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  1. User Info Menu

    Kontrolle Mutter

    Hallo allerseits,

    Ich habe seit einiger Zeit ein Problem betreffend meiner Mutter – übertriebene Kontrolle ihrerseits.

    Kurzer Rückblick: Ich hatte jahrelang ein Problem mit Alkohol das ich aber jetzt zum Glück wieder unter Kontrolle habe. Mir wurde damals (vor 6 Jahren) Antabus verschrieben (sollte ich Alkohol trinken, bekomme ich starke allergische Reaktionen). Dieses Medikament war eigentlich nur für einige Monate gedacht.

    Nun versuche ich schon seit Jahren meine Mutter einzureden daß ich dieses Medikament nicht mehr nehmen möchte – nur ist diese “kleine weiße Tablette“ in der zwischenzeit für Sie das ultimative Heilmittel geworden.

    Sie hat sich sogenannte Mechanismen aufgebaut womit Sie mich unter Kontrolle hat. Z.b sie hat für mein Leasing-Auto gebürgt, sie hat mit mir eine Firma gegründet. Der Haken dabei ist, sollte ich Antabus nicht nehmen, nimmt Sie mir das Auto weg mit der Begründung ich könnte ein Unfall bauen falls ich trinke od. sie nimmt einfach die Bankomatkarte der Firma weg so daß ich ohne Geld da stehe. Auch ständige Anrufe waren an der Tagesordnung – habe mich aber vor ein Monat entschlossen ganz auf mein Handy zu verzichten....zumindest ist dieses Problem beseitigt. Ich verstehe, daß sie sich natürlich sorgen macht daß ich wieder Probleme mit Alkohol bekomme, nur ist es letztendlich mein Körper – und niemand hat zu bestimmen was ich hineinstopfe und nicht. Meine Meinung nach ist es ihrerseits pure Egoismus, damit sie sich sicher fühlt – aber sie nimmt kein Rücksicht auf meine Gesundheit (Zb. Leberwerte sehr schlecht, und nicht durch Alkohol).

    Nun ist meine eigentliche Frage, wie kann ich mich von diese Kontrolle lösen? Mit reden habe ich es versucht....ohne erfolg

  2. Inaktiver User

    AW: Kontrolle Mutter

    so wie du schreibst, hängt auch die finanzielle existenz deiner mutter mit an dir?

    bürgschaft fürs auto, firma etc.

    sorry, das wäre ich als mutter und kompagnion auch -nicht unbedingt pflegeleicht- was dein ursprüngliches alkohol-problem betrifft.

    es geht hier nicht allein um dich und deinen körper. das sehe ich durchaus anders.

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    AW: Kontrolle Mutter

    Ofl, es ist nicht nur dein Körper, es ist dein Leben.

    Ist es für dich akzeptabel, auf die Dauer so abhängig von deiner Mutter zu sein? Darf sie bestimmen, was du schluckst, ob du Auto fährst und Geld ausgibst?

    Sie hat dir anscheinend finanziell sehr geholfen und sonst vielleicht auch. Vielleicht bist du ihr dafür auch sehr dankbar. Das ist grundsätzlich ja erstmal schön.

    Aber erwachsen bist du ja nun wohl auch. Wäre es für dich vorstellbar, mittel- bis langfristig Unabhängigkeit anzustreben? Wünschst du dir die überhaupt? Und wenn du dafür auf ihre (finanzielle?) Unterstützung verzichten müsstest?
    "Oh good! Nobody here but People."
    Veta Louise Simmons in Harvey von Mary Chase

  4. Inaktiver User

    AW: Kontrolle Mutter

    ich habe mir jetzt das ausgangsposting nochmal und nochmal und nochmal durchgelesen.

    du empfindet es als übertriebene kontrolle und eine beeinträchtigung deines lebens.

    wenn dann dagegen steht in welchem finanziellen umfang deine mutter dir nicht nur geholfen hat, sondern immer noch hilft-

    dann gibt es für mich nur eine lösung:

    löse dich finanziell von deiner mutter, dann hast du "dein leben!" wieder, nur für dich allein.

