Stimmt. Andererseits: Es ist ja nicht geplant, dass einer wegen Kindern dauerhabt (also länger als Elternzeit) zu Hause bleibt. Mit genauen Zahlen müssen wir das mal durchrechnen, da hast Du Recht (ist ja dann auch eine andere Steuerklasse, z.B.).
Nicht grundsätzlich, aber wenn man so alt (dann deutlich ü40) erst finanziert? Ich würde mir, gerade dann, wenn Niedrigzinsen herrschen, schon sicher sein wollen, dass wir keine Anschlussfinanzierung brauchen, bei der dann eventuell die Zinssätze deutlich gestiegen sind.Und dann frage ich mich noch, warum man deiner Meinung nach ca. 50% Eigenkapital haben sollte, bevor man sich um eine Finanzierung kümmert?
ja, wenn es eine Weile leer steht oder sonst was passiert.
Auch eine Möglichkeit, das stimmt.
Oder ihr investiert das Geld klug und zahlt das Haus, wenn Ihr es braucht, bar.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 154
Thema: Haus ersparen -für später?
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28.03.2021, 19:50Inaktiver User
AW: Haus ersparen -für später?
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28.03.2021, 19:56
AW: Haus ersparen -für später?
"Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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28.03.2021, 20:22Inaktiver User
AW: Haus ersparen -für später?
Ich bin von 10%, also 50k, Kaufnebenkosten ausgegangen.
Bedeutet, bei einem Kaufpreis von 500k und EK von 200k fehlen noch 350k, die finanziert werden müssten. Wir hätten also ca. 36% EK.
Erscheint mir nun nicht übertrieben viel, zumal ich davon ausgehe, dass die Preise in Rhein-Main erstmal weitersteigen werden, die 500k Kaufpreis sind also eher niedrig angesetzt.
Anders sähe es natürlich bei einem Haus in einer günstigen Gegend aus, da würde ich dann eher gar nicht finanzieren und das Haus wirklich ersparen.
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28.03.2021, 21:04
AW: Haus ersparen -für später?
Ad 1: Status-Aspekte und Geldanlage bzw. Altersvorsorge vermische ich für meinen Teil jedenfalls nicht miteinander. Eine selbst genutzte Immobilie kann aber eine Mischung aus Lifestyle, Konsum, Lebensqualität und Altersvorsorge sein. Betonung liegt auf kann - also wenn beispielsweise die Lage, die Finanzierung, die Rahmenbedingungen usw. stimmen ...
Ad 2: Kompliment, das ist eine ganze Menge Geld - wenn man an die durchschnittlichen monatlichen Sparquoten denkt
Ad 3: Da ich aus dieser Gegend komme: Das sind hier (leider) ganz normale Preise - in Großstädten innerhalb unseres Ballungsgebietes (Beispiel Frankfurt) kann man auch 1,0 Mio oder mehr für eine DHH oder ein Reihenhaus ausgeben.
Ad 4: Verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Ab ca. 20-30% EK auf die Gesamtkosten (also KP inkl. aller NK) verbessern sich die Zins-Konditionen der Banken in aller Regel nur noch marginal oder gar nicht mehr ! Stichwort: Beleihungsauslauf. Dazu kommt: In 10 Jahren könnte auch das ins Auge gefasste Haus 700 oder 800 tsd. kosten. Wer weiß das schon. Dann müßtest Du weiter "hinterhersparen". Ein weiterer Aspekt: Mit zunehmendem Alter kann auch die Finanzierung u. U. komplizierter werden, also wenn das Darlehens bis in den Ruhestand/Rentnerzeit hineinreicht. Stichwort: EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, Kreditwürdigkeitsprüfung und Kapitaldienstfähigkeit.
Ad 5: Übrigens kann Vermietung etwas/ziemlich Arbeit bereiten und zu einer Art unternehmerischen Tätigkeit werden.
Ad 6: Willst Du - ausgerechnet im Alter - in einer Gegend leben, wo Häuser billiger sind ? Vermutlich, weil strukturschwach, weil Infrastruktur fehlt, Nahverkehr schwach ist usw.
