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Thema: Rücklagen?


  1. Registriert seit
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich wüsste nicht, wann wir Rücklagen gebildet haben sollen. Ich bin direkt nach der Ausbildung/Studium in die Familienphase gekommen. Mein Mann war etwas älter, hatte aber keine Rücklagen. Nach zwei Kindern in zwei Jahren (ohne Elterngeld) habe ich nur noch 30 Stunden gearbeitet, auch das dritte Kind ohne Elterngeld und Ersparnisse bekommen. Haus wurde voll finanziert. Inzwischen sind drei Kinder in Ausbildung, das kostet jeden Monat ca. 1600 Euro.
    Das ist mit zwei Vollzeit arbeitenden Beamten knapp machbar.
    Wann sollte da irgendetwas angespart werden?
    Kommt natürlich auf den Dienstgrad und den Wohnort an.


  2. Registriert seit
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    AW: Rücklagen?

    Es ist, bei älteren Semestern, eher eine Frage der Einstellung. Wenn drei Kinder in Ausbildung sind, würde ich schätzen, dass seit der Ausbildung der Eltern mind. 20 Jahre vergangen sind. Wer 20 Jahre lang jeden Monat 20,- zur Seite legt, hat (ohne Zinsen, die machen aber noch einiges zusätzlich aus!) knapp 5.000€ auf der hohen Kante. Das ist mit 2 Verdienern durchaus machbar, das sind 10,- pro Person pro Monat. Im öD werden 6,65€ vermögenswirksame Leistungen gezahlt, das sind schon 2/3 davon.

    Ich behaupte, die meisten durchgängig Beschäftigten können sogar mehr als 10,- im Monat zur Seite legen.

  3. Moderation
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Wenn mir jeden Monat so viel Geld übrig bliebe würde ich persönlich sofort weniger arbeiten..
    Oder man gibt mehr aus, aber für "Nice to haves", die man jederzeit wieder bleiben lassen kann (das kann auch ein Auto sein).
    Oder man macht einen Nebenjob, wenn der Puffer "unterfüllt" ist und hört damit auf, wenn wieder genug drin ist, um einen "Krach" leidlich unbeschadet überstehen zu können.

    Das unvermeidliche Ansammeln von Geld oder von Schulden passiert nur, wenn man das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben über längere Zeit mehr oder weniger stabil hält.

    Ich finde es allerdings *einfacher*, es stabil zu lassen, so lange sich im Leben nichts groß ändert.

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Ich behaupte, die meisten durchgängig Beschäftigten können sogar mehr als 10,- im Monat zur Seite legen.
    Und dann geht irgendwas kaputt oder läuft unrund, und die Rücklagen sind weg.
    Was besser ist, als wenn sie nie dagewesen wären... aber trotzdem unbefriedigend.

    ***

    Das mit dem "Sparen für's Alter" ist ja noch mal eine ganz anderere Kiste als Rücklagen für eine dreimonatige Sperre vom Arbeitsamt, oder eine Weile Kranken-, Arbeitslosen-. oder Kurzarbeitergeld. Dieses Rattenrennen, gegen ein "Risiko" mit einer Eintritswahrscheinlichkeit nahe 1 ansparen zu müssen kann kaum einer gewinnen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (14.06.2019 um 20:46 Uhr)

  4. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen

    Ich behaupte, die meisten durchgängig Beschäftigten können sogar mehr als 10,- im Monat zur Seite legen.
    Klar. Noch wesentlich mehr.
    Dann steht eine Sondertilgung fürs Haus an, ein neues Auto, eine Photovoltaikanlage, ein Glasdach für die Terrasse, ein neues Badezimmer, eine neue Heizungsanlage, ein kostenpflichtiges Studium.....
    Ich brauche keine Arbeitslosigkeit absichern, aber ich habe nicht mehrere tausend Euro Rücklagen. Werde ich niemals haben.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  5. Registriert seit
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    AW: Rücklagen?

    Ganz klar, Kinder sind ein Armutsrisiko, egal ob mit Partner oder ohne, und eben mit mehr Kindern wird die Luft dünner. Trotzdem ist es auch Typsache. Bevor ich nicht einen gewissen Puffer habe gibt es für mich z.B. kein Glasdach für die Terrasse.

    Kein Geld auf dem Konto hatte ich auch mit Familie schon mal, fand es aber in dem Moment einfach richtig. Wir hatten gerade gekauft und ein bisschen renoviert, da habe ich gerne meinen letzten Cent ausgegeben, aber wissend, dass ich bald wieder einen Puffer haben würde. Fristlose Kündigung war da sehr unwahrscheinlich, richtig Pech kann es geben, oft gerade aber schon ein Typ Mensch in Not, die andere vorausgesehen hätten.
    Auch gibt es noch ein Typ Mensch, davon habe ich einige in meinem Umkreis, die panisch reagieren, weil hohe Kosten kommen, aber kein Gefühl für Geld haben und es am Ende trotzdem kein Beinbruch ist...

