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    Finanzplanung für Berufsanfänger

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin 30 Jahre alt und seit etwas mehr als 1 1/2 Jahren im Job. Im ersten Jahr habe ich sehr sparsam gelebt, keine Klamotten gekauft, bin nicht in Urlaub gefahren (auch weil es wegen Corona zu umständlich war) und habe auch sonst größtenteils auf Konsum verzichtet. Dieses Jahr bin ich dann allerdings in eine größere Wohnung (hatte vorher nur eine kleine Studentenwohnung) gezogen, habe neue Möbel sowie ein kleines gebrauchtes Auto gekauft. Schließlich habe ich mir einen Herzenswunsch erfüllt und mir ein Pferd gekauft. Dadurch habe ich mehr als die Hälfte meiner Ersparnisse aus den ersten 1 1/2 Jahren wieder ausgegeben, was für mich auch in Ordnung ist.

    Allerdings möchte ich in den nächsten Jahren weiterhin eher sparsam leben und die richtigen finanziellen Entscheidungen treffen. Die Wohnung und das Auto sind nicht besonders teuer - ich habe extra eine günstige Wohnung in einer nicht so tollen Lage gewählt und das Auto ist wirklich winzig. Das Pferd dagegen frisst schon enorme Kosten, zumal es auch schon einmal krank war und in Beritt steht. Aber ich möchte dem ganzen trotz der hohen Kosten eine Chance geben und schauen, wie es sich unter dem Reiter entwickelt und wie wir in den nächsten Monaten zurecht kommen.

    Nun ein paar Eckdaten zu meiner finanziellen Situation:

    Ich verdiene etwas mehr als 100k im Jahr bei einer 90%-Stelle (ich habe nun jeden zweiten Freitag frei). Meine Arbeitszeiten sind für die Branche (Kanzlei) in der ich arbeite relativ moderat (ca. 9:30 bis 20:00 Uhr). Ich bin recht zufrieden mit meinem Job, kann mir aber nicht vorstellen dort dauerhaft (mehr als 5 -6 Jahre) zu arbeiten. Zum einen fehlt mir die berufliche Perspektive, zum anderen geht mir die Fremdbestimmtheit etwas auf die Nerven. Aber für den Anfang ist es schon eine gute Basis. Und es sieht so aus, als ob die nächste große Gehaltserhöhung (+20k) für alle bald anstünde. Jedenfalls haben die meisten Wettbewerber ihre Gehälter um 20k erhöht :D

    Aufgrund meiner Nationalität ist Geld am Aktienmarkt anzulegen recht kompliziert (d.h. keine Bank in Deutschland ermöglicht es mir, ein Depot zu eröffnen). Ich werde mich aber demnächst an einen Experten wenden, um herauszufinden, wie ich es trotzdem angehen könnte.

    Insgesamt versuche ich so sparsam wie möglich zu leben, gebe weiterhin wenig Geld für Kleidung aus, trage alle meine täglichen Ausgaben in eine App ein und schaue wie ich meine Lebenshaltungskosten weiter senken könnten. Am ehesten ginge das sicherlich, wenn ich das Pferd verkaufe. Aber das habe ich erst einmal nicht vor, solange es mir Spaß macht und gut läuft.

    Eine Immobilie für den Eigenbedarf zu kaufen macht für mich gerade wenig Sinn. Dafür ist meine Lebenssituation noch nicht gefestigt genug. Ich möchte örtlich weiterhin flexibel bleiben und bin mit meinem Freund erst seit Anfang des Jahres zusammen. Wir wohnen auch noch nicht zusammen (vielleicht aber nächstes Jahr :)). In ferner Zukunft wäre ein Haus schon eine feine Sache. Aber bei den Immobilienpreisen wird das selbst bei meinem Gehalt nichts... Also jedenfalls nicht in Großstadtnähe.

    Habt ihr ein paar Finanztipps bzw. Spartipps für mich als Berufsanfängerin? Oder könnt ihr selbst berichten, welche eurer finanziellen Entscheidungen in jungen Jahren gute oder schlechte Entscheidungen waren? Ich möchte mir nicht in 10 Jahren vorwerfen zu viel Geld verschwendet zu haben und nicht das volle Potential ausgeschöpft zu haben.

    Freue mich auf euren Input :)

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Hallo Scarlett21,

    ohne genaue Zukunftswünsche (Immobilie, Kinder, künftige Arbeitszeit) kann man dir nur allgemeine Ratschläge geben. Ist deine Notreserve groß genug für sämtliche Widrigkeiten und hast du schon Versicherungen ?