    aber so lange du an der finanziellen nabelschnur deiner mutter hängst, mit autobürgsschaft und co, sehe ich da wenig handlungsspielraum für dich.

    deine mutter traut dir nicht. traut dir nicht über den weg, dass du dein alkoholproblem wirklich im griff hast.

    und wenn du sagst, das du nach alkoholprobleme "das im griff hast", sorry, das ist eine aussage die nicht nach krankheitseinsicht klingt. (freundin von mir ist trockene alkoholikerin und leitet eine selbsthilfegruppe)
    die aussage: ich habe es im griff------------- sorry, die geht garnicht.

  5. User Info Menu

    AW: Kontrolle Mutter

    Danke für eure Antworten :-)

    Almira: Nein, für mich ist es nicht akzeptabel daß meine Mutter über mein Leben bestimmt - Finanziell verdiene ich mein eigenes Geld, nur wenn ich Ihre erwartungen nicht "entspreche" (Antabus vor Ihren Augen täglich einnehme), sieht es etwas düster aus...da ich dann kein Zugriff aufs Konto mehr habe. (die Firma gehört uns beiden - die Arbeit wird von mir + eine Kollegin erledigt)

    brighid:

    "und wenn du sagst, das du nach alkoholprobleme "das im griff hast", sorry, das ist eine aussage die nicht nach krankheitseinsicht klingt."

    Erleuchtung daß ich ein Problem mit Alkohol habe ist schon längst passiert. Ich bin schon seit weit über ein Jahr trocken - es ist ein ständiger Kampf....nur ist es garantiert nicht Fehl am Platz zu sagen daß ich meine Situation bzgl. Alkohol momentan in Griff habe. Ich bin in Therapie was mir sehr hilft..und so soll es weiterhin bleiben.

  6. Inaktiver User

    AW: Kontrolle Mutter

    Vom Alkohol weg, zur Mutter(sucht hin)...
    so liest es sich jedenfalls.
    Sie macht sich da offensichtlich süchtig nach sich.
    ich würde mich da unabhäniger machen.. -sie soll sich da raushalten.


    Glückwunsch.. zu 1 Jahr trocken

  7. User Info Menu

    AW: Kontrolle Mutter

    ich würde diesen thread gern ins nachbarforum "sucht, gewalt und missbrauch" verschieben, weil ich hier eine deutliche sucht- und abhängigkeitsthematik sehe.

    man könnte zwar argumentieren, dass irgendwie alles ausdruck der persönlichkeit ist, aber dann würde dieses unterforum volkommen beliebig.


  8. User Info Menu

    AW: Kontrolle Mutter

    das ist natürlich in Ordnung

    lg

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    AW: Kontrolle Mutter

    ok, prima! dann mach' ich mal den umzugsservice


  10. gesperrt

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    AW: Kontrolle Mutter

    ganz so moralisch ist das nicht was ihre Mutter da tut .. brighid. Fürsorge und Angst hin oder hier. Sie vergiftet den Körper ihrer Tochter weil sie Angst hat.

    Hier mal die Beschreibung des Medikamentes inkl. der Nebenwirkungen. U.a. kann es unter diesem Medikament zu Leberschäden kommen. Dass Leberschäden teilweise nicht mehr heilbar sind, dürfte bekannt sein. Und dass mit der Dauer der Einname der Risiko steigt daran zu erkranken wohl auch. Und das ist noch nicht einmal das Hauptproblem.

