Versuch doch mal, Dich statt mit dem Einkaufen von Dingen mit dem online VERKAUF zu beschäftigen.... raussuchen, was weg kann, Fotos machen, Beschreibung überlegen, einstellen beim Kleinanzeigen Portal... durchaus eine Menge Beschäftigungspotential... und am Ende "gönnst" Du Dir ein zusätzliches Taschengeld, wenn etwas davon einen neuen Besitzer findet.
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Thema: Online-Shopping
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16.02.2021, 15:08Inaktiver User
AW: Online-Shopping
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16.02.2021, 15:33Inaktiver User
AW: Online-Shopping
Das ist doch ein guter Ansatz!

Ich verstehe Dich schon - Geld ist nicht knapp, die "Bedürfniserzeugungsindustrie" (Werbung) leistet gute Arbeit (klar, unser ganzes System ist auf Mehr und Mehr ausgerichtet), hinzu kommt etwas Pandemiefrust mit dem Bedürfnis, sich die Entbehrungen etwas auszugleichen.
Im Nachhinein betrachtet habe ich meinem Kind auch mehr als sinnvoll gewesen wäre gekauft. Da hat nach und nach ein Umdenken bei mir eingesetzt.
Heute fühle ich mich befreit, wenn ich irgend eine Ecke im Haus aufgeräumt habe und einiges, was ich nicht mehr brauche (oder nie gebraucht habe) aussortiert habe.
Ich bin weit entfernt vom Minimalismus, aber die Bewegung/Einstellung kann ich inzwischen sehr gut nachvollziehen - heute haben viele eher ein Problem mit dem Zuviel als mit dem Zuwenig.
(Mir ist schon klar, dass es auch viele gibt, die dieses "Luxusproblem" gern hätten.)
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16.02.2021, 16:40
AW: Online-Shopping
Fast zu einfach für mich: Ich kaufe ungerne etwas, das ich nicht anfassen konnte, ich finde Sachen auf Bildern im Internet meisten häßlich, ich muß immer 20 Teile anprobieren, bis mir mal eines paßt, und ich hasse es, Paketen hinterherlaufen zu müssen. (Wenn es nur das hinterherlaufen wäre, wäre es schlimm genug, daß der Bote die Pakete lieber bei der Frau mit den vier kleine Kindern im 3. Stock abgibt, wo man nur zwischen 4 und 6 zum Abholen kommen darf, statt bei mir oder bei meiner "Ersatzadresse" im Erdgeschoß, die wir auch den ganzen Tag im HO sind, und dem Paketboten sogar die Haustür aufsummen, wenn er klingelt, das regt mich obendrein noch sinnlos auf, da ich mir komplett ver*** vorkomme.)
(Wenn ich mir was gutes tun will, geh ich raus und spazieren (ich habe großzügige Gleitzeit und kann auch mal 3 Stunden Mittagspause machen), und gehe vielleicht noch zu einer Bäckerei am anderen Ende der Stadt, die legendäre Nußecken hat. Dann ein Kaffee und der Tag ist schön.)
Vielleicht findest du auch irgendwas, was an dem Vorgang so unerfreulich ist (Rechnung bezahlen, auspacken und einen Platz im Schrank dafür finden, der stille Vorwurft des ungenutzten Objekts, der Gedanke, daß in einem Jahr der Kleiderschrank, das Bücherregal und der Schrank mit den Küchengeräten überquellen wird und du nichts mehr anzuziehen/zu lesen/ zum drin kochen haben wirst weil du nicht mehr drankommst, und dich dann Monate damit plagst, daß du eigentlich aufräumen müßtest...) daß du diese Aktion ins Gedächtnis rufen und verabscheuen kannst -- und sie dann erleichtert vermeiden, indem du nichts kaufst?
Dazu kommt noch, bein Klamottenkaufen: Alles, was ich jetzt kaufen könnte, ist unmodern, wenn ich wieder unter Leute komme und es tragen kann, und es gibt dann viel neuere und schönere Sachen.
Bei Büchern ist das natürlich nicht so, aber bei Büchern, wie bei Nußecken, spüre ich die Grenzen deutlich: Ich schaffe nur so und so viel Seiten am Tag. Und nur eine Nußecke.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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16.02.2021, 17:46
AW: Online-Shopping
Ich stelle gerade fest, dass es weitaus schwieriger ist, Vorhandenes loszuwerden, als Neues zu ordern . . ob Bücher, Schuhe, Kleidung oder Nippes . .
Mein Weg zum Minimalismus wird ein sehr weiter sein . .
Ich habe erst einmal ein weiteres Container-Schränkchen geordert . . ich liebe diese Schränkchen und der "Neue" wird in "telemagenta" sein . . ich konnte einfach nicht widerstehen!
lg luci
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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16.02.2021, 18:19
AW: Online-Shopping
Ich habe vor ein paar Jahren beschlossen - nachdem ich eine heftige online-Klamotten-Shop-Phase hatte und auch ständige Zeug bei Amazon bestellt habe, dass ich das nicht mehr will.