Noch einige ganz generelle Anmerkungen
1. In meinem Umfeld ist es eher umgekehrt. Die Menschen geben im Alter/im Ruhestand ihre Häuser auf, weil zu groß geworden, Treppen im Haus, zu großer Garten (Aufwand für Gartenpflege) usw. und suchen sich eine bequeme und pflegeleichte, barrierefreie Stadtwohnung mit Balkon/Terrasse, Lift, Tief-Garagenplatz, Arzt und Apotheke, Theater und Kino, Geschäfte usw. in unmittelbarer Nähe ...?!
2. Bei einer so hohen Sparquote gibt es viele gute Möglichkeiten der Geldanlage. Will man aber jetzt noch 10 Jahre sparen und warten, müßte man wohl auf renditeträchtige - aber auch schwankungsanfällige - Anlagen verzichten, da man die Summe fix und sicher zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar haben will/muß (Immobilienkauf). Sicher und erfolglos spart man dann via Tagesgeld beispielsweise gegen die Inflation an und eventuell noch dazu hinter (weiter) steigende Immobilienpreise her.
3. Würde ich in diese Zeiten unbedingt Wohneigentum haben wollen, würde ich eher versuchen in absehbarer Zeit zuschlagen (wenn die Rahmenbedingungen passen und ich ein Objekt finde) und dies dann eben möglichst solide finanzieren (lange Zinsfestschreibung, relativ hohe Anfangstilgung, möglichst den Kredit getilgt mit Eintritt in den Ruhestand usw.). Wohnen ist aber niemals kostenfrei - im lastenfreien Eigenheim spart man nur die Miete (immerhin), aber Nebenkosten, Reparaturen, Instandhaltungen usw. bleiben natürlich an einem hängen.
4. Eine Immobilie bleibt für Otto Normalverbraucher - rein finanztechnisch gesehen - in aller Regel ein gewisses Klumpenrisiko. Was sich nichtsdestotrotz lohnen und funktionieren kann.
5. Eventuell wäre ja auch eine etwas kleinere (preisgünstigere) Immobilie (Beispiel ETW) in einer gut vermietbaren Lage eine Kompromisslösung. Das könntet ihr relativ zeitnah realisieren, der Mieteingang hilft die Annuität zu bedienen - und später könnte man immer noch an eine Eigennutzung denken oder die ETW verkaufen, um ein anderes Objekt zu erwerben.
Vielleicht ist ja ein hilfreicher Gedanke für Dich dabei.Geändert von kurant (28.03.2021 um 21:29 Uhr)
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28.03.2021, 21:29Inaktiver User
AW: Haus ersparen -für später?
Das sind bei uns etwa 20-30% des Nettoeinkommens.
Wir waren vor einem Jahr schonmal unverbindlich bei der Bank. Meine Befürchtung ist: Wir nehmen einen Kredit auf für 400000 auf 15 Jahre für sehr niedrige Zinsen. 15 Jahre später haben sich die Kreditzinsen verdreifacht, und die Finanzierung der Restsumme bricht uns das Genick.Ad 4: Verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Ab ca. 20-30% EK auf die Gesamtkosten (also KP inkl. aller NK) verbessern sich die Zins-Konditionen der Banken in aller Regel nur noch marginal oder gar nicht mehr ! Stichwort: Beleihungsauslauf. Dazu kommt: In 10 Jahren könnte auch das ins Auge gefasste Haus 700 oder 800 tsd. kosten. Wer weiß das schon. Dann müßtest Du weiter "hinterhersparen". Ein weiterer Aspekt: Mit zunehmendem Alter kann auch die Finanzierung u. U. komplizierter werden, also wenn das Darlehens bis in den Ruhestand/Rentnerzeit hineinreicht. Stichwort: EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, Kreditwürdigkeitsprüfung und Kapitaldienstfähigkeit.
Wir würden es riskieren. Allerdings gibt es in meiner Familie seit Generationen Vermieterfahrungen.Ad 5: Übrigens kann Vermietung etwas/ziemlich Arbeit bereiten und zu einer Art unternehmerischen Tätigkeit werden.
Ad 6: Willst Du - ausgerechnet im Alter - in einer Gegend leben, wo Häuser billiger sind ? Vermutlich, weil strukturschwach, weil Infrastruktur fehlt, Nahverkehr schwach ist usw.
"strukturschwach" ist die Gegend auf gar keinen Fall. Wir reden schon von "Kleinstadt", nicht von " Dorf".
Da wäre eben der Gedanke: Wenn das Haus so günstig ist und die Sparquote entsprechend hoch, kann man das behindertengerecht umbauen. Ich habe ziemlich viel Ahnung davon, was man für behindertengerechtes Wohnen braucht (lange Geschichte...), es wäre also zumindest klar, was nötig ist.1. In meinem Umfeld ist es eher umgekehrt. Die Menschen geben im Alter/im Ruhestand ihre Häuser auf, weil zu groß geworden, Treppen im Haus, zu großer Garten (Aufwand für Gartenpflege) usw. und suchen sich eine bequeme und pflegeleichte, barrierefreie Stadtwohnung mit Balkon/Terrasse, Lift, Tief-Garagenplatz, Arzt und Apotheke, Theater und Kino, Geschäfte usw. in unmittelbarer Nähe ...?!
2. Bei einer so hohen Sparquote gibt es viele gute Möglichkeiten der Geldanlage. Will man aber jetzt noch 10 Jahre sparen und warten, müßte man wohl auf renditeträchtige - aber auch schwankungsanfällige - Anlagen verzichten, da man die Summe fix und sicher zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar haben will/muß (Immobilienkauf). Sicher und erfolglos spart man dann via Tagesgeld beispielsweise gegen die Inflation an und eventuell noch dazu hinter (weiter) steigende Immobilienpreise her.
Wir gehen ein bisschen in Aktien, da wir aber auf jeden Fall ethisch sparen wollen, gestaltet sich das als kompliziert, weil das auf Einzelaktien rausläuft, und an dem Punkt ist es wirklich riskant. Da scheinen uns Immobilien weniger riskant.
Das ist das Problem: Unsere Hausbank sagt, dass sie über maximal 20 Jahre die Zinsen festschreiben, und wir bräuchten 30, jedenfalls hier. Und wenn es sowieso auf "nicht hier" hinausläuft, können wir auch 5 Jahre länger schlagen und sind dann die Bank los.3. Würde ich in diese Zeiten unbedingt Wohneigentum haben wollen, würde ich eher versuchen in absehbarer Zeit zuschlagen (wenn die Rahmenbedingungen passen und ich ein Objekt finde) und dies dann eben möglichst solide finanzieren (lange Zinsfestschreibung, relativ hohe Anfangstilgung, möglichst den Kredit getilgt mit Eintritt in den Ruhestand usw.). Wohnen ist aber niemals kostenfrei - im lastenfreien Eigenheim spart man nur die Miete (immerhin), aber Nebenkosten, Reparaturen, Instandhaltungen usw. bleiben natürlich an einem hängen.
Vielleicht ist ja ein hilfreicher Gedanke für Dich dabei
Ich habe den Beitrag gern gelesen, vielen dank!
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28.03.2021, 21:54
AW: Haus ersparen -für später?