    Hier die Beschreibung zum Medikament:

    Wirkstoff: Disulfiram

    Stoff- oder Indikationsgruppe: Tetraethylthiuramdisulfid, Alkoholentwöhnungsmittel

    Bestandteil:

    1 Tablette Antabus 0,1 Dispergetten enthält 100,0 mg Disulfiram; Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Talkum, mikrokristalline Cellulose, Macrogol 4000, Stearinsäure

    1 Tablette Antabus 0,5 Dispergetten enthält 500,0 mg Disulfiram; Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Talkum, mikrokristalline Cellulose, Macrogol 4000, Stearinsäure

    Anwendungsgebiete: Alkoholabusus und Alkoholabhängigkeit

    Hinweis: Die Verabreichung von Antabus muss in ein therapeutisches Gesamtkonzept eingebettet sein, wobei der Patient voll über Wirkung und Risiken informiert sein muss. Die Verabreichung ohne Wissen des Alkoholkranken ist eine strafbare Körperverletzung. Die Regelmäßigkeit der Einnahme muss durch Verabreichung unter Aufsicht verifiziert werden, weil ein hoher Prozentsatz der Patienten Antabus nicht von sich aus einnimmt.

    Gegenanzeigen:

    Absolute Gegenanzeigen: koronare Herzkrankheit, schwerwiegende Herzrhythmusstörungen, klinisch manifeste Kardiomyopathien, zerebrale Durchblutungsstörungen, fortgeschrittene Arteriosklerose, Ösophagusvarizen, 1. Trimenon der Schwangerschaft, Thyreotoxikose.

    Relative Gegenanzeigen: vorbestehende, nicht alkoholbedingte Depressionen und Psychosen, schwere Hypotonie, dekompensierte Leberzirrhose, Arzneimittelabusus und -abhängigkeit (aktuell), Polyneuropathie, Asthma bronchiale.

    Verwendung bei Schwangerschaft und Laktation: Bei Verabreichung von Antabus im ersten Drittel der Schwangerschaft sind Missbildungen und Schädigungen beim Kind beobachtet worden. Zwar ist unklar, ob ein kausaler Zusammenhang mit Antabus besteht oder ob ein Azetaldehydsyndrom die Ursache war. In jedem Fall wird von der Anwendung während der Schwangerschaft abgeraten.

    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass exzessiver Alkoholkonsum selbst während der ganzen Schwangerschaft zu Missbildungen und Schädigungen führen kann.

    Über die Verwendung bei stillenden Müttern ist nichts bekannt. Aus prinzipiellen Überlegungen wird jedoch von der Verwendung bei dieser Patientengruppe abgeraten (Möglichkeit des Überganges der Substanz oder ihrer Abbauprodukte in die Muttermilch mit ungewisser Wirkung auf das Kind). Auch Alkohol geht über die Muttermilch auf das Kind über.

    Nebenwirkungen: Nebenwirkungen sind von einem Azetaldehydsyndrom abzugrenzen. Erstere treten auch ohne Alkoholrückfall auf, letzteres nicht. In Zweifelsfällen kann durch eine Alkoholbestimmung im Blut, Urin oder Atemluft zwischen beiden unterschieden werden.

    Als substanzeigene Nebenwirkungen treten Müdigkeit, unangenehmer Mund- oder Körpergeruch und Blutdruckabfall auf. Schweregefühl im Kopf und diffuse Oberbauchbeschwerden treten bei etwa 10 % der Patienten auf.

    Selten kommt es zu Anstiegen von Transaminasen oder alkalischer Phosphatase, zu Kopfschmerzen, Obstipation oder Diarrhoe.

    Ebenfalls selten treten Allergien, Polyneuropathien, Optikusneuropathien auf.


    Psychosen (Depressionen, Verwirrtheitszustände, maniforme Psychosen und paranoid-halluzinatorische Psychosen) kommen selten vor; sehr selten sind schwere Ataxien und Dysarthrien. Die letzteren Nebenwirkungen sprechen für eine Überdosierung.

    In Einzelfällen wurden im Zusammenhang mit der Antabus-Therapie schwere metabolische Störungen, wie Laktat-Azidose beschrieben, die meist mit akut auftretender Hyperventilation (Hyperpnoe), Übelkeit, Bauchschmerzen, Zyanose, Schwächegefühl, Müdigkeit, Somnolenz bis zur Bewusstlosigkeit einhergehen kann.

    Beim Auftreten solcher Symptome sollte an die Möglichkeit einer Laktat-Azidose gedacht und entsprechende Untersuchungen (Serum-Laktat-Spiegel, ggf. Blut-Gas-Analyse) eingeleitet werden.