    Haftpflicht sehe ich mal voraus, obwohl es tatsächlich Menschen gibt, die darauf verzichten. Wenn du kein Erbe und keine weiteren Zuwendungen zu erwarten hast, ist dein jährlicher Verdienst von 100.000 Euro beeindruckend, aber auch ein Klumpenrisiko = dein Hauptvermögenswert, der in Gefahr ist, wenn du den Verlust deiner Arbeitskraft nicht abgesichert hast. Als reiner Geistesarbeiter benötigst du eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die dir ein Einkommen von mindestens 2000 Euro im Monat sichert.

    Wenn du deinen Lebensstandard auch für den worst case gesichert hast, solltest du dein übriges Geld eisern sparen. Solange es nicht klar ist, ob du in den nächsten 10 Jahren eine Immobilie kaufst, macht eine Anlage in Wertpapiere nur begrenzt Sinn. Die Gefahr ist zu groß, dass dein Finanzpolster in Form von Wertpapieren im Crashfall statt 150000 Euro nur noch 75.000 Euro wert ist und die Finanzierung dann platzt. Erst musst du ausreichend liquides Vermögen ansparen, damit du für die kreditgebenden Banken auch ein vertrauenswürdiger Kunde bist. Die Eigenkapitalquote sollte jenseits der 20 Prozent der gewünschten Immobilie liegen.

    Falls sich deine Immobilienwünsche in Luft auflösen, wird es allerdings Zeit, das Vermögen in Richtung Wertpapiere umzuschichten. Denn nur damit schaffst du es soviel Rendite zu erwirtschaften, dass du dir dauerhaft die Immobilie mieten kannst, die der Eigentümer besitzt plus die Ausgaben für den sonstigen Lifestyle.

    Und nur damit wir es erwähnt haben, wenn aus dem Freund ein Ehepartner wird, dann solltest du prüfen, ob für dich der Standard-Zugewinn ausreichend ist. Der Gang zum Standesamt kostet nur sehr wenig Geld, eine Scheidung oft das Vermögen und ist deutlich teurer als jeder Börsencrash.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    ... Und nur damit wir es erwähnt haben, wenn aus dem Freund ein Ehepartner wird, dann solltest du prüfen, ob für dich der Standard-Zugewinn ausreichend ist. Der Gang zum Standesamt kostet nur sehr wenig Geld, eine Scheidung oft das Vermögen und ist deutlich teurer als jeder Börsencrash.
    Ich glaube fast, bezüglich dieses Themas ist Scarlett Fachfrau . Sie arbeitet in einer Kanzlei: Recht oder Steuern oder beides.

    Ansonsten schließe ich mich Nocturna an. Erstmal wegsparen, was geht. In der Zeit des Vermögensaufbaus überlegen, welche langfristen Ziele Du hast (evtl. Immobilie).

    Das Pferd würde ich auf gar keinen Fall aus Kostengründen abschaffen. Nicht alle Wünsche sollte man sich versagen. Ich schätze, auch mit dem teuren Hobby bleibt genug übrig.

    BU-Versicherung ist auch unbedingt zu empfehlen. Je jünger und gesünder, desto günstiger dürften die Prämien für Dich sein.
    Evtl. noch eine Hausratversicherung. Ich persönlich fühle mich seit Jahren wohler mit dem Gedanken, dass mich Feuer oder Wasserschaden finanziell nicht aus der Bahn werfen können. Es wäre doch schade, wenn die ersten angesparten z. B. 50.000 Flocken deswegen futsch wären.

    Ansonsten ist nicht verkehrt, die nächste Zeit auf niedrigem Level, fast wie zu Studentenzeiten, weiter zu leben. Damit hast Du ja überhaupt kein Problem, also: weiter so !

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Ich glaube fast, bezüglich dieses Themas ist Scarlett Fachfrau . Sie arbeitet in einer Kanzlei: Recht oder Steuern oder beides.
    Und warum sollte sie sich dann mit Geldanlagen auskennen ?
    Be yourself no matter what they say (Sting).

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Und warum sollte sie sich dann mit Geldanlagen auskennen ?
    Ging es nicht eher um das Thema Zugewinn und teure Scheidung? Das regelt man vertraglich, wenn die gesetzliche Zugewinngemeinschaft nicht taugt.

