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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Mit 1 Mio kannst du 40 Jahre lang 1902,81 Euro entnehmen, bis das Geld weg ist bei 2 % Inflation und einem Anlagezins von 1,5 Prozent.
    Ich bin nicht die Expertin für sowas, aber ich würde mal mutmaßen, daß diese EUR 1902.81 dann sowas wie ein Bruttoeinkommen ist, wo sogleich diverse Institutionen kommen und die Hand aufhalten.
    Kann auch gut sein, daß ich mich irgendwo vertu'. Aber so nehme ich mal an, wird es laufen:

    Vermutlich wird zuerst mal Kapitalertragssteuer und Soli fällig. Also gehen ca. mindestens 26.375% weg. Wenn man richtig an Gott glaubt, kommt noch etwas Kirchensteuer dazu. Sind's noch EUR 1400.81 pro Monat. Gut, dann schlag ich mal noch EUR 801/12 Freibetrag drauf, macht EUR1467.69. Das wird gegen Ende nicht mehr stimmen, aber bis dahin passiert eh' noch soviel...
    Dann kommt die Kranken- und die Plegeversicherung. Da muß man dann beide Hälften selbst zahlen, bis man in Rente geht. Würde ich mal die gesetzliche Variante so mit 20% ansetzen.
    Also bleiben noch EUR 1174.15 pro Monat; immerhin ca. 38% weniger als ursprünglich ent/ange-nommen.

    Tja, irgendwie bleibt der unangenehm hohe Unterschied zwischen Brutto und Netto auch völlig ohne Arbeit bestehen...

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von weka Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht die Expertin für sowas, aber ich würde mal mutmaßen, daß diese EUR 1902.81 dann sowas wie ein Bruttoeinkommen ist, wo sogleich diverse Institutionen kommen und die Hand aufhalten.
    Das hast du absolut richtig erkannt. Die meisten Menschen würden vermuten, dass 1 Mio viel Geld ist, man damit wunderbar seinen Ruhestand verbringen kann und automatisch schwer reich ist. Pustekuchen!

    Die Rechnung stimmt nur, wenn es nicht das einzige Einkommen ist, das man zur Verfügung hat. Wer mit 55 in den Ruhestand gehen will, bis dato wegen Selbständigkeit in keine Rentenkasse eingezahlt hat, aber dafür 1 Mio auf die Seite geschafft hat, wird eher den Cent dreimal umdrehen müssen, wenn erstmal die Steuern und die private KV zugeschlagen hat. Oder auch mit anderen Worten, das Geld reicht nicht für einen bequemen Lebensabend. Etwas besser sieht es aus, wenn der Selbständige noch zusätzlich Wohneigentum hat und die monatliche Miete entfällt.

    1 Mio ohne weitere Rentenansprüche werden somit komplett überschätzt und gleichzeitig wird die eigene Rente als finanzieller Faktor unterschätzt. Mein Vater hat als Facharbeiter (Polier) eine sehr ansehnliche Rente von zuletzt knapp 2000 Euro brutto bezogen. Er ist kriegsversehrtenbedingt mit 60 in Rente gegangen und wurde stolze 97 Jahre alt. Er hat, grob überschlagen, eine Dreiviertelmillion Rente brutto bezogen. Ein Haus hat er auch noch gebaut. Am Ende seiner Tage war er reicher als der Selbständige, der mit 55 eine Million bar auf der Seite hatte. Dem wäre nämlich mit 95 Jahren das Geld ausgegangen, während mein Vater auch mit 105 Jahren noch finanziell gut bei Kasse gewesen wäre.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    aber an deinem (in die jahre gekommenen) wohneigentum darftste auch was machen, sonst verfällt es, zahlst steuern..... dafür brauchste auch rücklagen. ein neues dach kostet auch mal locker flockig eine 5 bis 6 stellige summe, oder senioren/altersgerechter hausumbau, neue installationen etc. ich finde immer die rechnung Wohneigentum = fin. sorgloses alter irgenwie etwas trügerisch.

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Eigentum schafft Möglichkeiten.
    Ich kann renovieren, verkaufen, eine Leibrente vereinbaren, eine Umkehrhypothek drauflegen. Was im Einzelfall besser ist, kommt auf die individuelle Situation an. Aber besser Möglichkeiten als keine Alternativen. Planungssicherheit für Jahrzehnte gibt es zudem.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Eigentum schafft Möglichkeiten.
    Und Verpflichtungen.

