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  1. Registriert seit
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    eigenes Gemüse einwecken

    Hallo in die Sparrunde,

    ich hab Fragen zum o. g. Thema.

    Der Hintergrund: Meine Großtante ist verstorben und sie hat uns einen Garten hinterlassen. Wir entschieden uns Ende 2018, dass wir diesen Garten mindestens für ein Jahr noch behalten und bewirtschaften, um zu sehen, ob ein Gemüsegarten was für uns auf Dauer ist.

    Wir haben zwar keine Ahnung, aber es macht uns Spaß und wir sind schon mitten in der Ernte.
    Es sind nur ca. 100 qm mit Nutzpflanzen bedeckt, Kartoffeln, Zucchini, diverse Kohlsorten, Tomaten, Gurken, Tomaten, Bohnen.
    Es viel zu viel, selbst wenn wir an die hier wohnenden Verwandten was abgeben, mal was mit ins Büro nehmen.
    Dann war ich bei der Tafel, dort sagte man mir, aus Privatgärten dürfe man nichts mehr nehmen (es gab wohl letztes Jahr einen Vergiftungsfall mit Zucchini), über ein Internetportal, in welchem man Ernteüberschuss einstellt, hatte ich nur vier Kontaktanfragen, davon sind drei dann nicht erschienen.

    Also fingen wir vor sechs Wochen mit Einwecken an. Seit dem stehen wir jedes Wochenende mehrere Stunden in der Küche und das finde ich richtig doof.
    Einerseits ist es natürlich toll, alles Bioware, im Winter kommen wahrscheinlich heimelige Wohlfühlmomente. Aber soooo stell ich mir meinen/unseren Sommer in Zukunft nicht vor.

    Wir fanden in der Erbmasse einen Einkochtopf und ca. 50 Gläser und Spangen, die noch vollkommen in Ordnung waren. Wir mussten letzte Woche das erste Mal Gläser und Zubehör nachkaufen und gaben 60 € aus.

    So jetzt endlich dir Fragen:
    Rechnet sich das Einkochen irgendwann? Also nur der finanzielle Aspekt, von unserer Arbeitskraft mal abgesehen.

    Das Grundstück ist Eigentum.
    Wasser (jede Menge, es gab/gibt noch keine Regentonne
    Energiekosten fürs Einkochen.
    Gläser und Kleinkram
    Gemüsepflanzen für die nächste Saison

    Derzeit habe ich das Gefühl, dass wir nur reinbuttern. Erntefrisches Biogemüse über einen Hoflieferdienst, nur in den Mengen, die man frisch verzehrt, ist einfacher und auch preiswerter.
    Wir wollen im Herbst entscheiden, ob wir den Garten verkaufen oder weitermachen.
    Nur Blümchen zu gießen oder das Grundstück sich selbst zu überlassen ist keine Möglichkeit für uns.
    Und das Gemüse einzufrieren auch nicht, da wir, wenn wir verreisen, unsere Kühl-Kombi komplett leeren und ausstellen. Ich bräuchte für die Massen auch ne Kühltruhe.

    Also, wie sind Eure Erfahrungen mit einem eigenen Gemüsegarten?
    Gibts irgendwann ein spürbaren Spareffekt.

    Danke für Eure Garten-Spar-Geschichten

  2. Avatar von Sprachlos
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    Nein, ich glaube sparen kann man nicht mit Garten. Das Gemüse mag Bio sein, zum Teil auch wirklich besser schmecken (z.B. Erdbeeren und Tomaten sind um Längen schmackhafter), aber wenn du die Energie beim Einkochen einrechnest ist es mit ziemlicher Sicherheit auch noch ökologisch schlechter.
    Schon wenn du nur das Saatgut berechnest kommst du auf einiges an Geld.
    Allerdings habe ich eigentlich schon lange nicht mehr wirklich eingekocht. Heiß in Gläser füllen und Schraubdeckel drauf, das hält eine Weile und macht wirklich sehr viel weniger Arbeit.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  3. Avatar von ereS
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    im naechsten jahr einfach weniger anbauen
    ob man spart ? hm schwierige frage, aber du weißt wenigstens was du hast
    aber ich frage mich wirklich wieviel da auf 100 qm angebaut sein soll, weil du wochenlang am einkochen bist ?
    magst du einmal mengenangaben zu den pflanzen machen ?
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...


  4. Registriert seit
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    Danke schon mal.

    Wir haben z. B. 30 Saatkartoffeln gelegt. Aus diesen 30 Stück sind gefühlt und optisch 50 richtig große Pflanzen entstanden. Wir haben heute die 15. Kartoffelstaude gezogen und schon 25 kg Kartoffeln geerntet.
    Das hört liest sich jetzt vielleicht so, als ob wir darüber „empört“ sind. Nee, sind wir nicht. Wir sind überrascht, weil wor absolute Laien sind.

    10 Tomatenpflanzen, bis jetzt 7 kg, heute die 52. Zucchini geerntet, schon einige Gläser Nudelsoße eingekocht.
    12 Spitzkohle, zu Kohlrouladen, Schichtkohl verarbeitet und eingekocht.
    Es wachsen noch etliche Rotkohlköpfe, Wirsing, naja, oben hab ich ja aufgezählt.
    Das ist vielleicht das Glück des Anfängers... Luxusprobleme...