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Ging es nicht eher um das Thema Zugewinn und teure Scheidung? Das regelt man vertraglich, wenn die gesetzliche Zugewinngemeinschaft nicht taugt.
    Der Strangtitel lautet "Finanzplanung für Berufsanfänger".
    Be yourself no matter what they say (Sting).

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Der Strangtitel lautet "Finanzplanung für Berufsanfänger".
    Du hast aber schon gesehen, dass ich mich auf ein ganz bestimmtes Zitat von Nocturna bezogen habe??? Bezüglich des Themas Zugewinn und teure Scheidung??? Wenn überhaupt hätten wir beide nach Deiner Meinung am Thema vorbei geschrieben. Was wir aber nicht haben.


    Zum Strangtitel habe ich btw auch was geschrieben, falls Du das gelesen haben solltest. Zufrieden?
    Geändert von schubidu (09.10.2021 um 08:15 Uhr)

  8. Moderation

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Hi Scarlett,


    Ein paar Gedanken:

    Paß auf, daß dir vor "sparsam leben" nicht passiert, daß du von Makkaroni lebst, und dann unbegrenzte Summen in ein Hobby haust, denn "ich bin ja sonst immer so sparsam". (Ist mir passiert.) "Sparen" ist nicht "sich kasteien", es ist kein Selbstzweck, sondern es ist dafür da, daß man, wenn es zwei Sachen gibt, wo das Geld hinkönnte, es dahin tut, wo man mehr davon hat (also mehr von dem kriegt, was einem Geld im Leben kaufen kann): Sicherheit, Bequemlichkeit, Möglichkeiten, Spaß, Ansehen, übernommener Verantwortung gerecht werden...

    Wichtig ist, daß Jahr für Jahr die Einnahmen höher sind als die Ausgaben. Dann kann das Geld gar nicht anders, als sich anzusammeln.

    Von dieser Grundbedingung aus kannst du einen Plan machen. Wie viel Geld willst du in welchem Alter haben? Oder, wann willst du deine ersten 100T in der Hinterhand haben? So ergibt sich, um *wieviel* deine Einahmen die Ausgaben übersteigen müssen. Betrachte das nicht nur in Monats- oder Jahreszyklen. Es gibt Sachen, die kommen alle 10 Jahre mal und sind teuer, und man denkt sich "das war jetzt ein Ausreißer", aber es kann locker zehn verschiedene Sachen geben, die sich so verhalten, und manchmal kommen sie im Rudel. Erfolgreiches Sparen heißt auch, keine Schulden machen zu müssen (die sind teuer!), also ist das Erzeugen von Rücklagen für "geplante Ausgaben" und für "irgendwas ist immer" der erste Schritt, und das Geld gehört in Tagesgeld, damit es tun kann, was man vom ihm braucht.

    Dann die Absicherung gegen die "dicken Dinger". Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, kostspieliger Beziehungsärger, Kinder... Bei einem sehr guten Einkommen kannst du diese Risiken schon allein dadurch weitgehend absichern, daß du eine Sparquote von 1/3 deines Nettos hältst. Das heißt nämlich, daß sich dein Netto um 1/3 reduzieren kann, und du noch nicht mal an's Ersparte mußt. Und natürlich ergibt eine so hohe Sparquote bei einem hohen Einkommen ratzfatz ein Vermögen, wenn kein dickes Ding dazwischenkommt.
    Manche "dicken Dinger" solltest du versichern. Der Klassiker ist Berufsunfähigkeit.

    Tipp #1: Versichere nur Risiken, die du nicht selber tragen kannst.

    Wenn die Sparquote bekannt ist, und der Notgroschen auf dem Tagesgeld, kommt die Frage, "wie anlegen". Das scheint bei dir komplex zu sein, und es ist hoffentlich brauchbar, da mit einem Experten zu sprechen.

    Tipp #2: Höre dem Experten zu, mach dir Notizen, unterschreib nichts, und denke zuhause darüber nach, was er gesagt hat, bis du alles darin verstanden hast. Treffe erst dann deine Entscheidung.

    Viele Experten sind Verkäufer, deren Loyalität ihrem Portemonnaie und ihrem Arbeitgeber gilt -- nicht dir. Ein Experte, der dir mit irgend etwas Angst macht (dem Finanzamt, der "ablaufenden Gelegenheit", der bevorstehenden Umwertung aller Werte, ...) ist mit besonderer Vorsicht zu genießen, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber.

