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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Ok, d.h dann wenn jemand z.b. mit 50 Jahren aufhört als Angestellter zu arbeiten und sagen wir 50k p.a. Einnahmen hat, zahlt er ca. 625 Euro GKV pro Monat (50k/12*0,15)
    Wenn er jetzt in die Rente geht (zwischen 63-67 Jahren), welche (sagen wir mal) 1000 Euro ist, zahlt er nur ca. 150 Euro pro Monat ? (Oder wieviel es auch immer bei 1000 Euro als Renter sind) Auch wenn seine Einnahmen (Zinsen, Dividenden, Miete, etc) bei 50k p.a. weiterhin bleiben?

    Vorausgesetzt er war immer in der GRV oder min. in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90% (wie immer das auch berechnet wird)
    Ad 1: Nach meinen Dafürhalten dürfte sich das so verhalten, wie von Dir beschrieben. Jedenfalls dann, wenn der "fiktive und mit 50 Jahren als Angestellter aufhört zu Arbeitende" dann weiterhin Mitglied der GKV bleibt (indem er eben ab dann als freiwillig gesetzliche Krankenversicherter Beiträge entrichtet - versicherst Du Dich für diese Zeit von 50 bis 63-67 Jahren dann in der PKV wird es mit der "90% Regel" nicht hinhauen) - für die dann allerdings bis zum Ruhestand/Renteneintritt alle seine Einnahmen für die Berechnung seines KV-Beitrages herangezogen werden. Und er natürlich den kompletten KV-Beitrag selbst sprich alleine zahlen muß, da es einen AG-Anteil denknotwendig nicht mehr gibt.

    Ad 2: Verwechselst Du da vielleicht GRV mit GKV ? Die Dauer der Mitgliedschaft in der GRV hat mit der KVdR und der sog. "90% Regel der zweiten Hälfte des Erwerbslebens" nämlich nix zu tun ! Für den Status KVdR ist nur Voraussetzung, daß man überhaupt eine gesetzliche Rente erhält (wie lange Du dafür in der GRV warst ist völlig unerheblich ! (m. W. sind 60 Monatsbeiträge die Untergrenze für einen Rentenanspruch) und die Höhe der Rente ist auch egal (s. auch meinen Beitrag 78).

    Mal eingedampft: Warst Du immer in der GKV (sei es als Pflichtversicherter oder als freiwillig Versicherter) und bekommst eine gesetzliche Rente (Höhe egal) kommst Du in die KVdR - und im Ruhestand werden Deine sonstigen Einnahmen nicht für die KV verbeitragt.

    Es sei denn, Du arbeitest im Ruhestand dann beispielsweise als Freiberufler, Selbständiger, Unternehmer etc. weiter (s. a. hier wieder Nr. 78, Abs. 3).

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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen

    Ad 2: Verwechselst Du da vielleicht GRV mit GKV ? Die Dauer der Mitgliedschaft in der GRV hat mit der KVdR und der sog. "90% Regel der zweiten Hälfte des Erwerbslebens" nämlich nix zu tun ! Für den Status KVdR ist nur Voraussetzung, daß man überhaupt eine gesetzliche Rente erhält (wie lange Du dafür in der GRV warst ist völlig unerheblich ! (m. W. sind 60 Monatsbeiträge die Untergrenze für einen Rentenanspruch) und die Höhe der Rente ist auch egal (s. auch meinen Beitrag 78).
    Habe es korrigiert, sollte natürlich GKV


    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Ad 1: Nach meinen Dafürhalten dürfte sich das so verhalten, wie von Dir beschrieben. Jedenfalls dann, wenn der "fiktive und mit 50 Jahren als Angestellter aufhört zu Arbeitende" dann weiterhin Mitglied der GKV bleibt (indem er eben ab dann als freiwillig gesetzliche Krankenversicherter Beiträge entrichtet

    Mal eingedampft: Warst Du immer in der GKV (sei es als Pflichtversicherter oder als freiwillig Versicherter) und bekommst eine gesetzliche Rente (Höhe egal) kommst Du in die KVdR - und im Ruhestand werden Deine sonstigen Einnahmen nicht für die KV verbeitragt.
    Das hört sich doch gut an, dann kann man mit gutem Gefühl paar Jahre früher Schluss machen

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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Das hört sich doch gut an, dann kann man mit gutem Gefühl paar Jahre früher Schluss machen
    So sieht es aus - jedenfalls, wenn Du beim Ausstieg weiterhin Mitglied der GKV bleibst (dann eben als freiwillig gesetzliche Krankenversicherter - um nicht aus der "90%-Regel" rauszufallen). In dieser Übergangszeit bis zur offiziellen Rente werden dann aber alle Deine Einnahmen für die KV "verbeitragt" und es gibt logischerweise auch keinen AG-Anteil mehr (so ist das eben beim Status "freiwilliges Mitglied der GKV"). Dafür erfüllst Du dann ab Rentenbezug die Voraussetzungen für die KVdR.

    Ein Wort in eigener Sache: Meine Ausführungen halte ich für valid. Nichtsdestotrotz würde ich bei einem derart bedeutsamen Thema (Stichwort: Vorzeitiger Ruhestand und Ruhestandsplanung) mir stets noch einen zusätzlichen Rat (neben dem Internet) von fachkundiger und/oder offizieller Stelle einholen. Das deutsche Sozialgesetzbuch (SGB) ist - so wie das deutsche Steuerrecht - extrem komplex und teilweise auch vermintes Gelände, welches selbst für Experten nur schwer zu durchschauen ist.