    Besondere Vorsichtshinweise für den Gebrauch: Aus pharmakologischen Erwägungen ist bei Patienten mit extrapyramidal-motorischen Störungen eine Verschlechterung der Symptome möglich, dann sollte Antabus abgesetzt werden.

    Bei Patienten mit zerebralen Krampfanfällen (ausgenommen Alkoholentzugskrampfanfällen) ist zu berücksichtigen, dass Antabus die Krampfschwelle senken kann.

    Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Antabus führt zu einer Unverträglichkeit aller alkoholhaltigen Getränke, Speisen und Arzneimittel (ab einer aufgenommenen Menge von 3 g reinen Alkohols).

    Paraldehyd führt unter Antabus zu schweren Komplikationen (Azetaldehydsyndrom). Bei gleichzeitiger Gabe oraler Antidiabetika, vor allem aus der Gruppe der Biguanide, kann in Einzelfällen die Entstehung einer Laktat-Azidose begünstigt werden.

    Ebenso ist nicht auszuschließen, dass bestimmte Antibiotika und Antidiabetika die Antabus-Wirkung verstärken.

    Die Wirkung zahlreicher Arzneimittel, die in der Leber abgebaut werden, kann durch Antabus verlängert und verstärkt werden. Bekannt ist dies für Phenytoin, orale Antikoagulantien, Diazepam und Chlordiazepoxid.

    Die Kombination von Isoniazid und Antabus führt häufiger zu Psychosen als jede Substanz für sich. Auch die Kombination von Antabus und Metronidazol soll Psychosen verursachen können.

    Das Azetaldehydsyndrom wird durch gleichzeitig gegebene Antihistaminika, Neuroleptika (Phenothiazine und Thioxanthene) und Tranquillantien unvorhersehbar abgeschwächt oder aufgehoben.

    Warnhinweise: Jeder mit Antabus behandelte Patient muss eindringlich auf das Risiko des Alkoholgenusses unter der Substanz hingewiesen werden, wobei auch auf die Möglichkeit eines Todesfalles aufmerksam gemacht werden sollte. Vor allem muss der Patient auf die Gefahr eines vital bedrohlichen Azetaldehydsyndromes hingewiesen werden, wenn er nach einsetzender Reaktion weitertrinkt.

    Wichtigste Inkompatibilitäten: Schwermetalle und oxydierende Stoffe.

    Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben: Soweit nicht anders verordnet, werden, um einen schnellen Effekt zu erreichen, am 1. Tag 1 –3 Antabus 0,5 Dispergetten (0,5 – 1,5 g Disulfiram), am 2. Tag 1 –2 Antabus 0,5 Dispergetten (0,5 – 1,0 g Disulfiram) und am 3. Tag 1 Antabus 0,5 Dispergette verabreicht. Vom 4. Behandlungstag an wird im allgemeinen die Dosis auf 0,2 – 0,4 g Disulfiram pro Tag begrenzt. Hierfür stehen Antabus 0,1 Dispergetten zur Verfügung.

    Die Höchstdosis sollte jedoch 1 Antabus 0,5 Dispergette (0,5 g Disulfiram) pro Tag nicht überschreiten.

    Auch die Verabreichung von 2 – 4 Antabus 0,5 Dispergetten (1,0 – 2,0 g Disulfiram) wöchentlich unter ärztlicher Kontrolle ist wegen der langen Wirkungsdauer möglich.

    Art und Dauer der Anwendung: Man lässt die Tabletten in einem Glas Wasser zerfallen und nimmt die Dosis auf einmal ein. Antabus Dispergetten zeichnen sich durch schnelle Zerfallbarkeit aus. Die Einnahme kann morgens oder bei Auftreten von Müdigkeit abends erfolgen. Die Behandlung muss so lange fortgesetzt werden, bis Alkoholabstinenz auch ohne medikamentöse Unterstützung erwartet werden kann.

    Die Wirkung endet i. a. 1 – 4 Tage nach der letzten Einnahme, kann aber bei disponierten Patienten bis zu 14 Tage anhalten

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