    Wenn du sicher bist, daß ein Immobilienkauf in deiner Zukunft steht, und nicht sicher bist, daß die Zinsen bis dahin so niedrig bleiben, denke über einen Bausparvertrag nach. Das ist eine Wette auf/Absicherung gegen steigende Bauzinsen, und zur Erhöhung des Eigenkapitals, aber es sind sehr komplexe Produkte. Sorgfältig rechnen.

    Tipp #3: Verausgabe dich nicht auf der Jagd nach der "besten" Lösung.

    Es gibt keine "beste" Lösung, abgerechnet wird zum Schluß, und selbst dann wirst du nicht wissen, ob es die beste Lösung war. Eine Lösung, die "gut genug" ist, reicht. Aus der Ruhe kommt die Kraft, und du willst nicht der Esel sein, der zwischen zwei Heuhaufen verhungert, weil er nicht entscheiden kann, welches der bessere ist.

    Leben ist, was stattfindet, während man damit beschäftigt ist, andere Pläne zu machen. Du hast deine Sparqouote, du hast deine Rücklagen für geplanten Ausgaben, du hast deinen Notgroschen, du hast Anlagen, die für dich sinnvoll und streßfrei sind? Gut genug.

    Tipp #4: Mache einen Ausgabenplan und budgetiere für die guten Dinge im Leben.

    Du willst ein Pferd haben, weil Pferde toll sind? Dann hab ein Pferd. Es kostet soundsoviel tausend im Jahr? Andere gehen segeln oder kaufen Immobilien. Solange du das Geld hast und deine Spar- und Anlagepläne einhältst, kannst du dir ein teures Hobby leisten.

    Man kann nicht mit dem Leben wareten, bis man in den Ruhestand geht. Geld wächst nach. Zeit nicht.

    Tipp #5: Wie immer du anlegst, diversifiziere.

    Vergiß dabei nicht deine Arbeitskraft. Mit 30 und ohne großes Vermögen ist die dein Klumpenrisiko, mehr als jede Immobilie.

    Tipp #6: Lerne zu erkennen, wann du dir etwas schönrechnest.

    --

    Meine besten Entscheidungen:
    - In eine finanziell sichere Familie geboren zu sein.
    - Talente zu haben, die in sichere und gut bezahlte Berufe mit anständigen Arbeitsbedingungen führen.
    - Diese Talente mehr zu pflegen als die "brotlosen".
    - Nachdem mich das Gefühl, "ja so viel Geld zu haben" in die Irre geführt hatte, rechtzeitig aufzuwachen und die Situation als lösbar zu betrachten, und sie zu lösen.
    - Finanzkrisen gelassen auszusitzen.
    - Eine Methode zu entwickeln, nach der ich vorher weiß, wie ich auf ein Mehr oder Weniger an Geld reagiere.
    - Kürzlich auf 70% Stunden reduziert zu haben, weil ich es kann.
    Was alle anderen (Anlage-) Entscheidungen betrifft: Abgerechnet wird zum Schluß, und Schluß ist noch nicht.

    Meine dümmsten Entscheidungen und Aktionen:
    - Mir die Butter nicht aufs Brot zu gönnen, und derweil planlos mittlere dreistellige Beträge für Comics, Sammelkarten, Videos, Reisen, Parties, ... auszugeben.
    - Anzunehmen, daß das Zeug, was ich mir kaufte, weil ich es haben wollte, problemlos und mit Gewinn weiterzuverkaufen sein würde, wenn ich es nicht mehr haben wollte oder Geld brauchte
    - Mitten in der Finanzkrise 2000/2001 Aktien zu verkaufen, um keinen Fahrzeugkredit aufnehmen zu müssen. (Zu wenig Geld flüssig, und nicht überblickt, daß der Kredit ein Ende gehabt hätte, während der entgangene Kursgewinn nie aufhören wird).
    Geändert von wildwusel (12.10.2021 um 23:45 Uhr) Grund: Copypaste-Fehler repariert.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    Grinsen AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Ihr Lieben,

    vielen Dank für eure hilfreichen Anmerkungen. Ich war in den letzten Tagen leider ein wenig krank und melde mich deshalb jetzt erst zurück.

