sicher, sie ist ja nicht verwirrt !
    Sie will keinen Entzug, also kooperiert sie mit uns.
    Hat bis heute geklappt, mein Bruder und ich bringen ihr abwechselnd
    Diazepam.

    Zum Glück wohnt sie gegenüber bei mir.

    Im übrigen versorge ich auch noch meine Schwie.-Ma mit 92, da beginnt jetzt schleichend eine Altersdemenz.
    ich bin Jungfrau und gut im Organisieren
    Aber auch dafür gibt es Pflegedienste, sie lebt noch zuhause, aber soweit ist sie noch nicht.

    LG
    inga

  9. Inaktiver User

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja sicher, sie ist ja nicht verwirrt !
    Sie will keinen Entzug, also kooperiert sie mit uns.
    Hat bis heute geklappt, mein Bruder und ich bringen ihr abwechselnd
    Diazepam.

    Zum Glück wohnt sie gegenüber bei mir.

    Im übrigen versorge ich auch noch meine Schwie.-Ma mit 92, da beginnt jetzt schleichend eine Altersdemenz.
    ich bin Jungfrau und gut im Organisieren
    Aber auch dafür gibt es Pflegedienste, sie lebt noch zuhause, aber soweit ist sie noch nicht.

    LG
    inga
    Alle Achtung, da hast du ja volles Program!

    Ich hoffe, du selbst hast auch genügend "Tankstellen", wo du Energie und Liebe bekommst!

  10. Inaktiver User

    AW: Diazepam ( Valium ) Mutter (82 ) zum Entzug ?

    Hallo,
    ich war heute bei der Suchtberatung und " mir " hat es die Augen geöffnet. Ich empfehle allen Angehörigen von Suchtkranken dort hinzugehen.

    Die Suchtberaterin fand es für unverantwortlich Angehörigen die Medikatenabgabe für den Süchtigen zu überlassen. Rechtlich sehr bedenklich !!!

    Jetzt ist eine Woche her und es nimmt uns ALLE psychisch sehr mit.
    Der Facharzttermin in einer gerontologischen Tagesklinik ist erst am 20.3., dass schaffen wir nicht.

    Ich hoffe sie sagt freiwillig, ich will in eine Klinik ......

    inga

+ Antworten
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •