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  1. Inaktiver User

    AW: Haus ersparen -für später?

    Ich frage mich, ob in einer realen Konversation auch so sehr nach Unexaktheiten in der Formulierung gesucht würde....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Beiden sind 25 und 26 Jahre alt und seit 8 Jahren zusammen. Beratung gibt es über die Bank und freie Finanzberatung, wenn man sich da mal unterschiedliche Vorschläge holt, bekommt man ja auch ein Gefühl dafür. Es gibt auch "grüne" Banken, ich würde einfach mal Tante Google bemühen. Wichtig ist eben, dass ihr für Euch ein paar Überlegungen anstellt. Also Beispielsweise die von Dir genannte ethische Geldanlage, welche Summe ist minimum übrig, wie risikofreudig ist man, wieviel eigene Arbeit will man reinstecken und käme auch eine Anlage als Mietobjekt in Frage.Man verpflichtet sich ja auch nicht, dann unbedingt ein Haus zu kaufen, oder diese Summe auf Jahrzehnte zurückzulegen.
    Da hast Du wohl Recht. Wobei "Mietobjekt" nun auch erst mit EK geht, und da stellt sich ja durchaus die Frage, wie genau man das erspart.

    "5 Jahre Sparstrumpf" werden wohl keinen umbringen.

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    AW: Haus ersparen -für später?

    Hallo Mrs. Bingley,

    falls es noch Interesse an Erfahrungsberichten gibt: mein Mann und ich waren vor einigen Jahren in einer ähnlichen Lebenssituation wie du und dein Mann - relativ hohe Sparrate, Unklarheit über den langfristigen Wohnort, Unklarheit ob es mit Kindern klappt. Allerdings war für uns klar, dass wir langfristig in einem Eigenheim wohnen wollen. Wir haben auch „einfach nur“ per Sparkonto gespart, da wir unser Geld nicht langfristig binden wollten, auch wenn mit einer anderen Anlage sicherlich mehr Rendite möglich gewesen wäre.
    Letztendlich hat sich für uns das bestätigt, was hier auch viele schreiben - das Leben ist nicht planbar. Mit Kindern hat es geklappt und auch mit einem Jobwechsel in eine Region, die ich zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht auf dem Zettel hatte. Als „hier“ unsere Traumimmobilie plötzlich zum Verkauf stand, hatten wir trotz geringer Rendite ein gutes Polster, so dass wir diese unproblematisch und ohne viel Rechnerei kaufen konnten.
    Für uns war es also gut, das Geld möglichst flexibel zu haben und die Jahre „Sparstrumpf“ haben uns nicht weh getan.

    Alles Gute
    jucy

  3. gesperrt

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    AW: Haus ersparen -für später?

    Hier geht es ja immer noch weiter und weiter, wie ich eben gesehen habe. Könnte irgendwann in einer Sackgasse und/oder Entscheidungshemmung landen ... Man kann aus einer eher einfachen Finanzfrage natürlich auch eine kleine Wissenschaft samt ganz grundsätzlichen sozialen, moralischen, ethischen, konsumtechnischen usw. Fragen machen ... Ganz nach der eigenen Facon. Why not. Nur: Ob das was bringt und man so seinem Ziel (als "Rentner im eigenen Haus") effizient näher kommt ? Wie auch immer ...

    Einerseits: Pläne sollte man generell machen und haben - erst recht wenn es dabei um die privaten Finanzen geht (ob nun zum Thema "Wohnsituation" sprich Wohneigentum, beim Aufbau der Altersvorsorge, bei der Ruhestandsplanung etc.). Dazu gehören übrigens auch Durchblick und Transparenz bei den Zahlungsströmen (schon mal über längere Zeit ein Haushaltsbuch geführt beispielsweise ? - heutzutage gibt es da bestimmt auch eine App).

    Andererseits: Wie schon gesagt, kenne zig Leute mit den tollsten Finanzplänen (über 30, 40 oder noch mehr Jahre) denen dann schlicht und einfach "das Leben dazwischengekommen" ist (Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unfall, Berufsunfähigkeit, Änderungen in der Familienplanung usw.). Was einen nicht von Planungen abhalten darf - man sollte es nur auch "auf dem Schirm" haben.

    Es wird - wie nicht selten - eh nicht die eine und optimale Lösung für diesen Fall geben. Jede Vorgehensweise (zumal in dieser etwas unsicheren Situation; Stichwort: Familienplanung oder Wohnort - um nur zwei Faktoren zu nennen) hat eben spezifische Vor- und Nachteile.

    Im Prinzip sehe ich nur folgende Vorgehensweisen:

    1. Erstmal munter drauflos sparen (und sich übrigens auch weiter zum Thema Finanzen informieren !). Das ist generell gut (Aufbau einer Rücklage, Aufbau Eigenkapital für die Option vermietete kleine Wohnung etc.). Zudem wird nach 2-3 Jahren klar, ob man auch wirklich regelmäßig und dauerhaft eine so hohe Sparquote schafft. Zudem bleibt man zunächst noch völlig flexibel und kann auch auf einfache und sichere Produkte setzen (wobei "sicher" m. E. heute immer relativ ist; und sicher zudem dann nur bedeutet, mit Sicherheit weniger als die Inflationsrate an Rendite zu erzielen. Aber das ist dann eben so - würde ich als "Preis für die hohe Flexibilität" und die relativ "hohe Sicherheit" definieren und dann auch so sehen).

    Vielleicht als Idee für diese Zeit: Man könnte auch mal nur ein virtuelles Depot ("Spielgeld") unterhalten bzw. anlegen, um zu sehen wie sich solche Schwankungen z. B. an den Börsen für einen selbst anfühlen - ohne dabei gleich "echtes" Geld zu riskieren und möglicherweise zu verlieren - die Gewinne sind dann natürlich auch nur virtuell (da gibt es heute sicherlich auch technische Möglichkeiten sowas quasi spielerisch zu simulieren).

    2. Wenn man dann nach einigen Jahren mehr weiß (zum Thema Geldanlage, zu seiner realistischen dauerhaften Sparquote, vielleicht auch zur Familienplanung, zum dauerhaften Wohnort usw. aber auch zur eigenen Risikoneigung siehe z. B. das virtuelle Depot) könnte/sollte man m. E. etwas strategischer und u. U. diversifizierter vorgehen - muß es aber natürlich nicht. Trotzdem würde ich dann in absehbarer Zeit sozusagen die Weiche endgültig stellen:

    Auf Gleis 1 bleiben: Die völlig simple Methode, es wird einfach so weitergespart. Vorteile: Sehr hohe Flexibilität, sehr liquide (bei Mischung aus Tages- und Festgeld), relativ hohe Sicherheit usw. Nachteile: Rendite wohl lange oder gar dauerhaft unterhalb der Inflationsrate, bei Erreichen der 100 tds. Eurogrenze bzw. bei Ehepaaren wohl 200 tsd. wären jeweils weitere Konten nötig (Stichwort: Einlagensicherung), eventuell Kollision mit der zunehmenden Zahl von Banken mit Negativzinsen ("Verwahrentgelte"), vermutliches Hinterhersparen mit vermutlich tendenziell eher steigenden Sachwert- sprich Immobilienpreisen. Nichtsdestotrotz kann der Plan gelingen bzw. die Option erreicht werden (Rentner im eigenen Haus). Grund: Hohe Sparquote, Dauer (30 Jahre), Bereitschaft das Haus nicht gerade an einem Hot-Spot zu erwerben.

    PS: Wäre mir persönlich zu mühsam ("Treppen steigen statt den Lift nehmen") - aber da tickt jeder anders.


    Auf Gleis 2 abbiegen: Sich aufgrund der langen Spar- und Anlagedauer für einen "Lift" (oder beide "Lifts", dann eben als Mix) entscheiden und statt "Treppen hochsteigen" (wie bei Variante Gleis 1) den "Aufzug" nehmen, sprich entweder ein weltweit gestreutes ETF-Depot besparen und/oder eine vermietete kleinere Immobilie kaufen und abbezahlen (lassen). Wie schon gesagt, das ETF-Depot wird aller Voraussicht deutlich renditestärker sein (selbst noch eines mit vermeintlich ethischen und/oder sauberen ETFs), aber eben auch schwankungsanfälliger, auch ist es viel besser gestreut als eine einzige Immobilie (Klumpenrisiko). Die Wohnung kann aber auch - wenn der Standort halbwegs stimmt - zumindest die Inflation schlagen. Ist wahrscheinlich etwas schwankungsärmer (man bekommt den Wert der Immobilie auch nicht börsentäglich mitgeteilt) aber etwas aufwändiger (Vermietung), dafür hilft die Miete (samt steuerlichen Vorteilen) beim "automatisierten" Abzahlen der Wohnung. Damit dürfte sich Dein Plan deutlich effizienter realisieren lassen, sei es nun mit ETF-Depot oder vermieteter ETW oder einer Kombi aus beidem.

    PS: Das - also Gleis 2 - wäre meine Vorgehensweise an Eurer Stelle (und zwar bei mir persönlich sogar in der "verschärften" Variante: Zuerst eine ausreichend hohe Rücklage (!) für meine Strategie ansparen, die Wohnung möglichst fast vollständig finanzieren, Kreditvertrag ohne Tilgung mit langer Zinsbindung z. B. 15 Jahre fest wählen und als Tilgungsersatz nur in das ETF-Depot sparen; wirklich nicht für jedermann geeignet und zu empfehlen ! Euch würde ich eher zu einem ganz normalen Annuitätendarlehen raten). Bei Eurer relativ hoher Sparquote wäre wahrscheinlich sogar der Mix aus ETF-Depot und vermieteter ETW realisierbar. Das müßte bei solch langen Zeiträumen ja nicht zeitgleich starten. Wobei aus meiner Sicht die Mindestdauer 15 Jahre beim ETF-Depot und eher 20 Jahre bei Immobilie(n) stets gewahrt bleiben sollten.

    Jetzt müßtest Du nur noch irgendwann starten ... Bei der o. g. Vorgehensweise hast Du dann noch etwas Zeit, um die "Weiche zu stellen". Du kannst natürlich auch dauerhaft auf Gleis 1 bleiben. Das Ziel wirst Du sehr wahrscheinlich auf beiden Gleisen erreichen (auf Gleis 1 langsamer und dafür bei ruhiger Zugfahrt - auf Gleis 2 schneller, dafür mit mehr oder weniger Geruckel im Zug... Auf Gleis 2 sollte man einige Kilometer vor dem Bahnhof die Märkte im Blick haben zwecks Gewinnmitnahmen bzw. günstigen Ausstiegszeitpunkten. Auf Gleis 1 kann man bis zur Endstation im Zug hocken bleiben).

    Das sollte so oder so hinhauen. Jedenfalls, wenn Dir nicht auf schwerwiegende Weise "das Leben dazwischen kommt".
    Geändert von kurant (03.04.2021 um 19:40 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Haus ersparen -für später?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Und by the way: wenn mir Ethik so wichtig wäre bei der Geldanlage, würde ich mir die Zeit nehmen, z.B. mal diese 40 Seiten durchzuarbeiten, statt in Bausch und Bogen den Kapitalmarkt zu verdammen: https://www.ethikbank.de/fileadmin/e...vestment-1.pdf
    Und das hier: Start | Fair Finance Guide Deutschland
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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