  6. Avatar von fritzi72
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    AW: Rücklagen?

    Nicht jeder, der keine Rücklagen hat, ist automatisch nicht sparsam oder kann nicht mit Geld umgehen.
    Mir geht es ähnlich wie Paraplumeau und Lea, mit Haus und drei Kindern ist immer was.
    Heisst, wir bilden ständig neue Rücklagen, aber die werden dann neu investiert.

    Zunächst gingen die in den ersten drei Berufsjahren gebildeten Rücklagen, die im ersten halben Jahr nur minimal waren, weil zum Berufsbeginn ein Umzug anstand, gewisse Dinge angeschafft werden mussten, für die erste Elternzeit drauf, das war, als es noch kein Elterngeld gab.
    Dann haben wir jeweils pro weiterem Kind mehr Elternzeit genommen, als die 14 Monate, wegen hoher Betreuungskosten und nachdem wir dann schon ein Haus hatten, mussten wir dafür, unvorhergesehenes, was wir sonst aus den laufenden Gehältern finanziert hätten, aus den Rücklagen finanzieren.
    Damit fingen wir immer wieder mit nur ein paar hundert Euro Reserve neu zu sparen an, für Renovierungen und Neuanschaffungen.
    Nachdem wir uns nach der letzten Renovierungen und Schränken noch aus Jugend- bzw. Studentenzimmern einen großen gemeinsamen Schrank fürs Schlafzimmer gegönnt haben, haben wir mit einem Auslandsjahr für das älteste Kind ein neues Sparziel. (Es ist generell erstaunlich, wie Kinder ohne irgendwelchen Schnick-Schnack und Luxus ab etwa der 5. oder 6. Klasse teuer werden können, wobei ich das Auslandsjahr einerseits als Luxus, andererseits als Bildung und Investition in die Zukunft sehe, für die ich gerne auf anderes und insbesondere ein wachsendes Polster verzichte).

    In absoluten Notfällen könnten wir auf die für die Kinder angelegten Sparbücher oder unsere Altersvorsorge zurückgreifen, was ja auch angesparte Summen sind, die sehe ich aber nicht als Rücklagen, die tatsächlich frei sind.
    Von daher verstehe ich, dass jemanden Arbeitslosigkeit (die ich selbst nicht abzusichern brauche) und die Zeit, die bis zu einem neuen Job zu überbrücken ist, Sorgen bereitet, ohne dass ihm unabhängig von der Lebenssituation fehlende Vorausschau und verschwenderischer, unbedachter Umgang mit Geld nachgesagt werden muss.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  7. Avatar von Sneek
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    AW: Rücklagen?

    Ich glaub, es gibt einen generellen Unterschied zwischen sicherheitsorientierten Menschen und Menschen, die nicht so sind. Ich bin und war immer sehr sicherheitsorientiert, ich habe sogar schon während des Studiums immer ein bisschen was gespart.

    Für mich wäre es aber dafür auch unvorstellbar, mit Anfang 20 bereits Kinder zu bekommen oder ein Haus voll finanziert zu kaufen.


  8. Registriert seit
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Es ist, bei älteren Semestern, eher eine Frage der Einstellung. Wenn drei Kinder in Ausbildung sind, würde ich schätzen, dass seit der Ausbildung der Eltern mind. 20 Jahre vergangen sind. Wer 20 Jahre lang jeden Monat 20,- zur Seite legt, hat (ohne Zinsen, die machen aber noch einiges zusätzlich aus!) knapp 5.000€ auf der hohen Kante. Das ist mit 2 Verdienern durchaus machbar, das sind 10,- pro Person pro Monat. Im öD werden 6,65€ vermögenswirksame Leistungen gezahlt, das sind schon 2/3 davon.

    Ich behaupte, die meisten durchgängig Beschäftigten können sogar mehr als 10,- im Monat zur Seite legen.
    Eine Rücklage in Höhe von 5.000 Euro reichen bei einer mehrköpfigen Familie vielleicht für unvorhergesehene Ausgaben für Reparaturen, Ersatzbeschaffungen, Kosten für zwei parallel stattfindende Schulfahrten, aber kaum für eine längere Überbrückungszeit. Die Fixkosten laufen ja erst mal in weiter und können nicht schlagartig reduziert werden.
    Also, 5.000 Euro sind vielleicht für eine Person ein gutes Polster, aber nicht für eine Familie.

  9. Avatar von Sneek
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Also, 5.000 Euro sind vielleicht für eine Person ein gutes Polster, aber nicht für eine Familie.
    Da würde ich Dir zustimmen, aber dann hat man lieber gar keins?

  10. Avatar von blackearring
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    AW: Rücklagen?

    Ich glaube, dass ich noch nie in der Situation war, in der ich für 3 Monate keine Rücklagen gehabt hätte. Dazu bin ich viel zu sehr auf Sicherheit fixiert.

    Ich wundere mich auch immer über Leute, die zwar relativ gut verdienen aber jammern dass sie mit dem Geld nicht auskommen. Manche von denen sind ständig im Shoppingrausch. Es muss jeder selber wissen was einem wichtig ist, aber Shoppen als Hobby ist es für mich nicht. Wenn ich weiß auf dem Konto sieht es grade nicht gut aus, hab ich doch gar keine Freude daran.
    --Manchmal gewinnst du und manchmal lernst du.--

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