  5. Registriert seit
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    Und dann muss man eingekochtes Gemüse auch noch mögen. Mir ist tiefgekühltes Gemüse geschmacklich deutlich lieber als eingekochtes. Mal abgesehen von roten Beten und eingelegten Gurken.

    Was den Energieverbrauch angeht: Das Einkochen kostet Energie und eine durchgängig laufende Kühltruhe auch. Vielleich lohnt es sich, das mal zu vergleichen? Okay, die Anschaffung der Truhe kommt natürlich dazu.
    Und das Vorbereiten für's Einfrieren macht auch Arbeit.

    Im nächsten Jahr vielleicht mehr späte, lagerfähige Gemüsesorten, wie Kohl, Wurzel- und Knollengemüse, Kürbis sowie Kartoffeln anbauen, die einfach im kühlen Keller, sofern man sowas hat, auf die Verwendung warten können?
    Und Fruchtgemüse nur in den Mengen, wie man es frisch einigermaßen verbraucht bekommt.

  6. Avatar von ereS
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    nein nein, ich habe das schon richtig verstanden
    aber das klingt wirklich viel, das muß ja dicht auf dicht gepflanzt sein
    wenn ich mal von irgendwas zuviel habe, bringe ich es meistens bei freunden, kollegen, nachbarn oder der familie unter

    wenn die tafel selbst nichts nehmen darf ist das verstaendlich, aber koenntest du nicht an ausgabetagen dort vor der tuere was verteilen ? kaeme mir jetzt in den sinn
    oder statt ueber das "ueberschußportal" einen aushang im supermarkt machen, oder ueber ebay kleinanzeigen

    sehe es positiv, du hast jetzt schon ganz viele mitbringsel und weihnachtsgeschenke fuer dieses jahr
    tomaten kannst du auch trocknen oder wenn es ganz einfach sein soll, waschen, vierteln, kochen und einfrieren
    wenn du sie fein haben willst danach passieren
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  7. Avatar von Annilein
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    Ich finde das auch sehr viel für die Gartengrösse. Wir hatten früher auch ca 100 qm, die Ernte konnten wir mit 5 Personen gerade so verzehren.
    Heute sind wir nur noch zu zweit, wir bepflanzen noch etwa 40 qm, das reicht für uns aus.

    Die Entscheidung den Garten zu behalten würde ich also auch von der Personenanzahl abhängig machen.
    Bei den Mengen würde ich wohl nur noch die Hälfte anpflanzen, Kartoffeln einlagern, evtl auch Zwiebeln.
    Obstbäume, kleinstämmig. Stauden für Blumensträuße.
    Einmachen ist ja aus der Mode gekommen, mir schmeckt es auch nicht. Ich koche eher Marmelade, Chutneys, Fruchtmus.
    Zucchini marinieren wir, ebenso Paprika.
    Kohl pflanzen wir nicht mehr an, da könnte man aber gut Sauerkraut machen.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

  8. Avatar von Marta-Agata
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    Für Kartoffeln, Kohl, Möhren, ... eine Einlagerungsmöglichkeit suchen oder schaffen.

    Und dass beim Reisen die Kühlkombination ausgeschaltet wird, ist ja nicht gottgegeben.
    Wenn das ein einigermaßen neues und effizientes Gerät ist, verbraucht das nicht sooo viel.

  9. Moderation Avatar von Pappkarton
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    Das kann man, glaube ich nicht in Euro aufrechnen. Klar verbraucht ihr jetzt viel Energie und Zeit, um das Gemüse einzuwecken.
    Es ist aber auch unter Freizeitaktivität zu verbuchen, unter Weiterbildung, Nachhaltigkeit.
    Wenn du das alles gegenrechnest, ist es nicht teurer.
    Die Finanzen verschieben sich etwas.
    Da hat euch deine Tante ein schönes Stück Land hinterlassen.
    Meine Freundin hat die Größe Gemüsegarten in etwa von ihrer Mutter übernommen und versorgt damit 2 Familien.
    Die Ersparnis werdet ihr im Winter merken.
    .........................................
    °°° °°°
    herzlichst P.

    Moderatorin im Sparforum -ansonsten pupsnormale Userin

    ~Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!~


  10. Registriert seit
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    AW: eigenes Gemüse einwecken

    das ist heutzutage ein hobby und zuschuss"geschäft".
    problemlos sind gurken, welche du als salz-dill gurken im tontopf einlegen kannst, kartoffeln, die man einlagern kann, ein paar tomaten zum sofortverzehr, alles andere würde ich persönlich die finger von lassen, wenn du keine lust hast, zum sklave deines schrebergartens zu werden. möhren musst du verziehen, während der wachstumsphase (macht arbeit!), wenn die richtig wachsen sollen, blumenkohlanbau ist auch nicht ohne. zucchini, die wachsen u.U. wie unkraut, dass du monatelang nur zucchinigerichte essen musst.

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