    Dazu kommt: Meine Ausführungen spiegeln die aktuelle Gesetzeslage wider. Die Bedingungen können sich jedenfalls ändern (die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist ein "politisches Spielfeld" und damit auch "politische Verteilungsmasse") - erst recht, wenn es um längere Zeiträume und Prognosen für die Zukunft geht (so wie ja offensichtlich bei Deinen Planungen). Alleine das Thema "Bürgerversicherung" beispielsweise könnte hier zu deutlichen Veränderungen führen. Aus diversen Gründen (demographischer Wandel, medizinischer Fortschritt, Kostensteigerungen gerade im Gesundheitswesen, mehr Pflegebedürftige usw.) dürfte der Finanzbedarf weiter wachsen. Veränderungen zum Nachteil der Versicherten (höhere Beiträge und/oder andere Berechnungsgrundlagen) sind daher gut möglich - womit wir wieder bei der KVdR wären.

    Btw: Nach meinen eigenen Berechnungen (immerhin über Jahrzehnte) liegen die Beitragssteigerungen im Gesundheitsbereich und damit eben auch die Beiträge (übrigens sowohl in der GKV als auch in der PKV) immer deutlich über den allgemeinen Preissteigerungen sprich der sog. offiziellen Inflationsrate. Teilweise um den Faktor 2,0 bis 2,5. Das dürfte sich in Zukunft kaum ändern, weil sich eben auch die Rahmenbedingungen nicht ändern werden.
    Geändert von kurant (13.03.2021 um 11:28 Uhr)

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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Vielen Dank für diese Informationen. Aber was ist denn diese "KVdR"? Eine "richtige" Krankenversicherung mit Ansprechpartnern? Bin ich dann nicht mehr wie vorher in der, sagen wir mal, AOK versichert? Und muss ich diesen Wechsel beantragen oder erfolgt er automatisch?

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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von Guayanesa Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für diese Informationen. Aber was ist denn diese "KVdR"? Eine "richtige" Krankenversicherung mit Ansprechpartnern? Bin ich dann nicht mehr wie vorher in der, sagen wir mal, AOK versichert? Und muss ich diesen Wechsel beantragen oder erfolgt er automatisch?
    Das ist so simpel, daß dafür wahrscheinlich selbst ein Blick in (das eher "dünne") Wikipedia gereicht hätte ...


    Wie auch immer: Die KVdR ist keine eigenständige - wie Du schreibst "richtige" - Krankenversicherung sondern "nur" ein formal-rechtlicher Status innerhalb der bestehenden GKV (eben für Rentner).

    Dazu - also um diesen Status zu erlangen - muß man a) eine gesetzliche Rente offiziell und schriftlich beantragen (sozusagen "automatisch" erhält man diese nämlich mit Erreichen des Renteneintrittsalters nicht - und verpasste Monate werden übrigens auch nicht rückwirkend nachgezahlt; meines Wissens jedenfalls), b) dann überhaupt einen Rentenanspruch haben (Höhe egal) bzw. dieser muß offiziell festgestellt werden und c) die sog. Vorversicherungszeit für die KVdR erfüllen (s. vorherige Beiträge zur "90%-Regelungen innerhalb der zweiten Hälfte des Erwerbslebens").

    Meines Wissens kann man die Gesetzliche Rente frühestens 6 Monate vor dem Renteneintrittstermin beantragen. Empfohlen wird meistens aber mindestens sprich spätestens ein Vierteljahr zuvor.

    Diese Zeiträume gelten allerdings nur, wenn das sog. Rentenkonto bereits vollständig abgeklärt ist. Gibt es da Unstimmigkeiten und/oder Lücken etc. empfiehlt es sich zwecks Abklärung deutlich früher aktiv zu werden.

    Angeblich soll es seit einiger Zeit (Grund: Corona-Pandemie) dazu inzwischen auch telefonische Unterstützung bzw. telefonische Möglichkeiten seitens der BfA geben, um persönliche Termine und Kontakte zu reduzieren Wie ich von Bekannten weiß, wartet da jedenfalls ein sehr dickes Formular auf jeden Antragsteller ...

    Meines Wissens wird bei der Gelegenheit (Rentenantrag) neben diversen anderen Belegen und Unterlagen (wie Personalausweis, Steuer-Identifikationsnummer, Kontonummer für die zu zahlende Rente) auch gleich die Krankenkasse-Karte und Krankenversichertennummer mit aufgenommen.

    Das besagte Formular (Meldung der KV für den Status KVdR) soll übrigens R0810 lauten. Hat mir jedenfalls so eine Kollegin erzählt. Also daher ohne Gewähr.

    Wer immer gesetzlich krankenversichert war und eine gesetzliche Rente erhält, wird also (nach aktueller Rechtslage) in der KVdR landen und es wird dann nur seine Rente für die KV verbeitragt (bzw. bei kleinen Renten der Mindestbeitrag).

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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Das ist so simpel, daß dafür wahrscheinlich selbst ein Blick in (das eher "dünne") Wikipedia gereicht hätte ...
    .
    Klasse, vielen Dank!

  7. Moderation

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    AW: Wie viel Geld reicht zum Leben / ab welchem Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich faszinieren die Wildwusel'schen Berechnungen; gerne würde ich auch zum Entnahmeteil etwas lesen.
    Der Rechner, den Nocturna verlinkt hat, ist da schon sehr hilfreich.
    Ich hab gerade nicht viel Zeit, und hab auch in meinem ersten Posting im Strang schon einige zu den nötigen Überlegungen zum "eher aufhören zu Arbeiten" geschrieben, aber wenn ich später noch mal Zeit hab, fällt mir vielleicht noch was ein.

    Was Kurant geschrieben hat, entspricht auch meinem aktuellen Wissensstand (und was hab ich gebraucht, bis ich mir mit "gesetzlich versichert" und "gesetzlich freiwillig versichert" aueinander- oder besser, zusammensortiert hatte! Irritierende Wortwahl! )
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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