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  1. Avatar von Wiesenblume
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    Brexit-Europ. Einlagensicherung-Gelder bei RBS

    Hallo,

    wie schon im Betreff kurz angerissen, Frage ich mich gerade, wie ich mich verhalten soll. Ich habe mein komplettes Geld, das mir für Tagesgeld zur Verfügung steht, einst bei der RBS angelegt. Gut, Zinsen gibt's ja nun leider fast keine mehr, aber das ist ja praktisch überall so.

    Mich treibt vielmehr die Frage um, was bei einem (harten) Brexit passiert und im Falle, dass das alles so chaotisch oder noch viel chaotischer verläuft, als man sich vorstellen mag. Ohne EU ist man auf der Insel ja auch nicht mehr an den Europ. Einlagensicherungsfonds gebunden. Oder?

    Und wenn dann das Chaos ausbrechen sollte, sind die Gelder im Zweifel dahin...

    Ich schwanke gerade zwischen "Geld komplett vor dem 31.10. abziehen" und "abwarten und Tee trinken".

    Wie macht Ihr das?


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    AW: Brexit-Europ. Einlagensicherung-Gelder bei RBS

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wie schon im Betreff kurz angerissen, Frage ich mich gerade, wie ich mich verhalten soll. Ich habe mein komplettes Geld, das mir für Tagesgeld zur Verfügung steht, einst bei der RBS angelegt. Gut, Zinsen gibt's ja nun leider fast keine mehr, aber das ist ja praktisch überall so.

    Mich treibt vielmehr die Frage um, was bei einem (harten) Brexit passiert und im Falle, dass das alles so chaotisch oder noch viel chaotischer verläuft, als man sich vorstellen mag. Ohne EU ist man auf der Insel ja auch nicht mehr an den Europ. Einlagensicherungsfonds gebunden. Oder?

    Und wenn dann das Chaos ausbrechen sollte, sind die Gelder im Zweifel dahin...

    Ich schwanke gerade zwischen "Geld komplett vor dem 31.10. abziehen" und "abwarten und Tee trinken".
    Letzteres scheint mir das Vernünftigste !

    Bin zwar kein Insel-Experte (!), aber laut der zuständigen FSCS (britische Einlagensicherung "United Kingdom Financial Services Compensation Scheme) gibt es in dem ganzen Kontext (= Brexit) "für Sparer keine Änderungen zu Umfang und Absicherung". Diese Verlautbarung stammt nach meiner Erinnerung schon aus 2016 und wurde direkt nach dem Brexit Referendum getätigt.

    Bedenken sollte man halt immer, daß m. W. nach die Einlagensicherung in GB nicht 100.000 Euro sondern den Gegenwert von 75.000 Pfund beträgt und daher mit dem Wechselkurs die Höhe der Einlagensicherung etwas schwanken kann (Wechselkurse sind aber m. E. noch schwerer vorauszusagen als die Börsenkurse …).

    Generell: Nach meinem Dafürhalten ist die Einlagensicherung eh nur so gut wie das dahinter stehende Land stark und willens ist im worst case solche Summen zu garantieren. Nicht zuletzt deshalb gibt es seit Jahren auch Kapitalverlagerungen aus Südeuropa in vermeintlich sicherere Länder wie (noch) Deutschland.

    Nach meiner Erfahrung sorgen zudem immer mehr Menschen, die über sehr viel Liquidität verfügen und/oder diese halten müssen, auch für eine gewisse Streuung in ihrer Geldhaltung. Dazu zählen dann eben auch Anlagen außerhalb der Eurozone (da will GB ja gerade hin) oder auch innerhalb der EU (z. B. mit den Währungen aus Ländern wie Norwegen, Schweden, Dänemark, die den Euro nicht einführen und weiter die jeweilige Kronenwährung haben) oder innerhalb Europas mit der Schweiz (Franken) - und ganz global gesehen natürlich mit dem US-Dollar als (noch) Weltwährung.

    Wenn es bei Dir nicht um sehr große Beträge geht, würde ich - natürlich unter Berücksichtigung der 75.000 Pfund-Grenze - einfach mal in Ruhe abwarten, wie das ganze Brexit Theater so weitergeht.

    Auskunft ohne Gewähr, wie gesagt, bin kein Experte der Insel und da auch nicht investiert.
    Geändert von kurant (15.09.2019 um 09:46 Uhr)

  3. Avatar von Nocturna
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    AW: Brexit-Europ. Einlagensicherung-Gelder bei RBS

    Bist du wirklich bei der damals verstaatlichten Royal Bank of Scotland oder bei der Bank of Scotland?

    Immer wenn ich nach Festgeld der RBS google, lande ich bei der Bank of Scotland. Letztere wäre übrigens unbedenklich, da sie sich der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken angeschlossen hat.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  4. Avatar von Wiesenblume
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    AW: Brexit-Europ. Einlagensicherung-Gelder bei RBS

    Hallo Nocturna,

    danke für Deinen ebenso wichtigen wie richtigen Hinweis!!! Ich bekomme diese Unschärfe einfach nicht aus meinem Hirn... Ich bin bei der Bank of Scotland.

    Ich danke Dir für die Nachfrage!! So konnte ich das klarstellen.

  5. Avatar von Wiesenblume
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    AW: Brexit-Europ. Einlagensicherung-Gelder bei RBS

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Letztere wäre übrigens unbedenklich, da sie sich der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken angeschlossen hat.
    Ich frage mich halt, ob die sich - wenn's im Brexit hart auf hart und zum Äußersten kommt- noch an diese Abmachung gebunden fühlen...

  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Brexit-Europ. Einlagensicherung-Gelder bei RBS

    Ich zitiere die Verbraucherzentrale:
    Zusätzlich sind einige in Deutschland tätige britische Banken auch Mitglieder im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Sicherungseinrichtung, die im Falle einer Pleite noch deutlich höhere Beträge absichert.

    Im Zusammenhang mit dem Brexit werden einzelne britische Banken ihre Geschäftstätigkeit auf in Deutschland lizenzierte Banken übertragen. Das hat uns z.B. die Bank of Scotland angekündigt, die hierzulande recht aktiv ist. In einem solchen Fall gilt für die Kundengelder die gesetzliche deutsche Einlagensicherung und somit die Grenze von 100.00 Euro.
    Stiftung Warentest sagt dazu:
    Die Bank of Scotland wechselte am 25. März 2019 von der britischen Einlagensicherung in die deutsche Entschädigungsreinrichtung.

    Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken sagt:
    Innerhalb von 7 Tagen wird der Betrag bis 100.000 Euro erstattet, nachdem die Höhe des Entschädigungsbetrag feststeht.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

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