    Also Thema BU: Das Versorgungswerk zahlt bei Berufsunfähigkeit eine lebenslange BU-Rente. Ich meine, die wäre rund 2000€ monatlich. Müsste ich mir mal ausrechnen lassen, die Formel dazu ist recht kompliziert. Allerdings muss man seine Zulassung abgeben und sie wird erst ab nahezu vollständiger Berufsunfähigkeit gezahlt. Privat habe ich eine weitere BU-Versicherung abgeschlossen. Ist nicht die beste Versicherung, aber besser als gar nichts. Die würde noch einmal rund 1250€ monatlich zahlen. Dafür zahle ich 60€ im Monat. Zudem ist sie kombiniert mit einer Rentenversicherung, bei der ich rund 100€ einzahle. Falls ich berufsunfähig werden sollte, würde in diese Rentenversicherung weiterhin eingezahlt werden bis zum Renteneintrittsalter und ich würde Summe x erhalten. Damit soll ich bei Berufsunfähigkeit im Rentenalter ein wenig mehr abgesichert sein. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Aber leider ist es mir aufgrund der Gesundheitsfragen momentan nicht möglich eine andere BU-Versicherung abzuschließen. In zwei, drei Jahren könnte ich aber ggf. wechseln.

    Zum Thema Investieren an der Börse: Es brennt mir regelrecht unter den Nägeln, endlich anfangen zu können. Würde sehr gerne einen ETF-Sparplan mit 1000-2000€ im Monat besparen. Aber erst muss ich eine Bank finden, bei der ich ein Depot eröffnen kann (bislang habe ich nichts gefunden). Und ich müsste mich steuerlich beraten lassen. Ich habe in dem Zusammenhang mal gehört, dass ETF für US-steuerpflichtige Personen sehr ungünstig seien. Aber das ist nur gefährliches Halbwissen.


    Ein bisschen Gold habe ich gekauft, weil mir sonst nichts einfiel Kann ja nicht schaden...

    Zusammenziehen wäre sicherlich auch ganz hilfreich. Aber mal sehen - wäre eher was für nächstes Jahr und Umzüge sind immer ganz schön teuer.

    Zum Thema Erbe: Als Einzelkind mit wohlhabenden Eltern könnte ich durchaus eine nette Summe erben (ggf. sogar siebenstellig). Aber natürlich möchte ich lieber, dass meine Eltern lange und gesund leben. Zudem weiß man nie, ob das Vermögen nicht durch Kosten für Pflege bzw. unkluge Finanzentscheidungen aufgebraucht wird. Daher klammere ich das Thema erst einmal aus.

    Ansonsten überlege ich, ob ich zur privaten Krankenversicherung wechseln soll... Es gibt wohl einige Versicherungsgesellschaften, die mich nehmen würden. Was meint ihr dazu?

    Immobilien sind mir im Moment zu überteuert. Ich könnte mir schon gut vorstellen, dass wir uns zurzeit in einer Blase befinden. Aber gut, das lässt sich nie vorhersagen. Vielleicht werden Immobilien auch in den nächsten 10 Jahren immer teurer... Eine Idee, die meine Eltern haben, ist, jetzt ggf. ein Grundstück in Deutschland zu kaufen, auf dem man in den nächsten Jahren ein schönes Einfamilienhaus setzen könnte. Das müsste natürlich groß genug sein, damit sie bei ihren Besuchen nach Deutschland vorübergehend auch dort wohnen können. Jetzt müssen sie sich immer für ein, zwei Monate eine Wohnung mieten, was ganz schön teuer ist. Aber das ist nur eine Idee...

    Liebe Grüße

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    AW: Finanzplanung für Berufsanfänger

    Zitat Zitat von Scarlett21 Beitrag anzeigen

    Zum Thema Investieren an der Börse: Es brennt mir regelrecht unter den Nägeln, endlich anfangen zu können. Würde sehr gerne einen ETF-Sparplan mit 1000-2000€ im Monat besparen. Aber erst muss ich eine Bank finden, bei der ich ein Depot eröffnen kann (bislang habe ich nichts gefunden). Und ich müsste mich steuerlich beraten lassen. Ich habe in dem Zusammenhang mal gehört, dass ETF für US-steuerpflichtige Personen sehr ungünstig seien. Aber das ist nur gefährliches Halbwissen.
    Bist du US-Bürgerin mit Wohnsitz in Deutschland? Dann wird es tatsächlich schwierig mit einem Depot und einem ETF-Sparplan. Hintergrund ist wohl das FACTA-Abkommen, das den meisten deutschen Banken zuviel Aufwand ist. Es scheint auch richtig zu sein, dass du nicht in deutsche ETFs anlegen kannst, weil die nicht den Regeln des amerikanischens Fiskus entsprechen. Ich habe hier von einem Workaround gelesen, dass ETFs mit einer ISIN USxxxx beginnen vielleicht funktionieren könnten. Wusstest du, dass du eine amerikanische Steuererklärung machen musst?
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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