Für mich kamen zwei Sachen zusammen, ich wollte weniger Zeug kaufen, was ich eigentlich nicht brauche und wenn ich etwas kaufe, dann will ich nicht Amazon reich machen, sondern im Idealfall einen Händler den ich kenne und zum Erhalt von realen Geschäften beitragen und auch den Handel, der in Deutschland Steuern zahlt, ich mag nicht irgendwann durch verödete Innenstädte laufen. Und mich haben auch die Paktezusteller mehr und mehr genernt, weil ja alles nichts kosten darf, werden da mehr und mehr Leute eingesetzt, die entweder nicht lesen oder nicht schreiben können (vielleicht auch beides nicht) und total überfordert sind und überhaupt mag ich diese Form der Ausbeutung nicht unterstützen.
Hat es geklappt?
Jein.
Ich habe schon lange keine Klamotten mehr online gekauft, ich habe einfach genug.
Ich kaufe immer noch meinen Bürobedarf online - ich mag keine Papierpakete schleppen und da gibt es den besten refill-Toner.
Ich kaufe gelegentlich im Netz, wenn ich Sachen nicht mit vertretbarem Aufwand hier um die Ecke bekomme, das kann ein seltenes Elektrobauteil sein oder wie im letzten Jahr im Lockdown ein neues Saxophon und eine neue Nähmaschine (beides aber online bei normalen Händler, nicht bei Amazon).
Antiquarische Bücher bei eBay, weil ich keine Zeit habe 25 Antiquariate abzuklappern.
Bücher recherchiere ich bei Amazon, die Bewertungen können interessant sein und bestelle bei der Buchhändlerin um die Ecke,
Bei vielem anderen mache ich es wie hier empfohlen und schiebe es erst mal auf die Merkliste und schaue nach ein paar Tagen, ob ich es wirklich haben will.
Und was du schreibst, dass du für dein Kind kaufst - nein haupsächlich kaufst du für dich, weil du ein neues Buch haben willst und weil du sie gerne in neuen sußen Klamotten sehen willst, deinem Kind ist beides vermutlich ziemlich egal, Kinder lieben es immer das gleiche Buch vorgelesen zu bekommen und Klamotten sind ihnen egal bis sie lernen die Aufmerksamkeit durch neue Klamotten zu schätzen.
Und den Ansatz ihr nicht soviel Konsum vorzuleben, finde ich einen guten Ansatz.
Daher, lege das Tablet weg.
Ich habe auch eine Zeitlang die Seiten, auf denen ich hauptsächlich bestellt habe, für mich selbst im Browser gesperrt - ja klar konnte ich die Sperre auch wieder aufheben, aber das erforderte einen zusätzlichen Aufwand, der mich an meinen Vorsatz erinnerte.
Neuen Lesestoff für dein Kind bekommt du (demnächst) auch wieder in der Bibliothek.
Viele Anregungen mit deinem Kind zB zu basteln sicher auch im Internet und basten kann man mit unendlich vielen Dingen, die man schon hat oder draußen findet.
Finde andere Sachen, die dir ein Gefühl der Belohnung geben als Sachen kaufen.
Und lege das Geld zurück um nach dem lockdown richtig und in echt einkaufen zu können oder dann über eine "Dauerkarte" die Museen, die Kinos oder was auch immer dir am Herzen liegt zu unterstützen und neue kulturelle Erlebnisse zu tanken, oder wenn dir das Geld in der Tasche brennt überlege ob und wem du etwas spenden könntest auch da gibt es einiges, was Corona zum Opfer gefallen ist.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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16.02.2021, 19:08
AW: Online-Shopping
Noch ein anderer Aspekt: Ich finde nicht, dass man sich wegen ein paar gebrauchter Bücher ein schlechtes Gewissen einreden muss, aber man fragt sich immer, was die Shopping-Wut der Eltern auf Dauer mit den Kindern macht. Gerade, wenn man ständig Kram fürs Kind bestellt.
Ganz platt gesagt: Als ich ein Kind war, ist man überwiegend noch in den Laden geangen und hat ganz physisch einen gewissen Bargeldbetrag hingelegt. Da hat man schon im frühen Grundschulalter ein Gespür dafür gehabt, dass nicht alle Konsumwünsche jederzeit erfüllbar sind.
Heute wachsen Kinder damit auf, dass beständig alles verfügbar ist, dass man praktisch non-stop konsumieren kann, dass man jederzeit etwas kaufen kann, um sich zu belohnen oder sich etwas Gutes zu tun. Und es verschulden sich immer mehr Privatleute für Konsumausgaben. Gerade auch junge Erwachsene. Unter diesem Gesichtspunkt würde ich mein Shopping-Verhalten auch bewusst hinterfragen. Möglicherweise lebt man dem Kind damit etwas vor, was auf Dauer eher schädlich ist.