    Ich kann renovieren, verkaufen, eine Leibrente vereinbaren, eine Umkehrhypothek drauflegen.
    Zumindest erstere beide Dinge sind nicht unbedingt das, was ich im höheren Alter, womöglich tattrig und/oder geistig nicht mehr so ganz fit, noch machen wollte. (ich bin schon heute, mit Mitte 50, massiv genervt davon, die drei ererbten Häuser zu bewirtschaften bzw. zu verwerten)
    Letzteres vielleicht schon, wenn es sich rechnet.

    Was im Einzelfall besser ist, kommt auf die individuelle Situation an. Aber besser Möglichkeiten als keine Alternativen.
    Ja.

    Planungssicherheit für Jahrzehnte gibt es zudem.
    Was genau meinst du damit?
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Zumindest erstere beide Dinge sind nicht unbedingt das, was ich im höheren Alter, womöglich tattrig und/oder geistig nicht mehr so ganz fit, noch machen wollte. (ich bin schon heute, mit Mitte 50, massiv genervt davon, die drei ererbten Häuser zu bewirtschaften bzw. zu verwerten)
    Kann ich nachvollziehen. Ich bestätige immer wieder gerne, dass ich ein Depot entspannt bei Tee und Keksen verwalten kann, während der Mieter am Vatertag wegen einer akut verstopften Toilette angerufen hat und das ist nur ein Beispiel von vielen. Wenn man keine Nachfolgegeneration einzubinden hat, wäre ein Verkauf tatsächlich die pflegeleichtere Variante. Vorausgesetzt man ist in der Lage den entsprechenden Geldwert der Immobilie krisensicher und mit Rendite anzulegen.
    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Was genau meinst du damit?
    Planungssicherheit dahingehend, dass mich keiner aus den vier Wänden rauswerfen kann. Die meisten möchten zuhause alt werden. Dann muss man sich aber die stetig steigenden Mieten (Inflation) und Renovierungen (Energieverordnung) leisten können und es darf einem auch kein Eigenbedarf dazwischenkommen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Planungssicherheit dahingehend, dass mich keiner aus den vier Wänden rauswerfen kann.
    Nein, das kann nur die eigene Pflegebedürftigkeit oder ähnliches. Bis es aber zu einer stationären Unterbringung kommt, hat man wenigstens noch Platz für die Unterbringung der polnischen Pflegerin...


    Die meisten möchten zuhause alt werden. Dann muss man sich aber die stetig steigenden Mieten (Inflation) und Renovierungen (Energieverordnung) leisten können und es darf einem auch kein Eigenbedarf dazwischenkommen.
    Das stimmt. Aber wer schafft es schon, eine tattrige, leicht demente ältere Dame aus der Wohnung zu kriegen?

    Wie auch immer: wir entfernen uns vom Thema.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Aber wer schafft es schon, eine tattrige, leicht demente ältere Dame aus der Wohnung zu kriegen?
    Will ich mir, wenn ich dann mal eine tattrige, leicht demente ältere Dame werden sollte, wirklich noch diese Frage stellen müssen? Also, ich nicht. Weil - wahrscheinlich schafft's der Vermieter doch irgendwann mal, wenn er wirklich will. Denn ich bin ja tattrig und leicht dement...

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Selbst wenn ich jetzt viel geld gewinnen oder erben sollte, ich würde definitiv nicht aufhören zu arbeiten.
    Weniger Stunden ja, aber was soll ich den ganzen Tag zu Hause? Geld ausgeben?
    Was? Arbeiten gehen? Ich könnte sofort aufhören, wenn ich ausreichend Geld hätte. Meiner narzisstischen Chefin den schönsten Finger zu zeigen, wäre so toll, lach.

    Endlich könnte ich mit einem kleinen gebrauchten Wohnmobil durch Deutschland fahren, es gibt soviel zu entdecken, viele Ecken kenne ich noch nicht. Wenns zu kalt ist, bleibe ich zu Hause, Kultur, Freunde, Familie, Wellness usw., wenns schön wird, gehts wieder los mit dem Wohnmobil. Reicht mir vollkommen aus.

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    AW: Wieviel Geld reicht zum Leben / ab welchen Vermögen nicht mehr arbeiten?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Zumindest erstere beide Dinge sind nicht unbedingt das, was ich im höheren Alter, womöglich tattrig und/oder geistig nicht mehr so ganz fit, noch machen wollte. (ich bin schon heute, mit Mitte 50, massiv genervt davon, die drei ererbten Häuser zu bewirtschaften bzw. zu verwerten)
    Letzteres vielleicht schon, wenn es sich rechnet.
    Warum verkaufst du nicht alles, legst das Geld an und hast ein viel ruhigeres Leben?

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