Ad 1: Das ist stattlich - die durchschnittliche Sparquote liegt m. W. bei 10%
Ad 2: Dir ist aber schon klar, daß wenn Du 15 Jahre lang den Kredit bedienst und mit einer soliden Anfangstilgung von z. B. 3 oder 4% startest, Du dann nur noch mit einer viel geringeren Summe im sog. "Zinsänderungsrisiko" bei Ablauf der Zinsbindungsfrist bist ? Zudem kannst Du bei Deiner Sparquote zwischendurch eventuell Sondertilgungen vornehmen (wirkt wie ein Tilgungsturbo). Nur meine persönliche Meinung: So ver- präziser überschuldet wie viele Staaten sind, hätten wir bei einer "Verdreifachung des Zinsniveaus" ganz andere Probleme ... Das werden die Notenbanken mit aller Macht zu verhindern versuchen. Eine Glaskugel habe ich aber natürlich auch nicht
Ad 3: Diese Erfahrungen sind ja schon mal sehr gut und positiv bei so einem Vorhaben
Ad 4: Kleinstadt ist viel besser als Dorf
Ad 5: Geldanlage in diesen Zeiten ist eh schon anspruchsvoll - wenn dann auch noch ethische Kautelen hinzukommen ... Immobilien sind auch nach meiner Erfahrungen übrigens einen Tick weniger riskant als Aktien. Aber wirklich auch nur einen Tick.
Ad 6: Manche Banken insbesondere auch Assekuranzen bieten auch Zinsfestschreibungen über 20 oder mehr Jahre an. Diverse Banken auch sog. Volltilger-Darlehen mit Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit von z. B. 15 Jahren (die Annuität ist dann halt aufgrund des hohen Tilgungsanteils recht hoch, dafür der Zinssatz für das Darlehen sehr günstig, da nur ein geringes Risiko für die Bank). Neben allein nur der Hausbank würde ich da auch mal an Vermittler wie Interhyp, Dr. Klein, DTW usw. denken. Gute Seiten im Internet für einen ersten Überblick (Immobiliendarlehen, Konditionen usw.) ist z. B. die vom Max Herbst (FMH oder so ähnlich)
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29.03.2021, 00:04Inaktiver User
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29.03.2021, 00:05
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29.03.2021, 01:27
AW: Haus ersparen -für später?
Der hier? Ich versuchs nochmal....
Gut getarnt.
Und ganz abgesehen davon heißt es, daß man finanziell sehr gepflegt dasteht -- vor allem, wenn man im Experiment erwiesen hat, daß man nicht nur theoreisch, sondern tatsächlich so viel Geld auf die hohe Kante baggern kann.
Das gibt's nur ein Problem: Wenn ihr das Geld für ein Haus zurückhalten wollt, das ihr vielleicht gar nicht wollt, müßt ihr es eigentlich sicher (wenn auch nicht hochverfübgar) anlegen. Und das frißt sich in die mögliche Rendite, was sich über die Jahre potenziert.
Das ist inhärent eine Geldanlagefrage. Ist eine vermietete Immobilie für euch eine Geldanlage, die zu eurem Leben paßt?
Wenn ich mal ein Best-Case-Szenario überschlage
- Kaufpreis plus Nebenkosten 300T;
- Zinsen 1%;
- Mietrendite (brutto) 5%;
- 2% des Wertes jährlich zum Werterhalt (ihr wollt da ja irgenwann wohnen)
- alle läuft total nach Plan
sollte die Miete
- eine Tilgung von 3,5% finanzieren,
- so daß ihr nach 25 Jahren abbezahlt habt, wenn ihr nur die Miete reinschiebt.
Optimistische Grundannahmen, und sehr Pi mal Daumen, aber: Im Rahmen des Denkbaren.
Wenn ihr derweil weiterhin 12-24T im Jahr sonstwie zurücklegt, könnt ihr auch Krisen überstehen und habt eine gute Chance, in 30 Jahren sehr solide dazustehen.
Wenn man etwas so sehr will, daß man bereit ist, den Preis dafür zu bezahlen -- in Geld, Arbeit, Nerven, Verzicht -- erhöht das die Wahrscheinlichkeit, daß man es kriegt, wesentlich.
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Was ich machen würde: Das Geld sparen, renditestark und aufwandsarm und wenn das Leben ohne große Krisen und Zusammenbrüche verläuft, in 30 Jahren auf 1,25 Mio sitzen, zufrieden grinsen, und auf der Basis der dann bestehenden Situation entscheiden, wie dieses Geld mich am glücklichsten machen kann.
Aber das ist einfach Geschmackssache.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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29.03.2021, 01:32
AW: Haus ersparen -für später?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **



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