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17.02.2021, 10:05
AW: Online-Shopping
Danke für eure Tipps und Anregungen

..,und man kann auch beim Tablet Internetseiten sperren?! Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Wäre aber auf jeden Fall wert, mal ausprobiert zu werden
Ja, PollexNiger2, da stimme ich dir voll zu. Ich möchte das meinem Kind gar nicht so vorleben und mir das wieder in Erinnerung zu rufen, hilft mir schon mal eine großen Schritt weiter! Ich war auch zwischendurch auf einem guten Weg Richtung Minimalismus, habe viel aussortiert, bei Kleinanzeigen verkauft, versucht, nur Lieblingsstücke zu behalten, Babykleidung von Kindern aus der Familie nur geliehen etc.
Aber die letzten Monate waren echt ein Totalabsturz in der Hinsicht, es ist einfach irgendwie vieles weggebröckelt, was Spaß gemacht hat. Mein Kind ist noch recht klein und ich arbeite noch gar nicht solange wieder (und auch nur Teilzeit). Hatte mich sehr auf die Arbeit gefreut, weil ich ganz tolle Kollegen habe. Die habe ich wegen Homeoffice aber jetzt schon seit Monaten nicht mehr gesehen (viel „Einzelarbeit“ und wenig Interaktion über Skype o.ä.). Der Kontakt zu Mamis aus der Krabbelgruppe hat sich erledigt, da die Gruppentreffen nicht mehr stattfinden durften und man sich auch nicht so nah stand, sich einfach so zu treffen. Beim Kinderturnen dasselbe. Freundinnen arbeiten z.T. in „coronakritischen“ Berufen, so dass wir nur noch telefonieren, uns aber nicht mehr treffen. Fitnessstudio habe ich gekündigt, da der Vertrag eh auslief und ich ganz viel „für nix“ bezahlt habe. Da vermisse ich besonders das kleine dazugehörige Schwimmbad, das Schwimmen hat mich immer sehr entspannt. Sonst photographiere ich noch gerne, aber da immer schon am liebsten Menschen. Gefühlt habe ich schon jeden Baum und Strauch photographiert, so spannend ist das nicht. Und nach einem Jahr Corona fällt mir zum Thema „Veränderungen durch Corona“ phototechnisch auch nix spannendes mehr ein ;-)
Ich weiß, das ist alles Jammern auf hohem Niveau und andere haben da viel mehr Grund zu. Aber ich bin einfach echt frustriert langsam.
Edit:
Tut mir leid, dass ich hier zwei so unterschiedliche Themen so vermische. Für mich hängt das eine einfach direkt mit dem anderen zusammen.
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17.02.2021, 11:37
AW: Online-Shopping
Nein, das ist nicht Jammern auf hohem Niveau. gerade mit kleinen Kindern ist das sehr schwierig.
Natürlich hängt alles mit allem zusammen.
Mich ärgert aber so langsam, dass viele kleine Läden kaputt gehen und derweil einige Supermärkte Elektroartikel, Blumen und sonst was verkaufen dürfen.
luci
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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17.02.2021, 16:14
AW: Online-Shopping
Das hängt ja auch zusammen, wenn das Einkaufen dein Zugang zur Welt ist und etwas, über das du noch Kontrolle hast.
Nur, die Kontrolle kommt eben teuer, und wer kein Geld mehr hat, ist komplett ausgeliefert.
Ja. In den Supermarkt, wo sich die Massen drängen und endlos (und blind für ihre Umgebung) durch die ständig umgeräumten Regale irren, darf man gehen, die Kleinläden, wo Werktags außer Samstags tagsüber gerade mal zwei Leute drin sind, sind zu. Grumpf.
OK; heißt für mich, daß ich eine Menge Geld spare, aber: Grumpf.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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17.02.2021, 17:34
AW: Online-Shopping
Ich habe mir ein neues Sparziel gesucht bzw. mein Sparziel zum Ende des Jahres erhöht, um das Geld, das ich wegen Corona nicht ausgeben kann, nicht mit großzügigen Käufen zu verplempern.
Klappt gut, wenn ich dafür schon Anfang des Monats eine größere Summe weglege und dann der verfügbare Betrag auf dem Konto geringer ist.
Wobei es wahrscheinlich wichtig ist, etwas zu suchen, wofür man gerne spart, bei mir eine besondere Reise in ca 2 Jahren und höhere Rücklagen für Renovierung am Haus.Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"


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Da sind die Sachen meist gebraucht und jemand anders (also kein Onlinehändler) freut sich über ein paar Euro mehr in der Tasche. Insofern zieht das Argument gegenüber meinem Gewissen nicht so wirklich 

